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ESC: Raab ist zurück

Wieder einmal ESC-News. Stefan Raab ist nicht nur (so halb) zurück im TV, sondern auch voll und ganz beim ESC. Er wird, wie es heißt, eine wichtige Rolle beim deutschen Vorentscheid spielen und das kommt ja nicht von ungefähr.

Deutschland tut sich seit Jahren beim Songcontest äußerst schwer, seit dem Sieg von Lena 2010 mit Satellite waren sie nur einmal in den Top fünf und dafür aber viermal gleich auf dem letzten Platz, dreimal auf dem vorletzten. Und sind wir uns ehrlich: Wäre Deutschland nicht als Mitglied der Big Five jedes Jahr fix gesetzt, hätten sie es meistens nicht ins Finale geschafft. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, die anderen der Big Five hätten es oft auch nicht leicht, Ausnahme Italien.

Der ganze deutsche Vorentscheid ist jedenfalls fast immer ein Trauerspiel – inklusive der ur schlechten Moderation von Barbara Schöneberger, die den Bewerb offensichtlich hasst. Das ist ihr gutes Recht, aber was macht sie dann dort. Jedenfalls waren die Songs in den letzten Jahren meistens eher von trauriger Qualität und man kann nur den Teilnehmer Jendrik zitieren, der im Jahr 2021 für Deutschland antrat und in seinem Lied die ikonischen Zeilen sang: “I don’t feel hate. I just feel sorry.”

Raab hingegen hat eine super Bilanz, mit seinen eigenen Kompositionen reichte es immer zu einem guten Platz. Guildo Horn belegte 1998 mit Guildo hat euch lieb in der noch Spaß-Ära des ESC den siebten Platz, Raab selbst wurde im Jahr 2000 Fünfter mit Wadde hadde dudde da. Legendär und auch eher ein singuläres Vergnügen: Österreich gab damals 12 Punkte. Max Mutzke wurde mit einer Raab Komposition 2004 Achter. Lenas Song hat Raab zwar nicht geschrieben, aber er hat sie ausgewählt und gemanagt, was 2010 zum Sieg führte. Ähnliches gilt für Roman Lob 2012 (8. Platz).

Natürlich ist viel Zeit vergangen, Raab ist wie wir alle älter geworden, ob er noch sein Mojo hat, keine Ahnung, aber viel schlechter kann es jetzt ja auch nicht werden, harhar. Also immerhin eine spannende Entscheidung und die Vorentscheidshow wird hoffentlich auch einen Quantensprung in Sachen Qualität erleben.

Alternativlos

Jeden Abend höre ich Podcasts über Filme im Bett. Dann schlafe ich irgendwann ein und manchmal endet der Podcast und es ist Ruhe und manchmal springt Spotify zu irgendeinem anderen Podcast weiter, der dann vor sich hin murmelt.

Letztens bin ich aufgewacht und habe etwas über Politik gehört. Es war – wie ich dann festgestellt habe – der Ganz offen gesagt Podcast mit Fabio Polly, zum Thema “Demokratie in Gefahr”. Da hat u.a. Florian Scheuba geredet und einen Begriff verwendet, den ich vor der Coronazeit nicht gekannt habe, der da aber gang und gäbe war, nämlich das Wort “alternativlos”. Ich hasse dieses Wort seitdem und empfinde es als richtiges Unwort. Denn bei Corona waren ganz viele Dinge plötzlich “alternativlos”. Tatsächlich sind aber nur sehr wenige Dinge im Leben wirklich alternativlos oder wie mein Opa früher gesagt hat, wenn ich gemeint habe, ich muss dieses und jenes tun: “Müssen tut man sterben”.

Ja, der Tod ist tatsächlich alternativlos, aber praktisch alles andere ist es nicht. Und vor allem ist der Begriff ein absoluter Diskursstopper. Wenn ich ihn verwende, bedeutet das so viel wie: Da brauchen wir gar nicht weiter zu reden, da brauchen wir uns keine andere Perspektive anzuschauen, das ist so, weil ich das so sage. Scheuba hat auf die Frage Pollys, ob es politisch klug wäre, jemand anderem als der FPÖ den Regierungsbildungsauftrag zu geben gemeint, es wäre alternativlos.

