In einer Woche findet die Oscarverleihung statt.
Nächstes Wochenende gibt es im Votiv und Gartenbaukino die Tage der nominierten Filme, nämlich die, die für “Best Film” nominiert sind. Und ich denke mir ja eh cool, aber ich habe halt alle schon gesehen. Und dann fällt mir ein: Halt, nein. Ich habe nicht alle gesehen. Mir fehlt immer noch F1 *hüstel*, der natürlich weder in dem einen noch im anderen Kino läuft. Ich muss den jetzt in den nächsten Tagen trotzdem noch irgendwo per Streaming halt in meinen Zeitplan reinquetschen.
Ja, wir haben immer noch eine gewisse Spannung im Szenario One Battle After Another versus Sinners (auf “deutsch”: Blood & Sinners). Mir haben ja beide Filme gefallen, wie heuer generell recht viel, im Gegensatz zu Wolfgang M. Schmitt, der auf Youtube den Kanal Filmanalyse hat (unbezahlte Werbung). Er findet nämlich, es sei ein eher schlechter Jahrgang. Aber gar nicht wegen F1, den er partiell lobt, vor allem seine Kameraarbeit, und der natürlich tatsächlich eh keine Chance auf den Oscar in dieser Kategorie hat.
Nein, Schmitt mag zum Beispiel – wie ich auch – Frankenstein von Guillermo del Toro gar nicht und hat das so gut formuliert, dass ich schon wieder fast neidisch bin, denn er sagt: “Del Toro nutzt die Frankenstein-Geschichte, um einmal mehr seinen Jahrmarkt der Kuriositäten und des Krimskrams (da musste ich sehr lachen!) aufzubauen. Vollgestopft ist jedes seiner marktschreierischen Bilder. Das ist keine Kunst und unterhaltsam ist es auch nicht”. Harte Worte, die aber nicht unzutreffend sind. Aber ich bin sowieso nie die Zielgruppe für solche Blut und Boden Werke, wie ich sie nenne. Ich habe es schon am liebsten, wenn ein Film in unserer heutigen Welt spielt und am besten irgendwas mit Künstlern, Liebe, (Familien)beziehungsproblemen zu tun hat, mit gewissem Humor erzählt ist, aber in der Sache hart ohne dabei bitter zu sein – mit anderen Worten: so etwas wie Sentimental Value, harhar.
Das ist natürlich fast Ragebait. Andererseits ist es schon wieder so übertrieben “offensive” von Chalamet zu behaupten, niemand interessiere sich mehr für Oper und Ballett, dass ich darüber lachen musste und wie gesagt, mir ist sowas lieber, als wenn Schauspieler ihre geopolitischen Einlassungen von Stapel lassen. Die mit den Katzen ist übrigens Jessie Buckley, sie hat ihrem Freund das Ultimatium gestellt: Ich oder die Katzen.
Was in den nächsten Tagen in der Bubble auch noch diskutiert wird: Geht der Oscar an Menschen, für das beste Schauspiel oder für das meiste Schauspiel. Oft ist es eher letzteres, deshalb wird Sentimental Value wohl auch leer ausgehen.












