Heute aus dem Traum erwacht, dass ich zu jemanden fahren möchte, aber nicht die richtige Öffiverbindung finde, immer wieder google, verschiedene Richtungen wähle, mich nicht auskenne, mich im Grunde immer weiter entferne und nie bei ihm ankomme – welche Symbolik! Nicht einmal im Traum kann ich also mein Ziel erreichen, das ist schon bisschen frustrierend. Bin ganz erschöpft aufgestanden.
Gottseidank stand dann nach der Vormittagsarbeit (erste Deadline erledigt) mein letzter Viennalefilm für heuer auf dem Programm und zwar eine Komödie. Und das schon um 13 Uhr, was essenstechnisch immer etwas doof ist, aber sei’s drum. Heute gabs also Hot Dog beim Stadtpark.
Der Film, den ich gesehen habe, war The Debut von Jesse Eisenberg. Ursprünglich der Film, von dem ich mir am meisten erwartet habe bei der Viennale, weil ich auch schon viel gutes drüber gelesen habe. Aber nachdem Jesse Eisenbergs letzter Film A Real Pain mich massiv enttäuscht hat, hätte ich mir eigentlich denken müssen, dass es auch diesmal nix wird, harhar.
Wobei ich will nicht sagen “nichts”. The Debut hat mir insgesamt schon deutlich besser als A Real Pain gefallen, aber auch hier habe ich das Gefühl, dass ich Eisenbergs Handschrift als Regisseur nicht so besonders überzeugend finde. Es geht in The Debut um die mittelalte Mona (wie immer “all the feels”: Julianne Moore), am Empty Nest Syndrom und einem gleichgültigen Partner leidend, die für das örtliche Theaterprojekt vorspricht. Sie hat eine schöne Singstimme, versteht allerdings nichts von Schauspielerei, wird vom Direktor Jerry (der teddybärig-grantige Paul Giamatti) zuerst abgelehnt, dann aber aus einer Not heraus doch genommen. Und was dann weiter passiert, davon handelt dieser Film.
Die erste Hälfte war vielversprechend, dann versandet alles etwas und löst sich nicht besonders befriedigend (für mich) auf. Ich werde noch mehr dazu schreiben. Bemerkenswert heute war allerdings, dass es in einer Szene Zwischenapplaus vom Viennale Publikum für Julianne Moore gab, die davon nichts weiß, da sie natürlich nicht anwesend war. Aber das ist schon super, wenn bei der Viennale so eine Begeisterung entsteht, das Leute laut lachen und frenetisch zu klatschen beginnen. Das hat im riesigen Gartenbaukino schon eine besondere Wirkung.
In den nächsten Tagen werde ich noch mehr zu den Filmen schreiben. Und im November gibt es außerdem einige spektakuläre Kinostarts im “normalen” Kinoprogramm. Und ich kann mir endlich wieder einen Randplatz nehmen, harhar.












