almis personal blog

Frühstück Das Vivet

Weiter geht es mit der beliebten Rubrik Frühstücken in Wien. Heute: Das Vivet.

Ich hatte wirklich große Probleme, mir diesen Namen zu merken, ich finde ihn ziemlich sperrig, auch wenn ich weiß, dass der Wortstamm viv– immer irgendwas mit dem Leben zu tun hat, auch im italienischen. Und vivet heißt tatsächlich auf lateinisch er/sie/es wird leben, wie die Homepage auch verrät. Wie auch immer, das Lokal ist auf der Westbahnstraße, ein würde ich sagen ziemlich typisches Bobo-Hipster-instamgramable Cafe, recht nahe bei der U6 Station Stadthalle. Nämlich nicht zehn Minuten Fußweg, wie Google maps mir sagte, sondern eher nur die Hälfte. Das Vivet hat einen kleinen Straßengarten, wo in der Früh allerdings die Sonne recht hinknallt.

Das Lokal habe ich von außen leider nicht geknipst, weil mich die liebe P., mit der ich gefrühstückt habe, um neun dort schon “überfallen” hat. Das heißt, sie hat mich gerufen, ich hab aber nichts mitgekriegt, weil ich Musik gehört habe und dann hat sie mich erschreckt, harhar. Wir haben um 9.30 reserviert, waren aber beide viel zu früh. Und beim Gehen haben wir geplaudert und ich habe auch vergessen. Von innen sieht es aber so aus:

Das Vivet von innen, ziemlich hübsch finde ich

Es gibt, wie für Hipster üblich, den ganzen Tag, also genauer gesagt bis 16.30 (so lange ist offen) Frühstück.

Die Auswahl ist sehr groß, von Pancakes über Bowl, Müsl, Joghurts und sogar Frühstücksburger, bis hin zu diversen Eiergerichten, was ja immer mein persönlicher Favorit ist. Auch heute wieder habe ich mich für Ei entschieden, nämlich Pierres Royal Croissant, P. hatte Eggs Royal und es war beides ausgesprochen gut.

Pittoreskes Frühstück

Wir kennen uns, seit unsere Söhne drei sind, die Themen haben sich über die Jahre geändert, aber lustig haben wir es immer, auch wenn das Leben nicht immer nur ämüsant ist. Gemeinsam nehmen wir es mit Humor.

Danke für den netten Vormittag.

All mixed up

Und es begab sich am 21. des Monats Juno, im Sternbild des Zwillings in Wien, nahe der Kastralgemeinde Atzgersdorf, dass ich mein portables Mobilfunkendgerät zur Hand nahm und – ach sch… drauf, harhar. Ich habe heute meinen ersten und gleichzeitig letzten Vorschlag in der Eltern-Schul-Whatsapp Gruppe gemacht. Und da ich nur Vorschläge mache, die mit 95 prozentiger Sicherheit auch angenommen werden, kann ich mit Freude sagen, dieser wurde sogar einstimmig befürwortet. Mehr kann ich jetzt nicht verraten, aber vertraut mir einfach, es war eine tolle Idee.

Ansonsten ein wassernahes Wochenende, mit bisschen Lesen und Schreiben:

Das war übrigens der Roman, den ich mir gekauft habe, richtig gut bisher

Ach ja und nochwas. Am Abend des ESCs in Wien, also am 16. Mai, habe ich großartig um 17.30 Uhr verkündet, ich gehe noch schnell zum Billa und kaufe eine Palette ESC Bier, weil danach gibt es das nicht mehr. Tja, was soll ich sagen, still going strong:

Gekauft am 20. Juni hahar.

Und auch wenn ich kein Marketingmensch von Ottakringer bin, es schmeckt wirklich gut und der Look ist sowieso toll.

Das war der Sonntag, morgen schließen dann teilweise die Kinos, wegen Österreich gegen Argentinien (kein Scherz!), aber wir haben vorher noch ein wichtiges Event, nämlich die Maturafeier. Für die ich mir extra ein Pretty Woman-beim-Polo Gedächtniskleid gekauft habe, mehr dann morgen.

