almis personal blog

Last weekend

Vergangenen Samstag war ich mit dem Kind Pizza essen. Das Kind ernährt sich derzeit am liebsten von Pizza und Hühnerflügeln bzw. Beinen. Jedenfalls war es sehr nett, so auf erwachsen gemeinsam essen zu gehen und nachdem der Tag so schön sonnig war, gingen wir nicht wie geplant ins Kino, sondern fuhren von der Pizzeria gleich in den Motorikpark weiter.

Wir waren ja schon einmal dort, das war gleich nach der Eröffnung und damals war es so voll, dass man sich bei den meisten Stationen sehr lange anstellen musste bzw. gar nicht dran kam. Diesmal war das anders, es war ziemlich leer und so konnten wir gemeinsam alle Stationen durchlaufen, oder fast alle, das hab ich ausgelassen:

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Es war schon so anstrengend genug. Wenn das Kind meinte, ach das schaukelt ein bisschen und ich mit 50 Kilo mehr draufstieg, dann schaukelte es nicht mehr nur ein bisschen, sondern ganz gewaltig. Aber es waren lustige zwei Stunden zusammen und am Ende gabs auch noch was fürs Herz, nämlich ein Pferd:

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Das Kind war eher Team Henderl, da gabs nämlich auch einige davon, direkt neben der Straße in Wien 22. Tja, in Transdanubien ist man schon irgendwie am Land.

Am Sonntag waren wir mit Freunden beim Heurigen Mittagessen und danach ging es zur Schallaburg auf die 70er-jahre Ausstellung. Gutes Thema, Umsetzung na ja, geht so. Aber der Innenhof der Schallaburg ist zumindest hübsch:

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Das Kind war schon sehr interessiert daran, wie wir damals in den 70er Jahren gelebt haben und da habe ich ihm – angesichts der Exponate – erklärt, dass die Frauen da noch für vieles erst kämpfen mussten.

Das Kind: “Hast du auch gekämpft?”

Ich: “Ich war da noch ein Baby.”

Das Kind: “Hat die Oma gekämpft?”

Ich: “So wie ich sie kenne – ja.” (harhar)

Aja, der unerreichbare Nobelpreisträger war mit einem Albumcover auch vertreten:

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Am Ende der Ausstellung gabs noch etwas Outdoor-Action:

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Asia Food

Ich widme mich derzeit der asiatischen Küche.

Letzte Woche habe ich Huhn mit Brokkoli und Champions in Soja-Asiasauce gemacht und gestern Rindfleisch mit Bambus und Pilzen. Und es hat tatsächlich wie im Lokal geschmeckt.

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Sollte es mit der Selbstständigkeit irgendwann mal nicht mehr so laufen, kann ich vielleicht beim Chinesen ums Eck anfangen.

Happy weekend

Das vergangene Wochenende war schön und ereignisreich und weil ich quasi gebeten wurde, darüber zu bloggen, tu ich das nun.

Am Freitag wollte ich eigentlich mit dem Kind zum Fielmann, weil die Brille (wieder mal) kaputt gegangen war und nun abgeholt werden konnte. Das Kind hatte jedoch keine Lust (als ob ich die hätte…) und so wurde es erstmal verschoben. Deshalb fing der Samstag aber dann mit Augenschmerzen an und so wurde die Brille dann doch noch schnell geholt und der Schmerz war im null komma nix vergessen.

Zu Mittag waren wir auf einem Brunch anlässlich des 45. Geburtstags eines Freundes eingeladen, im Gustl kocht. Acht Erwachsene, fünf Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren. Das Lokal hatte einen Kinderspielbereich, sodass wir es alle sehr lustig hatten. Ach ja, und die Stromhalme sind, so hat ein Freund festgestellt, dort sicherlich vegan. Auch die Kinder hatten Spaß, so sehr, dass als eine Freundin dann ihren Hund von daheim geholt hat, sie auch gleich Wechselleiberl für das Kind mitgenommen hat, weil er komplett durchgeschwitzt war.dsc_1730

Gespanntes Warten an der Erdberger Lände

Dann ging es – ausgestattet mit diversen Laufrädern und Rollern – in den Prater. Auf dem Weg dorthin sehr schöne Gespräche über die Viennale, koreanische Horrorfilme und Vea Kaiser. Ein Freund zu mir: “Was sagst du zur Kolumne von Vea Kaiser im Kurier?”, ich so: “Na ja.” Er so: “Ja gell?? Aber ich als Mann trau mich das nicht so sagen.” Harhar. Überlegungen, ob er und seine Frau – dank neuem Hund – einen Hundekolumne oder einen Blog starten sollten. Meine Meinung: Unbedingt.

