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Sex and Death at Camp Miasma

So. Wie fang ich da an. Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist der dritte Film der nonbinären Person Jane Schoenbrun und der erste, den ich bisher gesehen habe.

Es geht um Kris (Hannah Einbinder), eine Filmregisseurin, die damit beauftragt wird, die legendäre (fiktive) Camp Miasma Horroflm-Franchise wiederzubeleben. In dieser Filmreihe geht es darum, dass Jugendliche, die ein Sommercamp besuchen, vom sogenannten “kleinen Tod”, der selbst als (trans) Kind ertränkt wurde und seitdem im See lebt und Rache nehmen will, abgeschlachtet werden. Kris soll die Franchise für die woke Gegenwart adaptieren, das heißt vor allem queerfreundlich neu denken. Für einen kreativen Gedankenaustausch trifft sie sich mit dem sogenannten final girl1 des ersten Camp Miasma Films, Billy (Gillian Anderson), die sich von der Schauspielerei zurückgezogen hat und alleine im Wald am Drehort der Filme (!) lebt….

ACHTUNG ORDENTLICHE SPOILER

Ich würde diesen Film als sehr intellektuellen Meta-Horrorfilm mit atemberaubenden Bildern bezeichnen.

Der Wald, in dem Billy wohnt, ist nämlich tatsächlich gemalt. Und zwar auf Glas, wie früher bei den Stummfilmen und verschmilzt dann vor der Kameralinse mit Aufnahmen echter Bäume. Und es sieht einfach wunderschön aus, vor allem, weil Kris diesen Wald erstmals betritt, als dieser tiefverschneit ist, was den traumhaften Eindruck noch betont. Auch darüber hinaus gelingt Schoenbrun eine Ästhetik zwischen 1980er Jahren Grobkörnigkeit und im wahrsten Sinn des Wortes leuchtendem Surrealismus. In einer Szene essen Kris und Billy Hühnchen und tunken diese in die typischen Fast Food Saucen ein, und alles wirkt hyperreal und übersexualisiert, ich mein, es ist immer noch Hühnchen harhar. In einer anderen Szene liegen die beiden vor dem Kamin, eingebettet in knallbunte Chips und Saure Drops Sackerl. Diese Bildwelt ist für mich ganz neu und kaum mit etwas anderem vergleichbar, ich fand das sehr faszinierend.

Der Film hat auch viel Mut: Die Figur der Kris – Schoenbrun sagt, sie selbst sei quasi Kris – lebt in einer polyamorösen Beziehung, erzählt Billy aber, dass dieses Partnerschaftsform sie nicht glücklich macht, dass der andere Partner ihrer Frau ihr extrem auf den Senkel geht und, dass sie an Sex selbst auch wenig Gefallen findet bzw. an dem, was sie als für sich “erlaubte” Fantasien definiert. Und hier ist schon sehr amüsant, wie Schoenbrun die woken Standards des politisch korrekten als extrem lustfeindlich dekonstruiert, wenn die primäre sexuelle Wunschvorstellung von Kris ausgerechnet die ist, dass der “kleine Tod” wie im Film auf sie lauert und sie “slashen” will, also eine absolut unkorrekte Gewaltfantasie. Und Billy bestärkt sie darin, diese Fantasie zuzulassen.

Die beiden Darstellerinnen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Wobei ich sagen muss, dass mir Hannah Einbinder bisher vor allem durch alle möglichen politischen Aussagen negativ aufgefallen ist – dieser Drang von Hollywood-Schauspielern, permanent wenig komplexe Statements zu sehr komplexen Themen zu tätigen, das geht mir auf den Senkel. Ich versuche aber, die tatsächliche schauspielerische Leistung davon zu trennen (und das ist weiß Gott nicht leicht) und in diesem Film hat mich Einbinder als verkopfte, zurückhaltend-kreative Frau tatsächlich voll überzeugt.

Das Manko, das dieser Film mit seinen dutzenden Eastereggs, Referenzen (von denen ich als kaum Horror-affine Person sicher wenig erkannt habe) und Metaebenen hat: Er befindet sich, ähnlich wie Kris, ein bisschen zu viel in seinem Kopf. Als Zuseher fühlt man sich ästhetisch eingelullt und intellektuell gefordert und das ist super spannend, aber man fühlt dabei relativ wenig. Es ist eher ein sehr schön bebildertes Thesenpapier als ein tatsächlich Film-Film. Und was den Horrofaktor betrifft: Natürlich ist dieser Film blutig, aber so überzeichnet und artifiziell, dass er weniger Grauen verbreitet, als herkömmliche Horrorfilme. Ich finde Camp Miasma ingesamt auf jedenfall sehenswert, weil es gäbe dazu noch ganz viel zu sagen. Und ich denke immer noch darüber nach.

