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Frühstück Sopherl
Das Frühstückslokal-Ausprobieren geht weiter, heute war ich mit L. im Sopherl am Naschmarkt. Das Sopherl ist anscheinend wieder zurück, seit diesem Sommer, ich kannte es aber eh vorher auch nicht, ich bin aber generell nicht so oft in der Gegend. Obwohl sie recht hübsch ist.
Das neue Sopherl:
Es sperrt erst um 9.30 auf, aber zu der Zeit ist trotzdem noch nicht wahnsinnig viel los. Ich glaube, das Stammpublikum ist eher nachtaffin. Die Frühstückskarte (bis 15 Uhr) bietet Klassisches und etwas Ausgefalleners wie ein kalifornisches Frühstück mit Birne, Minze und Ricotta, ähm ja. Oder auch ein Egg Sopherl, so ähnlich wie Egg Benedict, nur mit Rindsfilet. Wir haben uns dann aber für einen Klassiker entschieden:
Danach gabs noch etwas Süßes, wir haben uns nämlich French Toast mit Zimt, Zucker, Ahornsirup und Preislbeer-Dings geteilt:
Übrigens war die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam.
Danach waren wir noch auf der Mariahilferstraße spazieren. Unter anderem haben wir auch den Pull & Bear Store besucht und uns herrlich amüsiert. Dass wir zu alt für das Gewand dort sind, eh klar, ich persönlich bin auch zu ähm blad, aber generell ist alles irgendwie sehr breit geschnitten, gleichzeitig aber auch zu kurz.
Wir haben über Geburtstage gesprochen und dann ob ich nächstes Jahr eine große Geburtstagsparty mache und ich: Das ist echt das Letzte was ich will. Zwei Filme an einem Nachmittag, so wie gestern, das ist meine Vorstellung von Spaß und Freude, harhar.
Es war wie immer supernett und ein schöner Start in die Ferien.
Today
Am Konsulat
Heute war ich am italienischen Konsulat. 18 Jahre habe ich Zeit gehabt, eine Bestätigung zu beantragen, die ich bis morgen brauche, perfektes Timing also.
Als ich zum Konsulat fahre, kommen die üblichen Assoziationen und Konnotationen, die ich zu dieser Gegend habe und wahrscheinlich immer haben werde. Sie sind groß und manchmal überwältigend. Sie sind aber auch schön. Ich muss mich zwingen, mich auf etwas anderes zu konzentrieren. Ich gehe die Ungargasse hinauf, wo die Behörde liegt, als eine Art verwunschener Ort. Wenn man den kleinen Hof betritt, hat man das Gefühl, die Herbstblätter, die da am Boden liegen, gehören gar nicht mehr zu Wien und die Bäume auch nicht. Das Betreten des Gebäudes ist mit einer Art Ritual verbunden und als ich drinnen bin, sage ich “Buon Giorno”, weiß aber gar nicht, ob sich Italiener untereinander tatsächlich so begrüßen oder anders. Mit “Salve” oder so, aber wenn ich “Salve” sagen würde, hätte ich das Gefühl, dass ich das Passwort eines Geheimbundes nenne, zu dem ich nicht gehöre, harhar.
Behördengänge verursachen mir ein gewisses Unwohlsein und ein Gefühl der Unzulänglichkeit. Ich habe immer den Eindruck, ein Dokument vergessen zu haben oder irgendwas nicht rechtzeitig eingereicht. Ich stelle mich prinzipiell auf unangenehme Kreuzverhöre mit anklagenden Fragen ein, und hier kommt noch die andere Sprache dazu, vor lauter Aufregung habe ich das Gefühl, nicht mal mehr zu wissen, was “Dienstag” auf Italienisch heißt. Kafka in a nutshell.
Und dann ist eh alles ganz easy. Ich erinnere mich zwar doch noch daran, was “Staatsbürgerschaftsnachweis” heißt, muss aber nur wenig Italienisch sprechen und alle sind ur lieb und bemüht. Nach einer halben Stunde bin ich fertig und komme mir vor, als hätte ich gerade den Nibelungenschatz gehoben oder so. Na ja, so kommt man auch zu seinen kleinen Alltags-Erfolgserlebnissen.
Ich gehe die Ungargasse wieder hinunter und diesmal lasse alle Gefühle zu. Sie sind groß und überwältigend. Und wirklich schön.
Mitternacht
Oktoberwochenende
Das Kind hat das Wochenende auswärts verbracht. Etwas, was wohl nun die Regel werden wird.
