Sunday, September 5. 2010
letztes ferienwochenende
ein letztes ferienwochenende genossen.
samstag mittag pizza bestellt und dann raus zu ikea. allerlei kleinkram gekauft (keine kerzen!). adrian hat sich - mit anlauf - in jedes verfügbare bett geschmissen (und bei ikea gibt es sehr viele betten...) und dann noch in der kinderecke gezeichnet. am abend haben wir dann into the wild (regie mr. sean penn) gesehen. fazit: mr. penn sollte öfters regie führen.
heute dann einen tag in der therme laa verbracht. toll für kinder, es gibt ein eigenes "kinderland" (kleinkindbecken mit zwergen und wasserrutsche and stuff), aber auch im normalen thermenbereich muss es nicht mucksmäuschenstill sein. adrian war ungefähr drei stunden nonstop im wasser und hat es sehr genossen. anschließend noch cappuchino trinken im mc cafe.
tja und morgen beginnt ein neuer lebensabschnitt: der kindergarten.
Friday, September 3. 2010
durch die nacht mit...
vor kurzem habe ich an dieser stelle die sendung(sidee) durch die nacht mit... gelobt. kürzlich habe ich eine weitere ausgabe gesehen und die besetzung klang auch diesmal vielversprechend: josef hader und daniel kehlmann.
vorweg: daniel kehlmann ist sicherlich kein unguter oder abstoßender typ und abgesehen davon ein sehr erfolgreicher schriftsteller1. aber himmel nochmal: er nervt ganz fürchterlich. obwohl ihm - wie er hader im laufe des treffens mitteilt "jede form von pädagogischem eros" fehlt, er also niemals lehrer werden könnte, doziert er doch in einem fort: da ein anekdötchen, dort eine schnurre, hier etwas aus dem alten mexiko, da etwas aus dem neuen irland. es ist zum mäusemelken. ok, ich gestehe jedem teilnehmer der sendereihe zu, dass er sich vor seinem auftritt eine kleinigkeit zurechtlegt. ein paar ideen für konversationsthemen sammelt und nicht völlig unvorbereitet auf sein improvisationstalent hofft (das nicht jedem gegeben ist), aber man sollte es damit nicht übertreiben. es bleibt sonst keine zeit für die stillen momente und für augenblicke der nachdenklichkeit - zum beispiel um darüber zu reflektieren, was das gegenüber gerade gesagt hat und darauf einzugehen. kehlmann zieht eine one man show ab und das vielleicht sogar nur aus reiner verlegenheit. trotzdem: too much.
hader ist hader, eher ruhig und behäbig, die beiden klappern ein paar wiener hotspots ab: westbahnhof und prater (grindiger charme), ein innenstadtlokal (society treff schwarzes kameel), den stephansdom, ein theater (in der josefstadt) und ein künstlercafe (rüdigerhof) - in dem sie tausendsassa david schalko, ein gemeinsamer freund der beiden, treffen. da stimmt dann auch kurzzeitig die chemie zwischen allen beteiligten, kehlmann und hader zu zweit wollten miteinander nicht so recht warm werden. dazu fällt mir ein zitat aus eternal sunshine of the spotless mind ein: "constantly talking isn't necessarily communicating".
1 wobei ich zugeben muss, dass ich sowohl ich und kaminski als auch die vermessung der welt nicht beendet habe.
Thursday, September 2. 2010
auf in den kindergarten, zwei
gerade die letzten formalitäten für den kindergartenstart geklärt - adrian hat schon ein kästchen und natürlich auch ein eigenes maskottchen als kennzeichnung.
und lustigerweise ist sein symbol der drache, genau wie damals in bozen einer auf seinem namenschild geklebt ist, das neben dem brutkasten gebaumelt ist. das gefällt mir.
Tuesday, August 31. 2010
juno
bevor man einen film sieht, steht man ihm normalerweise mit einer gewissen erwartungshaltung gegenüber, die ja meist auch motivation ist, ins kino zu gehen. die erwartung wird dann entweder bestätigt oder enttäuscht und, je nachdem, mag man den film dann oder auch nicht. bei juno ist mir etwas interessantes passiert: meine erwartung hat sich nicht erfüllt - der film hat mich aber beeindruckt und zwar mehr (wenn auch auf andere weise) als ich vorher dachte.
