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Semesterferien

Jetzt sind die Semesterferien auch schon wieder vorbei. Und sie waren zwar ziemlich arbeitsintensiv, aber ein paar Sachen haben wir doch unternommen.

Am Montag waren wir im Kino und haben uns mit einer Schulfreundin vom Kind folgenden Film angesehen:

Zu diesem Film gibt es einen Vorgänger – Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft – und das Buch hab ich dem Kind letztes Jahr an einem Tag komplett vorgelesen, als er krank war, weil wir so und so Zeit hatten und es wirklich sehr spannend war. Auch der Film war witzig, wenn man nicht besonders auf Logik oder Plausbilität wert legt.

Außerdem waren wir im Museum der Illusionen, über das ich schon einiges gutes gehört habe.

Das Museum gibt es noch nicht allzu lange, erst seit letztem Sommer und es ist wirklich sehenswert. Hologramme, optische Täuschungen, Foto Illusionen und eine Menge an interaktiven Spielen werden geboten, Miss Xoxolat hat das in einem Blogbeitrag sehr gut und besser beschrieben als ich das könnte. Wie sie richtig sagt, ist das Musuem sehr klein, wir waren aber auch fast eineinhalb Stunden dort, weil man für manche Stationen doch länger braucht und sich auch sehr gut amüsieren kann.

Allerdings gibts auch ein paar Dinge, die mir eher negativ aufgefallen sind, beispielsweise finde ich den Eintrittspreis von 12 Euro für Erwachsene (8 Euro/Kind) ziemlich hoch, dafür, dass es nicht mal eine Garderobe gibt, wo man seine Sachen abgeben kann (gerade im Winter wäre das doch sehr hilfreich). Und leider ist das Musuem, obwohl noch nicht mal ein Jahr in Betrieb, auch schon etwas “abgelebt”. Hier wäre etwas mehr liebevolle Pflege mancher Exponate dann schon wünschenswert, weil sonst wird das Museum schneller altern als ihm das lieb ist.

Anschließend waren wir noch im Tesla Geschäft, das schräg gegenüber des Museums ist und haben jetzt die Visitenkarte eines Verkäufers “für später”, ja genau harhar. Außerdem haben wir einen Bummel durch die Innenstadt gemacht, wo alles bereits für den am gleichen Abend stattfindenden Opernball bereitgemacht wurde:

Leider war die Übertragung am Abend dann wieder mal ziemlich öde. Ich weiß nicht, ob es an der Veranstaltung selber liegt, dass die nicht mehr hergibt oder am Zugang vom ORF und/oder den Moderatoren. Am lustigsten hat man es, wenn man (wie ich) Freunde hat, die den Opernball besuchen und quasi einen Liveticker dazu auf Facebook machen.

Am Samstag waren wir dann noch auf einer Taufe, ich hatte das absolut passende Outfit für die Wetterlage an:

Dumb picture of feet (c) Lost in translation

Aber sehr schön wars!

Haus des Meeres

Gestern waren wir im Haus des Meeres.

Das ist in den Ferien ein nicht ganz einfaches Unterfangen, weil das Unterwassermuseum nicht besonders geräumig ist und der Andrang immer enorm. Wir waren allerdings schon vor zehn dort und es gab da noch keine Wartezeit an der Kassa. Eineinhalb Stunden später reichte die Schlange schon bis weit in den Park zurück…

Nachdem wir mit Freunden dort waren, hab ich erstmals mit der Besichtigung von oben angefangen, bis dato wusste ich gar nicht, dass man auch aufs Dach kann und dort einen herrlichen Blick über (das gestern sehr sonnige) Wien hat.

Dann haben wir uns von oben quasi runtergearbeitet, durch die verschiedenen Ebenen. Das Highlight war bei den Kindern eindeutig die Knabberfische; wenn man eine Hand in das Becken steckt, dann kommen die Fische herbei und nagen darauf herum. Ein irgendwie gewöhnungsbedürftiges Gefühl, aber nicht unangenehm und die Kinder haben das sehr gern. Ich selbst wundere mich immer, dass viele Becken quasi offen sind – auch zb. bei den Schildkröten – und aber sehr wenig Aufsichtspersonal zu sehen ist. Anscheinend hat sich aber das Konzept bewährt, habe noch nicht von irgendwelchen unerwünschten Vorkommnissen im Haus gehört.

Die Freundin des Kindes hat mich informiert, dass bei den Seepferdchen die Männer schwanger sind und die Babys bekomen. Das finde ich ja sehr praktisch!

Die bunten Fische, Äffchen und auch Krokodile beobachte ich sehr gerne. Weniger angezogen bin ich ehrlich gesagt von den Spinnen und Schlangen, auch wenn das Kind die ebenfalls “süß” findet.

