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Tell it to my Heart

Dem Kind gefällt die neue Tell it to my Heart Version von einem Duo namens Filatov & Karas, da hab ich gesagt, die Originalversion mochte ich damals als Kind. Das Kind will dann auch die Originalversion hören und erstaunlicherweise gefällt ihm die sogar noch besser. Das liegt wohl am Achtzigerjahre Synthie-Sound.

Das Kind so: “Lebt die Frau, die das singt noch?”

(diese Momente sind es, in denen man sich wirklich sehr alt fühlt)

Und ich: “Na das hoffe ich stark, die ist auch erst äh – naja… äh…”

Diese Momente sind es, in denen einem einfällt, dass die Künstlerin, die damals um einiges älter war als man selbst, natürlich wesentlich jünger war als man selbst jetzt ist. Also googelt man und Taylor Dayne ist tatsächlich schon bald 56. Aber natürlich lebt sie noch.

Jetzt wollt ich schreiben, die war so ein bisschen das Enfant Terrible des britschen Musikproduzenten Trios Stock, Aitken und Waterman, nur bin ich gerade draufgekommen, dass die Taylor Dayne nie produziert haben. Erkenntnis nach 30 Jahren Irrglaube.

Cranberry Thoughts

Dolores O’Riordan ist gestern im Alter von 46 Jahren gestorben. Das hat mich schon geschockt, sie ist nur ein paar Jahre älter als ich. Und die Cranberries waren in meiner Jugend ein ziemlich großes Ding.

Ihren größten Hit, Zombie, mochte ich allerdings nicht so gern. Natürlich nicht, weil er schlecht ist, sondern weil er zu der Art von Musik gehört, die in eine Schublade stecken will und nicht mehr aufmachen. Oder alternativ in so eine Schachtel, die man mit einem kleinen Schlüssel zusperren kann und nie mehr öffnen. Am besten den Schlüssel verlieren. Warum? Weil er bei mir Gefühle auslöst, die ich nicht spüren will. Und ich gehe damit sehr erwachsen um, finde ich, indem ich sie wegschließe, harhar.

Es ist jetzt nicht unbedingt so, dass die anderen Songs der Band sehr lebensbejahend und fröhlich wären. Aber sie machen mich nicht so verletzlich. Sie sind eher auf eine halbwegs angenehme Art traurig und nachdenklich, auf eine Art, die ich mir gerade noch zumuten kann. Die Videos sind meistens schwarz/weiß, die Iren erscheinen als etwas skurilles Völkchen und die Straßen wirken immer kalt und schmutzig. Trostlos das alles. O’Riordan trägt die Haar kurz, entweder blond oder schwarz. Es ist eine ganz eigene Stimmung, die vermittelt wird.

So richtig unbeschwert glücklich, scheints, mag hier niemand sein, alles ist sehr ambivalent und kompliziert.

Andererseits haben sie hier einen Punkt: Das Leben ist nun mal ambivalent und kompliziert und bittersüß.

Pacific Daydream

Ich glaub ja, man solle mal in Kalifornien gewesen sein, um Musik von Weezer zu “verstehen”. Ich konnte früher ja mit dieser Surfer Dude/Beach Boys Attitüde überhaupt nichts anfangen, aber seitdem ich an der Westküste war, gelingt mir das doch wesentlich besser.

Weezer haben mal wieder ein neues Album herausgebracht. Ich verfolge ihr Wirken nicht mit besonders großer Aufmerksamkeit, doch Pacific Daydream hat mich jetzt doch wieder ein bisschen gestreift. Und manche Songs sprechen mich sehr an. Vielleicht deshalb weil, Aussage der Band, das Album – trotz des Titels – “less summer day and more winter night” wäre. Ich finde die Texte auch dunkler und komplexer als sowas wie Tired of Sex, wo der Protagonist erzählt: “Monday night I’m making Jen, Tuesdy night I’m making Lyn, Wednesday night, I’m making Catherine” – ja schon recht, aber da krieg ich schon beim Zuhören Kopfschmerzen.

