Category: frau
Frühstück Garten
Heute war M. bei mir im Garten frühstücken. Voriges Jahr hatten wir ein Frühstück am quasi kühlsten und windigsten Tag inmitten von herrlichen Sommerwochen, wir mussten im Haus sitzen. Heuer war es umgekehrt, es war endlich mal sonnig und angenehm zum draußen sitzen.
Es gab zwei Sorten Marmelade, Schinken und Käsewurst, Eier, zwei Sorten Orangensaft, Erdbeeren und Heidelbeeren, sowie diverses Gebäck und als Mitbringsel noch Linzeraugen. Es war herrlich.
Wir haben uns von 9 bis 14.30 Uhr unterhalten und am Ende wars wie immer, man könnte das gar nicht nacherzählen. M. hat es sehr poetisch formuliert, aber ich habe mir diese super Beschreibung nicht gemerkt, irgendwas mit, wir sprechen seit 30 Jahren über die gleichen Dinge, in verschiedenen Abwandlungen und mit immer wieder anderen Facetten und Perspektiven oder so. Naja, so toll krieg ich es nicht hin, aber sie hat es super gesagt!
Dann wars sie noch in meiner Bibliothek (aka Bücherregal harhar) und hat sich ein paar Sachen für den Urlaub ausgesucht unter anderem Doris Knecht. Einen Roman, den ich gestern ausgelesen habe, habe ich so kommentiert: “Mir hat es nicht besonders gefallen, aber du kannst es dir gern ausborgen.” Marketing kann ich, harhar.
Jedenfalls wars ein superfeines, langes Frühstück.
Komfortzone
Ein Zitat von Doris Knecht aus Ja, Nein, Vielleicht muss ich noch bringen, weil ich viel darüber nachgedacht habe.
Dieser Satz mit der Komfortzone, die man unbedingt verlassen muss. Ich will da nicht mehr raus. Ich habe meine Komfortzone oft genug verlassen, als ich jünger war, es war sehr anstrengend, mir reichts jetzt. Es war oft lohnend und manchmal nicht, oder vielleicht eher umgekehrt. Ich bleibe jetzt lieber im sicheren Warmen. Wenn ich es verhindern kann, gehe ich nicht unbedingt wieder hinaus. Es bricht sowieso immer etwas Unkontrollierbares in diese Komfortzone ein (…)
Ja, Nein, Vielleicht, Seite 224f.
Da dachte ich mir, ja so ist es, so empfinde ich das auch. Gibt es wirklich Menschen, denen so fad ist, die sich weder ihr eigenes Drama kreieren (harhar), noch ständige Herausforderungen von außen haben, dass sie ihr Leben als immerwährende Komfortzone betrachten? Wenn ich an mein Umfeld denke, nehme ich eher wahr, dass die meisten ihre Kämpfe haben.
Alleine in den letzten eineinhalb Wochen sind auch bei mir zwei unvorhergesehende Dinge passiert, jetzt nicht dramatisch, aber doch. Eines hatte damit zu tun, dass ich plötzlich dauernd telefonieren musste, in Vertretung. Ich habe jetzt schon so genug davon und in einer Woche werde ich sagen, ok es ist reicht für dieses Jahr. Don’t call me, I`ll call you. Or maybe not harhar.
Und wenn diese Tsunamiwarnung zwei Tage früher gekommen wäre, dann wäre das die dritte unvorhergesehene Sache gewesen, über die ich mir im Übrigen vorher auch schon wieder keine Sorgen gemacht hatte. Meine Sorgen galten Bären und dem Absturz von hohen Leiter, im wesentlichen. Bei einem drohenden Tsunami hätte ich dann keine ruhige Minute mehr gehabt, aus Angst um das Kind und seine Mitreisenden an der Küste. Und nein, sie sind nicht in Russland, harhar.
Also was ich damit sagen will, wie Doris Knecht strebe ich es an, in meine Komfortzone zu kommen und nicht raus. Unter meinen Kirschbaum, in meinen Kinosaal, auf mein Sofa, in mein Lieblingslokal, auf meine Gedankenreise und das am besten ohne schweres Herz. Also ich schließe mich dem Plädoyer für die Komfortzone vollinhaltlich an.