Ich bin dann eine Stunde wachgelegen, weil ich mich über diese Haltung geärgert habe. Ich glaube nicht, dass sie uns als Menschen oder auch als Gesellschaft irgendwie weiterbringt.

Zum Nachdenken

Die renommierte US-Filmkritikerin und Oscar-Beobachterin Sasha Stone hat heute auf X folgendes postuliert:

Den Zusehern das geben, was sie wollen, anstelle dem, was sie wollen sollen. Da hatte Goethe eine andere Meinung, er hat in Wilhelm Meisters Lehrjahre geschrieben:

Es ist eine falsche Nachgiebigkeit gegen die Menge, wenn man in ihnen die Empfindungen erregt, die sie haben wollen und nicht die, die sie haben sollen.

Wilhelm Meisters Lehrjahre – Johann Wolfgang von Goethe

Man kann das auf verschiedene Arten interpretieren. Spannend, darüber nachzudenken.

Fade to Black

Ich habe schon so lange nichts über den ESC geschrieben und jetzt habe ich endlich wieder einen Vorwand gefunden.

Nadir Rustamli, der Sänger, der 2022 für Aserbaidschan mit dem Song Fade to Black angetreten ist, hat gestern beim Formel 1 Grand Prix in Baku die Hymne seines Landes gesungen und ich habe ihn an der Stimme erkannt ohne hinzusehen! Mein ESC-bezogenes Wissen ist schon erstaunlich bis bedenklich harhar. Um Rustamli gab es damals eine Kontroverse, weil er es nämlich ausschließlich mit Jurypunkten ins Finale geschafft hat, er hat keinen einzigen Publikumspunkt bekommen. Er belegte im Finale den 16. Platz und danach wurde das Reglement geändert, nicht nur wegen ihm, aber auch; mittlerweile gibt es in den Semifinali nämlich nur noch eine Publikumswertung (was aber auch seine Tücken hat).

Im ESC Songcheck wurde Fade to Black besprochen und hat leider kaum Anklang gefunden. Der Song und das sehr stylische Video erzählen von einer gescheiterten Beziehung und Songchecker Consi Zöller meinte damals über Rustamli im Video, super, “(…) dass er seinen Schmerz gerade noch so lange zurückzuhalten konnte, bis sein Outfit on fleek war.” Und “Das ist halt wahnsinnig eitel, der wirkt so, als würde er parallel zu dem Video ein Covershooting für ein Herrenmagazin absolvieren.” Fazit: “Ich kauf dem irgendwie nichts davon ab, das wirkt total affektiv und aufgesetzt.” Ikonisch wurde allerdings in diesem Song die leidende Anklage an “the weather”, das ja im Prinzip am allem schuld ist, im Zweifelsfall auch am Ende einer Beziehung.

Was man allerdings sagen kann ist, dass Rustamli wirklich sehr gut singen kann, was ja beim ESC durchaus von Vorteil ist, weil es nicht für alle Kandidaten gilt. Und er hat auch gestern absolut sicher gesungen.

Ich könnte noch so viel zu Aserbaidschan beim ESC erzählen, aber das erspare ich uns allen. Vorläufig! harhar.

Versprechen?

Jetzt hat sich ein Personenkomitee bemüßigt gefühlt, von den Nationalratsabgeordneten ein “Versprechen für die Republik” einzufordern, in der der jeweilige Adressat aufgefordert wird, nach der Wahl Ende September eine Koalition mit der FPÖ im Bund zu verhindern. Originellerweise warnt der Brief schon in den erste Zeilen vor “einer Phase nie dagewesener Polarisierungen”. Ja, dagegen hilft so ein Schreiben sicher enorm.

Ich finde, man muss kein FPÖ-Fan oder Wähler sein, um das bedenklich zu finden. Dazu muss man bei dieser Forderung nur die FPÖ durch eine andere Partei ersetzen. Wäre das dann auch legitim, wenn das jemand fordern würde? Oder würden nicht gerade die Menschen, die den vorliegenden Brief unterschrieben haben, darin einen gefährlichen und höchst undemokratischen Vorgang vermuten?

