almis personal blog

Vor-Weihnachten

Aufgrund des Lesevergnügens am Wochenende habe ich mir heute gleich einen “neuen” Paul Auster Roman 4 3 2 1 aus der Bücherei ausgeborgt, schlappe 1200 Seiten für die Weihnachtsferien dann, harhar.

Sein opus magnum, die great american Novel, eine Geschichte mit vier verschiedenen Perspektiven

Weihnachten und das Jahresende überrollen mich heuer einerseits ein bisschen, weil so viel zu erledigen ist gerade, andererseits war ich irgendwann davor auch mal ganz gut organisiert und habe schon länger alle Geschenke beisammen, auch das andere Weihnachtszeug herausgekramt und freue mich auf eine ruhigere Zeit.

Nachdem ich erfahren habe, dass ich in den Ferien ein paar Tage “alleine” sein werde, hab ich natürlich Kino geplant – es gibt unter anderem ein Schnitzler Special im Metro, eine Kelly Reichard Retrospektive im Stadtkino, die letzten Filmneustarts des Jahres, und dann wie gesagt lesen und natürlich schreiben. Mein Roman ist heuer zwar nicht komplett fertig geworden, aber immerhin die Rohversion mit 81.000 Wörtern und es geht ans Überarbeiten. Und ganz ehrlich gesagt, tut es mir gerade auch gut, mich an ihm festzuhalten und mit dem Text Zeit zu verbringen und mit den Figuren, vor allem mit dieser einen Figur, die dann immer bei mir sein kann. Als schreibender Mensch ist man schon auch ein bisschen gaga, aber auf eine gute Art, sag ich mal, harhar.

Auf Insta habe ich in einem Astro-Reel (apropos gaga) über Fische in meiner Planeten-Konstellation gelesen, meine Begabung: You turn feelings into art. Pain, joy, love, loss. You take what you feel and create something beautiful that helps other people feel less alone.

Ja, das wäre schön.

Ins Wochenende

Die Woche war irgendwie anstrengend, viel zu grübeln, zu organisieren und auch viel zu viel gefühlt, was macht man da? Richtig, zuerst mal Bücher schauen gehen…

Literatur über Literatur, klingt sehr interessant

… da ging es mir schon etwas besser. Und dann Mittagessen mit L. im Vapiano. (Unbezahlte Werbung)

Da konnten wir uns gegenseitig unseren Mental Overload, (c) L. – genial! – klagen und dabei schmausen. Manche Probleme können mit Pasta und Süßem doch etwas gelindert werden.

Einmal Tagespasta Avocado, einmal Spagetthi Carbonara, gebt mir so viel Fett und Speck wie möglich….
…und Schokolade und Zucker, auch harhar.

Ich habe mich danach wirklich gut gefühlt, hoffe, das beruht auf Gegenseitigkeit. Und nächstes Jahr wird alles einfacher, das haben wir jetzt mal beschlossen. harhar.

Am Abend dann ein anderer Stimmungsaufheller, Film schauen. Diesmal Hedda auf prime, nach Henrik Ibsen. Aber Hedda Gabler ist hier eine woman of colour und ihr Ex ist eine Frau. Kurz zusammengefasst: Hätte ein Mann diesen Film gedreht, würde das Fazit lauten was für eine misogyne Frechheit, aber nachdem die Regie von einer Frau ist, ist es progressiv und mutig, harhar. Auch das hat mich komischerweise aufgemuntert, auch wenn ich den Film nicht empfehlen kann, harhar.

Jetzt Podcast hören, einschlafen und jemand im Traum suchen, wie jede Nacht.

Ausfahrt

Gestern habe ich die erste Ausfahrt mit dem Kind gemacht, sorry für den laufenden Autocontent, harhar. Gleich über die Tangente in den Garten.

Ich komme jetzt dazu, random süße Hunde auf Rückbänken zu fotografieren, die das Kind beim Fahren nebenbei auch noch entdeckt.

Wie niedlich! hihi

Natürlich habe ich zwei, drei (oder Jugendsprech sechs, sieben/ six, seven, aber so viele waren es wirklich nicht) Dinge angesprochen und das Kind so, ja das hat ihm schon sein Fahrlehrer gesagt, dass die Eltern immer dreinreden, vor allem die Mütter. Harhar, da besitzt einer Lebenserfahrung.

Es war natürlich eh nicht notwendig, er fährt wirklich gut, erstaunlich routiniert schon. Wir waren dann mit der Oma in der Pizzeria und im Garten Weihnachtskekse jausnen. Dann wieder zurück über die Autobahn und das Formel 1 Rennen geschaut, was aus unserer Sicht überraschend positiv verlaufen ist.

Also Fazit: Nach einem sehr schönen Traum einen guten Tag erlebt, an dem ich ganz auf die Sonntagsmelancholie vergessen habe beziehungsweise gar nicht dazu gekommen bin. Der Montag war dafür nicht so super – habe mich unter anderem mit heißem Nudelwasser verbrannt und bin erst nach Stunden wieder in der Lage schmerzfrei zu tippen- aber man kann nicht alles haben, nicht? Harhar.

Sonntagstraum

Heute Nacht habe ich etwas so Schönes geträumt, praktisch das Einzige, was ich mir in meinem Leben wirklich wünschen würde, ansonsten ist alles gut. Aber es ist gleichzeitig so dermaßen unrealistisch, dass ich beim Aufwachen nicht einmal wirklich enttäuscht war, dass es nicht “echt” war. In “echt” wird das niemals passieren. Ich weiß das und es ist auch okay.