Juli Wochenende
War das schon das heißeste Juli Wochenende aller Zeiten, man weiß es nicht. Denn wie man auf T-Online lesen konnte, “Dieser Hitzesommer tarnt sich gut”. Die Autorin dieses Artikels hat den Titel dann, nach etwas “Feedback” aus den sozialen Medien geändert.
Falls jemand glaubt, ich sei ein “Klimaleugner”, ein (semantisch) noch blöderer Begriff als Coronaleugner und der war schon saublöd, nein, das bin ich nicht. Aber ich gebe zu, ich finde diese permanente Hitze-Panikmache zunehmend anstrengend. Ich folge Menschen auf Insta, die sich beim ersten wirklich heißen Tag dieses Jahres, der dieses Jahr eh relativ spät und bisher auch relativ singulär war, schon dafür entschuldigen, dass sie sich über das Wetter freuen. Denn über das Wetter freuen ist ja auch schon verdächtig heutzutage.
Wie auch immer, nach langer Zeit, eigentlich das erste Mal seit Corona vor drei Jahren, war ich ein bisschen krank. Eh im Schnelldurchlauf, etwas Halsweh, eine Nacht Schnupfen aus der Hölle, bisschen Husten, fertig. Ich war im Garten und hab es mir in meinem Zimmer mit den vielen Kuscheldecken und Kuschelpolstern gemütlich gemacht. Muss ich schreiben, dass auch dieses Zimmer voll von Erinnerungen ist? Ich habe ein bisschen gearbeitet und auch an meinem Text geschrieben, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ich finde ihn doch ziemlich gut, muss ich sagen harhar.
Irgendwann habe ich im Falter den Nachruf von Franz Schuh über Claus Peymann gelesen und nach vier Absätzen hab ich nochmal von vorne begonnen und geschaut, ob das wirklich ein Nachruf ist, weil der Name Claus Peymann bis dahin noch nicht vorgekommen ist. Auch originell, einen solchen Nachruf zu schreiben, in dem die eigenen Schauspielerfahrungen fast ein bisschen wichtiger sind als die Person Peymann selbst, über die man eigentlich schreiben sollte und der schon auch ein “Piefke Kotzbrocken” war – Zitat Franz Schuh. Ich glaub, Peymann hätte sich über die Bezeichnung eh gefreut und ich denke, einen Nachruf aus lauter “Glazing” (Jugendsprech für Schleimen) hätte er nicht ausgehalten, aber ich halte ehrlich gesagt so einen strangen Nachruf, durch den ich einen Wegweiser zur Orientierung bräuchte, nicht aus, tut mir leid.
Nachts hat es geregnet und ich habe bei offenem Fenster Doris Knecht Ja.Nein.Vielleicht gelesen, fast in einem durch, ich konnte nicht aufhören, es war so, so gut, ich liebe das Buch, mehr noch als das letzte von ihr, mehr dazu bald.
Und dann hab ich noch das Formel 1 Rennen geschaut, damit ich dem Kind berichten kann, und es wurde eine Stunde nicht gefahren wegen Starkregens. Die Moderatoren mussten die Zeit mit Reden überbrücken. Das wäre für mich eine echte Horrorvision, eine Rennstecke ohne Autos, 60 Minuten lang kommentieren harhar. Aber Wurz und Hausleitner haben das eh gut gemacht.
Gute Gedanken.
Meine Mutter sagt in regelmäßigen Abständen zu mir, dass ich mir viel zu viele Gedanken über alles mache. Das bringt überhaupt nichts, findet sie, außer, dass es anstrengend ist.
Nun war ich heute mit etwas konfrontiert, was ich so nicht kommen gesehen habe. Konkreter kann ich nicht werden, da es mich, wie schon mal erzählt, nur peripher betrifft. Aber weil gerade niemand anderer verfügbar ist, war ich gefragt. Ich habe mir also zwar wie immer viele Gedanken gemacht, über diese Sache aber trotzdem zu wenig, weil mir gar nicht eingefallen ist, dass das passieren könnte. Oder hat meine Mutter recht, dass man eh nicht auf alles draufkommt, worüber man sich sorgen könnte und man es deshalb gleich lassen kann. Ich tendiere heute eher zu zweiterem, muss ich zugeben, harhar.
