Archiv für kinder

Schwimmen…

Heuer hab ich noch gar kein Foto von unserem Pool im Garten gepostet, kein Wunder, dass hier Tarffic-mäßig nix weitergeht. Also bitte, Pool mit Besuchskind:

Und wenn wir zwischendurch mal in Floridsdorf sind, kann man auch zur alten Donau schwimmen gehen:

July so far

Jetzt ist die WM auch vorbei, von der ich nur zwei bis drei Halbzeiten gesehen habe, darunter auch Teile des gestrigen Finales, das ja durchaus spannend und erstaunlich torreich war.

Mein Lieblings-WM Moment war trotzdem der als wir – im Urlaub in Bibione – im Hotelzimmer die zweite Halbzeit England gegen Kroatien gesehen haben. Mit logischerweise italienischem Live Kommentar. Und das Kind so: “Dreh den Fernseher lauter, ich versteh nichts.” Harhar.

Am Rückweg über Südtirol hab ich dann erfahren, dass Christine Nöstlinger gestorben ist. Und obwohl das nicht so extrem überraschend kam, war ich betroffen. Denn sie war meine absolute Lieblingsautorin als ich eine Teenagerin war. Und mein Kind war auch betroffen, weil ich ihm schon ziemlich viel von ihr vorgelesen habe. Und das ist eine wirklich Kunst, finde ich, gerade im Kinder/Jugendbuchbereich, dass man Bücher schreibt, die über Generationen “funktionieren”, die total vorteilhaft altern, auch wenn niemand mehr Festnetztelefone benutzt, in Schilling zahlt und der amerikanische Präsident schon lange nicht mehr Ronald Reagan heißt.

Meine Lieblingsbücher von Christine Nöstlinger war die Gretchen Sackmaier Trilogie Gretchen Sackmeier, Gretchen hat Hänschen Kummer und Gretchen, mein Mädchen. Zu schön war die Geschichte über die pummelige Außenseiterin Gretchen, ihre Familienprobleme und die Liebesgeschichte mit Hinzel – versus Florian, wobei ich niemanden kenne, der #teamflorian war, denn ihm war Gretchen immer peinlich, weil sie keine Modellfigur hatte. Als (pummelige) ca. 13-jährige kam ich durch die Bücher auch erstmals mit mir ganz unbekannten Begriffen in Berührung, denn der Hinzel wollte nicht, so wie der Florian, nur mit Gretchen ins Bett, sondern mehr und galt deshalb bei den anderen Jugendlichen als “impotent”. Dabei war er nur nett und warmherzig und die Herzen der LeserInnen flogen ihm deshalb wie selbstverständlich zu.

Das war überhaupt das schöne an den Büchern von der Nöstlinger. Sie waren unkonventionell, ohne dass das bemüht erschien. Man hatte als LeserIn nicht das Gefühl, dass sich Nöstlinger irgendwie verbiegen wollte oder für irgendeinen Lesergeschmack schrieb. Ihre Bücher waren eigenwillig und unverblümt, auch wenn es um Sex ging. Da gab es verschiedene Abstufungen an Direktheit, ich glaub, das “ärgste” Buch war diesbezüglich Pfui Spinne (knapp gefolgt von Stundenplan) – und natürlich war man darauf neugierig, in diesem Alter. Ich besaß dieses Buch mal, finde es aber leider nicht mehr. Harhar.

Außerdem waren die Bücher sprachlich oft total pointiert und witzig formuliert, und, auch sehr wichtig, tröstlich. Denn die Heldenbeschreibung war ihre Sache natürlich nicht, Nöstlingers Figuren waren immer fehlbar, sehr menschlich, Antihelden quasi, die auch nicht wissen, wo es langgeht, und trotzdem oder gerade deshalb als Vorbilder taugen. Als Vorbilder in Sachen “sei wie du bist.”

Inside Out

Jetzt – in den letzten Schultagen der Volksschule – tritt etwas ein, was ich nie für möglich gehalten hätte, was ich auf keine Fall gutheißen kann und daher vehement bekämpfe: ich werde tatsächlich sentimental. Das sind diese ganzen Abschlußveranstaltungen und Abschiedsgeschenke und diese ganzen Auf-Wiedersehen Gespräche – und so richtig Sommer, der einen ablenken würde, ist auch grade nicht.

