almis personal blog

Neues Leben, zehn

Letzte Woche war ich bei meiner Frauenärztin.

Ich habe seit vorigem Jahr ein Myom – nix schlimmes, nervt manchmal, in letzter Zeit mehr. Das geht von selber weg, nach den Wechseljahren, also kann es sich nur noch um äh… Jahre handeln. Jedenfalls hab ich ihr von meiner Situation erzählt, weil ich schon seit 1996 ihre Privatpatientin bin (meine einzige Privatärztin equals viel Zeit) und wir uns dementsprechend gut kennen, und sie war sehr lieb und hat hilfreiche Dinge gesagt. Als sie mich dann untersucht hat, meinte sie, also von außen kann man das Myom schon mal nicht tasten, also hat es sich wohl nicht vergrößtert. Und ich so: “Na das ist ja schon mal gut” und sie: “Und wir wollen jetzt einfach nur gute Nachrichten hören”. Harhar. Süß!

Bei der Rückfahrt aus ihrer Praxis – im tiefsten Wien-Kalksburg, bin ich zum Westbahnhof gefahren und dann die ganze Mariahilferstraße hinuntergegangen. Ich hab ewig in einem Buchgeschäft Bücher angeschaut und die interessanten fotografiert (um sie mir für die Sommerferien zu kaufen), weil mich das zuverlässig glücklich macht und später bin ich bei einem Mc Donald’s vorbeigekommen. Das wäre ja nicht so außergewöhnlich und ich gehe auch praktisch nie dort essen, aber dennoch war es in dem Moment bedeutsam, weil der Sohn letztens einen “Knuffel” bekommen hat, einen Kuschelhasen, wo der Erlös irgendwie der Roland Mc Donald Stiftung für Kinder zugutekommt. Sidestep: Sohn fragt – wer ist Ronald Mc Donald. Ich: “Ein verhaltensauffälliger Clown” Na gut, jedenfalls fand ich den Hasen so lieb und habe ihn mir öfters zum Kuscheln nachts ausgeborgt, aber der Sohn wollte ihn mir partout nicht schenken. Also hab ich bei einigen Filialen gefragt, aber sie hatten keinen Knuffel mehr. Auf der Mariahilferstraße machte ich mir da noch weniger Hoffnungen (stark frequentiert usw), bin dann aber doch reingegangen und siehe da: Es gab noch einen Knuffel. Ich war selig. Kindisch, maybe, aber wenns hilft.

Daheim angekommen, meinte der Sohn, wir müssten den beiden jetzt Namen geben, um sie zu unterscheiden (meiner hat eine größere Nase und mehr Bauch). Der Sohn entschied sich für den Namen “Leandro”. Darauf ich: “Was ist das bitte für ein Hipster Josephbrot Boboville Name?” A: “Wie heißt deiner: Ich: “Sam”. Was ungefähr dem Hipsterfaktor vor zehn Jahren entspricht, wenn wir ehrlich sind.

This is Sam:

2 comments

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

eins + 7 =