Auf der neuen Platte gefallen mir besonders die Songs Weekend Woman und Sweet Mary. Die Texte zu interpretieren ist da schon viel komplexer und deshalb ungleich interessanter. Bei Sweet Mary bedankt sich der Erzähler bei dieser gewissen Mary, die ihm hilft, wenn er quasi schon mit einem Fuß im Grab steht und er nicht weiß wie es weitergehen soll. Tatsächlich handelt es sich aber vermutlich nicht um eine real existierende Frau, sondern vielmehr eine Metapher (wofür wär noch die Frage) denn “I will never ever touch her, cause if i did she might die.”

Dabei musste ich gleich an Captain Jack von Billy Joel denken. Früher dachte ich, das sei ein zärtliches Liebeslied an Whiskey, tatsächlich ist Captain Jack ein Heroindealer: “Captain Jack will get you by tonight, just a little push and you’ll be smiling.” Laut Joel ist es ein Anti-Drogen Song, aber Joel zeigt viel Verständnis für Menschen, die ein Suchtproblem haben, da ist kein erhobener Zeigefinger, sondern nur der Hinweis wie es soweit kommen kann: Einsamkeit, Schicksalsschläge, Eskapismus. Auch Neil Diamonds Protagonist in Crackling Rosie neigt dazu, aber er greift dafür zur Volksdroge Alkohol, genauer Wein, legal und unkomplizierter zu erwerben – “a store bought woman”. Aber er verspricht ähnliches davon wie die Menschen, die Captain Jack aufsuchen: “We got all night, to set the world right.” Insgesamt ist der Song recht fröhlich und unbekümmert, was wiedermal unterstreicht, dass Alkohol gerne verharmlost wird (harhar).

Zurück zu “Sweet Mary,” da überlege ich noch, Mary Jane ist ja manchmal ein Synonym für Marihuana. Tatsächlich muss es aber natürlich keine Droge sein, kurz hab ich auch an einen religösen Zusammenhang gedacht, also quasi eine Art vergeistigte Anbetung. Und wenn, ist das ironisch gemeint? Hm.

Spotify Charts

Dieses Jahr hab ich schon fast sehnsüchtig auf die Bekanntgabe meiner Lieblingssongs auf Spotify gewartet. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, dass sein Musikverhalten NSA-like aufgearbeitet wird, gehts eigentlich. Voriges Jahr kam das mehr out of the blue.

Und voila, meine Top 5 Songs des vergangenen Jahres:

Nach den Top fünf wundert man sich vielleicht ein bisschen, dass mein meist gehörtes Genre Indie-Rock ist, aber ok. Hier bemerkbar ist ein gewisser Hang zum Musikfilm, La La Land ist gleich zweimal in den Top 5 vertreten (in den Top 100 noch öfters) sowie zum Songcontest, anhand des Beispiels von leider-nein Gewinner für Italien, Francesco Gabbani. Ich glaub, sein Song ist mehr Radio als bühnentauglich.

Sign of the Times hab ich wiederum im Sommer sehr oft gehört und Feel Good Inc. jetzt im Herbst. Insgesamt hab ich ca. 9.400 Minuten auf spotify Musik gehört, was schon eine ganze Menge ist. Ich höre spotify nämlich zum überwiegenden Teil dann, wenn ich mit den Öffis unterwegs bin.

Wanda und Columbo

Die sehr wienerische, aber auch sehr italophile Band Wanda hat ein neues Album rausgebracht.

Wanda, wir erinnern uns, das sind die, die gern mit ihren Cousinen schlafen wollen, die aus Bologna kommen, weil die Tante Cecarelli dort mal ein Pantscherl gehabt hat oder so. Aber sich dann eh nicht trauen. Und die, die einem raten, wenn man gefragt wird, wofür man steht, mit “Amore” zu antworten; und wenn man gefragt wird wohin man geht, dann mit “Bologna.” Ist jedenfalls mal was anderes als Rom, Mailand oder Venedig.

Das neue Wanda-Album heißt jedenfalls “Niente” und schon das verdient Respekt, weil es quasi jedem Rezensenten dementsprechende Sprachspiele/Kalauer auflegt, a la: “Das war gar nichts” oder “Nichts neues bei Wanda” und so weiter. Oder sie denken, dass die meisten Musikjournalisten nicht Italienisch können und zu faul sind, nachzuschlagen was “niente” bedeutet, aber darauf würd ich mich nicht verlassen.

