Archiv für kinder

Bücher, Bücher, Bücher

Diese Woche waren wir mit der Klasse des Kindes noch in der (neuen) Bücherei in Floridsdorf. Sehr schön, leider (noch?) nicht klimatisiert.

Man kann dort jetzt aber rund um die Uhr Bücher zurückgeben mittels Automaten. Laut Page allerdings erst im Probebetrieb. Und man kann Bücher auch alle so ausleihen, halt während der Öffnungszeiten.

Mein Lieblingsregal:

Da ich dem Kind immer noch jeden Abend eine gute Stunde vorlese, komm ich jetzt in den Genuß auch jener Nöstlinger Bücher, für die ich dann schon zu alt war. Ich lese das immer so gerne vor, weil es wirklich witzig ist und das Kind ist derselben Meinung. Zeitlos in bestem Sinn!

Ruhig Blut, zwei

Letzte Woche hatte das Kind eine Lesenacht in der Schule.

Es ist unpackbar heiß während man mit Trolley zur Schule schlurft. Man trifft einen Papa mit dessen Kind. Sein Kind ist bissl nervös, das eigene nicht. Dann trifft man die Nachbarin, die grad ihr Kind abgeliefert hat und die auf die Schule deutet und sagt: “Da drinnen hat es ca. 100 Grad” und man glaubt es sofort.

Zurück daheim hat man sich vorgestellt, einen relaxten Abend zu verbringen und mal fernsehen zu können, dann schaltet man VOX ein, um draufzukommen, dass es genau diese Woche Rizzoli und Isles nicht mehr spielt. Von was begleitet soll man jetzt die Bügelwäsche machen bitte? Also schaut man It’s complicated, eine 60 plus Romanze, in der sich die Protagonisten ein bisschen wie Teenies benehmen, lustig.

Dann geht man früh schlafen, weil man ist von der Hitze und allgemein hundemüde. Man wird sicher durchschlafen können, weil einen das Kind nicht 1-3 mal mit der Bekanntgabe  verschiedenster Informationen aufwecken wird. Um vier Uhr nachts wacht man auf, weil riesiges Gewitter und der heulender Sturm und hofft, das Kind liegt nicht gerade auch wach im Turnsaal. Und kann dann eineinhalb Stunden nicht mehr einschlafen.

In der Früh, unausgeschlafen as hell, whatsappt man mit einer anderen Mama, die ihr zweites Kind in die Schule bringt, zwecks Übernachtungsinfos, aber die hat auch nichts erfahren. Den ganzen Vormittag kann man sich kaum auf seine Arbeit konzentrieren, nun vermisst man die Informationen des Kindes, bis man es endlich am Nachmittag rotäugig und sehr happy (das Kind, aber eigentlich auch die Mutter) abholt, weil es war natürlich alles super, wenn auch sehr durchwacht. Bei der Autofahrt in den Garten schläft das Kind, das normal niemals freiwillig schläft, bereits bei der Abfahrt auf die Donauuferautobahn ein. Und verschläft auch den ganzen Stau.

Fazit: Kinderlose Abende/Nächte sind eigentlich nie so entspannt wie man sie sich vorher ausmalt. Man sollte es eigentlich wissen. Aber als das Kind wieder wach ist, sagt es, es habe einen vermisst und trotzdem Spaß gehabt. Also doch irgendwie win/win.

In der Feuerwache

Bei einer Exkursion in eine Feuerwache kann man mit einer Drehleiter ca. 30 Meter in die Höhe fahren. Zumindest wenn man schwindelfrei ist. Das Kind wars, siehe Foto:

Ich leider nicht, deshalb gibts, sorry, nur ein Foto von unten.

Pfingsten

Und schon wieder ein langes Pfingstwochenende – langsam hat das Schuljahr wirklich seinen jumping the shark Moment erreicht und die Urlaubsreife schiebt sich immer mehr in den Vordergrund. Aber jetzt sind es auch nur noch vier Wochen, wobei da auch noch der eine oder andere freie Tag dabei ist, eine Lesenacht in der Schule und viele Ausflüge.