Das Gefühl der Sentimentalität mag ich gar nicht. Es ist hat so was von halbkrank an einem verregnetem Sonntagnachmittag bei Tee mit Honig und Milch – ich hasse Honig und Milch im Tee, meine Eltern haben nur einmal probiert, mir das Zeug einzuflößen, da war ich ungefähr fünf und ich hab mich fast übergeben. So ein Gefühl von allgemeiner Tristesse und Weinerlichkeit, mit einem Hauch Selbstmitleid und Weltschmerz – ich lehne das ab! Und ich kenne das auch kaum von mir.

Als ich selbst die Schule verlassen habe, und manchen tatsächlich die Tränen runter getropft sind und sie so getan als wäre ihr Leben zu Ende, hab ich nur gedacht: Endlich vorbei, endlich frei und ohne einen Blick zurück bin ich aus der Schule gestapft. Als ich von daheim ausgezogen bin, und die letzten Sachen in mein Auto gepackt habe und auch genau gewusst habe, das sind jetzt die letzten Dinge und das ist jetzt wirklich die letzte Fahrt, da war nur Aufbruchstimmung und “auf und davon”, nichts anderes. Auch mit dem Kind hatte ich bisher niemals das Gefühl, wie manche andere Mutter, ah herrje mein Kind wird groß, jetzt kann er schon gehen, jetzt kommt er in den Kindergarten, jetzt wird er selbstständig – zum einen bin ich froh drüber, immer weniger gebraucht zu werden, zum anderen hängt das Kind auch nicht über Gebühr an mir und hat das auch nie getan, er hat mich da vermutlich auch etwas erzogen, wenn man so will.

Die letzten Monate waren insgesamt aufwühlend mich, von Abschieden und Neuanfängen in verschiedenen Bereichen gekennzeichnet – das war schön und aufregend und auch manchmal herausfordernd. Weil man auch so viel nachdenken und sich neu sortieren muss, zumindest ich muss das tun. Wahrscheinlich bin ich deshalb gerade nicht ganz so widerstandsfähig gegen diesen Anflug von Sentiment.

Dabei möchte ich das tun, was ich immer getan habe: das Neue begrüßen, aus vollem Herzen, offen und neugierig auf einen neuen Lebensabschnitt zugehen, weil jetzt die Zeit reif dafür – und nicht zurückschauen…oder nur ganz kurz.

Froschrettung

Als wir letztens im Garten begonnen haben, unseren Pool wieder sommertauglich zu machen, hat das Kind direkt daneben einen Frosch entdeckt. Das war jetzt nicht so überraschend, da diverse Nachbarn heuer anscheinend alle schon sehr viele Frösche bei sich im Garten gefunden haben, und das ist auch nicht unbedingt unüberhörbar.

Wohin also mit dem Kerlchen, eine Co-Existenz in unserem Pool war nicht die allererste Wahl, aber irgendwo Wasser-nahe sollte es schon sein. Aja genau, wir wohnen ja an der alten Donau.

Also den leicht paralysierten Frosch in eine Transportbox gepackt…

…ins Auto gesetzt…von Liesing nach Floridsdorf gefahren…

…und in die Freiheit entlassen…

Er war sehr glücklich, zumindest sah es so aus, als er sofort weggeschwommen ist. Und das Kind war dann auch glücklich.

Von Nervensägen

Heut hab ich auf Instagram gesehen, wie eine Schwangere das Buch Warum französische Kinder keine Nervensägen sind von Pamela Druckerman liest, weil es von sovielen empfohlen wurde. Ich habe mir auch schon überlegt, dieses kontroversiell diskutierte Werk zu lesen, aber ehrlich gesagt find ich den Titel schon so daneben, dass ich mich dazu bis dato nicht überwinden konnte.

Ich habe eigentlich wenig Kontakt zu Franzosen und – innen, und noch weniger zu französischen Eltern, nur einmal ist mir eine französische Familie beim Urlaub in Bibione aufgefallen. Und zwar deshalb, weil die kleine Tochter, sie mag vielleicht zwei oder zweieinhalb gewesen sein, stundenlang quasi unbewegt auf der Liege neben ihren Eltern gesessen ist.