Harald Schmidt hat kürzlich nach einer Wahl in Deutschland gesagt: “Das sind Ergebnisse von freien, gleichen und geheimen Wahlen. Wenn ich das nicht will: Wahlen abschaffen oder Ergebnis vorher festlegen.“ So ist es.

Die Lehren von Venedig

Im Moment laufen die Filmfestspiele in Venedig, auf Uncut kann man schon einige Reviews lesen. Dieses Jahr ist es sehr spannend, weil – zumindest für mich – sehr viel interessantes am Programm steht.

Beispielsweise der neue Film von Pedro Almodovar, The Room next door mit Tilda Swinton und Julianne Moore, sein erster Film auf Englisch gedreht; und auch ein neues Werk von Luca Guadagnino – Queer, wo Daniel Craig einen Homosexuellen spielen darf und die Kamera, wie man liest, nicht sooft “wegschwenkt” wie bei Call me by your name. Außerdem der dritte Teil der Pablo Larrain leidende Frauen-Serie, diesmal Maria mit Angelina Jolie als Callas. Auch Joker 2 – Folie a deux mit Joaquin Phoenix und Lady Gaga hat in Venedig Premiere. Einen Film, den ich mir allerdings eher nicht anschauen werde, weil ich beim ersten Teil nur etwa 20 Minuten geschafft habe, weil er mir wirklich viel zu bitter war.

Vielversprechend finde ich The Brutalist mit Adrien Brody; die Lebensgeschichte eines ungarischen Architekten, der in die USA auswandert und dessen (real existierendes) Vorbild nebenbei mal eine Michelangelo Statue zerstört hat – ich weiß nicht, ob sich der Filmtitel darauf bezieht, ob das überhaupt vorkommt, oder auf die architektonische Richtung, eventuell auch beides. Und jetzt schreibe ich etwas, was bald alle schreiben werden: Das ist vielleicht der Film, der Brody seine zweite Oscarnominierung einbringt und seinem extrem eigenartigen Karriereverlauf eine unverhoffte Wendung geben könnte.

Denn, wir erinnern uns, mit The Pianist, einem soliden Roman Polanski Film, in dem Brody aber so unheimlich gut war, dass er damals mit 29 Jahren der jüngste Oscarpreisträger in der Kategorie männliche Hauptrolle wurde – neben ihm waren Jack Nicholson, Michael Caine, Daniel Day Lewis und Nicolas Cage nominiert, I mean! Ich war echt begeistert von ihm in dieser Rolle eines jüdischen Musikers – und sein Vorname hat mir auch sehr gut gefallen. Nach diesem großen Erfolg wurde es komisch, bzw. Brody suchte sich Projekte aus, die zumindest im nachhinein betrachtet zu viele red flags enthielten; er drehte mit Peter Jackson King Kong, der eher wenig erfolgreiche Film nach Jacksons Hauptwerken Herr der Ringe; und er drehte The Village mit M. Night Shyamalan, dem auch eher weniger erfolgreichen Film nach dem Kultfilm The Sixth Sense. Dann wirkte Brody quasi komplett out of character in weiteren eher obskuren Horror- und Sci Fi B-Movies mit, bevor er dann in den letzten Jahren auf gute, aber kleine Rollen in Wes Andersons Euvre abonniert war.

Was er 20 Jahre nicht gemacht hat, war das, was ihn ursprünglich berühmt gemacht hat und was mich begeistert hat: Eine große, ernsthafte, dramatische Rolle so komplett auszufüllen, dass es alle wegbläst. Zumindest erhoffe ich mir das jetzt auch. Und falls es so sein wird, dann denkt an meine Worte! harhar.

Zu Oasis

Gestern haben Oasis also offziell verkündet, dass sie sich wieder zusammentun und nächstes Jahr ein paar (riesige) Konzerte spielen werden, Wembley und so. Sofern sie sich nicht vorher wieder zerstreiten, im Gefängnis landen oder sowas in der Art.

