Heute habe ich mir mal die “neue” WU Wien und ihren Campus angesehen, #ausgründen. Keine Angst, ich habe nicht wieder zu studieren anfangen.
Ich kann mich noch erinnern, als ich mir 1994 die “alte” WU erstmals besucht habe, ein Freund, damals frischer Student dort, hat sie mir gezeigt und ich war verblüfft über ihre Wucht und wie am Puls der Zeit sie auf mich wirkte. Heute steht sie leer, wird vermutlich abgerissen – was anderes fällt ja der Stadt Wien und Konsorten selten ein, wenn sie mit Gebäuden nichts mehr anzufangen wissen. Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten der Nutzung, aber da ist dann komischerweise Nachhaltigkeit wieder kein Thema.
Das Herzstück des neuen WU Campus ist jedenfalls die Bibliothek, gestaltet von Zaha Hadid Architects
Drinnen sieht es aus wie in einem dystopischen futuristischen Film harhar.
Spontan habe ich an Gattaca gedacht – einer der wenigen Filme, wo mir schon beim Intro die Tränen herunterlaufen, wegen der Musik nämlich, die killt einen komplett. Und ich bin ein Mensch, dem manchmal der Soundtrack eines Filmes nicht mal auffällt. Das Gebäude, das in Gattaca den Hauptschauplatz darstellt, ist das Marin County Civic Center in Kalifornien und wurde von Frank Llyod Wright entworfen.
Meine KI sagt mir, es gibt tatsächlich architektonische Gemeinsamkeiten zur WU, aber auch Widersprüche, ja sorry, ich bin keine Spezialistin, harhar.

Der WU Campus hat eine Promenade, mit Cafes, Lokalen und diversen Einkaufsmöglichkeiten, es ist schon sehr nett gestaltet und recht untypisch für Wiener Unis, diese Struktur. Es gibt sogar einen Spritzerstand und im Winter einen Puschstand, es ist lustig.
Die Studentinnen und Studenten sehen übrigens ganz anders aus als früher. Ich habe nur einen Einzigen gesehen, der auch in den 1990er Jahren nicht aufgefallen wäre und der wirkt heute natürlich irgendwie aus der Zeit gefallen. Nur in der Tiefgarage hat sich nichts geändert, Autos sind immer noch in gewisser Weise Statussymbole und hier gibt es durchaus einige Porsches, Audis und BMWs zu sehen.
Soviel zum heutigen Nachmittagsabstecher in eine für mich neue Welt.













