almis personal blog

the night is darkest before the dawn

mit großer freude gesehen: the dark knight

ich bin nicht gerade ein batman-fan, euphemistisch ausgedrückt. die burton batmans habe ich so mit halben auge im tv gesehen, pinguine und so. na ja. batman und robin dann im kino. george clooney ist ein schnuckel ohne frage, aber nicht im bat-kostüm in einem lächerlichen, knallbunten machwerk von joel schumacher, in dem auch arnold schwarzenegger (als mr. freeze) sein unwesen treiben kann. absolut bedeutungslos, völlig irrelevant und für mich nichtssagend.

wie bei james bond und dem ja prinzipiell auch nicht unattraktiven pierce brosnan kam wohl auch bei der batman reihe langsam das gefühl auf: wars das jetzt? ist man nur noch schön und durchschreitet in 2 kinostunden eine vielzahl von krach-bumm actionszenen? geht da sonst rein gar nichts mehr? oder kommen wir mal im 21. jahrhundert an? bond erfand sich mit daniel craig neu, bei batman kamen die nolans zum zug, die u.a. schon in memento ihr können unter beweis stellen. allerdings in der alternative-schiene. batman begins hatte schon ordentliche kritiken, den habe ich allerdings verpasst (wird aber in kürze nachgeholt). na ja und the dark knight bekam auch durch den tragischen tod von heath ledger anfang des jahres eine erhöhte mediale aufmerksamkeit. was ist also dran?

ich versuche mal, inhaltlich nicht zu spoilern, trotzdem aber ein bisschen vom geist von the dark knight widerzugeben. da ist also wie gewohnt bruce wayne, diesmal dargestellt von christian bale. bale übt perfektes understatement. ein nobler, ruhiger, besonnener batman, mit leichtem hang zur depression. ihm gegenüber der joker – heath ledger in…man ist versucht zu sagen, rolle seines lebens, ist aber auch irgendwie unpassend. sein joker hat in keiner sekunde etwas lustiges oder ironisches. wie eigentlich der film als ganzes dunkel ist, fragen aufwirft, zwar unterhaltsam, aber nie leichtfüssig ist. der joker also ist vielleicht eine mischung aus alexander de large (clockwork orange). und ja, jack sparrow (fluch der karibik). nur hier durchgeknallt und gefährlich. auf ihn trifft eines garantiert nicht zu: "i am just a soul whose intentions are good – oh lord please don’t let me be misunderstood". er sagt selbst über sich: "i believe whatever doesn’t kill you simply makes you… stranger."

batman und der joker verfügen über keine superkräfte. sie kämpfen beide auch nicht mit pistolen. sie haben ihre philosophien, die sie gegeneinander aufwiegen wollen. gotham city fragt sich: brauchen wir batman? und batman fragt sich das auch. einzig und alleine der joker ist davon überzeugt, dass es batman braucht – um katze und (fleder)maus mit ihm zu spielen. das alles ist wenig bis gar nicht comic-haft. würde batman sein kostüm ablegen oder zumindest die feldermausohren, es wäre ein formidabler thriller aus der geschichte geworden. so hat der film comic verfilmungen sicher revolutioniert.

was ist noch anzumerken? auf der fm4 page kann man eine gelungene analyse zum film lesen. die "nebendarsteller": maggie gyllenhaal, michael caine, morgan freeman, aaron eckhart, gary oldman – sind alle erstklassig. und: soll man sich einen 3. teil wünschen? er müsste ganz anders sein. dass sich die nolans nochmal übertreffen können? nicht auszuschließen. der joker kann aber nicht ersetzt werden. man sollte im nächsten möglichen teil besser auf ihn verzichten.

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