kurz zum plot: die sechszehnjährige juno macguff (ellen page) entdeckt, dass sie schwanger ist. der vater ist ihr schulfreund bleeker, mit dem sie ein paar wochen zuvor ihr erstes mal hatte, mit dem sie aber nicht zusammen ist. nachdem sie kurz an abtreibung denkt, entscheidet sie sich schließlich dafür, das kind auszutragen und nach der geburt zur adoption frei zu geben. zu diesem zweck macht sie sich auf die suche nach geeigneten eltern und findet diese alsbald in einem gutsituierten paar (jennifer garner und jason bateman) in seinen dreißigern. nun muss juno eigentlich nur noch das baby bekommen...
juno startet meines erarchtens relativ schwach. ok, ich mag außergewöhnlich zurückhaltend und introvertiert sein, aber ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass man als halbwüchsige seinen schwangerschaftstest im lokalen drugstore macht und das ergebnis dann gleich mit dem verkäufer dort bespricht. auch wenn man diesen kennt. ja, juno mag abgerüht und altklug sein, aber die gespräche mit ihrer besten freundin und ihr besuch in der abtreibungsklinik, das personal dort - das hat fast ein bisschen was von oberflächlicher klamotte. ein voyeuristisches portrait aus dem blickwinkel einer bobo-bloggerin verfasst.
mit fortschreiten der handlung (und der schwangerschaft) ändert sich der charakter des films allerdings zu seinem besten. also ja, juno ist natürlich auch diese kleine, skurille indie-komödie, mit flapsigen sprüchen zum thema schwanger-werden und sein, jugend, sex, musik und kleinstadtleben. aber seine beste momente hat juno dann, wenn juno nicht "typisch" ist. wenn die witze und die coolness beseite gelassen werden, und diablo cody sich intensiv mit dem charakter und der entwicklung ihrer protagonisten beschäftigt. juno geht mehr zu herzen als ich es für möglich gehalten hätte und beschäftigt nachhaltig.
juno ist eine weitere überzeugende arbeit von regiseeur jason reitman, der dafür bekannt ist, unspektakuläre stoffe auf innovative art und weise zu verfilmen (siehe: thank you for smoking oder up in the air) und unvorhersehbare finali zu produzieren. der film ist bis in die nebenrollen mit guten "typen" besetzt - etwa michael cera als bleeker oder j.k.simmons als junos vater. diablo cody hat für das drehbuch den oscar erhalten, der film war für mehrere academy awards und golden globes nominiert.
Monday, August 30. 2010
eat pray love
miese rezensionen des films, aber der plot spricht mich irgendwie an.
werde heute also anfangen eat pray love zu lesen.
Friday, August 27. 2010
auf in den kindergarten, eins
anders als manch andere mutter, die beim start des kindergartens "mein baby wird groß" seufzen und nostalgisch werden, war und ich bin ich über jeden entwicklungsschritt froh, den adrian macht.
ein wiener arzt hat mir, bald nachdem adrian aus dem spital entlassen wurde, gesagt, dass er möglicherweise nie laufen und sprechen lernen würde. ihm fehlen nun mal dreieinhalb monate in meinem bauch und er wäre eben deshalb kein normales baby und man könne ihn nicht mit "reifgeborenen" vergleichen. ich bekam natürlich sofort ein schlechtes gewissen, denn im ersten jahr nach adrians geburt gab ich mir die schuld an seiner situation. dennoch ich habe diesem arzt dann zwar ein paar nicht so nette dinge geantwortet (das ist eigentlich nicht meine art, aber in diesem fall war es wirklich notwendig), doch auch wenn man an sein kind glaubt - von anfang an glauben musste, um nicht wahnsinnig zu werden - so behält man die düstere prophezeiung, die zwar mit einigen "vielleichts" und "eventuells" versehen war aber doch getätigt wurde, im kopf. es ist nicht so, dass ich jetzt "ätsch" sage, weil mein sohn nicht nur läuft, sondern klettert und springt und turnt und weil er nicht nur spricht, sondern dialoge führt und alles erklärt bekommen will, was er sieht. aber ich bin beruhigt.
seit beinahe drei jahren bin ich mama und wie das ist, das kann man sich vorher wirklich nicht ansatzweise vorstellen. praktisch alles was ich vor adrians geburt zum thema kinderhaben und kindererziehen von mir gegeben habe, war der reine schwachsinn. schön ist allerdings, dass es sehr vielen eltern so geht und man sozusagen gemeinschaftlich doof war. theorie und praxis klaffen da sehr weit auseinander, das beginnt schon mal damit, dass man sich vorstellt, sein leben im großen und ganzen so weiterzuleben wie vorher und dann eben "nebenbei auch ein kind zu haben." doris knecht würde sagen: "ha. ha. hahahahaha."