Matura, vier

Heute Nacht habe ich geträumt, dass mir gleich fünf Zähne ausgefallen sind, die ich lässig, wenn schon auch latent besorgt, in meine Hosentasche gesteckt habe. Beim Aufwachen habe ich dann gegoogelt und da heißt es, solche Träume zeigen Probleme beim Loslassen auf. Ja Potzblitz, damit hatte ich ja in meinem Leben noch gar nie zu tun. Probleme mit dem Loslassen, pah, was ist das überhaupt. Harhar.

Wo ich aber sicher keine Schwierigkeiten habe, ist die Schule loszulassen, und zwar ja quasi zum zweiten Mal. Beim ersten Mal, also als ich 19 war, gabs Mädchen, die geweint haben, weil die Schulzeit jetzt vorbei ist und ich habe es wirklich gar nicht verstanden. Vielleicht, weil ich eh schon ein Jahr länger als geplant dort verbracht habe. Nun heute war das Kind dran, letzte Prüfung und ich finde es wieder nicht traurig.

Die Matura ist geschafft und zwar mit gutem Erfolg. Bis gestern hatten wir das gar nicht am Schirm, dass sich das notentechnisch ausgeht. Und obwohl mir Noten prinzipiell wurscht sind, war ich happy. Vor allem aber bin ich dankbar, dass es in den ganzen zwölf Jahren kein wie immer geartetes Drama gab. Ich weiß, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, wie anstrengend und belastend Schule nämlich auch sein kann.

Am Wochenende gehen wir dann essen und möglicherweise auch in den Pool und am Montag gibt es noch eine offizielle Feier mit Brimborium in der Schule. Und auch darauf freue ich mich.

Danach kann man übrigens gleich für die Aufnahmeprüfung an der Wunschuni im Wunschfach lernen, die dann mitunter bereits Ende Juni (!) stattfindet. Weil so wie bei uns früher, dass du erstmal bis Ende September nichts weiter zu tun hast, das geht heute nur noch in wenigen, sagen wir mal nicht extrem überlaufenen Fächern wie Germanistik. Harhar.

Aber jetzt erstmal kurz einfach genießen.

Freitag

Heute war ein gemütlicher Tag.

In der Früh habe ich neue Arbeit bekommen, die mich jetzt gut einen Monat beschäftigen wird, was immer gut ist, wenn man selbstständig ist.

Auflösung folgt

Zu Mittag war ich “Bücher schauen”, um mir einen Roman für mein Wochenende im Garten zu kaufen. Nicht, dass ich nicht noch genug “auf Lager” habe, aber ich habe gestern ein Video von der Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb gesehen, wo sie ein Buch empfiehlt, das mich vom Plot und dann auch beim Reinlesen angesprochen hat. Es ist da oben auf dem Foto und ihr könnt raten, welches es ist.

Danach gings mit L. zu Vapiano (unbezahlte Werbung).

Eines von unseren Kindern hat die Matura bereits hinter sich und meines ist es (leider!) nicht, harhar. Aber bei ihnen lief es super und das ist toll. Wir haben uns unter anderem auch noch über Sommerpläne unterhalten, wobei ich derzeit gar nicht das Gefühl habe, das bald Sommer ist, mag wohl auch am Wetter liegen.

Pasta Pesto Rosso und Pasta Polpette

Tagespasta ist übrigens nicht mehr Polpette am Freitag, sondern Pesto Rosso, aber weil ich das nicht mitgekriegt habe, hat uns der Koch heute zweimal die Pesto Rosso verrechnet, was ich ur lieb fand.

Am Abend habe ich auf Prime entdeckt, dass heimlich still und leise If I Had Legs I’d Kick You veröffentlicht wurde. Ein Film, dessen Hauptdarstellerin Rose Byrne heuer für den Hauptrollenoscar nominiert war, aber in unseren Breiten gab es überhaupt keinen Kinostart und der Film wurde irgendwie komplett totgeschwiegen, bis eben heute.