Wie immer bei Wanda gehen die Melodien gleich voll ins Ohr und das ist gefährlich und lässt mich jedesmal an Goethe denken. Ich glaub, das schreibt er in Wilhelm Meister, dass es eine falsche Nachgiebigkeit gegenüber der Masse ist, dass man bei ihnen Empfindungen erregt, die sie haben wollen und nicht die, die sie haben sollen. Weil wenn der Ohrwurm sich mal festgesetzt hat, wird es schwer herauszufinden, ob das wirklich tatsächlich so gut ist oder ob man nur geschickt eingewickelt wurde.

Im Video zu Columbo trägt Marco Wanda jedenfalls wieder Zigarette und auch Engelsflügel und das ist visuell gar nicht unoriginell. Es geht wieder mal um Amore und um Angst und Beziehungsprobleme und der Lösungsansatz ist diesmal, Columbo im Fernsehen zu schauen und den Pyjama auszuziehen. Es gibt sicher tiefsinnigere Botschaften, aber direkt dagegen sagen kann man eigentlich auch nichts.

Langer Rede kurzer Sinn: ich hab immer noch keine wirkliche Meinung zu Wanda.

They don’t really care about us

Das Nachbarskind: Beat me, hate me, you can never break me, will me, thrill me, you can never kill me

Ich: All i wanna say is, that they don’t really care about us.

Nachbarskind: Meine Schwester hat alle DVDs von ihm und ich schau mir die jetzt an. Ur cool!

Ich: Bist du ein Fan?

Mein Kind: Von WEM?

Die musikalische Sozialisation Michael Jackson betreffend, hab ich bisher sträflichst vernachlässigt!

No future diesseits und jenseits das Teichs

Nachdem ich letztens was von guilty pleasure Songs geschrieben habe, hab ich irgendwo im Netz in eine Auflistung von ebensolchen gefunden. Unter anderem war da You get what you give von den New Radicals.

Das ist für mich kein guilty plearsure Song, im Gegenteil. Es ist so, dass ich You get what you give von den New Radicals wirklich überhaupt nicht leiden kann, um es mal nett zu formulieren. Ich hab mir den Song dann aber trotzdem nochmal angehört um mein Missfallen quasi zu verifizieren und ja, ich finde den Song – um Tartarotti zu zitieren – immer noch fürchterlichst. Er hat diese no future auf US-amerikanisch Attitüde, die Kids wissen ihren Frust über alles nicht anders zu kanalisieren als teure Autos, genauer Mercedes Benz’, zu demolieren und alle zu beschimpfen, obwohl sie eigentlich Liebe brauchen. Am Ende zählt der Sänger quasi in Rollenprosa auf, wer ihn aller nervt und “Fake” ist, nämlich: “Hanson, Courtney Love und Marylin Manson” (reim dich, oder ich fress dich!).

Das hat mich dann aber an einen anderen Song erinnert, der quasi no-future auf britisch ist, nämlich The Dark of the Matinee von Franz Ferdinand.

Und diesen Song mag ich gerne, weil er in seiner Gesellschaftskritik viel spitzfindinger ist als die öde New Radicals Nummer. Auch in good old UK sind die Jugendlichen etwas orientierungslos, die schulische Ausbildung wird kritisch betrachtet und der Protagonist macht seinem Unmut Luft, in dem er seinem love interest erzählt, was ihn alles nervt:

“Accidentally, I
Charm you and tell you
Of the boys I hate
All the girls I hate
All the words I hate
All the clothes I hate
How I’ll never be anything I hate”

Soweit so schlecht, aber dann die Reaktion des love interests:

“You smile, mention something that you like
Oh how you’d have a happy life
If you did the things you like”

So einfach kanns manchmal sein. Und dann wird der Protagonist des Songs aufgrund der geänderten positiven Lebenseinstellung irgendein Künstler, der selber nicht so genau weiß, welche Kunst er ausübt, damit aber enormen Erfolg hat, und auf BBC2 dem legendären Moderator Terry Wogan ein Interview zu seinem nebulösem Tun geben darf.

Das find ich ziemlich originell.

