almis personal blog

Sommerschnipsel, sechs

Beim Pokemon Go spielen kommen die Leute zusammen. Als wir der Kellnerin eines Lokals in der Nähe erzählt haben, dass das Gasthaus ein Poke-Stop ist, war sie schockiert, weil in den USA wurden da schon Menschen erschossen. Das wird ja in Wien hoffentlich nicht passieren.

Heute waren wir auf Tour in Hietzing und haben einen einen Poke-Stop in der Marxergasse, in Form eines Bildes entdeckt, das in eine Mauer eingearbeitet war. Nicht, dass ich sooft in der Gegend wäre, aber ich weiß nicht, ob mir das Bild jemals ins Auge gesprungen wäre.

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Auch sonst gibt es sehenswerte Gebäude in dieser Gegend:

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Auf der Rückfahrt sind wir in den falschen Bus eingestiegen und haben, laut Kind, ein echtes Abenteuer erlebt. Würden wieder zurück in den Garten finden? Auflösung morgen. Nein, Scherz: wir habens geschafft.

Sommerschnipsel, fünf

Das Kind bewegt sich ja prinzipiell unheimlich gerne und andauernd. Fußball spielen, rollern, derzeit schwimmen, Fahrrad fahren, Wettrennen. Alles kein Problem. Wenn man allerdings vorschlägt, einen Spaziergang zu machen, dann stößt man auf wenig Begeisterung. Weil das ist ja fad. Bzw. war es. Denn dank Pokemon Go haben sich die Umstände komplett geändert. Harhar.

Nun will das Kind lange Spaziergänge machen, um Pokémons zu fangen, Poki-Stops zu besuchen, und Eier auszubrüten. Ich kenne mich ja mit dem ganzen – trotz Hypes – noch nicht wirklich aus, aber ich finde das soweit echt großartig.

DSC_1232Kleine Stärkung zwischendurch

Ganz nebenbei lernen wir jetzt sogar die Umgebung unseres Kleingartens kennen, die wir, abseits von Supermarkt und Gasthaus, obwohl wir den Garten vor gut 35 Jahren übernommen haben, noch nie wirklich erkundet haben. Heute sind wir bereits zwei Stunden marschiert.

Sommerschnipsel, vier

Diese Woche waren wir in einer Pizzeria in der Nähe des Gartens die wir bisher nur vom vorbeifahren kannten. Dort gibt es einen netten Innenhof und einen süßen Border Collie, der allerdings etwas müde herumlag und uns aus der Ferne beobachtete.

Nach dem Essen geschah aber interessantes. Der Border kam mit einem dicken Kletterseil daher und warf dieses unter unseren Tisch. Dann ging er weg, drehte sich aber einige Male erwartungsvoll zu uns, um herauszufinden, ob wir die dezente Aufforderung verstanden hatten. Wir bzw. das Kind hatte(n).

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Was folgte, war eine Verlängerung des Aufenthaltes in der Pizzeria um eine weitre Dreiviertelstunde. Jester, so hieß der Collie, ließ sich sein Seil immer und immer wieder werfen, um es dann im Sprung elegant zu fangen. Er wollte es aber dem Kind auch nicht allzu leicht machen, und versteckte jedesmal, wenn er das Seil gefangen hatte, dieses an einem anderen Ort, stets darauf bedacht, dabei nicht beobachtet zu werden. Es war köstlich. So hatte man gleich zwei glücklich gemacht und ihnen die Zeit vertrieben: Hund und Kind.

Ich habe irgendwie das Gefühl, das wird nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein

Sommerschnipsel, drei

In der Nähe unseres Gartens gibt es eine Trafik. Bzw. sagen wir so, es gab vor ungefähr 30 Jahren eine Trafik und ein kleines Milchgeschäft. Ich kann mich erinnern, dass ich – in dem Alter meines Kindes jetzt – mit meiner Mutter dorthin einkaufen gegangen bin und ich habe meistens Schokolade und eine Kinder-Zeitschrift bekomme, die ich dann dutzende Male gelesen habe. Daher hab ich sehr gute Erinnerungen daran.

Nun gibt es diese Trafik wohl mangels Laufkundschaft eben leider schon lange nicht mehr, aber das Haus gibt es noch und sogar die Schrift steht noch da, als wäre gar nichts gewesen.

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Vor der ehemaligen Eingangstür ist sogar noch eine Werbung für die Zeitung Kurier angebracht.

Sommerschnipsel, zwei

Gut investierte neun Euro in den Sommerferien ist ein Basketballkorb zum Aufblasen und in den Pool stellen:

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Man glaubt gar nicht, wie lange da Kind (und man selbst, ähem) mit Wurfübungen beschäftigt ist. Da vergehen Stunden. Es muss also nicht unbedingt immer die letzte fancy High-Tech Neuheit sein.

Sommerschnipsel, eins

Letztens haben wir wieder mal den Opa besucht, der das Kind nicht sooft sieht und in Italien eine Badehose gekauft hat. Da entspann sich folgender Dialog

Opa: “Wieviel wiegst du denn jetzt?”

Das Kind: “24 Kilo”

Ich daraufhin: “Ja, aber nur mit Gewand”

Und der Opa lapidar: “Und mit einer nassen Kredenz.”

Das könnte irgendwie aus der Tante Jolesch sein.