  1. “Final Girl” nennt man in einem Horrofilm, vor allem in einem Slasher, die Frau, die am Ende überbleibt und überlebt ↩︎

Die Woche bisher

Die Woche läuft gut soweit. Am Montag nach einem 10 Stunden Arbeitstag – der mit der Mail: “Du bist ein Wahnsinn, danke” belohnt wurde – habe ich Wer wird Millionär gesehen, wieder da, nach der Sommerpause. Ich schaue die Sendung tatsächlich schon seit 25 Jahren. Es war auch das erste mal in diesem Sommer, dass ich den Fernseher aufgedreht habe.

Und ich habe gleich etwas gelernt:

Wer wird Millionär vom 31.August 2026

Weil ich wusste zwar, dass es die Programmiersprache Python gibt, das Kind hatte das sogar als Themenbereich bei der Informatikmatura, aber ich hatte absolut keine Ahnung, dass der Name von Monty Python kommt. Ich habe immer an die Schlange gedacht. Und dieses Wissen gebe ich hiermit hier weiter.

Am Dienstag gab es ein Geburtstagstreffen mit M in Wien Mitte. Wir waren supergut asiatisch essen, leider habe ich kein Foto gemacht, weil wir so ins Gespräch vertieft waren und danach waren wir noch an der frischen Luft und haben uns einen Mango bzw. Orangen Spritz gegönnt. Ein total schöner Nachmittag.

Lässiges Chillen in Wien Mitte

Heute habe ich es dann ins Kino geschafft – wie ich Teenage Sex and Death at Camp Miasma fand, ein andermal, nur das: der Film ist ungefähr so verkopft wie sein Titel. Davor war ich aber noch in der Severingasse auf Lokalaugenschein. Und jetzt wird sich jeder denken, wie, was? Nun ja, diese Gasse spielt in meinem Roman eine Rolle und ich wollte sie mal wieder begehen.

Die mystische Severingasse am 2. September 2026

Ich habe dort einmal die Vorlesung Medizinische Psycholgie besucht haben, das Institut war damals in dem Backsteinhaus links. Ich habe sie als Wahlfach wegen meiner Dissertation ausgewählt, eigentlich war es eine Lehrveranstaltung für Medizinstudenten im zweiten Studienabschnitt. Ich habe mir gedacht, hm, wie werde ich als Geisteswissenschaftlerin da mithalten können. Und es ist tatsächlich eines der Dinge, auf die ich wirklich stolz bin, dass ich den Test mit der Note “Sehr gut” bestanden habe (ich hab auch ur viel gelernt, weil ich mich nicht blamieren wollte, harhar)

Die Gasse mag ich aus dem Grund, weil ich, als ich sie erstmal sah dachte, wow, die ist wie aus einer anderen Welt. Oder zumindest aus einem anderen Ort als Wien. Und ich frage mich bis heute, wieso ich das so empfinde. Sowas finde ich immer total spannend. Ich könnte über Straßenzüge, Gegenden und Häuser ewig nachdenken. Auch wenn ich (noch) keine Worte dafür habe.

Four great albums

Folgende Frage habe ich auf Facebook reingespült bekommen. Und ich beschäftige mich ja gerne mit solchen Sachen, wo es um nichts geht, es aber trotzdem spannend ist, darüber nachzudenken.

Also ich habe von allen vier Bands Songs in meiner Indie Playliste. Aber keinen vom Album Parklife. Blur ist damit gleichmal raus. Abgesehen davon hatte ich bei Damon Albarn irgendwie das Gefühl, er macht sich über sich selbst, uns und vielleicht sogar das Leben an sich lustig. Ist okay, holt mich aber nicht hundertprozentig ab.

Definitely Maybe fand ich im Jahr 1994 einfach einen extrem super Albumtitel. Und ich habe Live Forever rauf und runter gehört, weil in diesem Jahr habe ich meine Nachprüfung nicht geschafft und bin quasi das erste Mal im großen Stil gescheitert. Es sollte nicht das letzte Mal sein. Jedenfalls kamen mir die Zeilen: “Maybe I will never be/ All the things that I wanna be/ Now is not the time to cry/ Now’s the time to find out why” sehr gelegen. Auch wenn ich damals natürlich wusste warum, wegen Mathe nämlich harhar. Generell waren mir die Gallaghers und zwar beide aber ein bisschen zu nonchalant-arrogant und ein bisschen zu gelangweilt, bei fast allem was sie taten.

Bleiben Pulp und Suede. Mein Freund hat damals Suede entdeckt und ich etwas später Pulp. Was soll ich sagen, Jarvis Cocker war einfach der beste Frontman für mich. Diese Attitüde der Kauzigkeit, der zelebrierten Peinlichkeit, aber auch der Intellektualität, die irgendwie nicht genau wusste, wo sie hinsoll im England der Working Class, das er ja auch gerne besang, das war genau meines. Und Do You Remember The First Time ist immer noch einer meiner Lieblingssongs.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, und ich weiß nicht, ob ich das damals war, weil ich wollte ja “meine” Band verteidigen harhar, dann muss ich zugeben, dass Suede insgesamt die bessere Band war und vor allem ist Dog Man Star das beste Album.

