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Caution!

Die Killers haben unlängst ihr sechstes Album veröffentlicht. Es heißt Imploding the Mirage. Ich habe eine lange durchaus leidenschaftliche Liebesbeziehung zu den Songs der Killers.

Weil. Nun ich mag die Stimme von Frontman Brandon Flowers sehr gern. Und ich mag die Sentimentalität, die ihren Songs anhaftet. Ihre Songs sagen: Das Leben ist fürchterlich schmerzhaft, aber auch wunderschön. Und oft beides gleichzeitig. Das habe ich früher gefühlt und jetzt, wo ich Mitte 40 bin, fühle ich es noch viel stärker. Vielleicht sind es die Wechseljahre, vielleicht das Leben, das sich so verwirrend-verwandelt hat in den letzten Jahren, das Größerwerden des Kindes und ja, jetzt haben wir auch noch eine weltweite Pandemie. Vielleicht ist es auch alles zusammen. Jedenfalls können die Killers diese Gefühle wunderbar in Worte und Melodien transformieren.

Die Single Caution vermittelt wieder alles, was man von den Killers vermittelt bekommen will. Zuerst mal: Caution! Vorsicht! Da weht der Wind der Veränderung und das in der Wüste. Da hat eine Frau Hollywood-Eyes – in die hoffentlich nichts vom Sand gelangt. Egal, sie will die Stadt – Las Vegas natürlich – verlassen. Da ist jede Menge Bitterkeit, oder wie Flowers singt: “”If I don’t get out of this town, I just might be the one who finally burns it down.”Flowers hat in einem Interview den autobiografischen Hintergrund des Songs eingestanden: seiner Familie zuliebe ist er aus Vegas weggezogen.

Das neue Album ist nach dem ersten Durchhören vielleicht weniger poppig als die früheren, aber die typischen Killers-Signature Riffs sind geblieben, die uns oder zumindest mir sagen: Wir wissen immer noch nicht genau Bescheid, wir versuchen Dinge, vielleicht scheitern wir, aber das alles ist ok. Es ist in Ordung, zu fühlen, was immer wir fühlen.

Take me to church

Ich höre nur im Auto Radio oder wenn ich im Garten bin. Und oft stoße ich da auf Lieder aus meiner Kindheit, die mir irgendwie bekannt vorkommen. Und bin dann ganz glücklich, dass ich sie wiedergefunden habe. Das waren in Songs wie Living Thing, Arthur’s Theme oder auch More than this.

Heute dachte ich, ich hätte einen Song von Elton John, den ich irgendwo schon mal gehört hatte, wieder gefunden. Als ich dann gegogelt habe, komme ich drauf, dass der Song erstens nicht von Elton John ist, zweitens gar nicht so alt (2014!) und drittens der meist gestreamte Song auf Spotify in diesem Jahr. Was mich zur Frage bringt, unter welchem Stein ich 2014 gelebt habe, um das zu verpassen?

Jedenfalls handelt es sich um Hozier (immerhin ein Ire, wenn schon nicht aus UK, wie Elton John) und seinen Song Take me to church. Der Song ist auch textlich sehr interessant, kritisiert er doch die Ablehnung der Homosexualität durch die Kirche. Und ist quasi ein Plädoyer für den Liebsakt, egal zwischen welchen Partnern er stattfindet, als etwas positives – menschliches, wunderschönes darzustellen. Sowas ist mir ja immer sehr sympathisch.

Und wieder ESC

Am Samstag war ja der Songcontest nicht, dafür eine Menge ESC Ersatzsendungen, von denen ich keine gesehen habe.

Ich habe nur gesehen, wie der leider-doch-nicht Teilnehmer Diodato seinen Song Fai Rumore für Italien in der leeren Arena di Verona gesungen hat und das war wunderbar.

Vielleicht auch dem Vermeiden von Lampenfieber förderlich, so ganz alleine in der großen Arena.

LIZVC 19

Heute hier ein kleiner Fm4 Schwerpunkt.