Das Pfingstwochenende haben wir wieder großteils im Garten verbracht. Meine Mutter versucht sich dort im Upcycling, so nach dem Motto: was ich an altem Zeug neu gestalte, muss ich nicht umständlich der Mülldeponie zuführen.

Zum Beispiel sowas:

Well done. Als es dann aber mal zwischendurch geregnet hat, und wir im tv eine Dokumentation über einen Meraner Aktionskünstler gesehen haben, der seinen schönen Garten mit allerlei Gerümpel äh optimiert hat, hab ich meiner Mum gleich gesagt, dass sowas dann eindeutig zu weit ginge. Harhar.

Anschließend haben wir eine Kochsendung gesehen, in der interessanterweise Rob Bolland gekocht (oder eher Sachen geschnitten hat), der damals ein paar Songs für Falco geschrieben hat. So eher unbekannte, wie Rock me Amadeus und Jeanny. Ich hab erst vor kurzem die Falco-Biografie seines Ex-Managers Horst Bork gelesen, angeblich die beste, und das war tatsächlich sehr erhellend. Aber um einen tatsächlichen Eindruck über Falcos Leben zu gewinnen, müsste man vielleicht mehrere Biografien lesen und quasi übereinanderlegen. Und selbst dann – …

Ach ja Juve hat gegen Real verloren. Mist, das.

In der Früh gabs – zumindest für manche – zünftiges Frühstück:

Für mich ja nicht, weil in der Früh brauch ich was Süßes. Wie auch am Abend. Und zwischendurch, harhar. Ei ist aber immer ok. Wir haben im Garten jetzt den Service, dass ein Bauer Dinge wie Eier, Zwiebel, Erdäpfel usw. verkauft und man quasi einen Pop-Up Nahversorger hat. Das ist günstig und praktisch.

Und morgen gehts in die Buchhandlung, um Bücher für die Lesenacht auszusuchen.

Vorsommerliches Wochenende

Ich muss sagen, an so lange freie Wochenenden kann man sich durchaus schnell gewöhnen.

Am Donnerstag war das Wetter noch etwas frisch für den Garten, aber am Freitag bin ich mit dem Kind losgedüst. Auf der Autobahn vor uns ein Fahrer, der dauernd geblinkt hat, aber es nicht geschafft hat, seinen Fahrstreifen zu verlassen. Ich zum Kind: “Schau mal, der kann noch schlechter Spur wechseln als ich.” Das Kind: “Viiiiel schlechter.” Ich werte das mal als Kompliment.

Im Garten dann endlich mal Beine hoch, Aperol Spritz ins Glas und nix tun. Die letzten Wochen waren für mich arbeitstechnisch sehr gut ausgelastet, aber irgendwie bin ich dazwischen gar nicht zur Ruhe gekommen.

Da entspannt doch ein Blick ins Grüne schon ungemein.

Auch die folgenden Tage gestalteten sich beschaulich. Das Kind war dauernd im Wasser, obwohl es jetzt noch nicht so extrem warm war (20/21 Grad Wassertemperatur). Ich bin dann am Sonntag Nachmittag – kurz vorm Heimfahren – auch endlich reingegangen. Muss aber sagen, da ist noch Luft nach oben, wärmetechnisch gesehen. Aber der Sommer fängt ja erst an.

Fidget Spinner

Jetzt haben wir also den nächsten Hype nach Pokeman Go und Pokemon Sammelkarten im Haus, den Fidget Spinner. Vor einer Woche hatte ich noch nicht mal eine Ahnung, dass es sowas gibt und nun ist im Haushalt praktisch nur noch die Rede davon. Sowas müsste man erfinden!