Diesen epischen Songs, die Zivilisationskritik übten – “Let the nuclear wind blow away my sins”, die Einsamkeit in Satellitenstädten adressierten und (auch illegale) Formen des Eskapismus thematisierten, denen kann man sich kaum entziehen. Ich meine alleine die Dualität eines Songs wie Heroine – spricht Sänger Brett Anderson hier über seine Heldin oder vielleicht doch die Droge – hat mich komplett in den Bann gezogen und dabei habe ich nicht mal geraucht. Aber ich bin der Meinung, darüber müssen Bands erzählen, über die großen Themen, über alles Düstere, das, was uns Angst macht und alles, was wehtut. Solche Zeilen wie: “I belong to a world that is gone, it’s the english disease” Großes Kino.

Heute ist mir vieles zwar zu schwer, Musik kann mich sehr runterziehen, aber trotzdem habe ich es sowohl Pulp als auch Suede ziemlich übelgenommen, dass sie später Alben mit Titeln wie We Love Life und A New Morning herausgebracht haben, weil in den Park gehen kann ich selber auch, harhar.

Ja, erstaunlicherweise war das jetzt ein Musik-Posting ohne ESC Content. Und das obwohl morgen offiziell die neue ESC Saison startet.

Long Island

Ich habe circa 40 Seiten gebraucht, bis ich draufgekommen bin, dass der Roman Long Island von Colm Tóibín die Fortsetzung seines Romans Brooklyn ist.

SPOILER FÜR BEIDE ROMANE

Brooklyn habe ich nicht gelesen, aber ich habe den Film mit Saoirse Ronan gesehen, der mir entgegen meiner Erwartungen sehr gut gefallen hat. In Brooklyn geht die Irin Ellis nach ja, wer hätte das gedacht, eben New York, um dort eine Zukunft zu haben. Einen guten Beruf, eine neue Perspektive auf das Leben und letztendlich auch einen Mann, den (etwas einfach gestrickten) Italiener Tony. Um es kurz zu machen, aufgrund eines Trauerfalls muss sie dann zurück nach Irland reisen und trifft dort eine Jugendbekanntschaft Jim, der viel besser zu ihr zu passen scheint. Sie schwankt – entscheidet sich aber dann letztendlich doch zur Rückkehr. Ich habe mir damals gedacht, so wie Ronan das gespielt hat, eigentlich hat sich Eilis sich weniger für den Mann entschieden als viel mehr für das Leben in den USA. Die wirkliche Liebe hat sie Amerika entgegengebracht.

Long Island heißt so, weil Eilis mit Tony, den zwei jugendlichen Kindern und dem Rest der italienischen Sippe mittlerweile dorthin gezogen ist. Aber sie steht wieder an einem Wendepunkt. Tony hat sie betrogen und die andere Frau bekommt ein Kind von ihm, das – zu allem Überfluss – auch noch in der italienischen Großfamilie aufwachsen soll. Natürlich inakzeptabel. Eilis reist erneut zurück nach Irland, um auch nach 20 Jahren ihre Mutter wiederzusehen und sie trifft natürlich wieder auf Jim, der einfach 20 Jahre Single geblieben ist, der genau jetzt im Begriff ist zu heiraten, und zwar Nancy, die verwitwete Freundin von Eilis, die er seit ein paar Monaten (natürlich) heimlich trifft.

Und ich mag einiges an diesem Roman, die detailreiche Charakterzeichnung, die Spannung, die Tóibín aufbaut, und natürlich auch die Frage, was Heimat überhaupt ist, wo sie liegt. Wenn sie ein Ort ist, verliert man diese irgendwann, wenn man lange genug weg ist? Findet man eine neue ebenbürtige? Eilis ist in die USA aufgebrochen, sie liebt dieses Land. Aber die Familie, in die sie hineingeheiratet hat, ist keine (rein) amerikanische, sondern eine italienische, die ihr fremd bleibt, zu der sie sich nicht richtig zugehörig fühlt. Die alte Familie hingegen ist zu weit weg, und zwar bekannt, aber auch fremd, anders fremd. Hier beobachtet Tóibín sehr genau und scharf.