Ich war mit meinem Kind (und der Oma) erstmals länger am Meer auf Mallorca, als er fast sechs war und er ist keine fünf Minuten auf der Liege gesessen, geschweige denn gelegen. Die Freundinnen meiner Mutter, die auch mit im Urlaub waren, haben immer gesagt, jetzt muss er doch mal müde sein und sie haben mit mir gewettet, dass er einmal einschlafen wird und haben diese Wette knapp vorm Abflug – nach einer Woche nonstop Halligalli – gewonnen. Aber das war nur komplette Kapitulation wegen absoluter Übermüdung. Mein ausgeschlafenes Kind verbringt auch heute noch kaum je Zeit auf einer Liege.

Wie war es also diesen Franzosen möglich, dass ein so kleines Kind so ruhig auf der Liege sitzt, dass die beiden stundenlang in ihren Büchern und Zeitschriften lesen konnte (ja ich war etwas neidisch). Und dann sah ich warum. Irgendwann wollten die Eltern nämlich gehen und das Mädchen wollte aber endlich ins Wasser und es ist ein bisschen “weggelaufen” – eh nur zwei Schritte Richtung Pool und hat dabei ein bisschen gejammert und da kam die Mutter und gab ihr ein paar auf den Po, und das keineswegs sanft, und der Vater hat ganz böse geschaut und dann fügte sich die Kleine gleich wieder ihrem Schicksal; ich fand diese Szene ziemlich fuchtbar und hätte am liebsten was gesagt und frag mich bis heute, ob ich hätte etwas sagen hätte sollen.

Ich will von diesem Einzelfall sicher nicht auf alle französischen Eltern schließen, aber ich muss immer dran denken, wenn von den disziplinierten französischen Erziehung die Rede ist und dann will ich davon lieber doch nichts wissen.

Flip Lab

Das Flip Lab ist eine Trampolinhalle in Schwechat – die voriges Jahr eröffnet wurde und dementsprechend modern und gut gepflegt ist – die wir gestern besucht haben.

…ins Fenster gesprungen… und stolz….

Man kann sie auch direkt mit der Schnellbahn erreichen, die Station ist quasi gleich neben der Halle. Das Flip Lab ist ein Paradies für Menschen, die gerne springen wie zum Beispiel mein Kind. Es gibt eine große Auswahl an Sprung- und Klettergelegenheiten und da nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern pro Stunde zugelassen wird, ist es auch in den Ferien nicht überfüllt gewesen.

Man kann online schon vorher reservieren, das ist dann günstiger und außerdem hat man dadurch einen Fixplatz. Auch wenns es preislich nicht gerade ein Schnäppchen ist (12 Euro für eine halbe Stunde, 19 Euro für eine Stunde) ist es sein Geld doch wert, wenn man das Angebot intensiv nutzt. Inkludiert sind dadurch auch eine Einschulung und ein gemeinsames Aufwärmen. Die obligatorischen Sprungsocken können dort auch erworben werden. Außerdem muss man eine Haftungserklärung unterschreiben, damit das Kind an allen Geräten trainieren kann.

Als Eltern bzw Zuschauer kann man sich auf einer Aussichtsterasse mit Blick auf die ganze Halle aufhalten, oder man nimmt sich quasi eine Foto-Akkreditierung (gegen Abgabe eines Ausweises), da bekommt man ein blaues Trikot und darf in der Halle herumgeistern und Fotos machen.

Es war jedenfalls ein sehr netter Ausflug mit einem Kindergartenfreund.

Toast mit Ketchup

Irgendwo in Wien. Eine Mutter serviert Toast zum Frühstück.

Das Kind: “Hier das Stück esse ich nicht, da ist Ketchup drauf.”

Die Mutter: “Das macht doch nichts, du tunkst den Toast ohnehin gleich in Ketchup.”

Das Kind: “Trotzdem”

Und das ist eigentlich alles, was man zu Kindern und Logik wissen muss. Harhar.

Tell it to my Heart

Dem Kind gefällt die neue Tell it to my Heart Version von einem Duo namens Filatov & Karas, da hab ich gesagt, die Originalversion mochte ich damals als Kind. Das Kind will dann auch die Originalversion hören und erstaunlicherweise gefällt ihm die sogar noch besser. Das liegt wohl am Achtzigerjahre Synthie-Sound.

Das Kind so: “Lebt die Frau, die das singt noch?”