EM live, drei

Noch kurz etwas zu Bob Geldof: wer den Song I don’t like mondays mag und ich ihn in der Erinnerung behalten will, die er immer von ihm hatte, liest bitte nicht den Wikipedia Eintrag dazu, wovon der Song inspiriert wurde. In eurem eigenen Interesse. Danke.

Hey, nicht lesen hab ich gesagt. Na gut, selbst schuld.

So, gestern wieder ein spannendes EM-Match, nämlich Italien gegen Spanien. Da fragt man sich schon, ob das eine Achtelfinalbegegnung sein muss, ich hatte schon Bedenken, dass ITA verfrüht rausfliegen könnte, gegen Spanien hatten sie in den letzten Jahren wenig Glück. Aber die Sorge war unbegründet, Italien spielte stark und ließ die Spanier über weite Strecken gar nicht ins Spiel kommen. Vor der Pause fiel das erste Tor, am Ende der zweiten Halbzeit, als Spanien noch auf den Ausgleich drängte, dann das 2:0

DSC_1120Erstaunlich: der Mann war noch im Büro und ich war nach Aufspringen, Jubeln, mit Kids nochmal jubeln und dann eine whats app an ihn schicken, mit der Meldung 2:0 immer noch schneller als der ORF Livestream. Tjo.

Bob Geldof spotting

Am Freitag haben wir den Geburtstags eines Freundes im Le Loft/Sofitel gefeiert.

Das war einerseits toll, weil natürlich Feier, andererseits weil es am bisher heißesten Tag des Jahres dort oben schön (ge)kühl(t) war, und auch noch, weil Sir Bob Geldof zwei Tische weiter gesessen ist. Zuerst waren wir uns nicht ganz sicher, aber nach einmal kurzen googlen stellten wir fest, dass er am Samstag fürs Donauinselfest gebucht war, also definitiv kein Doppelgänger. Wir haben uns kurz überlegt, uns an diesem heißen Juniabend beim DJ Do they know it’s christmas zu wünschen, aber das hätte die anderen Besucher dann doch zu sehr verstört.

Am nächsten Tag war Geldorf dann auch in der Zeitung (na ja, im Österreich):

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EM live, zwei

Na gut, das wars also wieder mit unserer EM-Teilnahme. Aus in der Vorrunde.

Der gestrige Tag ist schon holprig gestartet. Das Kind hat Ganztagsausflug, am Vortrag waren wir allerdings mit einem Freund im Donaupark, wo die Kids mit Vorliebe durch die verbliebenen Regenpfützen gerollert sind. Am Ende waren die Sneakers so nass, dass ich mir vorgenommen habe, sie zuhause gleich mit Zeitungspapier auszustopfen. Das Schuljahr ist aber schon lang und wir haben alle ziemliche Ermüdungserscheinungen und nachdem ich den Rucksack für den Ausflug gepackt habe, habe ich auf die Schuhe vergessen. Mit dem Erfolg, dass mir zwei Minuten vorm Aufbruch aufgefallen ist, dass die Sneakers – in Ermangelung von Zeitungspaper – immer noch klitschnass sind. Gottseidank haben wir noch ein zweites Paar elegantere Schuhe (für die Festivitäten), die dann auf den Ausflug angezogen wurden.

Am Nachmittag dann hab ich eine Nachbarin mit ihren zwei Jungs getroffen, mit Österreich T-Shirts. Als ich das kommentiert habe, meinte die Nachbarin: “Na ja, ein letztes Mal halt”. Wir haben gelacht und ich hab mir gedacht, ist das jetzt pessimistisch oder realistisch gedacht? Der weitere Verlauf des Abends würde das zeigen.

Wir waren bei Freunden zum Public Viewing eingeladen, allerdings musste das Kind noch vom Ausflug zurückkommen. Das hätte es um 17.30 tun sollen, allerdings bog der (erste) Bus erst gegen 17.50 in die Straße zur Schule. Und richtig, im ersten Bus war das Kind nicht. Auch nicht im zweiten. Sondern, klar, im dritten und letzten. Dafür durften die anwesenden Eltern die Wende-Manöver der jeweiligen Busfahrer in der engen Gasse bestaunen.

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Es wurde niemand verletzt!

Als wir dann um 18.15 endlich bei unseren Freunden waren, hatten wir das erste Tor schon verpasst. Leider nicht das erste Tor für Österreich. Ähem. Die Stimmung war etwas gedrückt. Aber gottseidank gab es bald darauf einen Elfmeter für unser Team. Nun muss man Elfmeter aber natürlich auch verwandeln… das könnte zum Problem werden. Und das wurde es auch.

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Stand zur Pause: 1:0 für Island. Nach der Pause wachte unsere Mannschaft dann allerdings auf und erzielte bald das 1:1. In der zweiten Hälfte spielten sie wirklich nicht schlecht, dennoch wollte einfach kein zweites Tor gelingen. Bzw. am Ende, als alles riskiert werden musste, gelang Island sogar noch das 2:1. Im ORF wurden anschließend Fans aus Österreich, die live im Frankreich vor Ort waren, zur Leitungs des Teams befragt, und eine Stimme des Volkes meinte: “Die zweite Hoibzeit woar gut, sunst woar olles gschiss’n” Tja, was will man noch groß analysieren, damit ist wohl alles gesagt. Harhar.