Weil ich es vergessen hatte zu erwähnen: natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder den Schreibwettbewerb wortlaut, diesmal ist das Thema “Kontakt”. Und ja, ich hoffe, das ergibt nicht nur Geschichten, die sich mit Corona auseinandersetzen #ausgründen. Auf twitter hat mir eine liebe Bekannte geschrieben: “Diesmal gewinnen wir“, weil wir beide schon zweimal mitgemacht haben und es jedes mal nicht auf die Longlist geschafft haben. Ich nehme an, es ist verlorene Liebesmüh, aber ich werde es wieder versuchen, und bei meiner Geschichte geht es nicht um Corona, sondern um das, was mich am allermeisten immer wieder aufs neue interessiert: menschliche Beziehungen.

Während ich das schreibe, höre ich gerade die Marathonlesung von Albert Camus “Die Pest“. Diverse Promis lesen den gesamten Roman, insgesamt über zehn Stunden lang. Es ist faszinierend, wie stark die Parallelen zur derzeitigen Corona-Situation sind. Die Pest bricht in der algerischen Stadt Oran aus, begonnen hat es mit einigen toten Ratten, ganz harmlos. Zuerst kommt das Verleugnen und Unterschätzen der Situation, dann die Ausgangsbeschränkungen, die Auslagerung der Leichen an andere Orte, Begräbnisse ohne Besucher, der Zusammenbruch der Wirtschaft, die rasante Zunahme der Arbeitslosigkeit; Betrachtungen über Korruption und menschlichen Zusammenhaltes.

Abgesehen von diesen Parallelen ist die Beobachtungsgabe und Formulierungskunst Camus’ erstaunlich. Etwa mit kleinen Sätzen wie “Das übrige Mittagessen verging auf der Suche nach einem Gesprächsthema.”

Die Pest-Lesung wird ab morgen einen Monat online abrufbar sein.

LIZVC15

Kreativ geht es weiter, mit Zeichenunterricht, Vorgabe: der Spagetthiesser. Da musste ich gleich an Sophia Loren denken und habe mir ein Foto von ihr zum Vorbild genommen.

Langsam finde ich Gefallen an dem Zeichen- und Werkunterricht. Spooky

Oscars 2020, zwei

Was ist noch zu den Nominierten zu sagen: Also Tom Hanks ist wieder mal an der Reihe, der auch eine durchaus wechselvolle Oscar-Historie hat. Er ist zum sechsten Mal nominiert und hat 1994/95 back-to-back Oscars gewonnen – für Philadelphia und Forrest Gump. Seit 2001 aber völlige Ebbe, obwohl er ja die letzten 19 Jahre nicht untätig war. Relativ ungewöhnlich, für jemanden, der quasi ein Kritiker-Darling war. Wie auch immer: 2020 ist es wieder soweit, er ist als Nebendarsteller nominiert, für seinen Film A beautiful day in the neighbourhood.

Das erste Mal nominiert ist Antonio Banderas – und ich freue mich sehr darüber, weil ich ihn unbeschreiblich gut fand, in Leid und Herrlichkeit. Auch wenn ich den Almodovar Vorgänger Julieta noch eine Spur intensiver empfunden habe, es ist einfach der Film von Banderas, auch wenn er gegen Phoenix keine Chance haben wird.

Bereits zum vierten mal ist Saoirse Ronan nominiert und das im zarten Alter von 25. Wer wissen will, wie man ihren Namen richtig ausspricht, ich habe schon mal darüber gebloggt, merke es mir aber trotzdem auch nie. Sie selbst sagt, ihre Name sei “ridiculous”. Und, auch spektakulär: Scarlett Johansson ist erstmals nominiert, und das gleich zweimal, sowohl als beste Hauptdarstellerin für Marriage Story, wie auch als beste Nebendarstellerin für Jojo Rabbit.