Jedenfalls habe ich dann ein Gespräch führen müssen, wie ich es gar nicht mag, klar, deutlich, auch bestimmt bzw bestimmend. Wäre das Kind dabei gewesen, hätte er gesagt: “Boah cold”, was er immer sagt, wenn ich eine (meistens eh nur pseudo) ernste Ansage mache. Das ist so Jugendsprech und wir lachen immer sehr drüber, soviel zu meinen ur “colden” Ansagen. Aber ja, das heute war ok. Obwohl es mich sehr herausgefordert hat, hat es auch etwas bewirkt.
Hätte das gerne jemand erzählt, wie ich ihm immer alles erzählt habe und weil ich ein bisschen stolz auf mich war. Aber im Grunde habe ich damit eh nie aufgehört, in Gedanken. Und das sind auf jeden Fall die guten Gedanken, und die werde ich mir immer machen.
Ein Raum zum Schreiben
Nachdem ich Ein Raum zum Schreiben von Kristin Valla jetzt tatsächlich schon (mit Begeisterung) ausgelesen habe und auch um eine Rezension gebeten worden bin, hier ein paar Gedanken dazu.
Ich weiß nicht, ob das Buch, das kein Roman im eigentlich Sinn ist, jedem so gefallen wird wie mir. Denn es geht Valla in diesem autobiografischen Text, in Anlehnung an Virginia Woolfs Postulat, darum, dass jede Frau, die schreiben will ein eigenes Zimmer, eben für sich alleine, braucht. Wo sie die Tür zumachen und ungestört sein kann. Ein bisschen Geld kann auch nicht schaden harhar. Aber das Zimmer als Gedankenraum wäre essentiell. Valla, Mitte 40, zwei jugendliche Kinder, schreibt darüber, wie sie früher als Autorin tätig war, aber durch Heirat, Kindererziehung und Brotjob einfach nicht mehr dazugekommen ist. Deshalb macht sie sich schließlich auf die Suche nach einem Haus.
Und davon erzählt dieses Buch in großen Teilen. Ihre Erkundungsfahrten nach einem Domizil, das sie schließlich in Frankreich findet, was jetzt nicht gerade um die Ecke von Norwegen ist und auch noch in einem dort entlegenen Gebiet liegt, kann man als fixe Idee oder auch Schwachsinn betrachten. Wozu braucht sie das? Wozu lädt sich sie so viele neue Probleme auf? Sie schreibt eine to do Liste:
Während ich die Liste machte, stellte ich mir vor, wie meine Tage in dem Haus aussehen würden. Ich stellte mir vor, wie ich dort leben, wie ich schreiben, Kaffee trinken, lesen, denken, im Fluss schwimmen würde. Ich brauchte eine Kaffeemascheine. Eine Bettdecke. Einen Nachttisch, auf den ich die Kaffeetasse stellen könnte. Morgenrock, Pantoffeln, Teller. Es machte mir so viel Freude, diese Liste aufzustellen, dass ich mich fragte, ob das Schreiben nur ein Vorwand dafür sei, das alles zu kaufen.
Kristin Valla: Ein Raum zum Schreiben, Seite 54
Valla steckt so viel Zeit, Geld, Energie und Tränen in ihren Traum, weil es ein altes Haus ist, das revitalisiert werden muss. Sie friert, watet im Wasser, sowie in Dreck und Staub, trifft auch tierische Mitbewohner. Zum Schreiben kommt sie lange gar nicht – aber dann doch. Die Arbeit daran, sich etwas eigenes zu schaffen, gibt ihr erstaunlich viel Inspiration und Kraft zurück. Und entgegen ihrer eigentlichen Pläne nimmt sie auch ihre Familie immer öfter mit in ihr Haus.