Ich gehöre nicht zu den Eltern, die damit ein Problem haben. Ich habe den Samstag gleich mal damit begonnen, ausgiebig zu frühstücken und dann ewig am Sofa zu sitzen und zu lesen. Danach habe ich viele Zitate aus dem Roman Lieben von Karl Ove Knausgård in mein Notizbuch übertragen. Es ist für mich so entspannend und inspirierend, ich fühl mich immer ganz glücklich dabei.
Nachdem sich mein Gesundheitszustand derzeit als “One Hustenanfall after Another” beschreiben lässt, war ich anschließlich aber nicht im Kino oder unter Leuten, sondern nur eine kleine Runde spazieren. Ich habe meinen Langtext weiter überarbeitet. Manchmal geht das so gut, dass ich richtig im Flow bin und dann am besten nicht aufhöre, so lange es anhält. Später habe ich mir asiatische Nudeln und Sushi bestellt und habe mich sehr ruhig (abgesehen vom Husten) und zufrieden gefühlt.
Heute war ich im Garten, ein bisschen herumwerkeln, ein paar Dinge erledigen und das geheizte Haus genießen, das schon herbstlich-gemütlich ist. Danach habe ich, erstmals (!) Witness for the Prosecution gesehen. Von diesen Plottwists könnte selbst M. Night Shyamalan noch etwas lernen, harhar. Am Abend habe ich Suppe gemacht und mit dem Kind über sein Wochenende geplaudert. Und jetzt freue mich auf die nächsten Tage, vor allem auf das Viennale Programm, das endlich verkündet wird. Ich darf mir wieder ein paar Filme für Uncut ansehen, und welche das sein werden ist mir selbst an diesem Punkt noch nicht klar.
Die Woche beende ich mit dem letzten Punkt auf meiner Unfortunatly I Do Love Liste – wie immer.
Unfortunately I Do Love…
Mein Wordle Rätsel um Mitternacht oder zum Kaffeetrinken in der Früh
Gedanken in mein Notizbuch schreiben und sie Wochen später kaum mehr entziffern können
Mit Filmpodcasts im Ohr einschlafen
Mich an jedes Detail erinnern
Artikel auf X als Lesezeichen speichern und nie Zeit finden, sie “irgendwann” zu lesen
Das Formel 1-Intro
Musik-Playlisten, die aus sechs Stunden ausschließlich ESC-Songs bestehen
Hoffnungsschimmer
Rubbelose – auch zum Verschenken, quasi mein Signature Move
Scheiben, als würde es niemand lesen.
Wer wird Millionär schauen, das Kind kommt zwischendurch immer wieder vorbei
Den Tag mit dem Gedanken an jemand beginnen und beenden
Erklärung: On TikTok and Instagram, the “Unfortunately I Do Love” trend is where users share their (guilty) pleasures.
True
Letzter Sommertag
Gestern um sechs aufgestanden, das Kind verabschiedet – diesmal hielt sich das Mama Gluckenverhalten Gott sei Dank (!) in Grenzen – dann gearbeitet und anschließend recht spät Mittag essen gewesen, und zwar in dem bekannten schwedischen Möbelhaus, das bekannt schwedische Essen, plus Mandeltorte. Unbezahlte Werbung.
Übrigens sehr lustig, wenn man ein “Schwedenkracherl” dazu nimmt, was free refill von diversen Säften bedeutet, dann ist es ganz egal ob man Holundersaft, Zitrone, Apfel oder whatever nimmt, es ist jedesmal Mineralwasser, harhar. Ok, ich glaube nicht, dass das so gewollt ist, aber gestern wars halt so.
Danach bin ich auf die Dachterasse gefahren. Da diese Woche auch wieder Lektorat meines eigenen Textes angesagt ist, habe ich mir 40 Seiten mitgenommen und oben zwei Stunden daran gearbeitet.
Wolkenloser Blick, außer ein paar Chemtrails (harhar), in Richtung Mariahilferstraße:
Dann bin ich zwei U6 Stationen zu Fuß gegangen, das hat gut getan. Am Abend habe ich praktisch stundenlang Wer wird Millionär geschaut und dann, gestern natürlich besonders, an jemand gedacht.
Das Kind hat geschrieben, er ist gut angekommen und hat Fotos von Cevapcici geschickt. Man kann vermuten, wo er ist, harhar.











