Archiv für kinder

Made by you

Heute waren wir (mal wieder) mit einer Schulkollegin und Bruder des Kindes in der Keramikwerkstatt Made by you.

Zuerst haben wir herumgestöbert, was man alles bemalen könnte – ziemlich viel von Tellern und Tassen über Kühlschrankmagneten und Türschildern und allen möglichen Figuren bis zu Eierbechern und Salatschüsseln. Ich hab ja selber noch nie was bemalt, aber nachdem heute tatsächlich alle mitgemacht haben, hab ich es also auch probiert; nachdem man sich nicht gleich übernehmen soll, hab ich mich für oben abgebildeten Miniaturhund entschieden, so sah er mittendrin aus, wie er am Ende ausgesehen hat, werd ich zeigen, wenn wir die Objekte dann fertig gebrannt abholen können.

Die Kids waren eher Katzen-lastig unterwegs:

Eines der Kinder hat sich außerdem für einen patriotischen Teller entschieden, hab gesagt, davon kann er zum Beispiel bei der Fußball-EM/WM Teilnahme Österreichs essen, aber dann sind wir doch eher auf alpine olympische Winterspiele umgeschwenkt, weil irgendwie will man den ja auch öfters nützen harhar:

Weil mich heute schon einige gefragt haben, ab welchem Alter das für Kinder sinnvoll ist, also meines war fünf als wir das erste Mal dort waren und viel früher hätt es bei ihm keinen Sinn gehabt, aber es gibt ja auch Kinder, die sehr konzentriert zeichnen und malen und schon früher nicht mehr so hibbelig sind. Jedenfalls jetzt mit zehn war das Kind sehr konzentriert und begeistert dabei, auch wenn Malen eigentlich immer noch nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört.

Nachdem man fertig ist, versieht man seine Objekte an der Unterseite mit Initialen oder ähnlichen Erkennungszeichen, bezahlt und gibt sie dann ab, nach ca. 3 Werktagen kann man dann die fertig gebrannten Kunstwerke abholen. Bin diesmal schon sehr gespannt, wie mein Hund sich farblich nach dem Brennen verändert hat.

In der Weihnachtsbäckerei

Bei uns herrscht derzeit Adventbäckerei, quasi same same but different. In der Früh machen wir jetzt nämlich des öfteren Pizzastangerl.

Nicht, dass mir so extrem fad wäre, wenn ich um ca. 6.18 eh schon Toast mache, Rührei und Punsch und für mich Kaffee, weil ich muss ja auch was frühstücken; nun kommt aber noch das Einrollen von Pizzateig dazu, dann werden die Stangerl 15-18 Minuten gebacken und anschließend mit einer Mischung aus Olivenöl und frischem Knoblauch bestrichen. In dieser Zeit kann man zumindest ins Bad gehen.

Heut war ich dann anschließend einkaufen und als ich zurückgekommen bin, wehte mir schon im Stiegenhaus ein durchaus intensiver Knoblauchgeruch entgegen. Woher das wohl kam. Harhar.

Embrace the change!

Immer wieder erscheinen auf Elternblogs sentimentale Texte, dass die Kinder so schnell groß werden und einem die Zeit quasi durch die Finger rinnt.

Ich habs ja persönlich nicht sehr mit der Sentimentalität an sich, es ist einer dieser Gefühlszustände, die ich nicht sonderlich gut leiden kann, weil sie immer so ins leicht depressive abzugleiten drohen, und ganz nachvollziehen kann ich es auch nicht, wenn (zumeist) Mütter trauern, wenn aus Babys Kleinkinder, aus Kleinkindern Kindergartenkinder, aus Kindergartenkinder Schulkinder usw. werden. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass alles zu schnell geht. Mag daran liegen, dass ich drei Jahre quasi rund um die Uhr mein Kind betreut habe und wirklich praktisch alles hautnah miterlebt habe, was es da zu erleben gibt.

Es gibt ja diesen Text, dass man oft nicht weiß, wann alles zum letzten Mal passiert, also beispielsweise, das letzte Mal, dass man sein Kind stillt, es am Arm trägt und so weiter. Ich hab ja nicht wirklich gestillt, abgesehen von zwei, drei eher glücklosen Versuchen, aber ich weiß nicht, wieviele Fläschchen ich gegeben habe und wieviele Windeln gewechselt und wie oft ich nachts wach war und wie oft ich das Kind von da nach dort getragen hab oder einfach im Kreis herum, es war jedenfalls alles wirklich oft genug für mich. Harhar. Ich sehe Veränderung auch nicht als etwas schlechtes an, etwas wovor man sich fürchten muss, auch wenn ich sonst durchaus auch ein Gewohnheitstier sein kann. Aber, dass ein Kind wächst und mehr kann, vor allem mehr versteht und sich differenzierter ausdrückt und man besser mit ihm reden kann, dass man das Gefühl hat, es begreift die Welt langsam und entwickelt eine eigene Perspektive, über die man sich mit ihm austauschen kann, das finde ich absolut großartig und will ich never ever zurücktauschen, nicht für eine Stunde.