Jedenfalls habe ich ihn mir dann gleich anschauen müssen und er ist…strange, beunruhigend und verstörend, bisschen Borderline Horrorfilm. Und er hat das seltsamste Casting seit langem, denn neben Byrne spielen Conan O’Brien (als Psychiater), Christian Slater und der Mann von Rihanna, der mit dem Sonderzeichen im Namen. Also zwei Menschen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie schauspielen und einer, der irgendwie ein bisschen in der Versenkung verschwunden ist.

Hoffe, ich träume jetzt nicht schlecht, so wie vorige Nacht (Giftschlangen im Garten).

Juni-Sonntag

Heute erste Grillerei des Jahres.

Vorher:

Man beachte den wunderschönen Tischläufer im griechischen Stil (von H&M Home, unbezahlte Werbung), mir gefällt er einfach so gut

Mittendrinnen: Sehr gut gegessen.

Nachher:

Ich um 15.01 nachdem das Formel 1 Rennen in Monaco um 15.00 Uhr gestartet wurde und Max Verstappen am Start stehengeblieben ist.

Es war dann nicht mehr so extrem verlockend für mich persönlich, zumal der Moderator meinte, er will ja keine Zuseher vergraulen, aber das letzte geglückte Überholmanöver, um die Führung beim Monaco Grand Prix in Monaco zu übernehmen, fand im Jahr 1985 (sic!!!) statt. Ich meine, da war ich neun Jahre alt, neun Jahre! Harhar. Nachdem ich zwei Stunden gelesen, in die Gegend geschaut und geschlafen habe, war das Rennen wegen diverser Unterbrechungen immer noch nicht aus.

Später dann noch Maturazeugs wiederholen bzw. abprüfen – “wir” haben aber noch über eine Woche Zeit, insofern derweil keine große Aufregung.

Außerdem meinen ersten Urlaub seit 2019 gebucht. Erstaunlicherweise freue ich mich richtig darauf, obwohl mir das Wegfahren jetzt auch nicht wirklich gefehlt hat.

An jemand denken, der fehlt. Schöne Gedanken.

Gute Nacht.

Wochenende, gemischt

Am Freitag Abend habe ich Late Fame gesehen, die von mir schon mit Neugier erwartete Adapation der Schnitzler Novelle mit William Dafoe, im stimmungsvollen Gartenbaukino.

Davor habe ich im Stadtpark Abend gegessen und ein bisschen gechillt.

Zwei Wochen kann man Late Fame jetzt (nur in englischer Originalfassung) im Gartenbaukino sehen

Dafoe hat ein charmantes Reel für das Kino eingesprochen. Sehr schön, wenn ein amerikanischer Schauspieler “Arthur Schnitzler” sagt. Jedenfalls bin ich recht begeistert von diesem kleinen, stillen Film, der sehr nahe an seiner literarischen Vorlage ist, obwohl er statt in Wien um die Jahrhundertwende gut 130 Jahre später in New York spielt. Mehr bald.

Ansonsten habe ich zweimal den Moment verpasst, in den Pool zu gehen.

Gewittersturm im Garten

Außerdem darf ich mich derzeit wieder mit der Welt der Psychologie/Philosophie beschäftigen #ausgründen und das freut mich sehr. Habe extra meine eigenen Maturafragen aus dem Jahr *hust* ausgegraben. Ich hab damals die Philosophiefrage gewählt, weil bei mir alle guten Psychologiefragen schon weg waren, das Schicksal,wenn dein Nachname mit “S” beginnt harhar. Heutzutage läuft die mündliche Matura ganz anders ab, ich sage nur vier Prüfungen an vier verschiedenen Tagen und das im schwarzen Anzug.