Eine interessante Doppelnominierung der anderen Art gibt es in der Kategorie bester männlicher Nebendarsteller. Da sind sowohl Al Pacino wie auch Joe Pesci für The Irishman nominiert. In dieser Kategorie haben übrigens alle Nominierten bereits einen Oscar zuhause stehen, Brad Pitt allerdings als Produzent (12 years a slave)

Oscars 2020, eins

Gestern wurden die Oscar Nominierungen bekannt gegeben und wie jedes Jahr gehen damit auch einige Kontroversen einher.

Die größte dieses Jahr: Wieder keine Regisseurin nominiert, obwohl Greta Gerwigs Film Little Women für sechs Oscars insgesamt nominiert wurde. Fairerweise muss man dazu sagen, dass Gerwigs Ehemann Noah Baumabch für seinen Film Marriage Story ebensooft nominiert wurde – aber ebenfalls nicht in der Kategorie Regie. So kann es hier zumindest keine Konflikte geben. Und obwohl beide für einen Drehbuchoscar nominiert sind, gibt es auch hier keine Probleme, denn Baumbach hat ein Originaldrehbuch geschrieben und Gerwig eines adaptiert, also zwei unterschiedliche Kategorien.

Darin liegt auch schon eines der Argumente, weshalb Gerwig nicht Regie-Oscar worthy sei: sie hat ein Buch verfilmt, das vor ihr bereits fünfmal verfilmt wurde. Über dieses Argument habe ich lange nachgedacht, letztendlich ist das aber für mich kein Grund. Fast im Gegenteil: einen Stoff so neu zu verfilmen, dass er eine andere Sichtweise und Perspektive bietet als die Vorgängerversionen, erscheint mir nicht besonders einfach zu sein. Und wenn wir uns erinnern: Martin Scorsese bekam seinen bisher einzigen Regieoscar (The Departed) tatsächlich auch für ein Remake. Und zwar für das Remake eines Filmes und nicht einer Buchneuverfilmung.

Dann gab es noch das Argument, dass Gerwig nicht die beste Frau im Filmgeschäft dieses Jahres war, es hätte da noch andere gegeben, deren Filme nicht mal irgendwo nominiert waren, weil eben auch Hollywood voller alter weißer Männer sei, die gerne andere weiße Männer nominieren. Prinzipiell ist es schon gut, wenn man darüber spricht, denn bisher hat wirklich nur eine Frau den Regieoscar gewonnen (Kathryn Bigelow 2010 für einen Kriegsfilm The Hurt Locker) – und insgesamt waren erst fünf Frauen insgesamt für einen Regieoscar nominiert: Lina Wertmüller 1977 (Sieben Schönheiten), Jane Campion 1994 (Das Piano), Sofia Coppola 2004 (Lost in Translation) und Greta Gerwig (sic) 2018 (Lady Bird)

Prinzipiell kann man aber schon sagen, dass Gerwig jetzt nicht gerade die schlechteste Karriere in Hollywood hinlegt.

At my most beautiful

Gut ins neue Jahr gekommen. Heute wäre eigentlich der 12. Geburtstag des Kindes (nach den Berechnungen), tatsächlich ist er ja schon eine ganze Weile zwölf. Dafür hat Michael Stipe heute Geburtstag und wird 60 Jahre.

Auf Twitter hat jemand sich an die neunziger Jahre erinnert und, dass er in Italien dauernd REM gehört hatte, auf allen Radiosendern. Das kann ich bestätigen. Ich war 1991 auf einem Schüleraustausch in Trento und alle dort waren verrückt nach REM oder wie sie die Band nannten “Rar-Re-Rem”, damals war Losing my Religion ein riesiger Hit und wie wir alle – jetzt – wissen, geht es in dem Song nicht darum, seinen Glauben zu verlieren, sondern eher seine Fassung. Es ist einer dieser Songs, die in den Listen der besten Songs aller Zeiten sicherlich immer seinen Platz haben wird.

