almis personal blog

vorbildwirkung

in diversen foren diskutieren junge mütter über die neue werbung von
katjes fruchtgummi. ich denke, diese werbung läuft in österreich noch
gar nicht, zumindest habe ich sie noch nicht gesehen, hier mal kurz der plot: mutter fährt mit kindern im auto. die
kinder ekeln sich vor der gesunden landluft. stecken sich aus diesem grund katjes gummis
in die nase.

ich unbedarfte mutter, deren instinkte offenbar nicht exakt
funktionieren, habe den ärger darüber zunächst so verstanden, dass die kids in
der werbung die gute landluft verschmähen. tatsächlich geht es aber ums
pädagogisch bedenkliche gegenstände in die nase stopfen, stichwort:
nicht mit dem essen spielen. stichwort: notaufnahme, um fremdkörper zu
entfernen.

haben die werber hier etwa anleihen bei astrid lindgren genommen? maditas
kleine schwester lisabeth steckt sich irgendwann mal eine erbse in die
nase, woran madita nicht ganz unschuldig ist. oder michel aus
lönneberga
. der gibt sich erst gar nicht mit erbsen ab, sondern setzt
sich eine suppenschüssel auf den kopf, in der er sogar steckenbleibt.

adrian nimmt seit neuestem gerne die kieselsteine in den mund, die so
bei winterwetter an den rädern des kinderwagens haften bleiben. er
lutscht dann mit begeisterung darauf herum, bis man ihn dazu überredet, sie
wieder auszuspucken. hat adrian vom griechischen redner demosthenes
gehört, der mit kieselsteinen im mund zu sprechen übte, um seine
rhetorik zu schulen? oder gibt es dinge, die kinder so und so probieren,
egal, ob sie das bei jemand anderem gesehen haben oder nicht? bei uns
daheim lutscht nämlich ansonsten eigentlich niemand kieselsteine.

anyway: boris becker hat diese art von ärger schon hinter sich. der hat nämlich vor ein paar jahren im auftrag von nutella mal ein messer abgeschleckt.

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