Wie kam ich jetzt darauf, aja genau, ich hoffe, ich habe das letzte Mal “Wir haben Läuse in der Klasse, bitte untersuchen sie ihr Kind” bereits hinter mir, ohne es zu wissen. Denn dieses Jahr, oh Wunder, gabs noch gar keinen derartigen Alarm und ich könnte wirklich gut damit leben, wenn das so bliebe.

They don’t really care about us

Das Nachbarskind: Beat me, hate me, you can never break me, will me, thrill me, you can never kill me

Ich: All i wanna say is, that they don’t really care about us.

Nachbarskind: Meine Schwester hat alle DVDs von ihm und ich schau mir die jetzt an. Ur cool!

Ich: Bist du ein Fan?

Mein Kind: Von WEM?

Die musikalische Sozialisation Michael Jackson betreffend, hab ich bisher sträflichst vernachlässigt!

Winter is coming

Gestern Abend waren die Kinder noch bis fast acht im Hof. Irgendwie ist in der Dunkelheit draußen herumtoben grad sehr angesagt.

Irgendwann denk ich mir, ich schau mal runter, ob das Kind eh die Jacke zugemacht hat – Handschuhe, dicke Weste unter der Jacke und Mütze hatte er eh an, da seh ich, dass das Nachbarkind im T-Shirt unten ist.

Seit 45 Minuten. Bei plus vier Grad. Ähem #verkühledichtäglich

Galileo

Gestern Abend hab ich mit dem Kind eine interessante Sendung gesehen – eine Spezialausgabe von Galileo, die letzten 50 Jahre in Bildern, also pro Jahr ein Bild, das besonders prägend für das Jahr war. Sowas liebt er ja und ich fands eigentlich auch ganz spannend.

Etwa der Brand auf Windsor Castle 1992. Soviel hatte das Schloß ohne Schaden überstanden, Bürgerkriege, zwei Weltkriege… nur dass dann schlußendlich einfach ein Halogenstrahler umfällt und ca. ein Fünftel des Schlosses abbrennt. Die Queen bezeichnete (unter anderem deshalb) das Jahr 1992 als “annus horribilis”. Denn Windsorcastle war ihr Lieblingsschloß. Das Kind und ich amüsierten uns darüber, dass jemand soviel Schlösser hat, dass er quasi einen Liebling darunter küren kann. Das Schloß wurde übrigens wiederaufgebaut, das hat die Queen quasi selbst finanziert, indem sie den Buckingham Palast für Besucher öffnete und die Einnahmen für den Wiederaufbau von Windsor Castle verwendete.

Und ich erinnerte mich dann, dass ich bei meiner Oma als Kind immer die ganzen Illustrierten gelesen habe und zwar mit großem Vergnügen (gulity pleasure!) und deshalb die ganzen königlichen Schlößer auch mal auswendig kannte: Highgrove beispielsweise und Sandringham, was die Königsfamile von Weihnachten bis Ende Jänner bewohnt, wenn man mich fragt zahlt sich das nicht optimal aus, aber bitte. Und Balmoral, das Schloß in Schottland, das glaub ich Diana gehasst hat, weils dort so rural und kalt war.

Anyway: auch interessant war in der Sendung das Jahr 1975, in dem Jahr hat Playmobil ein Bauarbeiter-Spielzeugset verkauft und dafür Werbung gemacht, bei dem fünf Kisten Bier inkludiert waren. Und der Bauarbeiter sagt zum anderen: “Das ist heut schon meine 5. Flasche” und der andere sagt: “Macht nichts, wir haben noch ein paar Kisten.” Heut irgendwie undenkbar, damals immerhin auch ein kleiner Skandal und das “Bier” musste aus dem Sortiment genommen werden.

Das hat mich wiederum daran erinnert, dass das Kind mit zweieinhalb Jahren ein Baustellen-Buch besessen hat, das wir uns immer wieder angeschaut haben. Er konnte damals noch gar nicht sprechen und ich hab ihm halt alles im Buch erklärt, unter anderem, dass der LKW Fahrer grad Pause macht und “Bier trinkt”. Weiß nicht, ob es wirklich Bier war, es sah zumindest so aus. Ich dachte, das Kind versteht es eh noch nicht. Und was machte das Kind, als es dann sprechen konnte, er griff zum Buch, blätterte auf die dementsprechende Seite, zeigte auf die Flasche und sagte: “Bier”. Ähm.

