LIZVC 44

Der 15. August ist vorbei und jetzt fängt es zu herbsteln an. Ich liebe es.

Früher dachte ich immer, ich liebe den Sommer, aber eigentlich liebe ich die Zeit, die mir sagt, es ist alles vergänglich, es kann bald vorbei sein. Weil es auch – im Gegensatz zum Hochsommer – eine Zeit ist, die gar nichts mehr von einem will. Während man im Hochsommer manchmal das Gefühl hat, man muss an drei Orten gleichzeitig sein, sagt der Wind Ende August, es ist alles ok so wie es ist.

Das Kind hingegen bekommt langsam den Ferienende-Blues und bestellt einen Espresso in unserem Stammlokal und die Kellnerin ist darüber so erstaunt/begeistert, dass sie ihn darauf einlädt.

Ich treffe eine alte Freundin wieder, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Das ist so eine Geschichte, wo man weiß, dass jede Menge schief gelaufen ist, aber die Emotionen, die man damals hatte, hat man heute nicht mehr. Wahrscheinlich auch, weil das eigene Leben nicht mehr dasselbe ist. Manchmal würde ich gern wissen, wie alles in zehn Jahren sein wird; vorstellen kann ich es mir immer weniger, was sein und kommen wird.

Wir waren Hipster-mäßig essen am Volkertmarkt im Banlieue. Ich hatte sehr gut gewürzte Hühnerspieße mit Erdnussbutter-Sauce und selbstgemachten Eistee.

Sehr nett, so in Spät-August-Sonne im Gastgarten.

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