Das Kind wollte welche bei Amazon bestellen, was wir auch gemacht haben, aber die Lieferzeit (aus China) ist lange und dann hatten schon etliche aus seinem Freundeskreis einen, also begann die Recherche, welche Geschäfte in Wien diese Spinner führen. Es ist eh witzig, im Moment gibt es die angeblich nicht bei Müller, sondern nur zb in Handyzubehör Läden und Tech-Pop-up-Stores. In einigen Wochen bekommt man sie wahrscheinlich dann sogar beim Ströck, harhar. Jedenfalls hab ich via google ein Geschäft am Mexikoplatz ausfindig gemacht, das diese Spinner führen. Und das Kind, das nie nach der Schule irgendwohin einkaufen gehen will, ist also bei Hitze bereitwillig mit mir S-Bahn und Bus gefahren, um sich selbst einen Spinner auszusuchen.

Im 2. Bezirk kenne ich mich kaum aus, den Mexikoplatz kennt man natürlich, aber es ist für mich immer wieder faszinierend zu sehen, in welche andere Welt man teilweise eintaucht, wenn man ein Wiener Grätzel besucht, dass einem gar nicht vertraut ist. Der Mexikoplatz gilt oder galt zumindest früher als Ort des Schwarzmarktes und ich bin eigentlich sehr mit dem rauhen Favoritner Street-Life vertraut, aber das Street-Life im zweiten ist ein vollkommen anderes, mir komplett fremdes. Es ist fast abenteuerlich, mit dem Kind unbekannte Gegenden in Wien zu erkunden, wo die Frucade beim Imbissstand spottbillig ist und majestätische Bäume Schatten spenden. Jedenfalls haben wir das Geschäft gefunden und das Kind hat die Spinner prüfend betrachtet, wie auch etliche andere Kunden. Auch das ist für mich faszierend, auf was man da alles achten muss.

Jedenfalls haben wir dann einen silbernen gekauft und auf der Heimfahrt verfolgten uns diverse gierige Blicke von Halbwüchsigen. Daheim ging dann die Diskussion unter den Kindern los, ob der nun gefälscht ist oder nicht (?) und, dass man den aufmachen und das Kugellager ölen muss, damit sich die Dinger länger drehen. Dann hat der Spinner geklemmt und seine Leistung war vermindert, was eine mittlere Krise ausgelöst hat. Man ist ganz schön beschäftigt mit so einem Ding, dabei soll es eigentlich entstressend wirken, das kann ich derzeit noch nicht behaupten. Meine naive Frage, warum es denn nicht reicht, dass sie sich diese Dinger 20 Sekunden drehen, wurde mit Stirnrunzeln beantwortet. Auch mein Einwurf, dann könne man sich ja auch einen Ventilator kaufen, wurde eher nicht wirklich ernst genommen.

Aber es ist das Privileg der Jugend, sich mit Dingen zu beschäftigen, die ihre Eltern nicht nachvollziehen können, das muss so sein.

Almost Summertime

Heute war der erste Tag des Jahres, in dem ich wieder Autobahn gefahren bin.

Der erste Barfuß-im-Gras-Tag. Der Pool-auslass und Pool-wieder-anfüll-Tag.

Der erste Tag überhaupt, in dem das Kind auf den Marillenbaum kletterte.

Ein sehr feiner Tag, wenn man mich fragt. Und ich glaube, ich werde sehr gut schlafen.

No need to argue, zwei

Aus der Rubrik Gnadenlos ehrliche Antworten, diesmal beim Fielmann, mit der der etwas derangierten Brille des Kindes.

Die freundliche Servicekraft: “Wie ist denn DAS passiert?”

Ich: “Er ist neun.”

Vorhang.

Alltag again

Erster Schultag nach Ostern, ich wach um fünf auf und komm direkt drauf, dass ich vergessen habe, meine Kontaktlinsen vorm Schlafengehen rauszunehmen. Kurzer Griff ins Auge, um mich nicht zu täuschen, ja richtig. Great! Um die Zeit rausnehmen bringt nichts mehr, dann sehe ich den ganzen Vormittag nix. Ich muss an den Witz denken, wo einer seine Brille im Schlaf aufhat, damit er sieht was er träumt. Ich hab aber leider gar nichts aufregendes geträumt, was zum genauen Hinsehen lohnen würde. Einschlafen kann ich auch kaum mehr, weil ich mich über mich selbst ärgere, aber immerhin hab ich bis dahin gut geschlafen, obwohl ich das in der ersten Nacht nach den Ferien selten tue.

