almis personal blog

Xmas Review

Heuer passierte etwas lustiges mit meinen Weihnachtsgeschenken. Ich habe von einer Freundin einen ganzen Sack an Geschenken für Adrian, uns gemeinsam und für meinen Geburtstag (sooft sehen wir uns ja leider nicht, da sie im Ausland lebt) bekommen und im Trubel des Weihnachtsabends versehentlich gleich alles ausgepackt. Fand es sehr witzig, dass ich einerseits ein Dessertkochbuch geschenkt bekommen habe (danke, bei Desserts bin ich wirklich noch blutiger Anfänger), andererseits eine Bollywood-Workout DVD.

Tja, dann wurde ich per Mail aufgeklärt, dass die DVD eigentlich das Geburtstagsgeschenk gewesen wäre. Deshalb gelobe ich hiermit, bis März ausschließlich Dessert zuzubereiten und kein einziges Workout zu machen. Harhar.

Den Christbaum haben wir übrigens heuer bereits am 23. besorgt; da hat es in Wien stark geregnet, so musste der triefende Baum dann erstmal in die Badewanne. Am Vormittag des 24. wurde er von Adrian und seinem Onkel geschmückt. Später ging Adrian mit ihm und den Großeltern erstmals in die Kindermette, was ihn sehr beeindruckte. Glücklicherweise herrschte in Wien dichter Nebel, sodass es zumindest nicht 18 Grad plus hatte, wie andererorts, sondern doch etwas winterliche Stimmung aufkam.

Wir hatten einen sehr schönen heiligen Abend. Es gab u.a. Gelenksbusse und Thomas-Brio Züge und einen Dublin Christmas Cracker, der sehr laut krachte. Mr. Almi bekam das Poster zu einem unserer Lieblingsfilme (8 1/2) sowie eine kleine Fellini-Filmcollection. Ich eine Kette und das Lektorat für meinen Roman. Dann tranken wir noch Tee und saßen zusammen. Die zwei nachfolgenden Feiertage wurde dann beim anderen Teil der Familie gegessen, getratscht und beschenkt.

Adventfreude

Ich habe lange überlegt, ob ich hier in meinem Blog quasi mir selbst ein Forum für eitle Nabelschau bieten will, aber zum einen ist Weihnachten und da darf ich mir auch was schenken. Und zum anderen: ich hab mich einfach sehr über den Eintrag einer guten Freundin gefreut, die sich dieser Tage den HeldInnen des Alltags in ihrem Leben widmet. Eine davon bin überraschenderweise ich.

Und weil ich das wirklich nett finde und mich auch geehrt fühle (denn tatsächlich bin ich nicht gerade der Mensch mit dem größtmöglichen Selbstvertrauen), hier der Link zum nachlesen. Auch für mich selbst, wenn ich mal wieder an mir zweifle.

Ihr Blog Stories and Memories ist übrigens schon einige Zeit in meiner Blogroll zu finden.

Best of böse 012

Wie jedes Jahr erfreut uns die Wochenzeitung Falter mit ihrer best-of-böse Liste. Best of Böse sind Prominente, die in Österreich in den vergangenen zwölf Monaten irgendwie genervt haben, um es mal salopp auszudrücken und natürlich auch solche, die der Nation gröberen Schaden zugefügt haben.

Wie zu erwarten führt der Austro-kanadische Unternehmer Frank Stronch die Liste an, der mit seinem Vorhaben, eine neue Partei in Österreich zu gründen, in der zweiten Jahreshälfte praktisch permanent in den Medien aufgetaucht ist. Legendär sind seine TV Interviews, im Rahmen derer er eigentlich nichts gefragt werden, sondern ausschließlich Monologe halten möchte, was sein Gegenüber natürlich verhindern möchte und was dem TV-Ereignis an sich oft etwas Dadaistisches gibt. Seine Kandidaten (oft Abgeordnete anderer Parteien) für das Team Stronach kennt er nicht namentlich, die Redaktion meint aber, er wäre sehr begabt im “olympischen Fünfkauf”. Der Falter schreibt über ihn:  “Wissenschaftler sind für ihn Volltrotteln, Journalisten Rotzbuben, Politiker Regalware.” Auf Platz 2 folgt “Agent 0,07 Ernst Stasser”, auf Platz 3 Mensdorff- Pouilly. Beide übrigens Lobbyisten.