Zwischen den Schilderungen ihres Weges erzählt sie von vielen anderen Autorinnen, die sich ebenfalls ihren Raum geschaffen haben. Neben vielen Literatinnen aus Skandinavien, kommen da auch Frauen wie Agatha Christie, Toni Morrison, Daphne du Maurier, Patti Smith (sie verfolgt mich) und natürlich auch Virginia Woolf vor. Und ihre Geschichten sind allesamt total spannend und anregend. Die Verknüpfung Literatur mit (Innen)Architektur scheint irgendwie Sinn zu ergeben. Edith Wharton schrieb, als sie ihre Villa kaufte, “Es kommt mir vor wie zu heiraten und endlich den richtigen Mann”. Und du Maurier schleicht 15 Jahre um ihr Traum-Herrenhaus herum, Menabilly, das später das Vorbild für Manderly in ihrem Roman Rebecca wurde. “Das kann nicht von Dauer sein”, schreibt sie, “Es kann nicht bestehen. Vielleicht ist es gerade das Unsichere an dieser Liebe, das die Leidenschaft so stark macht.”
Jedenfalls ist Ein Raum zum Schreiben die Art von Buch, wo man sich richtig gedanklich reinkuscheln und wohlfühlen kann, auch wenn der Inhalt oft gar nicht so viel zur Entspannung beitragen sollte, würde man meinen. Aber vielleicht erkennen wir Leser und Leserinnen, wie Valla, dass alles am Ende Sinn ergeben wird. Außerdem müssen ja auch nicht wir im tiefsten Winter in einem unbeheizten, zugigen Haus übernachten, in dem es von der Decke tropft, harhar. Wir können gemütlich auf der Gartenliege verweilen, während wir davon lesen.
Finden…
Too Much, Folgen 2-5
Achtung Spoiler zu den oben genannten Folgen dieser Serie
Also bei der zweiten Folge habe ich mir gedacht, hm, das wird besser. Jessicas Bürokollegen schön schräg, pointierte Dialoge. Dann holt Felix Jessica mal aus dem Spital ab (sie hat sich selbst versehentlich in Brand gesetzt) und sie geht auf die rechte Seite vom Auto, wie praktisch alle Menschen auf der Welt, außer, richtig Briten. Und er so: Ok you do wanna drive me home? Harhar. Ich bin vielleicht schlicht, aber das fand ich witzig.
Die dritte Folge war als Konzept super, sie zeigt eine Nacht von Felix und Jessica, in der sie nur Sex haben und reden und Sex haben und reden und dagegen ist wirklich nichts zu sagen. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass Regisseurin und Autorin Lena Dunham das Leben nicht irgendwie romantisiert zeigen will, insofern sind es patscherte Sexszenen und die Gespräche sind auch nicht super deep, aber es ist ok.
Und dann die vierte Folge: Purer Hass meinerseits!! Harhar. Dabei war die Prämisse auch hier gut. Der Chef (der immer sehr weirde Richard E.Grant) lädt seine Mitarbeiter zu einer Party bei sich ein, auch Jessica plus 1 (Felix). Sie trägt einen tollen Mantel, sie gehen durch Notting Hill und denken an den Film, es ist eine gewisse Nervosität vorhanden, bezüglich des Abends und dann betreten sie das Haus des Chefs und jegliche (gute) Komik und alles, was hier möglich wäre, geht sofort komplett den Bach runter. Denn am Tisch werden ausschließend unpassende Gespräche geführt, extremes Oversharing (es ist immer noch der Chef!), sehr vulgär, und sehr drüber und dann wird gekokst und es ist alles nur noch traurig und abstoßend. Da stört das riesige Plothole, dass Felix erst nach drei Stunden checkt, dass der Chef der Vater seiner Ex-Freundin ist, auch nicht weiter. Grau-en-haft.
Folge fünf leider auch nicht viel besser. Jessica ist plötzlich als anxious-attached identifziert, also das ist ihr Bindungsstil. Weil das auch meiner ist, macht das nicht wirklich viel Sinn, in der Art, wie sie bisher porträtiert wurde, welche Aktionen sie setzt. Sie lernt den Freundeskreis von Felix kennen und auch hier wieder alle ur unsympathisch, bitte wieso gibt es in der Serie keine einzige liebenswerte Person? harhar Dann geht sie nach Hause, um zu weinen und wir sehen das Recap ihrer vorherigen Beziehung, die sie gerade verarbeitet und leider bringt uns das ihr ebenfalls nicht näher. Eine schöne Szene gibt es, nämlich als Jessicas Mutter (Rita Wilson) It’s too late aus dem Jahr 1971 singt, der so viel mehr Stimmung zu vermitteln vermag als die ganze Folge. Naja.