Aber diese Unentschlossenheit bei allen Beteiligten, die mag ich nicht. Jim ist der Notnagel für Eilis, weil es gerade orsch ist daheim. Nancy ist Jims Notnagel, weil Eilis unerreichbar ist. Nancy selbst hat den Tod ihres Mannes noch nicht wirklich verarbeitet. Entscheidungen werden nicht da getroffen, wo sie notwendig wären, sondern anderorts als Ersatzhandlungen, oft im Alleingang, ohne Absprache, als Trotzreaktion, um jemand in eine Falle zu locken und diesem seine Optionen zu nehmen, um Menschen vor (offenbar) vollendete Tatsachen zu stellen. Und da denke ich mir dann: Oh Leute, ihr seid alle bald 50, geht das nicht ein bisschen reflektierter? Könnt ihr nicht ein bisschen mehr Verantwortung für euch selbst übernehmen? Das ist alles so unentschlossen und “irgendwas”, das hat mich dann auch wieder geärgert.

Deswegen ist Long Island für mich auch keine Liebesgeschichte, sondern eher eine Warnung, was passiert, wenn man sein Leben nur halb lebt.

Die beste Szene

Letztens habe ich ja von Chris Messina, dem unterschätzen Darsteller aus Juror #2 geschrieben. Er spielt in relativen vielen Filmen, meist “nur” eine Nebenrolle, hat aber eine ungeheure Präsenz, finde ich. Ich kenne ihn seit Six Feet Under oder sagen wir so: Vor allem aus der vielleicht besten Szene der ganzen Serie – und die Serie hat sehr viele gute Szenen.

Messina spielte dort Ted, einen Republikaner, laut der rebellischen Claire “a frat boy who voted for George Bush” und dennoch werden sie ein Paar. 20 Jahre nachdem ich diese Szene gesehen habe, kommt mir das wie eine schöne Utopie vor, eine Zeit, in der Demokraten und Republikaner trotz gegensätzlicher Anschauungen noch miteinander ins Bett gegangen sind und mehr noch, sich vielleicht sogar wirklich geliebt haben. Obwohl sie, haltet euch fest, unterschiedliche Ansichten zu Dingen hatten, weil man vielleicht noch versucht hat, den Blickwinkel des jeweils anderen nachzuvollziehen, ich mein: Wow. Das war wirklich eine andere Zeit.

Die Szene in Six Feet Under war jedenfalls folgende. Claire und Ted liegen nackt im Bett und essen Obst. Im Hintergrund läuft “christian music”, wie Claire entsetzt feststellt (wobei der Song ist echt gut harhar). Sie sagt zu Ted: “You may be the most deeply un-hip person I ever met” und er antwortet: “Seeing how being hip is primarily an adolescent concern, I’ll take that as a compliment.” Was für ein Dialog.

Und dann sagt sie, dass sie sich wie gefangen unter Wasser fühlt, weil sie nicht weiß, was sie mit ihrem Leben machen soll. Sie will Künstlerin werden, Fotografin, aber sie will nicht wieder an irgendeine Hochschule, dort würde man doch auch nur in ein System gezwängt. Und da sagt er dann zu ihr, was im Grunde jede Frau so oder so ähnlich von einem Mann hören will: “Just take pictures. If you’re good enough, you’ll find out. And if you’re not, you’ll get good enough. Or you’ll find out you can’t. But I bet you are, though.” Und dann fragt sie ihn, ob sie ihn nackt fotografieren kann und er stimmt zu, unter der Bedingung, dass sie die Fotos nicht ins Internet stellt, denn: “I might want to run for public office some day.”

Diese ganze Szene ist gleichzeitig so sexy und lustig und innig und intim und bestärkend, aus dem Leben heraus, aber auch ein bisschen poetisch überhöht und ich denke mir bis heute, solche Szenen will ich schreiben (können), wo es um alles geht. Und ich probiere das auch.

Juror #2

Endlich habe ich Juror #2 gesehen, den möglicherweise letzten Film von Clint Eastwood, der ja immerhin schon 96 Jahre alt ist. Juror #2 – Sonderzeichen in Titel immer schwierig – hat aus unerfindlichen Gründen bei uns gar keinen und auch in den USA nur einen sehr kleinen Kinostart bekommen. Dabei hat er das Potential zum sehr soliden Crowdpleaser.

Worum geht es? Justin (Nicholas Hoult), ein Feuilletonjournalist, lebt mit seiner hochschwangeren Frau Ally (Zoey Deutch) ein beschauliches Leben in Georgia, als er als Geschworener für einen aufsehenerregenden Mordprozess einberufen wird. Weil es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, ist Justin nicht besonders glücklich über die Aufgabe zu gerade diesem Zeitpunkt, doch bereits am ersten Tag ist er mehr in den Fall um einen jungen Mann, der angeblich seine Freundin getötet hat, involviert, als er sich das gewünscht hätte…

ACHTUNG SPOILER

Es wird schon in den ersten Minuten klar, dass Justin am Tatabend dasselbe Lokal wie das Paar besucht hat. Er kann sich deshalb so gut daran erinnern, weil es der Geburtstermin seiner Zwillinge gewesen war und er damals als trockener Alkoliker kurz davor war, wieder zu trinken; weil es die Zwillinge nicht geschafft haben, weil er sich deshalb in einer Lebenskrise befand. Mehr erfahren wir darüber nicht und das ist eine der sehr guten Entscheidungen die Regisseur Eastwood trifft. Es gibt uns die Informationen zu unserer Hauptfigur nach und nach, die Figur ist um einiges vielschichtiger als sie uns am Anfang vielleicht erscheint und manches überlässt er vollkommen unserer Fantasie.

