Ich hatte vor, in den “Ferien” irgendwann mal ein bisschen auswärts zu schreiben und bin daher heute erstmal essen gegangen, harhar, unbezahlte Werbung. Ich mein, man muss sich auch stärken.
Ich habe ja mal vor zwei Jahren probiert, in der Nationalbibliothek zu schreiben, aber das hat nicht so ideal funktioniert, warum weiß ich nicht, als Studentin war ich öfters dort. Heute habe ich die Hauptbücherei am Urban Loritz Platz ausprobiert und war der Meinung, dass es dort kaum funktionieren wird, obwohl es recht viele Schreibplätze gibt – die heute auch fast alles belegt waren. Aber siehe da, es war ur super.
Man kann ganz vorne bei der Glasfront sitzen, mit Blick aufs komplett nebelige und diesige Wien und die U6, die direkt unterhalb durchfährt.
Es ist total ruhig, die Leute lesen oder arbeiten am Laptop, es wird nur geflüstert, es herrscht eine total entspannte und trotzdem irgendwie produktive und anregende Stimmung. Und ich mochte das total.
Leider macht die Bücherei ja immer erst um 11 Uhr auf, also “Morgenseiten” werden da keine produzieren können, aber ich könnte meinem Nachmittagstief bei meiner Lohnarbeit vielleicht hierher entfliehen.
Ein paar Bücher hab ich mir dann natürlich auch noch mitgenommen, unter anderem Bekenntnisse eines jungen Schriftstellers von Umberto Eco. Weil mir der Anfang schon so gut gefällt, wo er schreibt, wieso er sich mit (damals) bald 80 als jungen Schriftsteller sieht. Weil er seinen ersten Roman Der Name der Rose erst 28 Jahre zuvor publiziert hatte. “Daher betrachte ich mich als noch ziemlich jungen und vielversprechenden Romancier”, harhar.
In diesem Sinne.