Heute schau ich weiter, harhar.
Dienstag
Heute bis nach Mittag im Pyjama an zwei Projekten parallel gearbeitet. Dazwischen wollte ein Nachbar was, und ich musste ihm in diesem Aufzug öffnen harhar.
Danach endlich geduscht und etwas gegessen.
Anschließend in den Garten gefahren und mit dem Kind geschrieben, das jetzt für sieben Tage an einem Ort ohne Internet ist. Ja sowas gibt es tatsächlich. Daran gedacht, dass ich selbst fast auf den Tag genau vor 20 Jahren nach Vancouver geflogen bin und wie sehr das ein anderes Leben war.
Gelesen, dass Ozzy Osbourne gestorben ist. Wird jetzt manche überraschen, aber Ozzy war tatsächlich ein Teil meiner Jugend. Als Solokünstler, weniger bei Black Sabbath, das war mir zu hart. Aber aufgrund dessen, dass mein Freund in einer Indieband war, habe ich viel Rock gehört. Wer immer aller jetzt einen Nachruf schreibt, zitiert bitte Goodbye to Romance, da finden sich viele passende Zeilen und es ist so ein schöner, trauriger Song. Schnüff.
Am Abend unterm Baum gelegen und mein neues Buch fast ausgelesen.
Jetzt in meinem Haus, in meinem Raum zum Schreiben sitzen und eben schreiben. Aus dem Fenster schauen.
Danach werde ich schlafengehen und an jemand denken.
I guess that we’ll meet, we’ll meet in the end
(Ozzy Osbourne)
Ein Bücherkauf
Heute habe ich einen Arbeitstag in der Wohnung eingelegt, wegen Wetter und auch wegen Skripten formatieren, das geht am PC mit dem großen Bildschirm besser.
Ich war aber auch kurz bei Bücher am Spitz (unbezahlte Werbung). Dort gehe ich sehr gern hin, weil es so gemütlich ist, weil es dort liebe Hunde gibt, die freundlich herumtrotten und weil die Buchhändlerin mir mal einen super Buchempfehlung gegeben hat, aufgrund der beiden Bücher, die ich damals gekauft hatte. Und das empfohlene Werk war besser als die, die ich mir selbst ausgesucht hatte harhar. Heute kam ein Kunde und hat ein “Buch-Abo” bestellt, das bietet sie persönlich an. Man gibt an, welches Genre ungefähr und dann bekommt man einmal pro Monat ein eigens kuratiertes Buch und wenn man – wie dieser Kunde – zufällig gegenüber der Buchhändlerin wohnt, wird es auch noch persönlich geliefert. Das alles habe ich mitgelauscht, sorry.
Ich selber habe mich, als Germanistin, mit der irrsinnig elaborierten Frage hervorgetan: “Haben Sie schon das neue Buch von Doris Knecht? Ich habe es gestern im Kurier gesehen.”
Das ist nur eine Spur besser als “Es sind Blumen am Cover”, das Äquivalent zu “Was für ein Auto?” – “Es ist blau”. Aber ich habe mir den Titel wirklich nicht gemerkt. Er lautet übrigens: Ja. Nein. Vielleicht.
Der Buchhändler, männlich, hat dann die an diesem Morgen gelieferte Kiste ausgepackt und sie zu mir: “Lassen wir ihn noch ein bisschen schwitzen” harhar. Dann meinte sie noch, um die Knecht würden sich alle reißen (ja eh, ich auch) Und es werde wohl in Kürze geliefert werden.
Anyway, ich hab ein anderes, tolles Buch dort gefunden – weil man dort immer auch weniger bekanntes ausstellt und zwar:
Und das neue Knecht Buch, mit den Blumen am Cover, kaufe ich dann auch dort.