hat man ein neugeborenes zuhause, so ist man erstmal komplett planlos. früher hat man das haus nach seinen terminen verlassen oder nach seinen gutdünken. nun richtet man sich nach babys schlaf/ und ess-rhytmus, muss immer einen rucksack mit jeder menge zeugs dabei haben, fläschen, abgekochtes wasser, milchpulver, ersatzstrampler, windeln, schmusetuch, schmusetier, regenschutz für den wagen und was weiß ich noch alles. man geht auch nicht nur einfach so spazieren, man beobachtet sein baby ständig, einerseits weil man es unheimlich gerne ansieht, andererseits weil man auf seine stimmungslage achtet und nicht eine der mütter sein will, die ein brüllendes baby im laufschritt vor sich herschiebt. man will souverän sein oder zumindest so tun.
Thursday, August 26. 2010
ausfahrt
Wednesday, August 25. 2010
beatles oder stones
eine beliebte entscheidungsfrage bei promi-interviews ist ja: "beatles oder rolling stones?"
gestern bei we are the 80s (sehen wir die letzten tage immer, um seine jetlag-müdigkeit zu verjagen) auf vh1 start me up von den stones gehört. und ein weiteres mal gemerkt, dass ich mit den stones so rein gar nichts anfangen kann. gar nicht meine musik, gar nicht die art von performance, die mir gefällt und mick jagger kann ich auch nicht ab. also ich beantworte die frage eindeutig: beatles.
dann gibt es noch die leute, die auf die frage "the who" 1 entgegnen. knurr! das ist wie bei: "kaffee oder tee" und jemand antwortet: "oder".
1 gestern übrigens mit the kids are alright vertreten.
Monday, August 23. 2010
woerthersee-gang
Saturday, August 21. 2010
carry on
ab anfang september habe ich ein kindergartenkind, das dann einen kleinen rucksack für seine habseligkeiten braucht.
mama hat schon einen. ok, es ist nicht wirklich ein rucksack, sondern eine stylishe blass-lila tasche, in die das netbook, das mama im herbst für die neue selbstständigkeit kaufen wird, perfekt hineinpasst.
die tasche ist übrigens aus singapur und weil er dort gerade eine woche war, gabs auch eine rote geldbörse im asia-design dazu. tres chic - oder wie die franzosen das immer sagen.
Friday, August 20. 2010
i love you phillip morris
i love you phillip morris ist die verfilmung der wahren lebensgeschichte des hochstaplers steven jay russell. russell (jim carrey) lebt zunächst konventionell mit frau und kind, outet sich aber nach einem autounfall und stellt fest, dass schwul-sein ziemlich teuer ist. er wird zum versicherungsbetrüger, um seinen aufwendigen lebensstil finanzieren zu können und lernt im bau seinen lebensmenschen phillip morris (ewan mc gregor) kennen. gemeinsam beginnen sie ein neues leben...
i love you... erzählt russells geschichte abwechslungsreich und konzentriert sich auf jene stationen, die cineastisch betrachtet am wirkungsvollsten sind. die dialoge sind leichtfüßig, es gibt ein paar schräge und schön bizarre momente. dennoch kann der film nur teilweise überzeugen und reicht nie an sein offensichtliches vorbild catch me if you can heran. spielberg erzählte dort aus dem leben von frank abagnale, in der hauptrolle: leonardo di caprio. und ich sage es ungern (harhar), aber der ist um klassen besser als carrey.
wir kennen alle die genesis: carrey war eine übel grimassierende nervensäge in ace ventura 1-15, the mask, dumb and dumber und wie seine früheren machwerke alle heißen. danach der beginn einer ernstzunehmenden schauspielkarriere, besondere highlights dabei die truman show, man on the moon (da sahen schon einige den goldmann winken, doch nach dem golden globe gabs nicht mal eine nominierung) und eternal sunshine of the spotless mind. auch seine rolle in i love you... hätte eine gelungene gratwanderung zwischen komik und tragik werden können, wenn carrey sich auf die zwischentöne in russells persönlichkeitsstruktur konzentriert hätte. das tut er nicht. sein steven russell wirkt im gegenteil wie eine besonders grobe karikatur, ist laut, oberflächlich und überdreht. was besonders in den dunklen stunden der filmfigur unangenehm auffällt.