Aufgeregt habe ich mich dieses Wochenende auch, nämlich über Influencerinnen, die ohne medizinische Expertise mit Ende 30 für Hormonersatztherapien “werben”. Prinzipiell ist es ja jedem selbst überlassen, was er sich so reinzieht. Jede Frau hat eine andere Konstitution und ich bin immer sehr für Selbstbestimmung. Ich finde nur den Trend dazu, die Wechseljahre zu einer Art Krankheitszustand hochzujazzen, den man behandeln muss, ein bisschen gefährlich, weil Erwartungshaltung und so. Ich persönlich kann sagen, die Wechseljahre können auch komplett unspektakulär ablaufen, dass man fast gar nichts davon mitkriegt.

Soweit mein Wort zum Wochenende.

Ein Traum

Ich hatte wieder einen Traum.

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat einmal gesagt, es ist nicht gut, wenn Autoren über ihre Träume schreiben, es sind in der Regel die schlechtesten Kapitel in ihren Romanen (he ist not wrong). Aber das hier ist ja kein Buch und ich fasse mich auch kurz.

Ich war mit einer Freundin im Park, wir saßen auf einer Bank und da sah ich ihn mit einer Gruppe. Jemand aus der Gruppe rief seinen Namen, dann mehrere, sehr fröhliche Stimmen. Er drehte sich zu ihnen um, ich war zu weit weg, um seinen Gesichtsausdruck zu sehen, aber ich denke, er sah zufrieden aus, in so einer bescheidenen, zurückhaltenden Art. Und ich dachte mir, ich könnte auch seinen Namen rufen, er würde mir sicher zuwinken, mich grüßen. Aber ich kann nie wieder seine Hand nehmen und mit ihm gehen, in dieses Zimmer, das nur uns gehört hat, an einen Ort, in dem wir uns alles sagen konnten.

Beim Aufwachen habe ich mich ambivalent gefühlt und dann habe ich gedacht, es ist immer möglich, Situationen auf die eine oder andere Weise zu sehen. Und ich habe mich dafür entschieden, nicht traurig darüber zu sein, dass es vorbei ist, sondern glücklich, dass es diese Zeit und diesen Raum gab.

Frühstück Treu am Platzl

Heute wurde das lange Wochenende noch bis Mittag verlängert. L. und ich waren wieder einmal Frühstücken und da das Wetter so gut angesagt war, haben wir ein Lokal mit einem schönen Garten recherchiert und haben uns für das Treu am Platzl in der Piaristengasse, direkt vor der der Piaristenkirche entschieden. Wie immer unbezahle Werbung. Reservieren ist sinnvoll.

Ich meine, wie hübsch ist das bitte, bei so einem blauen Himmel:

Herausforderung war dann eher, dem Schatten zu folgen, der mit Fortschreiten des Vormittags mehr und mehr verschwand (trotz Schirmen). Irgendwie vergisst man ja Jahr für Jahr die Herausforderungen, die auch der Sommer mit sich bringt. Advanced Level dann Wespen beim Essen und so, das dauert aber noch. Ach ja und was noch wichtig ist: Cash only! Es gibt aber einen Bankomaten in der unmittelbaren Nähe.

Das haben wir übrigens gegessen und es sieht nicht nur hübsch aus, es war auch sehr gut, sehr weiches Brot, mein Zahnprovisorium bedankt sich.

Einmal Avocadolala, einmal Poached Egg Royal – zwei Zungenbrecher fast – mit Safranhollandaise

So eine kleine, schlichte Tischdeko finde ich immer ur süß, kann ich mir als Inspiration für den Garten merken:

Thema war unter anderem einmal mehr die Matura. ‘Wir” nähern uns langsam den mündlichen Prüfungen und jetzt findet die Schule nur noch sporadisch in Form von Vorbereitungsstunden zu sonderbaren Zeiten statt und das ist nach zwölf Jahren ur ungewohnt, zumindest für Mamas, ich glaube, die jungen Erwachsenen haben da keine Umstellungsprobleme, harhar.

Danach sind wir noch in die Stadt gebummelt, unter anderem durch den Rosengarten im Volksgarten

Sehr schön wars, wie immer.