LIZVC 56

Ich hab eigentlich keine geistigen und emotionalen Kapazitäten mehr für die US-Wahl. Zuviele andere Themen.

Aber weil wir es gerade eh nicht so lustig haben, ein wirklich amüsanter Tweet, der daran erinnert, dass Al Gore fast einmal Floridsdorf gewonnen hat:

Gestern hab ich noch eine wirklich gut gemachte Doku über Donald Trump und Joe Biden gesehen – ihre Lebensläufe sind ja denkbar unterschiedlich, erklären aber ganz gut ihr Auftreten und ihr “Mindset”. Trump hat sich – aufgrund einer dysfunktionalen Familienstruktur – Bestätigung und Zuwendung immer von außen holen müssen und liebte es von Kindheit an, sich mit anderen zu messen. Selbst mit seiner ersten Frau Ivana trat er in einen Konkurrenzkampf, wenn sie ihm zu erfolgreich wurde. Wenn sie allerdings Misserfolge zu verzeichnen hatte, ertrug er das aber auch schlecht.

Bidens Leben hingegen ist von schweren Schicksalsschlägen geprägt. So starb seine erste Frau und seine einjährige Tochter 1972 bei einem Autounfall und er wurde zum allererziehenden Vater von zwei Söhnen. 2015 schließlich starb sein ältester Sohn an einem Gehirntumor. Was ihn zum empathischen Redner, beispielsweise auf dem Begräbnis eines erschossenen Polizisten machte. Er wird aber auch als jemand charakterisiert, der nicht immer für geglückte Formulierungen bekannt war; ich wusste zum Beispiel nicht mehr, dass er Barack Obama anfangs folgendermaßen charakterisierte: “I mean, you got the first mainstream African-American who is articulate and bright and clean and a nice-looking guy. ” Dass er später dessen Vizepräsident wurde zeigt aber, dass mit dieser Aussage das letzte Wort nicht geprochen war.

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