Aber Justin ist noch wesentlich tiefer in den Fall involviert. Er hat nach Verlassen des Lokals – er lässt seinen Drink unberührt stehen – bei Gewitter und schlechter Sicht ein Reh angefahren, so dachte er zumindest, er konnte das Tier anschließend nirgends entdecken. Bald wird aber klar, dass es stattdessen das “Mordopfer” war, das ihm vors Auto gelaufen und dann in die Schlucht daneben gestürzt ist. Es war ein Unfall, aber würde er sich nun stellen, wären die Fakten folgende: Er hat als langjähriger Suchtkranker in dem Lokal Alkohol bestellt und danach Fahrerflucht begangen. Sein Betreuer bei den AA Larry (ein charismatischer Kiefer Sutherland) macht ihm klar, dass er für diese Tat 30 Jahre ins Gefängnis gehen könnte. Er würde seine Frau, die ihm aus der Sucht geholfen hat, im Stich lassen, und seine Tochter nicht aufwachsen sehen. Aber Justin ist ein guter Mensch. Er möchte auch nicht, dass jemand anderer hart für etwas bestraft wird, was dieser gar nicht getan hat. Und so will er die übrigen Geschworenen davon überzeugen, auf “nicht schuldig” zu plädieren, ohne den wahren Schuldigen finden zu müssen.

Und um das alles noch etwas komplexer zu machen, trifft Eastwood noch andere interessante Entscheidungen. Der Angeklagte ist, anders als Justin, kein “guter” Mensch. Er war Mitglied in einer skrupellosen Jugendbande, er wirkt roh und die Beziehung zu seiner Freundin war zumindest gewaltaffin. Sein Pflichtverteidiger Eric (total unterschätzt: Chris Messina) ist cleverer als andere in dieser Position und seine Menschenkenntnis sagt ihm, sein Mandant spricht die Wahrheit. Die Staatsanwältin Faith (Nestroy schau oba) (Toni Colette), mit Eric befreundet, muss diesen Fall wiederum gewinnen, weil sie sich um ein politisches Amt beworben hat. Sie ist eine hartgesottene, karriereorientierte No-Bullshit Person, die schon alles gesehen hat, und deren Mitleid mit wem auch immer sich in Grenzen hält, aber im Laufe des Prozesses beginnt auch sie an der Schuld des Verdächtigen zu zweifeln.

Eastwood zeigt uns immer wieder die blinde Justitia und die Waage als Symbol für Verhältnismäßigkeit. Er bringt Referenzen zu True Crime Podcasts, zum “gesunden” Volksempfinden. Er führt uns vor Augen, dass es “die Wahrheit” kaum gibt, vielleicht am wenigstens vor Gericht, wo es eher um eine gute Geschichte und Rheotrik geht, und reflektiert, wer eine zweite Chance verdient hat und wessen Bestrafung mehr Kolleteralschäden verursachen würde. Und das ist wirklich ordentlich spannend und sehr gut gespielt, weil es noch mehr als ein Gerichtsdrama ist, nämlich eine bis in kleinste Details ausgestaltete Charakterstudie.

Auf letterboxd schrieb jemand: “Sorry this is the type of movie that needs to commit to an ending”.

Ich verstehe die Argumentation würde aber behaupten, dass dieses (semi)-offene Ende eher dem entspricht, was uns der Film insgesamt sagen will. Dass es dieses Ende geben kann – oder ein anderes. Dass es nur ein schlechtes Ende gibt. Und ein noch schlechteres.

Donnerstag

Es ist jetzt folgendes, wie immer nach dem 15. August: Die einen freuen sich schon auf den Herbst und die anderen wollen den Sommer nicht loslassen.

Die Zeit arbeitet für erstere: Nachts ist es schon kühler. Die WhatsApp Stories mit Stränden, Bergwiesen, extrem eigenartigen Reptil-ähnlichen Tieren (aus Thailand, ähm, was?), die dort einfach über die Straße gehen, auch jene mit Aperol Spritz und Eisbechern werden deutlich weniger. Dafür flattern die Back to School Prospekte herein – aber die sind mir egal. Bei “uns” geht es erstmals nicht mehr back to schook, sondern es gibt stattdessen “Welcome Days”.