ok, es ist nicht alleine carreys schuld, dass der film nicht so richtig funktioniert. das team, das für drehbuch und regie verantwortlich zeichnet, kann sich nicht entscheiden, wohin die reise gehen soll, ob i love you... eine lovestory, eine slapstick-comedy oder doch eher ein drama werden soll. ja, es gibt natürlich auch filme, die das gleichzeitig leisten, gute tragikkomödien - sowas wie la vita e bella oder meinetwegen auch forrest gump. in diesen filmen gelingt es, empathische gefühle beim zuseher auszulösen, ihn mitlachen und mitleiden zu lassen. bei i love you... bleibt man von den traurigen augenblicken unberührt, auch weil sie relativ unvermittelt nach grotesk- überzeichneten situationen passieren und selbst wenig raum und aufmerksamkeit bekommen.
i love you phillip morris wird mancherorts als gekonnter film über schwule beziehungen bezeichnet, weil die homosexualität das filmpaares sehr natürlich und en passant dargestellt wird. das ist durchaus richtig. ewan mc gregor würde man zutrauen, your song nicht nur für die kidman zu singen. dennoch bleibt der eindruck, dass hier einige chancen vergeben worden sind, einen nicht nur recht amüsanten, sondern auch gewichtigen film zu machen. schade.
Thursday, August 19. 2010
fankurve
Wednesday, August 18. 2010
tuluba
wer darüber nachdenkt, den neugeborenen elefanten tuluba in schönbrunn zu besuchen, sollte sich lieber noch etwas gedulden.
wir hatten ja diese grandiose idee heute (nicht zu warm, nicht zu kalt, ideales tiergarten-wetter) und die menschenschlange am eingang reichte bis nach dem palmenhaus zurück - dh. wartezeit sicherlich eine gute stunde.
wir haben es dann auch lieber verschoben...
Tuesday, August 17. 2010
fluegge
Monday, August 16. 2010
inception, zwei
faktor zwei: etwas risiko.
schneelandschaften in filmen, die keine romantic movies sind, au weia. das kann mitunter sehr cheesy wirken und erinnert an nicht ganz so tolle james bonds wie a view to a kill oder die another day. oder ganz schlimm - willy bogners gesamtwerk: der ganze fire and ice, dynamite-ski-magic-mountain wahnsinn. schnee funktioniert ironisch eingesetzt aber relativ gut - siehe fargo oder a simple plan. und action im schnee hat schon eine gewisse ästhetik. inception entscheidet sich für ein paar szenen in weiß, die mit etwas augenzwinkern sehr gut passen.
faktor drei: story vor technik.
james cameron hat sehr lange darauf gewartet, avatar realisieren zu können - auch zwischen christopher nolans erster idee zu inception und dem fertigen film liegen mehrere jahre. in beiden fällen ging es darum, ein großes budget zu haben, computertechnik zu nützen. dennoch ist das ergebnis grundverschieden. avatar betrachtet sich in jeder filmminute fast narzisstisch selbst, die geschichte tritt völlig in den hintergrund. inception dagegen hat eine packende story zu erzählen und dazu verwendet der film atemberaubende bilder.
faktor vier: die schauspieler.
es wimmelt von oscar/golden globe nominierten und gewinnern. und das merkt man an der qualität der darstellung. ok, leo mag immer noch ein bisschen wie der kleine bruder von (seiner filmfrau) marion cotillard wirken, aber ansonsten (ich war nie ein fan) finde ich seine leistung von film zu film überzeugender. cotillard spielt wie schon in public enemies eine angebetete und hat dabei enormes charisma - für la vie en rose hat sie 2007 den oscar erhalten und das piaf-stück rien de rien spielt in inception zufällig eine rolle. auch cobbs team (ellen page, ken wantanabe und andere) überzeugt. und was sagt roger ebert so schön über michael caine: "these days michael caine need only appear on a screen and we assume he's wiser than any of the other characters. it's a gift." exakt.
faktor fünf: do it yourself.
nolans vorgängerfilme memento, the prestige und the dark knight waren alle außergewöhnlich, wenn sie auch gewissen zwängen unterlagen: budget etwa, genre-vorgaben, der buchvorlage eines anderen. diese arbeit erscheint als nolans ureigenstes werk, in dem er keine kompromisse eingehen musste und an dessen ende die zuschauer staunen, raunen und klatschen. wahrscheinlich die größte auszeichnung für einen regisseur. man darf gespannt sein, womit uns nolan - abgesehen vom dritten batman-teil, der in der pre-production phase ist - in zukunft noch überraschen wird. der mann ist noch nicht einmal 40 jahre alt.
