almis personal blog

es herbstelt

wenn man an einem kühlen samstag im august nachmittags im bett liegt, und es so herein herbstelt, denkt man über alles mögliche nach. 

wäre man jetzt losgelöst vom zeitgefühl und seinen lebenszusammenhängen, wüsste man, einfach nur so bei offenem fenster daliegend, welche jahreszeit draußen herrscht? und welcher wochentag? könnte man sich rein an dem geruch der luft, den geräuschen draußen, der eigenen stimmung irgendwie orientieren?

und wie wäre das bei dämmerung? wüsste man, ob es nacht wird oder tag? und bei einem blick aus dem fenster? diese frage stelle ich mir immer, wenn ich einen ganz frühen termin habe oder wenn ich irgendwo übernachtig aufwache, nach einem nachmittagsschlaf im neuen urlaubsort, oder auch im advent, wenn es ganz früh dunkel wird und ich eine tasse tee mit rum trinke. 

ich mag jede jahreszeit, jede hat ihren gewissen reiz und ihre schönen seiten. aber den sommer loszulassen, das fällt nicht ganz leicht. jetzt würde ich gerade am liebsten an der strandpromenade am wörthersee entlang fahren, durch krumpendorf, velden und pörtschach. die leute beobachten, sonnenöl riechen, seeluft, in diese kleine pizzeria, abseits der society meile, calamari essen gehen, dem rothaarigen, introvertierten mädchen zuzuschauen (das mittlerweile sicher 20 jahre alt ist), das dort mit ihrer puppe spielt. an dieser strandpromenade, wo sich der nahende herbst am besten verleugnen lässt.

das hilft aber auch: rausgehen auch bei kühlerem wetter, eine bestellung beim h&m online shop (harhar), und lesen (derzeit am limit von reinhold messner). 

2 comments

  1. Vom Sommer Abschied zu nehmen fällt mir im Moment besonders deshalb schwer, weil er diesmal zu früh geht. Anfang September habe ich manchmal noch in Badehose am Strand gelegen, während ich gestern schon die Heizung angeworfen habe.

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