Relativ weit vorne tummelt sich auch Stratos-Springer Felix Baumgartner (4. Platz), sowie Sido (8. Platz). Interessant wie der Falter Vizekanzler Spindelegger als “Schlaftablette aus der Hinterbrühl” charakterisiert, der Freund und Feind mit “inhaltslosen Geschwurbel sediert”. Österreich-Chefredakteur Wolfgang Fellner wird treffend als “Mundwinkelexzentriker” bezeichnet. Zu Neu-Operndirektor Wolfgang Meyer meint die Redaktion, dass er angenehmere Umgangsformen als sein Vorgänger hätte, inhaltlich aber wie ein Museumsdirektor aufträte “Zeitgenössische Musik ist in der Staatsoper nur dann zu hören, wenn im Parkett ein Handy klingelt”. Das Problem der Song-Contest Starter Trackshittaz (“Woki mit dem Popo”) wiederum sieht der Falter darin begründet, dass ihre Zielgruppe – Kinder in der analen Phase – nicht mitvoten konnten.

Ein Highlight ist auch der 100. und letzte Platz: Stefan Petzner. Der Falter: “Der Mode-Rebell und Ex-Lebensmensch von Jörg Haider hat mehrere Institute durch Dauerabusus nachhaltig beschädigt: das Solarium. Die Bräunungscreme. Das SMS. Den Tweet. Den parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Das ZIB2-Interview.”

Wie jedes Jahr eine echte Pflichtlektüre.

Ich geh mit meiner Laterne

Nachtrag zum Laternenfest: dieses Jahr wurden im Kindergarten Laternen im Stil von Hundertwasser gebastelt, das sah toll aus und zwar so:

Nach dem Laternenfest werden diese bei uns im Kinderzimmer als Beleuchtung umfunktioniert: LED Spot hinein, verkabeln und schon hat man die perfekte Stimmung fürs ins-Bett-gehen, es ist wirklich sehr gemütlich, da das heuer schon die dritte Laterne war, die Adrian gebastelt hat:

Weihnachtsmärkte mit Kids

Doris Knecht hat einmal geschrieben, Weihnachtsmärkte wären für Eltern sowas wie Spielplätze im Sommer: Purgatorien.

Die Frau hat nicht ganz unrecht, weil Weihnachtsmärkte einige Komponenten vereinen, die sich mit Kindern schwierig gestalten können:

1) es ist meistens ziemlich kalt

2) es ist halbwegs dunkel oder zumindest dämmerig

3) es sind viele Leute unterwegs

4) Kinder kann man mit Punsch nicht glücklich machen, sie bleiben also nicht freiwllig an einem Ort stehen

5) …stattdessen wollen sie Lok/Karusell usw. fahren und das oft

6) …und/oder herumlaufen

Am Christkindlmarkt Karlsplatz kommt hinzu, dass es ein Sternenzelt gibt, wo Kinder malen und basteln können, was einerseits gut ist (da drinnen ist es halbwegs warm), andererseits aber schlecht, weil klecker klecker, große Becher mit Wasser (Vorsicht Kippgefahr), andere Kinder, dei auch gleichzeitig malen wollen (you get the picture, im wahrsten Sinn des Wortes)

Was ich aber wirklich nicht empfehlen kann: einen alkoholischen Punsch zu bestellen, den dann auf nüchternen Magen hinunterstürzten (noch dazu, wenn man Alkohol nicht gewöhnt ist), weil man zwei Kids hinterherjagt, die einfach irgendwohin laufen, denn siehe Punkte 2 und 3. Dann wird einem nämlich ganz komisch im Kopf und alles ist irgendwie weit weg, dennoch muss man immer noch auf Kinder aufpassen und zurechnungsfähig sein (und dazwischen noch irgendwie, irgendwann aufs WC gehen und heimfahren muss man schließlich auch noch).

Dennoch: Weihnachtsmarkt gehört irgendwie dazu. Daher: Herausforderung angenommen (schon zweimal!)

Numbers, zwei

Wenn wir schon bei Fußball sind, auch die Sportfreunde Stiller haben ihre Hymne geschrieben und die nennt sich 54, 74, 90, 2010 und beschwört den deutschen Weltmeistertitel im Jahr 2010 (hat nicht ganz geklappt).

Hier kommen wir aber gleich zu anderen Songtitel, die sich auf Jahreszahlen beziehen und davon gibts sehr viele und fast alle haben einen sentimentalen Touch. Angefangen bei Bryan Adams und Summer of 1969, bekanntermaßen die besten Tage seines Lebens, über James Blunt, dessen beste Tage 1973 stattgefunden haben. Auch 74/75 war offenbar ein interessanter Jahrgang, denn die Connels besingen eine Klasse, die damals ihren Abschluß machte. Sogar die Smashing Pumpkins schließen sich der allgemeinen Nostalgie mit 1979 an. Ab und an schauen Musiker auch in die Zukunft wie Zager and Evans, die sich fragen, ob es 2525 dann überhaupt noch Menschen gibt (glaubt man dem Maya-Kalender, dann nein).

