Der am meisten erwartete Film 2026, für dessen Premiere schon vor Monaten Karten verkauft wurden und dessen Trailer bereits veröffentlich wurde, ist mit Sicherheit The Odyssee von Christopher Nolan. Ich mag die Filme von Nolan sehr. Die Odyssee an sich interessiert mich eher so mittel. Nach dem Trailer denke ich mir: Naja. Aber exakt so ging es mir mit Oppenheimer auch. Physiker, die sich drei Stunden unterhalten, dazwischen ein paar Atombombentests. Puh, ich bin Geisteswissenschaftlerin harhar. Aber letztendlich wurde Oppenheimer mein Lieblingsfilm 2023. Weil Nolan eben immer was anderes draus macht, als man im vorhinein glaubt und es ist immer gleichzeitig spannend und aber auch anspruchsvoll.
Pia Reiser und Christian Fuchs sind auch bissi skeptisch, finden aber die Besetzung super. Da muss ich ehrlich sagen, das trifft bei mir leider auch nicht zu, harhar. Ich werde mit Robert Pattison und Anne Hathaway einfach nicht warm. Auf X hat jemand geschrieben: “They would not be speaking English if it were Mel Gibson.” Das ist richtig, in The Passion of the Christ wurde bekanntlich Latein und Aramäisch, toten Sprachen also, mit lebenden Akzenten gesprochen harhar.
Einen neuen Film gibt es auch von Steven Spielberg, den letzten mochte ich leider gar nicht. In Disclosure Day geht es um Außerirdische, auch hm. Aber hier spielt Josh O’Connor mit, yeah! Alejandro G. Iñárritu kehrt ebenfalls zurück, nach dem echt schrecklich prätentiösen Bardo, wo ich über die ersten 20 Minuten nie hinausgekommen bin. Die Hauptrolle in Digger spielt Tom Cruise. Relativ bald sehen wir den euphorisch besprochenen Marty Supreme mit Timothee Chalamet, und es geht um einen Tischtennisspieler. Auch so eine Prämisse, wo ich mir denke, okaaay. Aber neugierig bin ich sehr.
Außerdem gibt es einen quasi Nachfolger zu The Social Network. Wo man sich schon dachte, dieser Film würde uns etwas Unverfilmbares erzählen, gilt aber bis heute als “groundbreaking”. Der Falter schriebt damals, die Geschichte um Mark Zuckerberg und seine Weggefährten “bläht sich ein bissl über Gebühr als Königsdrama auf” (ich liebe solche Formulierungen), würde aber ansonsten überzeugen. Das Problem bei The Social Reckoning ist vielleicht, dass nicht mehr David Fincher Regie führt, sondern der Drehbuchautor Aaron Sorkin selbst. Ein zweiter Spinoff, wenn man so will ist The Adventures of Cliff Booth, und hier führt interessanterweise dann eben Fincher Regie, statt Quentin Tarantino. Wir erinnern uns, Cliff Booth (Brad Pitt) kennen wir aus dem Tarantino Film Once upon a time in Hollywood. Und auch hier bin ich etwas misstrauisch – boah ich bin heute anstrengend harhar – weil Nebencharaktere oft nicht optimal als Protagonisten funktionieren.
Ich persönlich freue mich sehr auf Father, Mother, Sister, Brother von Jim Jarmusch – es wird btw. auch eine Retrospektive im Metrokino zu Jarmusch geben. Auf Wuthering Heights von Emerald Fenell, vor allem, weil ich ihren Vorgängerfilm Saltburn so toll fand. Und auch auf Is This Thing On? von Bradley Cooper über einen Standup Comedian, sowie Blue Moon von Richard Liniklater.
Aber natürlich wird es noch viele andere Perlen zu entdecken geben, von denen wir jetzt noch gar nichts ahnen, aufregend.
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