almis personal blog

Dienstag

Das Kind ist heute auf Maturareise gefahren. Mit dem Auto und so. Schon aufregend. Obwohl man sich als Mama ja die Nervosität vor eigentlich allem dann auch irgendwie abgewöhnt/abgewöhnen muss, weil sonst wird man wahnsinnig. Sie sind auch schon gut angekommen.

Das bedeutet, gestern war mit Zeug waschen, bügeln, einpacken und so weiter gefüllt. Ich habe dann gleich mit einer Art allgemeinen Entrümpelung weitergemacht. Ich schmeiße so gerne Sachen weg, es ist unglaublich, harhar. Mein Ziel ist es, alle meine Sachen in nur einem Zimmer unterbringen zu können. Ich will da keine Ideologie draus machen, ich persönlich mag das einfach.

Die nächsten Tage ist eine Überarbeitung meines Textes geplant. Auch da kann einiges entrümpelt werden.

Heute habe ich länger über eine Passage nachgedacht, die sich mit Gewöhnung/Entwöhnung beschäftigt. Im Prinzip ist ja alles im Leben Gewöhnung an etwas, bis es von etwas anderem abgelöst wird. Zum Beispiel eben bei Kindern – zuerst gehen sie alleine in den Park, dann gefühlt zehn Minuten später fahren sie mit dem Auto auf Maturareise.

Nach ungefähr sechs Stunden nachdenken und schreiben, bin ich ins Kino gefahren und habe mir Allegro Pastell angesehen.

Guter Roman und Film, trotz extrem unsympathischen und prätentiösen Protagonisten, harhar

Beim Heimfahren habe ich dann den fm4 Filmpodcast von gestern – eben zu diesem Thema – gehört und da sagt Buch- und Drehbuchautor Leif Randt: “Der Grundimpuls schreiben zu wollen war, (…) dass die Zeit nicht einfach so vergeht. Ich hatte diese Melancholie darüber, dass Dinge dann vorbei sind.” Oder wie es im Buch so wunderschön heißt: Vorauseilende Wehmut.

Passt auch zu der erwähnten Ge- und Entwöhnung. Ich schreibe definitiv auch, um festzuhalten.

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