Original und Fälschung, acht

Ich hatte hier mal vor langer Zeit eine Rubrik “Original und Fälschung”, in der ich mich mit Coverversionen auseinandergesetzt habe. Sieben Ausgaben hab ich geschafft, dann war Schluss.

Nachdem ich am Wochenende aber wieder mal eine tolle Coverversion entdeckt habe, wirds Zeit für ein Revival. Aber der Reihe nach.

Es war einmal eine Art virtuelle Band namens Gorillaz, die unter der Leitung von Blur-Mastermind Damon Albarn ein paar Hits hatten, unter anderem die Nummer Feel good Inc. Mit dem Song und mir wars komisch. Ich fand ihn schon gut, aber ich fand immer schon, dass er zu voll von Gimmicks ist, zugegebenermaßen intendiert bei einer Band, die quasi aus Comicfiguren besteht. Albarn hat anscheinend kein normales Mikro benutzt, sondern singt in verschiedene Verstärkermedien, dazwischen rappt jemand, jemand anderer lacht, es ist irgendwie wie Kraut und Rüben. Ich hatte den Verdacht, das dahinter ein wirklich schöner Song ist, der es nicht ganz schafft, an die Oberfläche zu gelangen.

Am Wochenende hab ich dann die Version von Irontom gehört – nicht, dass mir diese Band geläufig wäre, ich kenne nur dieses Cover – aber meines Erachtens haben sie es geschafft, den Song im Song freizuschaufeln. Die Version ist sehr reduziert, auf das wesentliche, zumindest meiner Ansicht nach, eigentlich total unspektakulär. Der Sänger übernimmt auch gleich die Parts, die im Original gerappt werden, rappt aber nicht wirklich, sondern singt nur sehr schnell über die Melodie drüber, etwas, was ich eh sehr gerne mag, wenn die Vocals was anderes machen als die Musik. Kenne leider den musikalischen Fachausdruck (so es einen gibt) dafür nicht.

Die Lyrics des Songs sind übrigens auch eine nähere Betrachtung wert, so man sie versteht, ist gar nicht so einfach. Da gehts um eine Stadt, in der nicht mehr gelächelt wird, ein Aufruf zu einer Art musikalischer Revolte gegen “die da oben” oder auch ein bisschen mehr, ich glaub von Lachgas ist auch mal die Rede, Kapitalismuskritik (Feel good inc!) und Rückbesinnung auf die Stärke von Liebe und Freiheit (“The certain capability of seeing things differently”). Jetzt mal so grob gesprochen. Harhar. Jedenfalls spannend.

Tschinni

Letztens hab ich auf twitter gelesen, wer den Zusammenhang zwischen einer Musikkassette und einem Bleistift noch kennt, sollte altersmäßig bald zu einer Darmspieglung. Gestern hab ich erstmals seit Ewigkeiten wieder mal einen Plattenspieler betätigt. Weil: ich habe als Geschenk eine CD-Single bekommen, die ich seit 20 Jahren suche – die Hektiker Parodie Tschinni von Falcos Jeanny.

Ich hatte Tschinni damals auf Kassette, aber wie das so ist mit Kassetten, irgendwann sind sie verschwunden. Und ich fand die Parodie so gelungen. Jedenfalls hab ich schon total oft das Internet abgegrast, aber nirgendswo diese Version gefunden. Aber offenbar gibt es noch ein paar Sammler, die sowas verkaufen.

Wie auch immer, ich find es immer noch echt amüsant. Als ich mir das gestern angehört hab, stand das Kind mit verständnislosen Blick neben mir – so wie ich manchmal verständnislos schaue, wenn er mir irgendwas auf youtube zeigt – und war leicht verstört, aber auch fasziniert wie ich das witzig finden kann.

