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La La Land

Mir gefallen die meisten Filme, die ich mir im Kino anschaue, was daran liegt, dass ich leider ziemlich selten ins Kino komme und mir dann nur das ansehe, wovon ich mir verspreche, dass es meinen Geschmack trifft. So ist das fast immer ein positives Erlebnis, abgestuft von “nette Unterhaltung” über “toll” bis “sehr sehenswert”.

Viel seltener kommt es vor, dass ich einen Film sehe, ich den ich mich fast verliebe, weil er – meines Erachtens nach – einfach wunderschön gefilmt ist, das Medium voll ausnutzt, und einfach etwas Magisches auf die Leinwand zaubert. Wo das Thema stimmt, die Musik, die Stimmung, der visuelle Eindruck, die Dialoge und die Schauspieler. Sowas kommt nicht jedes Jahr vor. Aber 2017 hat für mich genau mit einem solchen Film begonnen. Ich habe diesen Film in der Pre-Preview gesehen (er läuft ab Ende nächste Woche regulär in den österreichischen Kinos) und war/bin verzaubert. Ich habe mir von dem Film sehr viel erwartet und er konnte diesen Erwartungen gerecht werden. Dieser Film heißt La La Land.

Ich werde zu La La Land noch mehr schreiben, aber soviel vorab: es ist ein Musikfilm in dem Sinne, als gesungen und getanzt wird, aber es ist alles andere als ein klassisches Musical, es ist ein visuelles Meisterwerk, ein Film, der von der Chemie, die die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone miteinander haben ebenso lebt wie von den orignellen Einfällen des Regisseurs, der besonderen (und dabei sehr unangestrengten) Art, eine – diese – Geschichte zu erzählen und dem bisher noch mehr oder weniger unentdecken und noch nie derart gelungen in Szene gesetzten Charme der Stadt Los Angeles.

Ihr seht, ich bin enthusiasmiert und werde versuchen, diesen Enthusiasmus in noch genauere Worte zu fassen. Bald.

Modern Jazzdance. Taylor Swift.

Unser Jazztrainer hat immer so nette Songs zum Warm Up ausgesucht, die ich allesamt nicht kenne. Ich versuche, mir immer Teile der Lyrics zu merken, damit ich sie nachher suchen kann.

Ich bin draufgekommen, dass ein Song Back to December von Taylor Swwift ist, dann bin ich draufgekommen, dass ein anderer Song Blank Space von interessanterweise auch Taylor Swift ist. Letztes Mal sag ich zu meiner Freundin beim Rausgehen, dass ich mir wieder ein Textstück gemerkt habe, nämlich “We never go out of Style”. Da dreht sich eine andere aus der Gruppe um und sagt, der Song heißt “Style” und ist von Taylor Swift. Und ich so: “Was, das ist auch von Taylor Swift?” Ich glaub, die dachte ich komme aus der Steinzeit oder so. Harhar. Unnötig zu sagen, dass auch Wildest Dreams, ein Song, der etwas an Lana del Rey erinnert, von ihr ist.

Um sich unser Jazz Warm-Up zu vergegenwärtigen, braucht man sich nur vorzustellen, dass jemand zu Swift Songs in regelmäßigen Abständen “and left”, “and right” “and again” dazwischenbrüllt (weil die Musik so laut ist)

Dazu ist mir eine Folge aus der neunten Friends-Staffel eingefallen, wo Chandler und Monica das antike Gedeck für ein Thanksgiving Dinner auflegen und Monica jedesmal, wenn Chandler es berührt leicht hysterisch kreischt: “Be careful!!!” Und Chandler irgendwann bemerkt: “Ok, for the rest of our lives, i will be carful, unless told otherwise.” Was das mit Swift zu tun hat? Nun, ich werde in Jazz jetzt einfach bei jedem unbekannten, von einer Frau gesungenen Song, davon ausgehen, dass er von Taylor Swift ist. Bis mir jemand etwas anderes sagt.

Modern Jazzdance. Lebenshilfe.

Gestern sollten wir Sit ups in der Jazzstunde machen. Wir wollten nicht so richtig.

Darauf unser Coach:

“Come on. Christmas is coming. And there will be cookies and chocolate and dessert. You need to do this.”

Und wir so:

“Uahh. Ok”.

Dutzende Sit Ups später, der Coach:

“Well now you can go and eat chocolate and stuff. And at christmas you will say thanks Flo!”

Very nice. Thanks Flo! (Aua).

Modern Jazzdance. Neue Jeansgröße.

Ich lenke euch jetzt mal mit etwas banalem von den Kommentaren zur Trump-Wahl ab: Letztens in Jazz hab ich so wenig geschwitzt wie nie zuvor.

Beim ersten Mal hatte ich nasse Haare, als ich in die Ubahn im 3. Bezirk gestiegen bin und eine dreiviertel Stunde später, zuhause, waren die Haare immer noch nass. Dieses Mal war das erste Mal, wo ein sofortiger Sprung in die Badewanne nicht zwingend nötig gewesen wäre. Dafür haben mir meine Beine unheimlich wehgetan. Man kann halt nicht alles haben.

Wir haben diesmal eine schnelle Choreografie gelernt und dann fand unser Trainer, wir könnten das auch zu einem anderen Song tanzen, nämlich Womanizer von Britney Spears. Was noch schneller war, so ingesamt. Eine im Kurs meinte zu ihm: “Yes we wanna have fun.” So auf die Art: Ist auch schon wurscht. Er war aber begeistert. Harhar. Am Schluss der Choreo sollten wir eine “Beyonce” machen. Halb umdrehen, über die Schulter schauen und den Arm hoch. Praktischerweise lerne ich jetzt lauter so “junge Musik” kennen, zu der ich sonst weniger Zugang habe, wie zum Beispiel Taylor Swift. Deren Karriere bisher völlig an mir vorbeigegangen ist. Zu ihrem Song Back to December machen wir immer Streching.

Noch etwas anderes interessantes ist passiert. Ich habe mir eine neue Jeans bestellt und versehentlich Weite und Länge vertaucht. Normalerweise ist die Weite bei mir eine größere Zahl als die Länge. Jedenfalls probiere ich sie an und denk mir, wow, die ist aber lang, dafür ist sie etwas eng. Aber ich hab reingepasst. Das bedeutet, dass ich zwei Jeansgrößen “abgenommen” habe. Gewichtsmäßig zwar nicht, aber anscheinend mehr Straffheit, oder wie man das nennen möchte, gewonnen.

Sport wirkt anscheinend wirklich. Und das eigentlich ziemlich rasch.