Dann sind wir bei der Praterfee eingekehrt. Ich war peinlicherweise noch nie vorher dort, aber es ist ein Kinderparadies, mit Trampolinen, Hüpfburgen und anderem. Das Kind ist fast die ganzen zwei Stunden, die wir dort waren, auf der Hüpfburgrutsche runtergehüpft und hatte dann so arge Striemen auf den hinteren Oberschenkel, dass ich mir schon Sorgen mache, dass das Jugendamt auf mich zukommt. “Tut das nicht weg?” “Ja doch schon… ok, ich geh wieder hüpfen.” Okay…

Wir Erwachsenen haben dann angestoßen, es war so ein wunderschön-sonniger Herbsttag, und dann haben einige auf den Herbst angestoßen und die anderen auf den Geburtstag und da entstand dann irgendwie der Eindruck, das Geburtstagskind sei im Herbst seines Lebens. Ein Freund: “Auf deinen Herbst! Möge er lange dauern.” Harhar. Ach ja und den Hund durfte ich dann auch an der Leine führen. Ich mag zwar selber keinen Hund besitzen, bevor mir jemand das vorschlägt, aber das war sehr nett.

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Gespanntes Warten im Konzertsaal

Am Sonntag war ich dann – im Zuge meiner Arbeit für die MDW Wien – auf einem Konzert der Hochbegabten, Young Masters. Obwohl ich nichts von klassischer Musik verstehe, hat es mir sehr gut gefallen, es war auch ein schöner Rahmen an einem sonnigen Sonntag.

Es wurde Werke von Bruch, Mozart, Beethoven, Spohr zum besten gegeben. Warum ich nichts von Musik verstehe und dennoch an der Musikuni arbeite? In dem Forschungsbereich geht es darum, wie man hochbegabte MusikerInnen am besten fördern kann. Und ich durfte also erstmals die Gesichter zur Forschung quasi kennenlernen.

Literaturnobelpreis, zwei

Das war ja schon irgendwie eine Überraschung am Donnerstag als der Literaturnobelpreis vergeben wurde.

Ich habe mir den Live-Stream dazu angeschaut und bin immer wieder echt überrascht, wie da völlig selbstverständlich auf Schwedisch präsentiert wird, so als wäre das eine Weltsprache. Wenn man d(i)en PreisträgerIn nicht so gut kennt, muss man sich sehr konzentrieren, um überhaupt den Namen rauszuhören. Das war dieses Jahr nicht so schwierig. Bob Dylan kennt man ja doch. Und obwohl er immer auch als Geheimfavorit gehandelt wurde, wars doch irgendwie nicht unmittelbar erwartbar und ein sehr schöner Moment find ich.

Während man in Amerika immer darauf wartet, dass jemand die sogenannte great american novel schreibt, hat Dylan de facto sehr viele great american songs geschrieben. Man muss sich nur mal dran erinnern, wieviele universal bekannte Lieder und Lyrics er verfasst hat. Deshalb geht der Literaturnobelpreis auch völlig in Ordnung, finde ich (im Gegensatz zu manchem anderen). Denn was er verfasst ist zwar kein Roman und keine Novelle, aber Poesie im besten Sinn.

Ob das Blowing in the Wind ist oder All along the watchtower, Like a Rolling Stone, The Times they are changing, Knocking on Heavens Door, usw ist. Dylan war für seine Lyrics sicher mehr bekannt als für seine Musik, wenn man bedenkt, dass viele seiner Songs erst durch Interpretationen durch andere Musiker wirkliche “Hits” wurden. Beispielsweise hat Dylan die Interpretation von All along the Watchtower von Jimi Hendrix als viel besser als seine eigene bezeichnet (mit einem der besten Song-Intros aller Zeiten IMO). Auch wenn ich kein Gun’s roses Fan war, mochte ich ihr Knocking on heavens door Cover. Oder das der Byrds von Mr. Tambourine Man.

Ein Song, den ich aber sehr gerne von Dylan himself gehört habe war der, für den er 2001 den Oscar bekommen hat. Nämlich Things have changed. Der Song fängt so wunderbar die Stimmung des Filmes ein, für den er geschrieben wurde, nämlich Wonderboys mit einem herrlichen Michael Douglas in einer untypischen Rolle. Der ganze Text ist brilliant, weil er eine Midlife-Crisis Desillusionierung in einer sehr poetischen Sprache transportiert, die voller geheimnisvoller Anspielungen steckt und gefühlt doch immer nachvollziehbar ist:

People are crazy and times are strange
I’m locked in tight, I’m out of range
I used to care, but things have changed

Und- to sum it all up:

All the truth in the world adds up to one big lie

Hier zu sehen:

Somit sind Bob Dylan und George Bernhard Shaw nun die einzigen beiden Menschen, die einen Nobelpreis UND einen Oscar bekommen haben. Das weiß ich seit gestern, twitter sei Dank.