Happy Halloween

#teamblutigeaxt

Von Strom und Energieerzeugung

Kind: “Ich hab mir gedacht, ich mach mein Referat über Strom und Energieerzeugung”

Ich: “What?”

Kind: “Wieso nicht, das ist sehr interessant.”

Ich: “Ja mag sein, aber von mir kannst du dir da keine Hilfe erwarten. Das einzige was ich weiß ist, dass es hell wird, wenn ich auf den Lichtschalter drücke.”

Kind: “Sehr witzig.”

Ich: “Und vor allem die Wahrheit.”

Post Birthday

Auch dieses Jahr gabs natürlich wieder eine Kindergeburtstagsparty zum ersten runden Geburtstag des Kindes im Family Fun Indoor Spielplatz. Und wie auch voriges Jahr haben wir die Kinder vom Haus gleich mitgenommen.

Diesmal hab ich mir gedacht werd ich ganz cool bleiben und nicht aufgeregt sein wie sonst immer, ob eh alles gut geht und ob es eh allen gefällt und ob eh keiner sich verletzt oder irgendwas verliert oder sonstiges; das ging auch ganz gut bis dann fünf Jungs schreiend vor lauter Eurphorie durchs Stiegenhaus gelaufen sind, da kam dann kurz ein Anflug von “mein Leben zieht im Schnelldurchlauf an mir vorbei.” Und natürlich passiert immer etwas Unvorhergesehenes, diesmal: der Hund unseres direkten Nachbars ist vor lauter Begeisterung mit den Kindern am Gang herumgerannt, die Tür fiel ins Schloss und beim Nachbarn war außer ihm niemand zuhause. Öhm. Gottseidank fiel mir recht bald ein, dass ich ja einen Zweitschlüssel dieser Nachbarn für Notfälle hab. Also haben wir den Hund wieder in die Wohnung gelockt (gar nicht so einfach) und eingesperrt.

Die Party selber – mit Pizza zu Mittag und Torte zur Jause – lief eigentlich sehr entspannt. Außer, dass die Kinder immer wieder wegen Jetons oder Kleingeld fragen kamen, sah man sie nicht viel. Schön fand ich, wie sie miteinander umgehen, so freundlich und fürsorglich, es gab nicht mal den Anflug von Streit oder Mißstimmung. Als wir dann alle Pizza aßen und ein Kind dauernd was von mir wollte (Flasche aufmachen, Getränk einschenken usw) sagte eine Schulkollegin vom Kind “Wart, das mach ich, damit die Heidi mal essen kann.” Da war ich fast gerührt vor soviel Umsicht und Rücksichtnahme. Tolle Kinder sind das.

Nach fünf Stunden Herumtoben waren dann alle recht müde, v.a ich, weil doch recht viel los war und dementsprechend laut und auch etwas stickig. Die abholenden Eltern waren in der Mehrzahl froh, dass sie nur fünf Minuten die heiligen Kindervergnügungshallen betreten mussten, aber ich finds insgesamt eigentlich eine gute Geburtstagslocation.

Bei der Heimfahrt fuhren bei mir andere Kinder im Auto mit als bei der Hinfahrt und einer meinte gleich: “Du hast ja gar keine Rückfahrkamera!” Und ich dann: “Stimmt, aber ich glaube, ich werde trotzdem ausparken können. ” Und das hab ich tatsächlich auch geschafft. Harhar.

Bin gespannt, welche Geburtstage mir in der neuen Ära, mit quasi jugendlichem Kind, uns dann bevorstehen werden.

POTUS

Ich lese gerade mit dem Kind Olfi Obermeier und der Ödipus von Christine Nöstlinger und gestern sind wir über eine interessante Stelle gestolpert:

Ronald Reagan (!), da wird einem erst bewusst wie alt das Buch schon ist. Das Kind hat mich dann gefragt, ob Ronald Reagan ein guter Präsident war und ich hab geantwortet, auf jedenfall ein besserer als Donald Trump (zugegeben: keine besondere Kunst). Dann musste ich ihm die Präsidenten seitdem aufzählen und war mir dann kurz gar nicht mehr sicher, ob Georg W. Bush tatsächlich zwei Perioden POTUS war oder ob es mir nur so lang vorgekommen ist, aber tatsächlich, er war es, sein Vater ja nicht.

Als ich dann bei Obama angekommen war, sagte das Kind: “Der war ein toller Präsident, stimmts?”

Hach ja.