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The Dog Stars

Der bald 89-jährige Ridley Scott, bekannt für Werke wie Blade Runner, Alien oder Gladiator, der oft einen recht pessimistischen Blick auf die Welt und die Menschheit hat, hat einen post-apokalyptischen Film gedreht, der sich The Dog Stars nennt, zu “deutsch”: Das Ende der Sterne, nach dem Titel der Buchvorlage.

Der Mechaniker Hig (Jacob Elordi), ansässig in Colorado, ist einer der Überlebenden einer großen Pandemie, sein Hund Jasper immer an seiner Seite. Er hat sich mit dem Ex-Marine Bangley (Josh Brolin) zusammengetan, obwohl die beiden praktisch nichts gemeinsam haben, sie sind eine Zweckgemeinschaft in einer Welt, in der es kaum mehr Hoffnung gibt. Als Hig bei seinen Erkundungsflügen ein Funksignal erhält, glaubt er, dass es anderswo vielleicht eine bessere Zukunft geben kann…

SPOILER MÖGLICH

Man sollte sich von diesem Plakat nicht täuschen lassen. Jacob Elordi als Hig, eine Idealbesetzung für einen jungen melancholischen Mann, der vom Schicksal gezeichnet ist, steht zwar im Vordergrund mit dem Gewehr, er schießt aber tatsächlich, glaub ich, nie in diesem Film. Das macht hauptsächlich Josh Brolin, weil dafür wurde er typ-gecastet. Harhar. Aber tatsächlich wird in diesem Film überhaupt eher wenig gekämpft. Die Sache ist nur die: Wie nach Corona (natürlich die viel harmlosere Krankheit) stehen sich auch hier nach dieser Pandemie die Menschen sehr vorsichtig bis feindlich gegenüber. In diesem Fall, weil die Ressourcen schrumpfen, weil das Hab und Gut erobert oder verteidigt werden muss, weil es kaum eine Zukunft zu geben scheint.

Das Schöne an diesem Film ist, er ist über weite Strecke extrem langsam, fast elegisch erzählt. Hig fliegt mit seiner Cessna herum, die Natur hat Territorium zurückerobert, es ist, wenn man so will, die ganz große Entschleunigung eingetreten. Leider auch die ganz große Hoffnungslosigkeit. Denn die Überlebenden existieren zwar, aber viele andere Menschen scheint es nicht mehr zu geben und auch keine wirkliche Zukunft. Für Bangley reicht das, er will einfach nur irgendwie weiter leben. Da kann man reflektieren, was macht Leben eigentlich aus? Warum hängt man daran, wenn man fast alles verloren hat? Ist es genug, die Grundbedürfnisse zu erfüllen und kaum etwas darüber hinaus zu erleben, nur einen gewissen Status quo zu erhalten? Hig beschließt nein, lieber etwas wagen, anstatt weiterhin mit dem grantigen Bangley in halbwegs (!) sicheren Verhältnissen zu leben.

Mit seiner Reise nimmt der Film im wahrsten Sinn des Wortes Fahrt auf, es kommt für Hig nach einer Bruchlandung zur Begegnung mit Cima (Margret Qualley, die hier find ich ihrer Mutter Andie Mac Dowell sehr ähnlich sieht und wie immer super ist) und Pops (Guy Pearce, den ich nie erkenne, auch wenn ich ihn gut finde) und dann erlebt man zu dritt ein paar gefährliche und auch ein bisschen abartige Abenteuer und das ist ziemlich unterhaltsam, auf so eine Endzeit Art und Weise. Die tatsächliche Action – und ich bin kein großer Action Fan – ist mitreißend inszeniert und sieht nicht nach CGI aus. Eine Szene, die der Drehbuchautor der Buchvorlage eigenmächtig hinzugefügt hat, ist surreal und skurill, ich würde sie in diesem sonst ziemlich geerdeten Film nicht missen wollen.

Und nochmal ein extra Spoiler: Ridley Scott hat eine neue Botschaft für uns, und zwar wider Erwarten eine hoffnungsvolle. Wenn wir uns mit anderen zusammentun, und seien sie noch so gegensätzlich, wenn wir die Barrieren (auch in uns selbst) überwinden, dann sind wir stärker als alleine und auch glücklicher. Und das ist in Zeiten wie diesen gar nicht mal so banal wie man denken könnte.

Die Woche

Wie immer im September endet einiges und anderes beginnt (wieder).

Es war vermutlich einer der letzten Outdoor-Arbeitswochen, also sowohl am Laptop als auch im Garten selbst. Noch einmal Rasen gemäht – ich schwöre, nächstes Jahr kaufe ich einen neuen, weil der jetzige fällt fast auseinander, und ich packe es auch nicht mehr lange, 20 Meter Kabel hinter mir herzuziehen harhar. Der Pool wurde ebenfalls nochmals gereinigt, weshalb ich drinnen war, noch 27 Grad, richtig angenehm und trotz wirklich ausgedehnter Hitzewellen immer noch glasklares Wasser.

Außerdem war ich im Kino und habe mir The Dog Stars angesehen.

