almis personal blog

samantha who slash californication

endlich laufen wieder mal neue us-serien hierzulande an. letzte woche gesehen: samantha who und californication

es ist ziemlich gefährlich, sich direkt nach den jeweiligen piloten zu äußern, zu oft fand ich piloten grottenschlecht und die serie dann genial (siehe: six feet under) und auch umgekehrt. aber ok, ich wags trotzdem mal.

samantha who ist süß, kurzweilig, unterhaltsam. christina applegate war bisher vielleicht etwas unterschätzt. das image der dumpfbacke in married with children war eventuell langfristig nicht das allerhilfreichste, aber dazu kann ich wenig sagen, denn als kelly bundy habe ich sie selten gesehen. positiv aufgefallen ist sie in ihrer gastrolle in friends (u.a. ein emmy), als hochnäsige schwester von rachel. völlig ignorant kommt sie unangemeldet zu thanksgiving zu besuch, verlangt nach einem "hair straightner" und beklagt sich "that it is almost not worth dating married guys" – gerade zu thanksgiving sagt der lover ab: "we planned to have sushi". in samantha who spielt sie eine frau, die bei einem unfall ihr gedächtnis verloren hat. und man sieht auch andere bekannte gesichter: sookie aus gilmore girls, stacy aus spin city, matt aus, äh, 7th heaven.

californication ist ein extremes kontrastprogramm. david duchovny (bekannt aus akte x – mir allerdings nicht, ich lehne fantasy-mistery und science fiction grundsätzlich ab, harhar) ist hank moody, ein schriftsteller in der krise: sowohl privat als auch beruflich. duchovny ist ganz schön gut. wer auch immer ihn besetzt hat, hut ab, für diese rolle wäre er mir nicht automatisch erste wahl gewesen. die strangen, selbstironischen, kaputten typen sind doch eher was für james spader (vorfreu auf boston legal). gut ist auch die atmosphäre von los angeles eingefangen. wenn man selbst einmal "kurz zum strand" wollte und dann ungefähr eineinhalb stunden richtung venice beach gebrettert ist, weiß man, wie sich die stadt anfühlt und das kommt rüber. auch erfreulich: so manche echt witzig-schräge szene: etwa in dem lokal, wo eine frau hank bittet, nach zwei minuten kennen ihr bisheriges leben zu "erraten" bzw. nachzuerzählen.

was ich mir noch etwas schleierhaft ist: trägt seine sexsucht bzw. das abschleppen von vielen verschiedenen frauen die serie? ich habe nichts gegen sex in serien, echt nicht, aber nutzt sich das dauerhaft nicht doch etwas ab? sex als offensives thema ist ungefähr zwei minuten interessant (als nebenthema, voller anspielungen und hinauszögern des aktes sieht das ganz anders aus). vielleicht sind auch 2 folgen hintereinander (wie der orf sie derzeit zeigt) too much? anyway: ich bin gespannt wie es weitergeht.

3 comments

  1. Sie trägt; bzw. sie muss nicht tragen, denn das Thema Sex bleibt nicht so offensiv. Aus dem Sex heraus entwickeln sich einige interessante Handlungsstränge, die die Serie tragen und weiter bringen.

    Anyway, nicht nur eines der besten Comebacks, sondern auch ein gänzlich andersartiges. Oder eben gerade drum.

    Obwohl, wenn ich mir Duchovny in den X-Files ansehe, dann passt es irgendwie sogar. Er ist genau da, wo ich ihn, nachdem ich es jetzt gesehen habe, auch vermutet hätte.

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