Ob Sommer oder Herbst, I ‘ll go with the flow, zumal ich diese bestimmte Zeit im Jahr gerade sehr liebe, immer schon geliebt habe.

Ich war in der Mittagspause beim Vapiano, diesmal beim Westbahnhof. Ich mag diese retro Sessel und Aschenbecher in rot, und das Risotto und das Minzgetränk mit Aussicht (auf den Ikea). Ich bessere nach wie vor an meinen Langtext herum, es ist doch noch viel zu tun. Ich schaue auf den Ikea und denke über Formulierungen nach. Manchmal finde ich meinen Text wunderbar und manchmal auch gar nicht, denke mir, wen soll das interessieren harhar. Es ist jetzt diese Phase.

Danach war ich in der Bibliothek am Urban Loritz Platz, ich mein wie schön ist dieser Ausblick:

Es ist allerdings ein bisschen eskaliert, harhar:

Yasmina Reza schreibt übrigens in “Serge” über den Sommer an sich: “Der Sommer enthält alle Sommer, die früheren und diejenigen, die wir nie erleben werden.”1

Das ist so gut beschrieben, so ist es tatsächlich, finde ich. Der Sommer als Jahreszeit ist so aufgeladen mit Erwartungen und Projektionen. Das ist schön und auch ein bisschen anstrengend, das empfinde ich bei keiner anderen Jahreszeit so.


Kurze Mitteilung in eigener Sache: Manche Menschen fahren jetzt erst auf Urlaub zum Beispiel mein IT Admin, harhar. Falls ich in den nächsten zwei Wochen hier verschwinden sollte, dann ist technisch etwas passiert, dem ich nichts entgegenzusetzen hatte, weil im Urlaub mag ich ihn nicht belästigen.

  1. Yasmina Reza: Serge, S. 197 ↩︎

Let the Sunshine In

Gestern habe ich zufällig das Ende einer Musicalübertragung aus Baden gesehen.

Ich mochte Musicals früher schon ganz gern, mag aber mittlerweile die klassischen Bühnenmusicals nicht mehr so sehr, weil sie inhaltlich oft ziemlich unterkomplex, auf der emotionalen Ebene aber oft übertrieben pathetisch sind. Für Filmmusicals habe ich dagegen immer noch eine kleine Schwäche, weil die oft das Genre ein bisschen mit Augenzwinkern kommentieren oder ganz arge Experimente machen – siehe zum Beispiel Emilia Perez, das glaub ich außer mir gar niemand mochte harhar.

Jedenfalls war der letzte Song gestern Let the Sunshine In aus dem Musical Hair.

Und da hatte ich plötzlich ganz viele Gedanken im Kopf, die ich hier ordnen will. Zum einen musste ich an meinen früheren, schon etwas älteren, schon etwas vergesslichen Musikprofessor am Gymnasium denken. Er hat mit uns jedes Jahr mehrmals denselben Stoff gemacht, das Genre Impressionismus gefiel ihm sehr gut, er ließ uns öfter diesselbe Seite im Buch aufschlagen und hat uns auch diesselben Fragen gestellt, aber weil sie niemand beantworten konnte, was angesichts der Redundanz recht peinlich war, fiel es ihm nicht auf. Sein Lieblingsmusical war offenbar Hair, weil wir sahen das Ende mehrmals. Und ganz ehrlich: Dieses Ende reißt dir dein Herz heraus und trampelt darauf herum und mir hätte das einmal auch gereicht.

Der Regisseur von Hair ist Milos Forman, der das schon schlimme Finale des Bühnenmusicals nahm und es für den Film noch grausamer machte. Danke für nichts! Harhar. Forman hat auch nette Filme gedreht, wie Valmont – ein eher satirischer “Take” des Gefährliche Liebschaften-Stoffes – ich habe mir mal die wichtigsten Verfilmungen angesehen und mit jemand wunderbare Gespräche darüber geführt. Aber Forman ist “leider” auch der Regisseur von Einer flog über das Kuckucksnest, einem der ganz wenigen Filme bisher, der die sogenannten Big Five Oscars gewonnen hat (Bester Film, Drehbuch, Regie und beide Hauptdarsteller). Und trotzdem will in diesen Film, für den übrigens auch Michael Douglas als Produzent ausgezeichnet wurde, nie wieder sehen. Der Film hat ein so bitteres Ende, das mir persönlich das Gefühl gibt, dass die Menschheit wirklich verloren ist und daran mag ich nicht glauben.

So, wo waren wir eigentlich, ah ja bei Let the Sunshine in (The Flesh Failures). Der erste Teil, The Flesh Failures nämlich, hat sehr seltsame, argen Zeilen wie: “Facing a dying nation” oder “Listening for the new told lies”, immer noch aktuell, wenn man Medien konsumiert, harhar. Aber dann wird das Böse, das Dunkle, das Grausame besiegt, durch die Liebe – eben: Let the Sunshine In! Als empowernde Botschaft. Bei Forman muss man sich da schon sehr bemühen, hier positiv zu denken, aber ansonsten macht das Lied schon was mit einem. Ist mir gestern auch wieder so gegangen.

