Das Kind ist heute nach Barcelona geflogen.
Tagwoche um 3 Uhr früh, wohl die allerblödeste Zeit. Es gab eine Fahrgemeinschaft von allen, die zusammen mit ihm ein Zimmer teilen. Ich zum Kind: Kommt x eh pünktlich, der ist ja in der Schule auch immer zu spät. Kind: Ja, aber bei den wichtigen Sachen ist er pünktlich. Ahja. Harhar.
Um 3.30 Uhr, als das Kind dann abfuhr, hatte ich einen kurzen “Hilfe, mein Baby fliegt weg”-Anfall. Ich stehe dem Transportmittel Flugzeug und der Flugreise an sich immer etwas skeptisch und gestresst gegenüber. Das Kind: Ok, chill. Er konnte sich immer schon gut gegen diesen Glucken-Habitus meinerseits abgrenzen, bereits als Kleinkind.
Bin dann ewig wachgelegen, bin nur nochmal kurz eingeschlafen und habe dann mit dem Duschgel Gelassenheit (kein Scherz) geduscht. Das hat mich an die Seinfeld-Folge erinnert, wo Georges Vater, der immer total nervös, grantig und aufgebracht ist, bei George im Auto sitzt und “Serenity now!” brüllt. Sein Arzt, so sagt er, habe ihm eine Entspannungskassette gegeben, wo bei Bluthochdruck geraten werde, man solle als Mantra die Formel “Serenity now” benutzen. George: “Are you supposed to yell it?” Der Vater: “The man on the tape wasn’t specific.” Harhar.
Jedenfalls ist das Kind gut angekommen, das Wetter ist schön und ich bekomme regelmäßige unaufgefordert Updates zur Lage.