almis personal blog

Pressevorstellung

Heute echt schlecht geschlafen, trotzdem musste ich um halb sieben aufstehen, weil um 9 Uhr eine Pressevorstellung im Apollo angesagt war. Und zwar von Wuthering Heights, einen Film, auf den ich mich seit dem Tag freue, an dem ich von seiner Existenz erfahren habe, und das Buch, wie hier berichtet, habe ich auch vor drei Tagen fertig gelesen.

Das Apollokino, schon ganz im Zeichen von Wuthering Heights

Habe mich dann zur U6 geschleppt und dann vom Westbahnhof direkt zum Apollokino, das waren schon so um die 6.000 Schritte, nachher war ich halbwegs munter harhar. Dieses Mal hatte die Pressevorstellung wieder mal etwas von einer UN Sicherheitskonferenz. Das heißt: Unterschreiben, dass man bis Montag nichts über den Film sagt (also sorry gleichmal), keine Rezension veröffentlicht, und so weiter. Dann wurden die Taschen inspiziert, ich so: Ja Sie können gern reinschauen, aber da ist derart viel Klumpert drinnen, ich weiß nicht, ob sie da was sehen harhar. Außerdem mussten wir alle unsere Handys abgeben – das war früher in den PVs öfter so, jetzt aber schon ewig nicht mehr. Und bewacht wurden wir während des Films auch. Spannend! Es war auch das Who is Who der österreichischen FilmkritikerInnen anwesend — und ich harhar.

Also wie gesagt, ich würde ja echt gern etwas zum Film sagen, aber ich darf nicht. Dafür darf ich kurz – für all jene, die das Buch nicht kennen bzw. es nicht lesen wollen – den Plot umreißen. Wer davon nichts wissen will, liest bitte nicht weiter.

Wuthering Heights wurde 1847 veröffentlicht und gilt als Klassiker der englischen Literatur. Die Familie Earnshaw, Besitzer des Gutes Wuthering Heights, das im Hochmoor von Yorkshire liegt, nimmt ein Pflegekind auf, das der Vater in den Straßen Liverpools aufliest und mit seinen eigenen Kindern Hindley und Catherine aufzieht. Sie nennen den Sechsjährigen Heathcliff und es besteht sofort eine enge Beziehung zwischen ihm und Catherine, etwas wie eine kindliche Liebe. Sie sagt: “Whatever our souls are made of, his and mine are the same”. Ist jetzt vielleicht auch nicht immer ganz ideal (Anmerkung von mir, harhar).

Als der Vater stirbt, verbannt Hindley Heathcliff zum Gesinde. Hindleys Alkoholismus und seine Spielsucht stürzt die Familie später in Schulden, als Edgard Linton, Besitzer des nahegelegenen Herrenhauses Thrushcross Grange, Catherine einen Heiratsantrag macht. Catherine nimmt diesen trotz der Gefühle für Heathcliff an, in der Hoffnung, ihm damit ein sichereres Leben bieten zu können und auch, ganz ehrlich, weil ihr der Lifestyle gefällt. Heathcliff verlässt tief verletzt Wuthering Heights und kommt Jahre später als “gemachter” Mann zurück. Danach regiert Chaos, Leidenschaft, Zerstörung und Elend. Und Leidenschaft, sagte ich das schon?

Es ist durchaus lesenswert, aber auch ein bisschen gaga harhar. Ist der Film auch so oder ganz anders und ist er sehenswert? Das verrate ich nächste Woche.