Es gibt ja jetzt irrsinnig viele Memes und Kommentare dazu, das ist mein Lieblingstweet:

Ich hab ja selbst nicht so die innige Beziehung zu Oasis, sie haben ihre Fans ja m.E. auch immer bewusst auf Distanz gehalten, aber als sie vor 30 Jahren Definitely Maybe (super Albumtitel, spiegelt auch die leichte Abgehobenheit der Band wieder) herausbrachten, habe ich mich im Song Live Forever wiedergefunden. Mit diesem Song wollte Noel Gallagher sich eigentlich als Antipode zu Kurt Cobain stilisieren, ein bisschen eine Chuzpe, da dieser damals schon verstorben war, aber ich hatte da meine eigene Assoziation.

Ich habe nämlich 1993 meine Mathematik Nachprüfung verhaut und musste dann die 7. Klasse wiederholen. Heute ist das ja nur mehr ein Schwank aus meinem Leben, damals war es aber richtig schlimm und in Live Forever heißt es ja: “Maybe I will never be, all the things that I want to be, now it’s not a time to cry, now’s a time to find out why.” Das hab ich mir damals groß auf mein Federpenal geschrieben, nur, dass ich ja schon wusste, wieso ich nichts erreichen werde, weil ich eben so schlecht in Mathematik war, harhar. Da war natürlich auch eine ordentliche Portion Selbstmitleid dabei, schließlich hatte ich es im Herbst 1994, spät aber doch noch, ja bereits in die achte Klasse geschafft.

Und damit verbinde ich Oasis bis heute.

Hillbilly Elegy, zwei

Vance schildert die “Hillbillies” (manchmal nennt er sich auch drastisch “white trash”) sehr pointiert als Menschen, die stehenbleiben, aus dem Auto steigen und den Hut abnehmen, wenn sie an einer Trauerzeremonie vorbeikommen, um dem unbekannten Toten Respekt zu zollen. Die aber keine Probleme damit haben, den Inhaber eines Spielzeuggeschäftes eine Abreibung zu verpassen, wenn er ihrer Meinung nach ein Kind schlecht behandelt hat; oder die einem ortsbekannten Vergewaltiger den Prozess machen – bevor ihm der Prozess gemacht wird. Zusammengefasst: Warmherzigkeit trifft auf ein enormes Gewaltpotential.

Mithilfe von Galgenhumor schildert Vance die “Regeln” bei ehelichen Streitereien:

Never speak at a reasonable volume when screaming will do; if the fight gets too intense, it’s ok to slap and punch, so long as the man doesn’t hit first. Always express your feeling in a way that’s insulting and hurtful to your partner; if all else fails, take the kids and the dog to a local motel and don’t tell your spouse where to find you.

Hillbilly Elegy, S. 71

Interessant auch, wie Vance beschreibt, als er zu einem gehobenen Abendessen geladen war und wie “”Pretty Woman” die Reihenfolge des Bestecke vorher lernen musste.

Der Roman ist überhaupt von großer Ambivalenz geprägt. Vance schildert die schwierigen und ärmlichen Verhältnisse, aus denen die Hillbillies stammen, die Vorurteile, mit denen sie konfrontiert sind und die tatsächlichen Probleme, die es im System gibt. Gleichzeitig erläutert er aber auch die gewisse Trägheit, die viele Hillbillies ausmacht, ihre Tendenz dazu, in ungünstigen Strukturen zu verharren, auch ein Desinteresse gegenüber Bildung und beruflichem Vorankommen. Daraus resultierend laut Vance: Unbeständigkeit in jeder Beziehung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Vance hat diese Anteile in sich selbst gespürt und sich deshalb vier Jahre beim Militär verpflichtet, um zur Disziplin quasi gezwungen zu werden und etwas aus sich zu machen, was natürlich ein sehr drastischer Schritt ist. Später studiert er Jus in Yale, gründet eine Familie; er hält Kontuität für das Fundament für Zufriedenheit und Erfolg. Vance zieht eine interessante Schlussfolgerung, vor allem, wenn man bedenkt, dass er nun Vizepräsidentschaftskandidat ist: Die Politik kann schon einiges für diese Menschen tun, aber sie kann sie nicht grundlegend verändern, wenn diese nicht eine gewisse “Selbstmotivation” mitbringen.