Manche Songs beschäftigen sich aber auch mit Zeitangaben, zum Beispiel mit Lebensalter: Twentytwo, Siebzehn Jahr, blondes Haar oder When I am 64. Manche hingegen mit Zeitdauer. Hier fällt zuerst 7 Seconds von Neneh Cherry und Youssou N’Dour, der Song beschreibt die ersten sieben Sekunden im Leben eines Menschen.

Brutal finde ich den Song 24 hours from Tulsa von Gene Pitney:

Schlimm genug für seine Geliebte, dass der Protagonist sich fremd verliebt, bevor er sie in Tulsa erreicht, nein, er muss da auch noch detailliert schildern, wie er die Neue kennengelernt hat und wie sie auf einen Kaffee gegangen sind, wie sie miteinander getanzt und wie sich sie geküsst haben – und das alles (als wäre das irgendwie ein Trost) – gerade mal 24 Stunden bevor er Tulsa erreicht hätte. Sein Fazit: “But I love somebody new – what can I do? I can never go home again”. Ja dann bleib halt wo der Pfeffer wächst! Die Ex hätte auch kontern können, sollte der Typ nochmal ihr Haus betreten, dann bräuchte er nur 20 seconds to Mars.

Numbers, eins

Letztens wurde auf die Twitter an eine universal bekannte – wenn auch fiktive –  Telefonnummer erinnert, nämlich an: 32168. Na klingelts? Die Nummer von Rosi aus dem Sperrbezirk. Soweit, sogut. Nun habe ich meinen Kopf voll von sinnlosem Wissen und habe mir mal überlegt, in welchen anderen Songs Nummern oder Zahlenfolgen noch eine Rolle spielen.

Da fällt natürlich erstmals eine weitere Telefonnummer ein, 911 von Wyclef Jean feat Mary J. Blige – der US-Notruf, den Mr. Jean allerdings der Liebe wegen anwählen will (If this is the kind of love that the old folks used to warn me about, man, I’m in trouble I’m in real big trouble….) Mehr Telefonnummernsongs kenne ich nicht, wahrscheinlich auch, weil man verhindern will, dass es die Nummer tatsächlich irgendwo gibt und dann jemand Unschuldiger dauernd angerufen wird.

Über die Nummern 1-3 an sich haben sich viele Songschreiber Gedanken gemacht. Bela B. vereint alle drei Zahlen in seinem schräg-witzigen Song “Erstens… zweitens… drittens…” Ja, etwas sperriger Titel, aber nettes Lied, das ein kurzes Duett mit Charlotte Roche beinhaltet. Aimee Man singt über die Zahl eins (One):  “One is the lonliest number that you’ll ever do, two can be as bad as one, it’s the lonliest number since the number one.” Auch so unterschiedliche Künstler wie U2, Bob Marley, Metallica und Dr. Alban haben sich mit dieser Zahl, oft in Verbindung mit Liebe, Gedanken gemacht.

Die Spice Girls wiederum schlagen die Brücke zur Zahl 2 mit ihrem Song Two become one. Blur haben ihren Song 2, Phil Collins singt von Two hearts, Grover Washington von The two of us – und bei den Spin doctors streiten sich Two Princes um eine Frau, der minder Begütete argumentiert: “Marry him, marry me, I’m the one that loved you baby, can’t you see, I ain’t got no future or family tree, but I know what a prince and lover ought to be”. Den Song mag ich sehr, ebenso wie Three lions on a shirt, die musikalische Aufarbeitung des englischen Fußball Traumas, wo die Lighning Seeds sich und ihre Fans darauf einschwören wollen, dass Fußball wieder nachhause kommt (It’s coming home…), es wäre erstmals seit 1966.

Thanksgiving

In Österreich wird Thanksgiving übrigens am 8. Dezember gefeiert. Na ja, zumindest bei uns. Liebe Freunde haben letztes Jahr erstmals einen großen Truthahn gebraten und wir haben geschmaust. Das hat soviel Anklang gefunden, dass es heuer ein da capo gab. Da aber ein Teil des Freundeskreies im November ausgeflogen war, wurde das Essen auf Dezember verlegt.

Übrigens hatte der Vogel 8,7 Kilo und nein, wir haben ihn zu acht nicht aufgegessen. Haben grade etwas mehr als die Hälfte geschafft. Es gab ja noch eine Menge an side dishes wie Cranberry Sauce, Erdäpfel, Kürbisauflauf mit Marshmellows, Füllung usw. Im Hintergrund liefen übrigens Football-Aufzeichnungen, wegen der Authentzität.

Fazit: