almis personal blog

Mittwoch

Das Kind hat die Aufnahmeprüfung geschafft und ist an seiner Wunschuni aufgenommen, hurra.

Ich war ja skeptisch. Nicht aus generellem Pessimismus – oder sagen wir nicht nur deswegen. Aber eine Aufnahmeprüfung, die ungefähr eine Woche nach dem letzten Maturatag stattfindet, ernsthaft? Also ob da irgendwer Zeit (oder auch Lust) hätte, sich vorzubereiten, zwischen den ganzen Abschlussfeiern und auch der Erschöpfung. Also welches Elternteil sagt dann: Ja schön und gut, aber du solltest jetzt mal was lernen. Also ich nicht, ich habe das eher als Versuch gesehen, man schaut es sich halt mal an. Nun hat es tatsächlich geklappt und ab Herbst wird studiert, echt arg. Ich freu mich sehr.

Zur Feier des Tages war ich im Vapiano mittagessen, allein weil er ist ja nicht da:

Spagetthi Carbonara, das ist heute die verbilligte Tagespasta, dazu Minzgetränk mhmm

Danach noch bei Thalia, um Bücherinhaltsangaben zu lesen, weil ich hab ja einen Gutschein (für ein anderes Buchgeschäft) und ich “muss” mir jetzt neue Bücher für den Sommer aussuchen.

Und unter anderem habe ich da die Odyssee, bekanntermaßen von Homer gefunden. Ein Reclamheft, das ich ich jetzt eigentlich schon lesen sollte, nachdem der dazugehörige Christopher Nolan Film nächste Woche Premiere hat. Aber ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, auch heute wurde ich wieder nicht umgestimmt. Hier der Klappentext:

Sorry, da wird doch schon alles gespoilert bitte harhar.

Manche Floridsdorfer verstehen unter einer Odysee übrigens was anderes:

Aus der Zeitung “heute”

Finde mich da durchaus wieder, bin heute 14.000 Schritte gegangen, weil alles so umständlich ist. Naja, wenn das jetzt die nächsten 16 Monate so sein wird, bin ich am Ende zumindest richtig fit.

Ach ja und das Buch klingt gut:

Auf solche Titel falle ich grundsätzlich rein

Zusammengefasst war das ein sehr erfreulicher Tag.

Raumplanung mit Musik

So es hat abgekühlt, ich kann wieder ranten, harhar.

Ich bin heute in der Früh mit der S-Bahn gefahren und es war schrecklich. Ich kam vom Süden und schaffte es gerade noch in den Zug. In Meidling, am Matzleinsdorferplatz, aber auch später am Rennweg haben die Leute zu Dutzenden (!) nicht mehr zusteigen können, weil es so brechend voll war.

Und dann lese ich ein Interview mit einem Raumplaner, bzw. nur ein paar Halbsätze, weil Bezahlschranke, wo er sagt, es werde ja ab Herbst gar nicht die Stammstrecke gesperrt, nur drei Stationen (mittendrinnen, Anmerkung von mir). Ah so na das ändert natürlich alles. Und er sagte weiter, wir haben ja ein super Ubahn-Netz, dass es abfängt Ich habe da immer den Verdacht, dass die Menschen, die solche Dinge äußern, selber eher nicht sooft mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Anregung an die PR-Abteilung der Wiener Linien: Spart euch das Geschwurbel und sagt einfach ja wir wissen es, die Sperre ist gschissen. Ist mir persönlich lieber als wenn man mich für deppert hält.

Deshalb bin ich dann heute komfortabel (naja, abgesehn vom kilometerlangen Stau) mit Oma und Kind über die Tangente gefahren, auf ein Maturaessen. Natürlich bin nicht ich gefahren, sondern das Kind, das mittlerweile schon mehr Kilometer Fahrpraxis hat als ich in meinem ganzen Leben. Und ja, es war ausgesprochen angenehm. Über die Playliste waren wir allerdings unterschiedlicher Ansicht. Das Kind dann so zum Soundsystem: “Spiel Toy von Netta” ESC Bestechung sozusagen, klappt bei mir natürlich immer. Außerdem was passt besser zu flirrender Luft auf der A23 als Mizrahi Klänge, unterlegt vom Gekeife einer zornigen Frau? Harhar. Außerdem habe ich mich sehr amüsiert, als plötzlich Haddaway mit What is Love aus dem Lautsprecher kam. Sind wir schon in der 1990er Jahre Nostalgie? Anscheinend. Ich habe dem Kind gesagt, darüber schreibe ich heute und ich darf, harhar. Also hiermit geschehen.

Matura, fünf (the end)

So, das wars jetzt endgültig.

Ein Teil der Feiergemeinde beim “Stehcafe” im Zuge der Maturafeier

Wer, wie ich, vor 30 Jahren maturiert hat, kennt das ja alles nicht. Wir hatte ja nichts! Harhar. Heutzutage werden Eltern, Freundinnen und Freude, sonstiger Anhang eingeladen, es gibt Reden von Klassenvorstand und Klassensprecher, Direktorin und gefühlt wer sonst noch Bock hat. Dazu natürlich das feierliche Überreichen des Maturazeugnisses. Untermalt wird das Ganze mit Musik und vielleicht ein paar Trän(chen). Im Gegensatz zu anderen Maturafeiern, von denen ich gehört habe, kam weder Putin noch Trump in den Äußerungen vor (danke dafür!), und die Reden haben es geschafft, da und dort den Horizont zu erweitern und ein bisschen den Trampelpfad des offensichtlichen zu verlassen, das fand ich sehr schön.

Sehr subversiv war der letzte Song, dargebracht von “unserer” Klasse und zwar Another Brick in the Wall von Pink Floyd. Wir erinnern uns an die Lyrics “We don’t need no education. We don’t need to thought control. Teachers leave us kids alone”. Derart bestärkt geht man doch gern in die Welt hinaus.

Und ja, damit ist ein weiterer Lebensabschnitt, auch für mich, zuende und ein anderer beginnt. Freue mich über jeden und jede, die oder der mich hier lesend weiterbegleitet.*

*Etwas gerührt gesendet.

All mixed up

Und es begab sich am 21. des Monats Juno, im Sternbild des Zwillings in Wien, nahe der Kastralgemeinde Atzgersdorf, dass ich mein portables Mobilfunkendgerät zur Hand nahm und – ach sch… drauf, harhar. Ich habe heute meinen ersten und gleichzeitig letzten Vorschlag in der Eltern-Schul-Whatsapp Gruppe gemacht. Und da ich nur Vorschläge mache, die mit 95 prozentiger Sicherheit auch angenommen werden, kann ich mit Freude sagen, dieser wurde sogar einstimmig befürwortet. Mehr kann ich jetzt nicht verraten, aber vertraut mir einfach, es war eine tolle Idee.

Ansonsten ein wassernahes Wochenende, mit bisschen Lesen und Schreiben:

Das war übrigens der Roman, den ich mir gekauft habe, richtig gut bisher

Ach ja und nochwas. Am Abend des ESCs in Wien, also am 16. Mai, habe ich großartig um 17.30 Uhr verkündet, ich gehe noch schnell zum Billa und kaufe eine Palette ESC Bier, weil danach gibt es das nicht mehr. Tja, was soll ich sagen, still going strong:

Gekauft am 20. Juni hahar.

Und auch wenn ich kein Marketingmensch von Ottakringer bin, es schmeckt wirklich gut und der Look ist sowieso toll.

Das war der Sonntag, morgen schließen dann teilweise die Kinos, wegen Österreich gegen Argentinien (kein Scherz!), aber wir haben vorher noch ein wichtiges Event, nämlich die Maturafeier. Für die ich mir extra ein Pretty Woman-beim-Polo Gedächtniskleid gekauft habe, mehr dann morgen.

Matura, vier

Heute Nacht habe ich geträumt, dass mir gleich fünf Zähne ausgefallen sind, die ich lässig, wenn schon auch latent besorgt, in meine Hosentasche gesteckt habe. Beim Aufwachen habe ich dann gegoogelt und da heißt es, solche Träume zeigen Probleme beim Loslassen auf. Ja Potzblitz, damit hatte ich ja in meinem Leben noch gar nie zu tun. Probleme mit dem Loslassen, pah, was ist das überhaupt. Harhar.

Wo ich aber sicher keine Schwierigkeiten habe, ist die Schule loszulassen, und zwar ja quasi zum zweiten Mal. Beim ersten Mal, also als ich 19 war, gabs Mädchen, die geweint haben, weil die Schulzeit jetzt vorbei ist und ich habe es wirklich gar nicht verstanden. Vielleicht, weil ich eh schon ein Jahr länger als geplant dort verbracht habe. Nun heute war das Kind dran, letzte Prüfung und ich finde es wieder nicht traurig.

Die Matura ist geschafft und zwar mit gutem Erfolg. Bis gestern hatten wir das gar nicht am Schirm, dass sich das notentechnisch ausgeht. Und obwohl mir Noten prinzipiell wurscht sind, war ich happy. Vor allem aber bin ich dankbar, dass es in den ganzen zwölf Jahren kein wie immer geartetes Drama gab. Ich weiß, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, wie anstrengend und belastend Schule nämlich auch sein kann.

Am Wochenende gehen wir dann essen und möglicherweise auch in den Pool und am Montag gibt es noch eine offizielle Feier mit Brimborium in der Schule. Und auch darauf freue ich mich.

Danach kann man übrigens gleich für die Aufnahmeprüfung an der Wunschuni im Wunschfach lernen, die dann mitunter bereits Ende Juni (!) stattfindet. Weil so wie bei uns früher, dass du erstmal bis Ende September nichts weiter zu tun hast, das geht heute nur noch in wenigen, sagen wir mal nicht extrem überlaufenen Fächern wie Germanistik. Harhar.

Aber jetzt erstmal kurz einfach genießen.

Matura, drei

Mood, aktuell:

Abendstimmung in der Maturawoche

Mein Endgegner übrigens, wenn ich “helfen” will: Die Krawatte.

Ist an sich eh vorbereitet (siehe Foto), aber als Grobmotorikerin plus dann noch mit etwas zittrigen Fingern wegen Nervosität (ich!), endet es in einem riesen Kuddelmuddel, und ab einem gewissen Zeitpunkt ziehe ich nur noch unkoordiniert an verschiedenen Enden, in der Hoffnung, es bewirkt irgendwas, was es aber nicht tut. Harhar.

Glücklicherweise laufen die Prüfungen um einiges reibungsloser ab.

Motivation?

Manchmal lese ich etwas und frage mich, wieso fühlt es sich nicht richtig an, obwohl es sich vielleicht richtig anfühlen sollte.

Ich mache es jetzt nicht so wie Lena Dunham und nenne Namen. Ich sage mal, es geht um das Posting eines österreichischen “Motivational Speakers”, das vor ein paar Tagen viral ging. In diesem Posting erzählt dieser, wie er seine Kinder in Schule und Kindergarten bringt und mit der Kleineren dann ein Ritual vollführt, wo sie sich jeden Tag vorm Kindergarteneingang hinstellen und sich zurufen: Ich bin stark! Ich bin gescheit! Ich bin toll! Ich stell mir gerade vor, wie ich da als Mutter mit meinem eigenen Kind vorbeigehe und ich glaub, ich rolle dabei mit den Augen harhar.

Es ist nicht so, dass ich es schlecht finde, Kinder zu bestärken, gar nicht. Aber irgendwie ist mir das eine Spur zu gewollt und zu performativ. Dann habe ich mich an die Kindergarten-Morgen mit meinem eigenen Kind erinnert. Oft war ich ur müde, ab und zu tatsächlich auch grantig, da wurde im Lift alle Knöpfe gedrückt, da ist die Straßenbahn davon gefahren, und hat uns im Regen stehen gelassen, da habe ich irgendwie versucht, dass er sich mit dem Roller auf dem Endspurt zu der Einrichtung – eine Art Begegnungszone von Autos und Füßgängern neben einer ziemlich stark befahrenen Straße – nicht umbringt. Das Letzte, was mir eingefallen wäre ist, in so einer Situation dann vor der Eingangstür zu stehen und fröhlich zu rufen: “Ich bin toll”. Das kommt mir ur absurd vor, harhar.

Ich habe im Kindergarten einer meiner engsten Freundinnen kennengelernt, sie hatte damals bereits drei Kinder (unter drei) und ich fand es so cool, wie sie in einem unserer ersten Gespräche meinte, ihr ist das suspekt, wenn bei manchen Familien immer alles toll ist. Das war so angenehm und befreiend, obwohl ich eh “nur” ein Kind hatte, aber trotzdem oft genug überfordert war. Natürlich gab es auch bei uns wahnsinnig schöne und auch bestärkende Momente in dieser Zeit. Aber sie passierten, wann sie eben passierten und nicht als Happening. Aber jeder wie er mag, wie sagt Brad Pitt zu Edward Norton, als der ihm eine Lebensweisheit in Fight Club mitgibt: “Funktioniert das gut für dich? Dann bleib dabei.”

Der Motivational Speaker geht dann übrigens nach dem Abliefern seiner Töchter heim und trinkt mit seiner Frau gemütlich Kaffee. Und ich glaube, spätestens da verlässt er die Lebenrealität der meisten seiner Leserinnen und Leser, harhar.

Finale, ESC 26

Falls jemand heute diesen Blog besucht um zu schauen, wie Almi jetzt den Sieg von Bulgarien erklären wird, muss ich euch sagen, die Mühe ist umsonst gewesen, ich habe nämlich absolut keine Ahnung. Harhar.

Ich habe Bangaranga vor der ESC Woche nicht ein einziges Mal zur Gänze angehört, ich finde es schon eher dadaistisch und relativ schnell auserzählt. Aber es kann ja auch noch wachsen, ich bin offen dafür. Das Voting gestern, vor allem der Jurysieg war für mich ziemlich surreal. Generell war das Juryvoting so divers wie gefühlt überhaupt noch nie. Es war auch das erste Mal seit 2017, dass ein Künstler sowohl das Jury- wie auch das Publikumsvoting gewonnen hat. Damals wars Salvator Sobral aus Portugal, der aber quasi das Gegenteil von dem gemacht hat, was Dara gestern auf die Bühne gestellt hat.

Gefallen hat mir tatsächlich Bulgariens Inszenierung, die ich edgy und interessant gefunden habe, und die absolute Unvorhersehbarkeit des gestrigen Abstimmungsprozesses (Spannung!). Ich meine, außer dass Italien schon wieder sehr gut abgeschnitten hat (Platz 5) – war das alles ziemlich unerwartet, zum Beispiel auch Rumänien auf Platz 3, Finnland nur auf Platz 6, Griechenland abgeschlagen.

Sehr lustig fand ich, wie Andi Knoll nachdem der Sieger festgestanden ist, alle quasi onomatopoetischen Siegertitel aufgezählt hat wie A-ba-ni-bi, La La La, Boom Bang-A-Bang, Ding-A-Dong, Diggi-Loo Diggy-Ley etcetera. Jüngere Zuseher haben sich gar nicht ausgekannt, für die klang es wie eine Sprachverwirrung.

Sehr gelungen fand ich im übrigen auch den Interval Act, das Mashup/Medley, in dem frühere ESC Künstler frühere ESC Songs interpretiert haben. Das war so viel auf einmal, dass muss ich mir noch öfter anschauen, wenn zum Beispiel Lordi das liebliche Save all your Kisses for me singen, Verka Serduchka Volare oder dann alle Waterloo. Mir persönlich hat auch der artsy Auftritt von Parov Stelar gefallen, besser als die Trommelei damals in Wien 2015, ähm sorry. Und der Schnelldurchlauf aller bisherigen Siegertitel, das ist halt der Himmel für Nerds.

Fan Bier und Erdbeertorte als Dessert zum Grand Finale

Schön war, dass es nur wenig Buhrufe gab und der Zusammenhalt der Künstler untereinander, da war viel vom alten ESC Spirit zu spüren, wo der Däne und der Norweger zum Beispiel den Tanzschein-Tanz im Greenroom tanzen. Und dass es auch Fotos mit Noah Bettan gab und nicht alle so taten als hätte er die Krätze. Ziemlich arg finde ich immer noch, wenn jeder Kandidat seine Publikumspunkte einzeln vorgelesen bekommt und das sind dann halt auch mal null – wie gestern bei UK und Deutschland – und du bist dabei groß im Bild zu sehen. Unangenehm.

Ingesamt ist der ESC Abend immer der Abend, an dem meine persönliche Sorgen irgendwie weit weg sind, weil etwas ganz anderes im Mittelpunkt steht, was mich immer wieder aufs neue fröhlich macht. Das hat auch heuer wieder geklappt.

Fazit:

Kann sicher nicht jeder nachvollziehen und vielen geht es hinten vorbei, und das ist auch völlig okay, aber wenn man es liebt, ist es wunderbar.

Die Katze

Die Katze ist schon da. Gestern Abend angekommen, sieben Monate alt, aber gar nicht scheu, hat sich alles genau angesehen.

Um halb eins bin ich ins Bett gegangen. Um fünf Uhr früh saß sie maunzend vor meiner Tür. Ich total planlos mitten aus dem Schlaf gerissen, bin mir vorgekommen, als hätte ich wieder ein Kleinkind. Ich habe sie dann natürlich reingelassen. Sie hat aber weiter gemaunzt und zwar ganz schön laut. Daraufhin habe ich ihr etwas zu fressen und zu trinken angeboten, was sie aber nicht mochte. Na gut, habe ich ihr gesagt, dann gehe ich wieder ins Bett.

Zurück im Bett, ist sie gleich raufgesprungen und minutenlang auf meinem müden Körper herumspaziert, Katzen Shiatsu-mäßig. Danach hat sie ihre Krallen an meinem Polster ausprobiert, während ich direkt daneben versucht habe, wieder einzuschlafen.

Irgendwann nach sechs hat sie sich dann unters Bett verkrochen – wo es ur ausschaut, wie ich im Zuge dessen draufgekommen bin, ähm. Aber anscheinend taugt ihr das; bald habe ich gleichmäßige Atemgeräusche gehört. So konnte ich dann ab halb sieben auch noch ein bisschen schlafen. Als ich aufgewacht bin, lag sie immer noch schlafend unterm Bett.

Aber sie ist so süß und hübsch, man kann ihr natürlich nicht böse sein. Aber heute Nacht schlafen wir durch, gell junge Dame? Weil heute bleiben wir sowieso noch lange auf. Weil bester Abend: Songcontest!

Freitag

Heute war ich bei L. zum Frühstück eingeladen und es war wie im Hotel. Nein, es war besser. Und das trotz laufender Maturawoche auch bei ihr, danke.

Ich mein, unfassbar, die Auswahl! Zugedeckt waren noch diverse Früchte, Feigen etcetera, was wir später mit griechischem Joghurt, Chia und Mandelmus vermischt haben

Ich hab erstmal ewig gebraucht, bis ich das Haus gefunden habe. Mittlerweile verirre ich mich also schon in Gegenden, wo ich früher, als die Kinder klein waren, oft war. Zu meiner schwachen Verteidigung kann ich sagen, es wird da gerade einiges dazugebaut. Früher sind der Sohn und ich nach dem Kindergarten, der gleich daneben war, öfters mit L und Co. dort im Hof und Park gewesen, das war eine schöne, ganz andere Zeit.

Das letzte Mal habe ich L. vor fast vier Jahren besucht, daran habe ich mich heute erinnert. Damals ging es mir nicht gut, und ich war dankbar für die Einladung. Heute habe ich mir gedacht, es ist schon interessant, wie sehr man sich mit der Zeit selbst wieder “herausziehen” kann, mit tatsächlich Literatur und Film und eigener Kreativität. Obwohl sich die Gefühle für jemand nicht verändert haben. Aber die Perspektive ist eine andere.

Jedenfalls haben wir sehr gut gegessen und dann sind wir noch am Balkon gesessen, solange wir es ausgehalten haben (=die Sonne nicht zu sehr heruntergeknallt hat). Es war wirklich sehr nett.

Das war mein Mitbringsel: die “Frühstückskarte”, die ich vor einiger Zeit beim Book Crawl gefunden habe:

Die passt zu uns.