Archiv für Donnerstag, 7. Juni 2018

20 Jahre SatC, eins

Vor 20 Jahren hatte die schon ziemlich revolutionäre Serie Sex and the City seine Premiere in den USA. Zu uns nach Österreich kam sie erst einige Zeit später, wenn ich mich richtig erinnere. Aber revolutionär war sie hier auch.

Ich erinnere mich daran, dass sie bei uns jeden Dienstag lief, am späteren Abend, nach meiner Jazzgymanstikstunde und das war ein schönes Ritual, ganz ausgepowert heimzukommen und dann SatC zu sehen. Ungefähr zehn Jahre später hab ich die Serie nochmal großteils als Wiederholung gesehen, da hatte ich aber schon ein ganz anderes Leben, ein kleines Kind, einen komplett anderen Alltag und Sorgen,auch ein ganz anderes Mindset. Und wenn ich jetzt so daran zurückdenke, glaube ich, dass ich die Serie heute mit 40 plus Jahren wieder ganz anders rezipieren würde.

Damals war es teilweise echt erfrischend, zu sehen, was die Serie sich alles traut. Erstmal, dass da vier Hauptdarstellerinnen sind, was ja im Fernsehen relativ selten vorkommt. Die Männer in der Serie waren ja großteils austauschbar und traten oft nur 1, 2 Mal in Erscheinung, vor allem bevor die Damen alle mehr oder weniger fixe Freunde hatte. Die wiederkehrenden Männerrollen waren oft schwule Männer, was ja ebenso erstaunlich war, eine Serie, in deren Mittelpunkt also Frauen und Schwule standen.

Und dann, wie sich die Frauen unterhalten haben, so was hat man ja im Fernsehen noch niemals zuvor gesehen; heute versteht man gar nicht mehr so richtig, wie bahnbrechend das war, wenn sich die Damen beim Frühstücken im Lokal zum Beispiel darüber unterhalten haben, wie das Sperma der aktuellen Eroberung schmeckt. Schön war bei der Szene auch, wie die verschienden Charaktere der Freundinnen dabei so richtig zur Geltung kamen.

Samantha beschwert sich also darüber, dass das Sperma ihres aktuellen Lovers “widerlich” schmeckt, worauf Charlotte, die ja die –  sagen wir – Konservativste von allen war, aufsteht und wortlos das Lokal verlässt.

Darauf Miranda zu Carrie: “Und sie ward von Stunde an niemals wiedergesehen….”

Samantha: “Mit wem kann ich denn sonst über solche Dinge sprechen?”

Carrie: “Wenn ich vorschlagen dürfte: mit niemandem”

Samantha: “Hattet ihr das Problem auch schon mal?”

Miranda: “Nicht direkt, aber ich will auch zugeben dass ich die Eisdiele vorziehe, wenn es mir nur um den Geschmack geht.”

Für diese Dialoge haben wir die Serie geliebt. Sehr viele Frauen waren auch der Meinung, dass Mr. Big der beste Mann für Carrie war, auch ich sehr lange (vor allem, weil ich seinen größten Konkurrenten, Aiden, überhaupt nicht leiden konnte.) Aber heute bin ich mir nicht mehr sicher. Aber dazu ein anderes Mal.

Frühstücken…

Langsam könnte ich mich bei den Frühstückerinnen bewerben, ich war zwar schon ewig nicht mehr Abendessen, aber Frühstücken geh ich öfters mal.

Ein paar Impressionen davon – leider, wie immer, kein sponsored post (harhar, nein ich bin stolz darauf, dass ich mit diesem Blog kein Geld verdiene harhar)

Hidden Kitchen Park, da haben wir diverse Frühstücks bestellt und uns durchgekostet, zu sehen Elvis Porrigde, Ei Butterbrot und Grün-Frühstück und Bircher Müsli (vegan!)

Im Cafe der Provinz hab ich das steirische Frühstück bestellt, das heißt so, weil es mit Kernöl verziert ist, sieht doch echt super aus (und hat auch so geschmeckt)

Die Vollpension schließlich hat ein soziales Konzept, “Omas” zu beschäftigen, die sich neben der Pension noch etwas dazuverdienen wollen oder müssen. Ich hab dort das Onkel Eberhard Frühstück gegessen:

Wobei auch das Gerti Frühstück interessant gewesen wäre, da kriegt man eine Klatschzeitschrift dazu und bunten Nagellack. Jedenfalls ist in der Vollpension sehr viel Andrang, wenn man nicht Punkt neun dort ist, muss man sich um einen Platz anstellen…