Sein Roman wird mit zunehmender Dauer immer mehr zu einer Art soziolgischem Manifest, sehr facettenreich und analytisch, Vance ringt um eine Lösung, die er aber nicht findet, weil es die Lösung eben nicht gibt, es scheint ihn aber zu frustrieren. Ich verstehe jedenfalls nach der Lektüre nicht, was an diesem Buch “umstritten” sein soll. Auch wenn Vance mit “seinesgleichen” phasenweise hart ins Gericht geht, ist da immer gleichzeitig sehr viel liebevolle Empathie. Das Buch ist politisch, aber nicht parteipolitisch. Trump wird kein einziges Mal erwähnt.

Hillbilly Elegy – eins

Jetzt hab ich den Roman von Trumps Vize J.D.Vance gelesen, die Hillbilly Elegy, 2016 ein hochgelobter Bestseller, nun natürlich wieder mal enorm umstritten. Umso interessanter harhar. Ich habe das englische Original gelesen, auch weil Ullstein das Buch aus seinem Programm geschmissen hat. Mittlerweile ist es aber auch wieder bei Yes Publishing in einer deutschen Übersetzung veröffentlicht worden.

J.D Vance heißt eigentlich James David Vance oder ganz früher James Donald Bowman- nach seinem Vater; nachdem ihn dieser zur Adoption freigegeben hat, wurde “Donald” ersetzt und er trug eine zeitlang den Nachnamen des damals aktuellen Mannes seiner Mutter Hamel, entschied sich aber später, den Nachnamen seiner Großeltern anzunehmen. Das wird sicher mal eine Millionenshow-Frage. J.D. Vance ist jedenfalls ein sehr talentierter, auch poetischer Autor, mit einem großen Interesse für soziologische Zusammenhänge.

In der Hillbilly Elegy erzählt er seine eigene Geschichte und die seiner Familie. “Hillbilly” bedeutet sowas wie “Landeier” in gewissen Regionen der USA. Vance beschreibt sein Leben im “Rust Belt” in Ohio, in Middletown – einer Stadt, laut ihm, so durchschnittlich wie ihr Name. Vance’ Großeltern kamen allerdings ursprünglich aus Kentucky und sind aus ökonomischen Gründen umgezogen, blieben aber im Herzen immer in Kentucky verwurzelt. Wurzeln, auf die auch Vance selbst sich bezieht.

Ich habe das Gefühl, dass Menschen, die zum Großteil bei ihren Großeltern aufgewachsen sind, sich ein bisschen gleichen – das gilt aber vermutlich für alle Menschen, die gewisse fundamentale Erfahrungen miteinander teilen. Vance beschreibt sein Verhältnis jedenfalls ähnlich wie ich das auch täte, nämlich folgendermaßen:

My grandparents – Mamaw and Papaw – were, without question or qualification, the best things that ever happened to me. They spent the last two decades of their lives showing me the value of love and stability and teaching me the life lessons that most people learn from their parents

Hillbilly Elegy, Seite 23

Wobei die Gründe, weshalb man von den Großeltern aufgezogen wird, natürlich unterschiedlich sind. Bei Vance waren sie ziemlich spektakulär, wenn man so will; sein Vater war einige Jahre ganz aus seinem Leben verschwunden. Seine Mutter war drogenabhängig, woran die Verhältnisse in ihrer eigenen Kindheit nicht unschuldig waren. Das wollten seine Großeltern auf gewisse Weise wieder gutmachen, in dem sie ihre Tochter und deren Kinder – Vance hat noch eine ältere Schwester – sehr unterstützten. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich besser als Großeltern eignen als als Eltern.

Bald dann mehr zur Hillbilly-Kultur und den Schlüssen, die Vance zieht.