Literaturnobelpreis

Heute wird wieder mal der Literaturnobelpreis verliehen. Favoriten gibt es auch wieder mal einige, es ist aber nicht auszuschließen, dass jemand gewinnt, dessen Namen man erst googlen muss, weil man noch nie zuvor von ihm gehört hat. Und das sage ich als Literaturwissenschafterin.

Na ja, 2004 musste man das nicht tun. Das erste was ich damals tat war, einen nahen Verwandten anzurufen, der zwar sehr literaturaffin war und ist, Lieblingsbücher: “Die letzten Tage der Menschheit” und “Der Mann ohne Eigenschaften” aber der österreichischen Gegenwartsliteratur eher skeptisch gegenübersteht.

Der Dialog ging ungefähr so

Ich: “Rate mal wer den Literaturnobelpreis gewonnen hat?!!”

Er: “Bitte sag nicht der Handke.”

Ich: “Nein, der nicht.”

Er:”Aber jemand aus Österreich?”

Ich: “Ja.”

Er:”(Pause) Um Gottes Willen….!!!!”

Es war sehr lustig.

Etwas später an dem Tag bin ich noch aus Germanistikinstitut gefahren. Ich schrieb damals an meiner Dissertation bzw. versuchte es. Und überall hingen handgeschriebene Zettel – es war vor dem Web 2.0 – die die frohe Botschaft verkündeten, dass Elfriede Jelinek die neue Literaturnobelpreisträgerin ist.

Modern Jazzdance. Progress

Mittlerweile haben wir drei Jazztanz/Modern Stunden hinter uns und es ist doch schon viel besser geworden.

Zwar merkt man das nicht unbedingt, wenn wir den Saal verlassen – gestern sagte der Chef des Studios zu uns, als wir an ihm vorbeigingen: “Alles in Ordnung?” und es ist auch einigermaßen fies, wenn man nach dem Training mehrere Stockwerke über eine Treppe zur Ubahn geht, aber während der Stunde läuft es deutlich besser. Gestern hatte ich nur einmal das Gefühl, dass ich keine Luft mehr kriege, und ich weiß nun wieder, wo meine Stärken liegen und wo meine Schwächen.

Drehungen kann ich nicht so gut. Das heißt, ich bin zu langsam, wenn da direkt nachher irgendwas anderes dran getanzt wird. Bei den Choreografien belaste ich meistens das richtige Bein. Das ist eigentlich fast das wichtigste, bei Choreografien, dass man am richtigen Bein steht, um korrekt weitermachen zu können. Harhar. Hab mich heute mit einer Freundin und Ballettkollegin/selbst Trainerin unterhalten, die meinte, der Vorteil, den wir haben ist, dass wir die richtige Körperspannung und Haltung schon als Kinder gelernt haben. Das braucht man nicht nur fürs klassische Ballett, sondern ist auch für andere Tanzstile hilfreich.

Die Älteste bin ich aber immer noch. War schön letztens zu beobachten, als wir so eine leicht spirtuelle Choreografie getanz haben, mit “betenden Händen” am Anfang und dabei intonierte unser Trainer einmal spaßeshalber: “Life is a mystery, everyone must stand alone…” und ich war die Einzige, die gelacht hat. Weil ich noch den riesigen Skandal um diesen Song in der Unterstufe des Gymnasiums miterlebt habe.

 

Hallo Herbst

Bis Samstag war Hochsommer in Wien und so haben wir diesen Tag genutzt, um unseren Pool wieder winterfest zu machen.

Das heißt, wir haben ihn ungefähr bis zur Hälfte ausgelassen, noch etwas sauber gemacht (weshalb ich auch IN den Pool musste), den Winterfrostschutz hinein und noch die dicke Winterplane mit dem Kärcher gesäubert. Hab ich schon erwähnt, dass ich Tigerschnecken sehr eklig finde? Ich weiß, sie sind enorm nützlich, aber mir graust sehr vor denen und sie lieben unseren Pool und alle Planen, sie kleben zu dutzenden drauf, zumindest die, sie im Sommer nicht im Pool Suizid begangen haben.

04.10.16 - 1

Beweisfoto: im Pool am 1. Oktober

Danach wurde die Winterplane über den Pool gezogen und somit ruht er nun bis er, ca. Ende April, wieder reaktiviert wird. Heuer haben wir ihn wirklich mehr als ausgiebig benutzt und das, obwohl das Wetter lange nicht so heiß war wie im Sommer davor, und am beständigsten eigentlich im September. Auch die Blumen auf der Terasse blühten noch schöner als in den Sommermonaten.

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Nun ist aber der Herbst da, mit Regenwetter, Wind, Grau in grau und Temperaturen nur noch um die 13 Grad. Aber das mag ich auch sehr gerne.