Und weil sich die Kinder so gut verstanden haben, waren wir danach noch in der Millenium City und sind von dort zu Fuß nach Floridsdorf in den Wasserpark gegangen, wo wir noch eine Stunde am Spielplatz waren und dann wieder per pedes nachhause. Macht ingesamt 15.000 Schritte. Und warm wars wie im Frühling.

Made by you

Heute waren wir (mal wieder) mit einer Schulkollegin und Bruder des Kindes in der Keramikwerkstatt Made by you.

Zuerst haben wir herumgestöbert, was man alles bemalen könnte – ziemlich viel von Tellern und Tassen über Kühlschrankmagneten und Türschildern und allen möglichen Figuren bis zu Eierbechern und Salatschüsseln. Ich hab ja selber noch nie was bemalt, aber nachdem heute tatsächlich alle mitgemacht haben, hab ich es also auch probiert; nachdem man sich nicht gleich übernehmen soll, hab ich mich für oben abgebildeten Miniaturhund entschieden, so sah er mittendrin aus, wie er am Ende ausgesehen hat, werd ich zeigen, wenn wir die Objekte dann fertig gebrannt abholen können.

Die Kids waren eher Katzen-lastig unterwegs:

Eines der Kinder hat sich außerdem für einen patriotischen Teller entschieden, hab gesagt, davon kann er zum Beispiel bei der Fußball-EM/WM Teilnahme Österreichs essen, aber dann sind wir doch eher auf alpine olympische Winterspiele umgeschwenkt, weil irgendwie will man den ja auch öfters nützen harhar:

Weil mich heute schon einige gefragt haben, ab welchem Alter das für Kinder sinnvoll ist, also meines war fünf als wir das erste Mal dort waren und viel früher hätt es bei ihm keinen Sinn gehabt, aber es gibt ja auch Kinder, die sehr konzentriert zeichnen und malen und schon früher nicht mehr so hibbelig sind. Jedenfalls jetzt mit zehn war das Kind sehr konzentriert und begeistert dabei, auch wenn Malen eigentlich immer noch nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört.

Nachdem man fertig ist, versieht man seine Objekte an der Unterseite mit Initialen oder ähnlichen Erkennungszeichen, bezahlt und gibt sie dann ab, nach ca. 3 Werktagen kann man dann die fertig gebrannten Kunstwerke abholen. Bin diesmal schon sehr gespannt, wie mein Hund sich farblich nach dem Brennen verändert hat.

Merry Christmas

Heuer sehen die Weihnachtsfotos von der alten Donau eher nach Frühling aus:

Mal sehen, ob es dafür dann am 24. Jänner schneit oder zu Ostern.

Jedenfalls: frohe Weihnachten allen meinen Lesern!

Wochenend ohne Sonnenschein

Am Wochenende war ich mit dem Kind wieder mal bei Vapiano. Dann haben wir uns Emoji – der Film angeschaut.

Die goldene Internet Movie Database-Regel besagt ja, dass alle Filme, die mit weniger als 5 benotet werden, mit sehr großer Vorsicht zu genießen sind. Zwischen 5 und 6 ist es oft Geschmackssache, da gibts durchaus Filme, die relativ mittelmäßig bewertet werden, aber dennoch ok sind, aber unter 5 ist normalerweise ein untrüglich schlechtes Zeichen. Der Emoji Film steht aktuell bei Note 1,8 (sic!). Harhar.

Aber ganz ehrlich, ich finde die Bewertung nicht ganz fair. Klar ist das kein Meisterwerk, kein Film für die Ewigkeit und wahrscheinlich ein Film, der relativ schlecht altern wird, weil er so sehr auf aktuelle Entwicklungen Bezug nimmt und die Story holpert auch ein bisschen. Aber: wenn man sich gerne mit Smartphone Apps beschäftigt, dann sind da sehr viele nette kleine Witze und Anspielungen versteckt. Die Figuren sind ganz lieb und Frauenpower ist auch enthalten.

Danach hab ich mir neue Sneakers gekauft, unter Beratung vom Kind. Bin dann letztendlich, wie eh vorher geplant, bei Converse gelandet. Weil das Kind fand die anderen, die ich probiert hab, alle fad und die Converse “richtig fresh”. Na bitte.

Abwechslungsreich

Zurück in Wien, haben wir das Nachbarskind mit den Garten genommen.

Das war sehr erfolgreich, die Kinder waren ungefähr zwölfmal pro Tag im Wasser und in den Pool springen war überhaupt das größte. Ich konnte derweil nebenbei arbeiten, sehr praktisch.

Geschlafen haben sie dann auch dementsprechend wie Steine. Ich hätte auch schlafen sollen, hab aber sehr lang Musik gehört. Zeit für mich alleine kommt in den Ferien immer etwas kurz.