Am Ende des Traumes ist etwas geschehen, sodass ich im Grunde gar nicht mehr die Traumdeutung googeln musste. Ich schwebte mit einem rosa (!) Luftballon durch irgendein Gebäude und letztendlich platzte der Ballon. Ich mein, wie offensichtlich kann es sein, ein rosaroter Luftballon platzt, was will mir das nur sagen? harhar. Ich habe dann übrigens noch versucht, einen neuen Ballon zu bekommen, aber vergeblich.

Ich hatte in der Früh trotzdem ein glückliches und geborgenes Gefühl, weil es sich eben für ein paar Minuten real angefühlt hat. Und ich habe sogar vor Freude im Traum geweint, nicht nur, weil eben das eingetreten ist, sondern weil ich noch jemand anderen deswegen wiedergesehen habe – weniger kryptisch geht es hier leider nicht. Manchmal macht einen so etwas aber nicht traurig, sondern gibt einem irgendwie Kraft. Und so wars heute.

Frühstück Ströck Feierabend

Neues aus der Rubrik Frühstücken in Wien. Heute waren L. und ich im Ströck Feierabend und zwar in der Filiale in der Burggasse, nur ein paar Schritte von unserem letzten Frühstückslokal entfernt. Am Foto sieht man auch, dass die Weihnachtszeit vor der Tür steht.

Ströck Feierabend, Filiale in der Burggasse

Das Feierabend zeichnet sich durch eine bunte Frühstücksauswahl mit diversen Klassikern der süßen und pikanten Frühstücksküche aus. Großer Pluspunkt: es war wirklich sehr schön warm im Lokal. L. und ich sind Kummer und zugige Locations gewöhnt, harhar. Die Speisekarten sind übrigens auch sehr farbenfroh:

Sehr hübsch alles!

L. hat sich diesmal für das Porridge mit Früchten entschieden (und ein weiches Ei), ich auch mal wieder für Ei und zwar in Form einer Eierspeise in einem Croissant. Flaumig und leicht. Die Cappuccini haben es leider nicht mehr aufs Foto geschafft.

Wir haben übers Autofahren von Jungerwachsenen gesprochen (#ausgründen) und ich merke, ich mach mir echt viel zu viel Gedanken und entwickle mich noch auf den letzten Metern zur Glucke und alles nur wegen meiner eigenen Auto-Ambivalenz, das muss aufhören, harhar. Und auch über die friedliche Vorweihnachtszeit, wo wir permanent nur in der Komfortzone sind und alles ur easy läuft harhar not. Überhaupt haben wir “viel zu viel” geredet und waren ewig dort und gut wars!

Erster Schnee

Der erste Schnee des Winters, irgendwie banal, aber doch für alle auch immer ein Erlebnis, wenn man in die Whatsapp Stories, auf Facebook oder in den Instagram Feed schaut. Es gibt offenbar das Bedürfnis, den anderen mitzuteilen was sie ohnehin schon wissen, nämlich, dass draußen Schnee liegt.

Ich habe heute den Schnee sehr früh gesehen, es war noch dunkel. Dann habe ich Kaffee getrunken, Toast mit Marmelade und ein weiches Ei gegessen und das Formel 1 Rennen verfolgt.

Gegen Mittag sah es dann so aus:

Der ideale Chilli-Erntezeitpunkt wurde möglicherweise versäumt

An solchen Tage vermisse ich es, aus dem Fenster zu sehen und jemandem zu sagen: Schau mal, es hat geschneit. Auch wenns nicht weltbewegend ist, wenns nicht überraschend kommt, weil es einfach nur ein ganz normales Winterphänomen ist. Trotzdem denkt man immer darüber nach, wie war es früher, als es geschneit hat. Was für ein Leben habe ich da geführt, wie habe ich mich gefühlt.

Chilis by night

Aber ich kann das transformieren. Ich kann dieses Gefühl nehmen und etwas damit machen. Und es hat immer mit Schreiben zu tun, meinem “Zufluchtsort”, dort wo ich Ruhe und Zufriedenheit finde. Und gute Gedanken an jemand.

Ein Foto

Am Wochenende hat das Kind ein Foto von mir gemacht am Bahnhof Hetzendorf, es war dunkel und ich hatte meine “Schafsjacke” an. Wir hatten davor gut gegessen und auf dem Heimweg herumgeblödelt. Das Foto hat mir gefallen. Ich hatte das Gefühl, das bin wirklich ich auf dem Foto. Ich hab irgendwie jung und glücklich ausgesehen.

Die Hälfte vom Gesicht war zunächst komplett dunkel (wahrscheinlich deshalb der Eindruck harhar) und ich habe dem Kind gesagt, genau dafür brauchen wir KI, dass es den ganzen Schatten wegmacht. Letztendlich hab ich mich selbst damit herumgespielt, bis nur noch ein kleiner Schatten auf einem Teil des Gesichts lag, so als wäre mein Gesicht ein bisschen geteilt, in eine große helle Fläche und in eine kleine dunkle, und das finde ich passend. So fühle ich mich meistens. Immer nach dem Positiven suchend und nach einem Grund, mich zu freuen, aber trotzdem ist das Dunkel da, muss auch irgendwie sein, wahrscheinlich. Es ist vielleicht auch so, als wäre ich in einer Art Metamorphose, noch nicht dort, wo ich sein will, aber auch nicht mehr da, wo ich war. Ich teste es jetzt mal auf X.

Jemand sagte mir früher, perfekt ist, zehn Fehler am Tag zu machen, daran denke ich so oft. Insofern ist das Foto so perfekt wie es sein kann.