(diese Momente sind es, in denen man sich wirklich sehr alt fühlt)

Und ich: “Na das hoffe ich stark, die ist auch erst äh – naja… äh…”

Diese Momente sind es, in denen einem einfällt, dass die Künstlerin, die damals um einiges älter war als man selbst, natürlich wesentlich jünger war als man selbst jetzt ist. Also googelt man und Taylor Dayne ist tatsächlich schon bald 56. Aber natürlich lebt sie noch.

Jetzt wollt ich schreiben, die war so ein bisschen das Enfant Terrible des britschen Musikproduzenten Trios Stock, Aitken und Waterman, nur bin ich gerade draufgekommen, dass die Taylor Dayne nie produziert haben. Erkenntnis nach 30 Jahren Irrglaube.

Semesterferien

Jetzt sind die Semesterferien auch schon wieder vorbei. Und sie waren zwar ziemlich arbeitsintensiv, aber ein paar Sachen haben wir doch unternommen.

Am Montag waren wir im Kino und haben uns mit einer Schulfreundin vom Kind folgenden Film angesehen:

Zu diesem Film gibt es einen Vorgänger – Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft – und das Buch hab ich dem Kind letztes Jahr an einem Tag komplett vorgelesen, als er krank war, weil wir so und so Zeit hatten und es wirklich sehr spannend war. Auch der Film war witzig, wenn man nicht besonders auf Logik oder Plausbilität wert legt.

Außerdem waren wir im Museum der Illusionen, über das ich schon einiges gutes gehört habe.

Das Museum gibt es noch nicht allzu lange, erst seit letztem Sommer und es ist wirklich sehenswert. Hologramme, optische Täuschungen, Foto Illusionen und eine Menge an interaktiven Spielen werden geboten, Miss Xoxolat hat das in einem Blogbeitrag sehr gut und besser beschrieben als ich das könnte. Wie sie richtig sagt, ist das Musuem sehr klein, wir waren aber auch fast eineinhalb Stunden dort, weil man für manche Stationen doch länger braucht und sich auch sehr gut amüsieren kann.

Allerdings gibts auch ein paar Dinge, die mir eher negativ aufgefallen sind, beispielsweise finde ich den Eintrittspreis von 12 Euro für Erwachsene (8 Euro/Kind) ziemlich hoch, dafür, dass es nicht mal eine Garderobe gibt, wo man seine Sachen abgeben kann (gerade im Winter wäre das doch sehr hilfreich). Und leider ist das Musuem, obwohl noch nicht mal ein Jahr in Betrieb, auch schon etwas “abgelebt”. Hier wäre etwas mehr liebevolle Pflege mancher Exponate dann schon wünschenswert, weil sonst wird das Museum schneller altern als ihm das lieb ist.

Anschließend waren wir noch im Tesla Geschäft, das schräg gegenüber des Museums ist und haben jetzt die Visitenkarte eines Verkäufers “für später”, ja genau harhar. Außerdem haben wir einen Bummel durch die Innenstadt gemacht, wo alles bereits für den am gleichen Abend stattfindenden Opernball bereitgemacht wurde:

Leider war die Übertragung am Abend dann wieder mal ziemlich öde. Ich weiß nicht, ob es an der Veranstaltung selber liegt, dass die nicht mehr hergibt oder am Zugang vom ORF und/oder den Moderatoren. Am lustigsten hat man es, wenn man (wie ich) Freunde hat, die den Opernball besuchen und quasi einen Liveticker dazu auf Facebook machen.

Am Samstag waren wir dann noch auf einer Taufe, ich hatte das absolut passende Outfit für die Wetterlage an:

Dumb picture of feet (c) Lost in translation

Aber sehr schön wars!

Next christmas

Noch hab ich nicht mal den diesjährigen Christbaum geschafft wegzubringen (hüstel), denkt das Kind schon an die nächsten Weihnachten.

Es hat sich überlegt, seine Fichte aus dem Garten zum nächsten Weihnachtsbaum zu machen. Zu diesem Zwecke musste die Oma, die gestern im Garten nach dem rechten sah, den Baum dokumentieren und ein Foto via whatsapp schicken:

Seit dem Sommer ist er schon merkbar gewachsen, aber Kommentar des Kindes: Na ja, vielleicht warten wir doch noch zwei, drei Jahre…