Aber vielleicht ist es eh besser nicht so gut zu sehen, vor allem die Temerpaturanzeige, denn als wir aufstehen hat es ein (!) Grad. Für das Kind gibts, wie im Hotel, Rührei. Wir kramen die dicken Winterjacken raus und am Weg zur Bushaltestelle ist es dennoch saukalt. Ich geh heute mit dem Kind, weil ich eh einen, surprise, Zahnarzttermin habe. Bei der Bushaltestelle sehen wir eine Typen in kurzen Hosen. Hat der eine Wette verloren oder wieso tut er sich das an?

Zahnarzt läuft ganz gut, die Schmerzen sind deutlich weniger geworden und den restlichen Tag verbringe ich – bis das Kind aus hat – mit Arbeiten und ein bisschen meinen Gedanken nachhängen, was immer ein wenig zu kurz kommt, wenn Ferien sind. Außerdem gibt es jetzt total viele La La Land Clips auf youtube, in denen ich in der Mittagspause störbere.

Am Nachmittag regnet es weiter und schneit allmählich und am frühen Abend sieht es hier so aus:

Ja ich weiß, es ist April und da schneit es nunmal manchmal.

Heute hab ich dafür einen langen Feierabend, weil das Kind so müde durch das frühe Aufstehen (und das lange Aufbleiben in den Ferien), dass er bereits um acht einschläft. Das kommt ungefähr dreimal im Jahr vor. Also kann ich baden und lesen und bloggen und weiter La La Land Clips schauen. Ich kann mich sogar mit dem Shitstorm des Tages auf Twitter beschäftigen (Felix Baumgartner versus Corinna Milborn). Und es ist noch nicht mal halb zehn. Um die Zeit hab ich normalerweise erst Feierabend, den ich damit verbringe, alles für den Morgen vorzubereiten und mich dann bettfertig zu machen. This is forty… harhar.

Vienna Ring Tram

Letzte Woche sind wir dann auch einmal mit der Vienna Ring Tram gefahren. Das hat sich das Kind schon lange gewünscht.

Nachdem es ja keine Straßenbahn in Wien mehr gibt, die über den ganzen Ring fährt, füllt die Ring-Tram diese Lücke. Natürlich nicht gratis. Eine Fahrt für Erwachsene kostet 9 Euro, für Kinder ab 6 Jahren 4 Euro. Ein Schnäppchen ist das nicht gerade. Zumal die Fahrt ja nur ca. 25 Minuten dauert und wir kaum dazugekommen sind, unsere Kopfhörer anzustecken und die richtige Frequenz zu wählen, bevor es schon los ging. Danach kommt noch mal jemand vorbei, bei dem man zahlen muss. Ich denke, das könnte man mit Vorverkaufsmöglichkeiten bequemer lösen.

In der Ringtram gibt es Informationen in acht verschiedenen Sprachen, dazu einen Kanal für Kinder und einen, der von “Mundl” gesprochen wird. Das Ganze ist nett gemacht und für Kinder auch  lustig. Noch besser wäre es vielleicht, wenn die Straßenbahn aber nicht rast als wäre sie auf der Flucht vor irgendwas, sondern wenn an manchen Stellen, wo es sehr viel zu sehen gibt (die Ecke bei den Museen/ Heldenplatz/ Parlament) vielleicht auch mal eine kleine Pause gemacht werden würde und man zu jedem Ort etwas mehr Informationen bekommen würde. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass wir dank unseres Bürgermeisters im Lebensqualitätsranking auf Platz 1 sind, aber da geht sicher noch mehr.

Dennoch wars für das Kind eine tolle Sache und um die Ringstraße zu fahren ist immer schön. Am Schwedenplatz (der übrigens aus Dank an die Schweden für ihre Hilfe nach dem 1. Weltkrieg so benannt wurde – das wusste ich nicht) sind wir dann noch eine Stunde am Bankerl gesessen und das Kind hat sein Buch weitergelesen.