Gut, ich muss ihm in einer ruhigen Minute mal den ganzen Hintergrund des Originals erklären, die Falco Nummer war ja 1985/86 ein riesen Skandal, das Lied und v.a. das Video durfte ja dann auch nicht mehr ausgestrahlt werden, sogar Thomas Gottschalk äußerte sich kritisch. Die mediale Lesart war, dass der Song die Verherrlichung einer Vergewaltigung bzw. Entführung sei, obwohl Falco ja schon ziemlich früh gesagt hatte, dass es mehrere Teile geben würde, in dem das Schicksal der titelgebenden Frau weiter erläuert werden würde und, dass es eigentlich ein Liebeslied sei. Das Video hat aber jetzt nicht direkt was dazu beigetragen, Falcos angebliche Intention zu unterstützen, würd ich mal meinen. Übrigens wirft dieser Song natürlich die, auch in der Literatur oder im Film immer wieder gestellte Frage auf, was ist der Standpunkt des Autors und was ist im Gegensatz dazu Rollenprosa und wie weit darf Rollenprosa gehen, um gesellschaftliche Vorgänge deutlich zu machen? Aber das führt jetzt zu weit.

Jedenfalls haben sich die Hektiker diesem Song auf ihre Art und wie ich finde genial genähert, in dem sie ihn gelungen aufs Korn nehmen. Florian Scheubas Stimme klingt wirklich fast exakt wie die von Falco. Wenn es bei Falco heißt, “Komm wir müssen raus aus dem Wald”, heißt es bei den Hektiker, “Komm, wir müssen wieder rein in die Hitparade”, wenn Falco singt, “Wo ist dein Schuh, du hast ihn verloren, als ich dir den Weg zeigen musste”, singen die Hektiker “Wo ist deine goldene Schallplatte, du hast sie gewonnen, als man dich zensurieren musste.” Wo Falco singt, “Zuviel rot auf deinen Lippen, du hast gesagt, mach mich nicht an, doch du warst durchschaut”, singen die Hektiker: “Zuviel Schmalz auf deinen Rillen, du hast gesagt, das kauft doch keiner. Doch der Konsument war durchschaut.” Im Refrain heißt es dann: “Tschinni, was hälst du von Teil drei, bleiben wir doch dabei und dann kommt noch Teil 4, in dem heiraten wird – there’s no one who needs it.”

Dann gibt es ja im Originalsong die Passage mit dem “Newsflash”, in dem der Reporter von einem dramatischen Anstieg von vermissten Personen spricht. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Polizeibehörde berichtet von einem weiteren tragischen Fall. Die Polizei schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es sich hierbei um ein Verbrechen handelt.

Die Hektiker machen aus “Newsflash”- “Reisfleisch” und da wird verkündet: die Zahl der Hansis¹ in der Hitparade sei in den letzten Wochen dramatisch angestiegen. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Hitwertung berichtet von einem weiteren unnötigen Fall. Es handelt sich hierbei um einen Hansi, der einen Nr. 1 Hit auf drei Teile strecken will. Experten schließen die Möglichkeit nicht aus, dass es sich hierbei um ein Selbstplagiat handelt.

Und dazwischen immer “There must be something wrong, people still like this song”, herrlich.

 


¹ Damals waren drei Hansis in der Hitparade. Neben Falco, Hans Hölzl, auch noch Hansi Orsolic mit Mei poschertes Leben und Hans Krankl mit Lonely boy.

Sign of the times

Hab vorige Woche einen Song entdeckt, der mich ganz schon gepackt hat. Er ist von Harry Styles und heißt Sign of the times.

Der Mr. Styles ist 23 Jahre jung und singt so, als wäre sein Leben schon einmal komplett auseinandergebrochen und nur notdürftig wieder zusammengesetzt worden. Also sowas, was man eher 40 jährigen zuschreiben würde (harhar). Dabei ist Mr. Styles eigentlich Ex-Boygroup Mitglied und zwar von der Band One Direction aber ich gebe zu, ich weiß von denen so gut wie nichts. Aber ich find es echt bewunderswert, so einen Song, der irgendwie sehr auf die dunkle Seite des Lebens hinweist und auch ein bisschen bedrohlich wirkt, in so einem zarten Alter (mit)geschrieben zu haben und so zu performen, als wüsste er schon viel (mehr als er wissen sollte).

Übrigens ist der Song so langsam, dass es im Kommerzradio nur quasi als Radio-Edit gespielt wird, weil man die langen Passagen, wo zu wenig Action fürs Radio ist, rausgeschnipselt hat. Styles hat es aber geschickter gemacht als zb Gun’s roses bei November rain und hat die Passagen schön über den ganzen Song verteilt, so dass man ihn nicht in der Mitte einfach jedesmal ausfaden kann.