Archiv für Samstag, 14. Oktober 2017

Zur Wahl

Morgen haben wir dann den etwas mühsamen (Eupheismus) Wahlkampf überstanden. Und manche Floskeln wie “Am Ende des Tages” und “Das werden wir uns sehr genau anschauen” oder “Ich habe das mit Interesse gelesen” und “Wie ich selbst immer wieder erlebe” kann man jetzt wirklich nicht mehr hören. Man wird ihnen aber morgen Abend auch noch öfters begegnen, fürchte ich.

Die Duelle und Diskussionsrunden hab ich trotzdem gerne gesehen, vor allem zum Einschlafen, da fallen einem so schön die Augen dabei zu. Lustig war bei der letzten Elefantenrunde (minus Pilz) einerseits, dass nicht nur Kurz von jedem Thema auf die Westbalkanroute kommt, was ja schon bekannt ist, sondern Ulrike Lunacek auch von fast jedem Thema auf “fossile Brennstoffe”. War erstaunlich zu sehen, wie man von Migration hier die Kurve dorthin kratzen kann. Noch lustiger war allerdings, wie Sebastian Kurz sich darüber aufgeregt hat, dass Putzfrauen durch EU Normen dazu gezwungen sind, zu unterschreiben, dass sie ihre Putzmittel nicht trinken und dann Hannes Tschürtz getwittert hat:
 

Willkommen Österreich hab ich diese Woche nach sehr langer Zeit auch mal wieder gesehen und da war die aktuelle Ausgabe auch sehr sehenswert. Grissemann meinte etwa, eigentlich wollte die ÖVP Kern als Spitzel, Kern weiß allerdings zu wenig über die SPÖ. Zu der FPÖ-Youtube Werbelinie “Die Hubers” meinten sie, sehr lustig gemacht eigentlich, eine Art rechtsradikales Monty Python.

Wenn man noch ein paar interessante Dinge zu Politik und Wahl lesen will, sollte man den aktuellen Falter konsumieren. Da gibt es einen enorm aufschlussreichen Artikel von Florian Klenk zum Thema “Aufstieg und Fall des Christian K.”, in dem beschrieben wird, warum Kern möglicherweise vom klaren Favoriten am Jahresanfang (hätte man damals gewählt) zum Kandidat für Platz drei werden konnte. Interessant ist auch, was erklärter SPÖ-Anhänger Lukas Resetarits zur Causa sagt und v.a. zu Alfred Gusenbauer: “Er sollte sofort aus der SPÖ austreten, wenn er noch ein Restel Charakter hat”