Ich bin nicht der größte REM Fan oder Kenner, aber ich erinnere mich noch gut an das Everybody hurts Video, das sehr stark von der Anfangsszene des Fellini Films 8 1/2 inspiriert wurde. Stipe verkörpert darin quasi Marcello Mastroianni und daran ist wirklich nichts schlechtes.

Gut gefallen hat mir auch Bad day – von der aufgereten Vortragsweise erinnert der Song mich sehr an We didn’t start the fire von Billy Joel. Sehr lebhaft für Stipe’sche Verhältnisse. Und REM sparen da nicht mit Gesellschaftskritik, politischer Kritik und Kritik an Medien, die ja wohl nicht lügen würden, da bleibt dann wohl nur die Zusammenfassung: “It’s been a bad day, please don’t take a picture.”

Aber REM kann auch ganz anders, wie die sehr poetischen Lyrics zu At my most beautiful belegen, als Stipe – adressiert an seinen Geliebten – singt, dem er etwas auf den Anrufbeantworter gesprochen hat: “I read bad poetry into your machine”, sowie: “You listen carefully to akward rhymes”, und weiter “You always say your name, like I wouldn’t know it’s you”. Als sehr schönes Liebeslied empfinde ich auch E bow the letter, ein Duett von Michael Stipe mit Patti Smith, das an Understatement kaum zu überbieten (oder eher zu unterbieten) ist. Und außerdem die sehr schöne Zeile “Will you show me something that nobody else has seen?” beinhaltet.

Michael Stipe hat sich bewusst am Höhepunkt seiner Karriere als homosexuell geoutet, er wollte nie vorgeben jemand zu sein, der er nicht ist. Vielleicht das größte Erfolgsrezept von allen.

Der einsame Weg

Kurz vor Weihnachten habe ich Der einsame Weg von Arthur Schnitzler an der Josefstadt gesehen.

Ich mochte Schnitzler immer schon sehr; vor allem dafür, dass er seine Figuren alles noch so ungeheuerliche sagen ließ – als Subtext der Sätze, die sie tatsächlich verwenden. So ist es auch bei diesem Stück, das die großen Themen Schnitzlers behandelt: Lebenstraum und Lebenslüge, Kunst versus Banalität, Leidenschaft, Betrug, Versagen und Versäumnis. Der einsame Weg jeder einzelnen Figur ist der, den sie eigentlich nicht gehen wollte – aber durch eigene (Fehl-)Entscheidung oder schicksalshafte Wendung dann irgendwann doch eingeschlagen hat.

Foto: (C) Theater an der Josefstadt

Der einsame Weg wurde in der Josefstadt recht kühl inszeniert. Jeglicher Lokalkoroit wurde geglättet, das hier muss kein Wiener Stück sein, außer ein paar Ortsangaben deutet nichts auf den Schauplatz der Handlung hin. Das ist nichts schlechtes, denn so fällt auch das Süßliche weg, das Schnitzler-Inszenierungen durchaus gefährden kann. Die moderne Inszenierung erlaubt die Vermittlung einer Art von universeller Wahrheit – obwohl das Stück über hundert Jahre ist, vermittelt es eine extrem zeitgemäße Lesart. Dazu trägt auch das Bühnenbild bei. (Zwischen)Räume, die sich nach jeder Szene geräuschvoll verschieben, meine Begleitung meinte darin das Rattern von Gedanken zu hören.

Die Schauspieler, obwohl alle in grau gekleidet, bleiben keineswegs blaß. Aber obwohl Publikumsmagneten (Maria Köstlinger, Ulrich Reinthaller, Bernhard Schir), tritt dieser Aspekt ganz hinter die Interpretation ihrer Figuren zurück. Ist Reinthaller gar einer der “alten” weißen Männer, die noch soviel begangenes Unrecht als für sie lebensnotwendige und unabdingbare Maßnahme mansplainen? Stilisiert sich Köstlinger als Opfer der Männer und konterkariert damit die feministische Lebensführung, die diese finanziell unabhängige, beruflich erfolgreiche Frau eigentlich perfekt verkörpern würde? Und zieht sich Alma Hasun nach dem Sex ihren Slip etwas zu anzüglich wieder an, um ihrer Beziehung etwas mehr den Charakter einer Affäre zu geben, die sie doch gar nicht haben will?

Nachdenken kann man jedenfalls mehr als genug über diesen Schnitzler-Abend, leider gibt es nur noch eine Vorstellung dieses Stückes in der laufenden Spielzeit. Dafür eine neue Schnitzler Premiere (Zwischenspiel) im Jänner.

The Irishman

Ehrlicherweise muss ich sagen, ich hätte mir den neuen Scorsese The Irishman im Kino wohl nicht angesehen.

Ich bin (Sakrileg!) kein besonders großer Scorsese Fan. Mein Lieblingsfilm von ihm ist The Departed und das war bezeichnenderweise ein Remake (von Internal Affairs). Ich finde seine Filme immer zu lang und er geht mit seinen Figuren äußerst distanziert um, das ist irgendwie nicht meine Welt. Zu The Irishman hab ich auf Twitter gelesen, dass die ersten 90 Minuten etwas zäh sind, wo ich mir dann gedacht habe, dass andere Filme da schon zuende sind. Na ja, aber nachdem The Irishman auf Netflix läuft und gute Oscar Chancen hat, hab ich ihm also eine Chance gegeben.

Worum geht es also? Um Frank Sheeran (Robert de Niro) – irischstämmig, siehe Filmtitel – ursprünglich Lastwagenfahrer, der aufgrund von Fleischlieferungen an die Mafia immer wieder mit der “Familie” zu tun hat, bis er irgendwann selbst Teil davon wird. Im Zuge dessen wird Frank zum Leibwächter des berühmten Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino) und hat ein Vereinbarkeitsproblem der anderen Art – er muss seinen neuen Job mit seiner wirklichen Familie, vor allem seinen Töchtern vereinbaren, die mit zunehmendem Alter immer weniger Verständnis dafür aufbringen können. Und auch sonst läuft alles nicht ganz rund…

In einer der eigentlich zwei Rahmenhandlungen sitzt de Niro im Rollstuhl in einem Altersheim und es könnte deprimierender nicht sein. Warum Scorsese sich entschlossen hat, gerade die Anfangsszene mit dem Song In the still of the Night zu unterlegen, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Die schlüssigste Erklärung ist wohl die, dass Scorsese niemals Dirty Dancing gesehen hat, und daher offensichtlich nicht weiß, dass jeder diesen Song mit der ersten gemeinsamen Nacht von Johnny und “Baby” verbindet. Ihn an dieser Stelle wiederzuhören ist doch mehr als befremdlich, um es mal vorsichtig auszudrücken.

The Irishman ist, wenn man so will, naturalistischer als frühere Scorsese Werke. Die Mafia hat ganz und gar ihre Coolness verloren, die Brutalität und Gewalt passiert auf nonchalente Weise. Da gibt es nicht endlose Action und perfekt durchchoreografierte Gewaltszenen, sondern da wird die Pistole angesetzt, zweimal abgedrückt und das wars dann. Was ist die Triebfeder der Männer, auf diesen Weg eingebogen zu sein? Ist es wirklich nur Geld, ist das eine Art von Geborgenheit, die sie innerhalb der Organisation spüren, ist es resignative Ausweglosigkeit? Ich weiß es nicht und auch der Film schafft es für mich nicht, diese Frage zu beantworten. Hier wird abgebildet, nicht großartig analysiert, es geht Scorsese mehr um Atmosphäre als um ein Blicken hinter die Fassade.

The Irishman ist natürlich ein guter Film. Scorsese versteht sein Handwerk ebenso wie seine hochkarätigen Schauspieler. Aber die drei Stunden und nochwas bringen mich in diese typisch resignative Stimmung, in die ich mit Scorsese Filmen oft gelange. Und das ist nichts, was ich in einem Film suche und das war noch nie anders.