So, das war jetzt eine kurze Assoziationskette.

Serge

Im Jahr 2024 erschien der Film A Real Pain von und mit Jesse Eisenberg, von dem ich leider nicht so begeistert war wie der Rest der Welt. Eisenbergs Co-Star Kieran Culkin bekam sogar den Nebenrollen-Oscar, weil er einen sehr unsympathischen Menschen sehr unsympathisch verkörperte, harhar. Ich weiß, es ging auch darum, dass hinter dessen nervtötenden Persönlichkeit ein verletzlicher Mensch steckt und der Zuseher für diesen Empathie aufbringen sollte, es hat bei mir nur nicht funktioniert, ich fand ihn einfach nur furchtbar anstrengend. Die Prämisse des Filmes aber, zwei amerikanische Cousins mit polnischer Herkunftsfamilie machen nach dem Tod der Großmutter eine “Holocaust-Tour”, um ihren Wurzeln und damit sich selbst auf die Spur zu kommen, fand ich wirklich interessant.

Nun habe ich Serge von Yasmina Reza gelesen und sehen wir uns die Prämisse hier an: Drei Geschwister, Franzosen mit ungarischer Herkunftsfamilie, machen nach dem Tod der Mutter einen “Holocaust-Tour”, um ihren Wurzeln und damit sich selbst auf die Spur zu kommen. Hm. Der Roman ist übrigens von 2022. Serge hat jedenfalls alles, was dem Film meines Erachtens fehlt.

So ein Buch kann natürlich nur jemand schreiben, der selbst jüdischer Herkunft ist, vor allem wenn die Betrachtungen teilweise so bitterböse und auch selbstkritisch sind. Die titelgebende Figur des Serge sagt einmal: “Die übrig gebliebenen Juden sind nichts wert. Guck dir doch die Nullen an, die wir jetzt haben.”1 Aber zum Teil ist es auch ziemlich komisch. Einmal meinte Serge über etwas: “Das erstatten sie uns zurück” und bekommt zur Antwort: “Juden erstatten nichts zurück.”2 Oder wenn der Erzähler Jean, Bruder von Serge, feststellt: “Meine Mutter hatte einen wenig in unsere Zeit passenden Reflex: Um nichts in der Welt wollte sie Opfer sein.”3

Reza schafft auch, was der Film ebenfalls versuchte, eine Kritik an der Erinnerungskultur-Industrie an sich anzubringen, an den Touristen, die ergriffen von ihrer eigenen Haltung sind, dabei aber Sackerl von H&M oder Zara tragen, weil sie nach dem Besuch von Ausschwitz eben shoppen oder gut essen gehen. Gleichzeitig stellt aber gerade die Figur Serge die Sinnhaftigkeit von Erinnerung quasi auf Kommando kritisch in Frage, wenn er über die “besonders trübsinnig inszenierte ungarische Ausstellung” in Ausschwitz reflektiert. Und wie wenig kathartisch es sei, neben der berühmten “Judenrampe” zu stehen, in der hellen Sonne, in Shorts, Kekse zu essen und zu schwitzen. Serge hat überhaupt wenig übrig, für die “unerbittliche Ernsthaftigkeit der Jugend” (was für eine wundervolle Formulierung!) Dennoch wird hier natürlich nichts kleingeredet oder verharmlost, im Gegenteil: Schmerz und Verletzlichkeit haben in diesem Roman mindestens ebensoviel Platz.

Jetzt denkt man sich vielleicht – warum heißt der Roman “Serge“, wenn es um drei Geschwister geht. Das werde ich nicht verraten, weil ich das Buch sicher einmal verschenken werde. Aber sagen wir so, auf den letzten 20 Seiten wird es klar. Die anderen beiden Jean (der Erzähler, das mittlere Kind) und Nana, die “kleine” Schwester bekommen in dieser Geschichte aber ebenfalls viel Raum, so wie noch andere Familienmitglieder, die oft mittels liebenswerter Schrullen charakterisiert werden. Hier wird aber auch bei Familienkonflikten und Traumata ganz genau hingeschaut und gar nichts beschönigt, und ich mag ja so eine radikale Ehrlichkeit, wo aber keine Bitterkeit, sondern immer noch eine Schicht Galgenhumor dahinter steht, sehr gerne.

Berührend ist, wie Nana im Streit Serge einmal hinterherschimpft, dass sein Leben gescheitert ist. Das bereut sie später. “Es tue ihr furchtbar leid, dass sie das gesagt habe, sein Leben sei restlos gescheitert. Welches Leben denn nicht? Nach welchen Kriterien könne man sagen, ob ein Leben gescheitert sei oder nicht?”4

Ich liebe die Art wie Reza schreibt und wie ich sehe, gibt es in den Büchereien eine Menge ihrer Bücher….