Bei der Heimfahrt standen wir wieder mal im Tangenten-Stau, aber mit zwei (fast) Zehnjährigen ist das recht kurzweilig. Zuerst sind wir beim Ex-Kindergarten vom Kind vorbeigekommen und er meinte zu seinem Freund, der Kindergarten war langweilig, er geht lieber in die Schule, denn im Kindergarten könne man nur mit Lego herumschmeißen. Ich: “Man könnte ja mit Lego auch was bauen.” Kind: “Ich hasse Lego bauen.”

Dann regten sich die beiden über diverse Autos auf, die auf dem Pannenstreifen am Stau vorbeizogen (“Oida, wieso fahrt der fette BMW da einfach vor?” “Heeee, was ist mit dir?” “Können wir den anzeigen?”) und erst recht die Motorradfahrer, die gestern wirklich teilweise Harakiri Aktionen lieferten. Wie bei Murphy war unsere Spur immer die langsamste – “Wieso fahren die drüben schon 30 und wir erst 10 km/h?” “Mann jetzt stehen wir schon wieder.” Dazu hörten wir Kronehit und einige obskure Werbungen: “Hallo ich bin Dr. Berger, leiden auch sie unter sexueller Lustlosigkeit?” Dass die Kinder das extrem amüsant fanden, muss ich nicht erwähnen.

Und dann endlich, als wir vor unserer Ausfahrt Donauzentrum Gas geben konnten, während sich die Blechlawine Richtung Tunnel Hirschstetten staute, johlten die beiden auf der Rückbank als wären wir kurz vor der Ziellinie eines Formel 1 Rennens. Lustig war das.

An der Adria

Abgesehen von Kärnten und Südtirol waren wir auch wieder in Bibione.

Manche können ja diese trubelige Touristenorte an der Adria nicht leiden, aber ich liebe sie. Ich muss dazusagen, dass ich das erste mal mit 20 Jahren am Meer war, ich war ja davor immer mit meinen Großeltern die zwei Sommerferienmonate im Rosental – ich bin also gar nicht Lungomare-sozialisiert, und so genieße ich es, wenns laut ist und wuselig. Ich mag es auch gerade in der Hauptsaison dort zu sein, wenn die sala giochi voll sind, man sich bei manchen Pizzerien anstellen muss, um einen Platz zu kriegen (dort waren wir dann allerdings nicht) und um zehn Uhr abends Hochbetrieb beim Eissalon ist. Eigentlich ganz komisch, weil ich sonst eher gerne für mich alleine bin und bei zuvielen Menschen auf einem Fleck reißaus nehmen möchte.

In unserm Hotel, wo wir jetzt schon das dritte Mal waren, wurde der Gassenhauer Atemlos durch die Nacht als quasi Signature Song von Despacito abgelöst, eine deutliche Verbesserung wenn man mich fragt. Wobei Despacito ja lyrics-mäßig nicht ganz unumstritten ist, Matthias Strolz hat den Song auf “Frühstück bei mir” gewünscht und auf twitter wurde gefragt, warum, der hat doch so explizite Lyrics? Nun ich vermute, Strolz kann nicht spanisch, so wie ich auch nicht und hat keine Ahnung was gesungen wird, davon abgesehen hat er ja drei Kinder und Kinder lieben normalerweise den Fonsi-Song heiß.

Anyway, das war einige Tage meine Aussicht:

Und genauso wie das Kind liebe ich das Hotel. Wenn man dann noch echt nette Nachrichten aufs Handy kriegt, während man seinen Gedanken nachhängt, ist es perfekt.

Der Himmel über Meran

Nach einer Wanderung zum Knottnkino konnten wir den Himmel über Meran sehen:

Was mich an das gleichnachmige Buch von Josef Zoderer erinnert hat. Hier hab ich schon mal was dazu geschrieben.

Wunderbares Buch, wunderbarer Blick.

Evolution

Zurück aus dem Urlaub mit der Evolution “unserer” Katze in Kärnten.

Vor zwei Jahren war er noch ein neurologisch gehandicapptes Babykätzchen, um dessen Wohlergehen wir uns sehr sorgten, zumal er kaum gerade gehen konnte und immer wieder umfiel. Wir hatten Angst, dass das Leben am Bauernhof zu gefährlich für ihn sein würde.

Letztes Jahr trafen wir ihn wieder, er hatte sich erstaunlich gut entwickelt, seine Probleme bei der Fortbewegung waren geringer geworden. Und dieses Jahr war er schon ein richtiger erwachsener Kater. Das Kind hängt sehr an ihm und es ist so schön, diese positive Entwicklung zu sehen:

Die Verwandlung

Wenn der Baum (zu)viele Marillen abwirft

Und man den Nachbarn dann ein Körbchen schenkt, hat man am Ende auch was davon: