almis personal blog

los angelinos

gut, los angeles ist riesig groß, die straßen sind endlos, ohne auto kommt man nirgendwohin, die luft ist schlecht und die kriminalität zumindest in gewissen gegenden sehr hoch. san francisco ist sicher die weitaus ästhetischere stadt, seattle ist wohnlicher, vancouver besticht ohnedies durch enorme lebensqualität und las vegas hat mehr glamour. trotzdem: schon alleine der name "los angeles" – the city of angel, wie die red hot chili peppers sagen – lädt zum träumen ein.

ich habe mir palmen immer anders vorgestellt, irgendwie komprimierter und nicht mitten im stadtgebiet. die los angeles palmen sind bizarr hoch und zernepft. ich konnte mich tagelang nicht an den anblick gewöhnen, aber ich mochte es. genauso wie ich das viele grün mochte, zwischen den autobahnen und den hochhäusern und am mullholland drive. irgendwie unerwartet, irritierend. und vielleicht ist es genau das, was mich an l.a. fasziniert: ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man dort leben kann, ich habe das gefühl, ich bin dieser stadt gar nicht gewachsen. und gerade das macht mich neugierig und zieht mich an.

abgesehen davon, dass hollywood für einen filmfan ein märchenland ist, voller falscher illusionen natürlich, aber doch. alleine den namen dort auf einem straßenschild zu lesen, löst eine reihe von assoziationen und phantasien aus und dieses bestimmte kribbeln. und wenn man dann plötzlich tatsächlich im kodak theatre sitzt, just married, und seine (übrigens sehr wohlschmeckende!) pasta in der california pizza kitchen isst, unter sternenhimmel, dann ist das alles schwer zu fassen.

wenn ich einen unrealistischen traum habe, dann den, ein drehbuch in hollywood zu schreiben und für den oscar nominiert zu werden. wäre dieser blog eine sitcom, würde ich jetzt das gelächter einspielen lassen. aber he, das ist mein traum und ich erwarte nicht, dass er sich erfüllt. ich würde gerne bei alan ball lernen, wie man das macht, dem mann, der für american beauty ausgezeichnet wurde und der die fernsehserie six feet under geschrieben hat. ball weiß nicht nur, wie man schreibt, er weiß auch wie menschen funktionieren, er erweckt figuren wirklich zum leben. und er schildert das leben wie es ist: wunderschön und ungerecht, schmerzvoll und berauschend, ausweglos und euphorisierend.

und l.a. schwingt irgendwie in all dem mit.

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