  1. Yasmina Reza: Serge, Seite 104 ↩︎
  2. Reza, Seite 57 ↩︎
  3. Reza, Seite 33 ↩︎
  4. Reza, Seite 203 ↩︎

The Invite

The Invite, der neue Film von Regisseurin Olivia Wilde, nach einem Theaterstück, das schon öfters adaptiert wurde, erinnert von seiner Prämisse erstmal sehr an Carnage (Gott des Gemetzels)

Hier wie da handelt es sich um ein Kammerspiel von zwei Paaren, die sich treffen, um miteinander zu reden und irgendwann bei der Abrechnung über ihr Leben und ihre Beziehung landen. Hier ist allerdings nicht ein Streit unter Kindern der Auslöser, sondern Angela (Olivia Wilde selbst) hat über den Kopf ihres Mannes Joe (Seth Rogen) hinweg beschlossen, die Nachbarn von oben Hawk (Edward Norton) und Pina (Penelope Cruz) einzuladen, die ihm extrem auf die Nerven gehen, weil sie nachts sehr äh laut sind. Joe, der selten mit seiner Meinung hinterm Berg hält, will die Chance nutzen und die beiden auf ihre “Lautstärke” ansprechen, während das Angela sehr peinlich ist und sie die beiden insgeheim bewundert, weshalb sie sich auch eingeladen hat. Doch dann kommt alles anders…

SPOILER MÖGLICH!

Bei diesem Film wäre es gut, wenn man sich möglichst wenig vorab informiert (zum Beispiel hier, harhar) und sich nicht den Trailer ansieht – was fast unvermeidlich ist, wenn man öfters ins Kino geht. Dieser gibt nämlich schon gewisse Hinweise, was in diesem Film passieren wird. Aber dann auch nur über einen Teil des Films, weil es gibt den einen oder anderen Twist.

Mir hat an diesem Film gefallen, dass er sich so eine Klischeesituation vornimmt – zwei Paare, die sich kaum kennen, treffen sich, was ja immer in gewisser Weise einen performativen Charakter hat – und dann zuerst auch mit Paarklischees bzw. Stereotypen von urbanen Menschen im mittleren Alter spielt. Es geht unter anderem um Veganismus, Kosenamen, schicke Teppiche und Klappräder. Das Publikum in meiner Vorstellung war sehr erheitert, ich habe Leute schon lange im Kino nicht mehr so lachen gehört, was verständlich ist, die Besetzung ist exzellent, das Gespür für timing stimmt und die Dialoge nehmen sich auch kein Blatt vor den Mund, Andeutungen: Fehlanzeige, hier geht es ganz schön explizit zur Sache. Aber dann entwickelt sich der Film doch in eine andere Richtung.

Wir verfolgen die verschiedenen Dynamiken eines solchen Abends. Wer wann im Mittelpunkt der Gespräche steht, wer was von sich zeigen will (und was nicht), wer wann ermüdet, wer zu Hochform aufläuft und wie sich das auch immer wieder ändert. Das eher “coole” Paar hat genauso seine unsicheren Momente. Hawk neckt Pina spielerisch, weil sie ein falsches englisches Wort verwendet hat, darauf sie toternst: “Your spanish is also not as good as you think”. Das etwas “spießigere” Paar ist ehrlich zueinander, Angela: “I just didn’t want them to feel like they were visiting people who have given up.” Hier ist keine Person eindimensional, man versteht jeden und jede in manchen Momenten – und dann auch wieder nicht.

Im Laufe des Abends kommt es bei Angela und Joe zu einer großen Erkenntnis und als Pina und Hawk gehen wollen und die beiden in der Küche noch schnell Pinas Casserole auswaschen, und dann wieder zurückkommen, ist das Besucherpaar weg. Und in diesem Moment empfand ich das als etwas märchenhaftes, als wären sie weggezaubert worden, so als hätte man den ganzen Besuch nur geträumt oder erdacht, als hätten Angela und Joe einen Katalysator gebraucht, um über Probleme zu sprechen, wirklich zu sprechen, aber dieser Katalysator könnte auch nicht-materiell gewesen sein. Klingt etwas gaga? Ist es auch hahar. Aber ich habe das eben so empfunden.

Das Ende ist, wie ich es am liebsten mag – offen. Jeder Zuschauer kann und wird seine eigenen Schlüsse ziehen und diese werden maßgeblich davon beeinflusst werden, welche Erfahrungen er oder sie selbst in Beziehungen bisher gemacht hat. Von hoffnungsfroh-optimistisch bis bitter-resignativ kann da alles dabei sein.