Bild/Text Schere, mein Film wird hier gar nicht angezeigt

Die ganze Welt so: Naja. Ich so: Hey ich mag das. Ein Film von Ridley Scott, der in post-pandemischen, post-apokalyptischen Zeiten spielt, klingt zwar grauenhaft, ist es aber meines Erachtens (!) überhaupt nicht, im Gegenteil. Pia Reiser meinte im fm4 Filmpodcast, dass er sogar witzige Momente hat. Man darf nicht vergessen, es gibt in der Welt dieses Filmes fast keine Menschen mehr, es gibt natürlich keine Kinos, keine Unterhaltungsmedien, auch keine Erwerbsarbeit, und trotzdem, so Reiser, liegt da das 1000 Seiten (und über 300 Fußnoten) Buch Infinite Jest von David Foster Wallace quasi unberührt auf dem Tisch. Also selbst wenn man auf der Welt gar nichts mehr zu tun hat außer sich ab und an vor marodierenden Banden zu verteidigen, kommt man nicht drauf, zur Zerstreuung dieses Buch zu lesen, harhar. Mehr zum Film dann bald.

Und heute endlich wieder mit L. frühstücken – so schnell, aber auch langsam sind zwei Monate vergangen.

Zweimal Egg Benedict und Cappuccino im Joseph

Eigentlich wollten wir ja durch die Stadt bummeln und uns ein Frühstückscafe suchen, aber es hat so geschüttet, dass wir dann doch quasi bei Wien Mitte geblieben sind. Das Egg Benedict war ausgezeichnet. Wir haben über unsere Sommer, unsere Kinder und uns selber geredet und es war so nett und lustig wie immer.

In Zukunft wieder öfter!

Aus Venedig

Jetzt mal was zu den Filmfestspiele in Venedig – es gibt übrigens schon Rezensionen zu den ersten Filmen dort auf Uncut zu lesen. Unter anderem stellen zwei Regisseure ihre neuen Werke vor, zu denen ich ein eher kompliziertes Verhältnis habe.

Erstens Danny Boyle. Der neue Film heißt Ink. Prinzipiell ein interessantes Thema, der Auftstieg der Zeitung The Sun in den 1960er Jahren. Aber, ich spreche offen: Ich mag das Gesamtwerk von Danny Boyle überhaupt nicht. Harhar. Sorry, aber es ist so, wird ihm auch zurecht wurscht sein. Ich kann mit seiner Art Filme zu machen einfach absolut nichts anfangen. Ob Slumdog Millionaire – einer der schlimmsten Oscar Sweeps überhaupt, meines Erachtens, und dabei mag ich Wer wird Millionär wie man weiß sogar sehr gerne. Ob 128 Hours, Trainspotting (ja auch der), Yesterday, oder auch Steve Jobs. Ich mag sie alle nicht, und lustigerweise aus ganz verschiedenen Gründen. Ich weiß noch, als Steve Jobs damals noch im TV lief und ich es parallel mit meiner Mutter schaute, whatsappte sie mir in der Werbepause: Das ist schon sehr anstrengend. Harhar. Trotz Michael Fassbender und Kate Winslet.

Endlich kann ich das Hollywood Zeichen aus dem Minimundus posten harhar

Zweitens: Martin McDonagh – auch nicht gerade mein Favorit. Obwohl ich seine Filme an sich besser finde, erzeugen sie bei mir immer ein länger anhaltendes Gefühl von Sodbrennen. 2022 zum Beispiel kamen fast nur echt schreckliche Filme heraus und einer davon war The Banshees of Inisherin. Der Trailer tat so: Haha lustig, zwei Männer, beste Freunde und einer von beiden will dem anderen jetzt die Freundschaft aufkündigen. Und es wurde so dargestellt, als wäre das eine leichtfüßige Bromance-gone-bad-Komödie. Nur war an diesem Film überhaupt gar nichts lustig, er war düster, bitter, dunkel selbst in den Nebenhandlungssträngen und auch dann, wenn sich die Menschen ausnahmsweise nichts Böses wollten (was eher selten vorkam) spielte ihnen dann noch das Schicksal übel mit. Oida.

Der neue Film von McDonagh heißt Wild Horse Nine und handelt von zwei Agenten auf den Osterinseln in den 1970er Jahren (Jössas) Und ich gönne John Malkovich, dass er bereits jetzt im Oscar-Geraune ist und ich werde mir den Film auch anschauen, aber mir schwant schon wieder Übles.

Was sonst noch geschah

Die Nachbarn aus Smarjeta 11 sind in Wien, wir haben uns leider im Rosental verpasst und so haben wir das Treffen im Katzencafe Neko in Wien nachgeholt, weil ihre Tochter liebt Katzen.

Neko heißt übrigens auf japanisch Katze, wie ich jetzt weiß. Das Cafe ist in einer schönen verwinkelten Ecke Wiens, in der Blumenstockgasse. Es ist von außen sehr unscheinbar, weshalb ich wieder mal vorbeigelaufen bin.

Ich glaube, das ist Sofie

Hier gibt es sieben Katzen in verschiedenen Formen und Farben Sie heißen Amy, Bella, Princess, Kasimir, Sofie, Ilvy und Milo. Wobei Milo (schwarz) hab ich persönlich nicht gesehen, Tarnfarbe womöglich.

Meine Bedenken, dass ich permanent Katzenhaare im Getränk haben werde (harhar) waren haltlos. Die Katzen machen großteils eh ihr eigenes Ding, haben viele Klettermöglichkeiten und Körbchen und nähern sich den menschlichen Gästen nur, wenn sie Lust dazu haben. Es gibt auch gewisse Verhaltensregeln, man darf sie nicht hochheben und nerven, was nachvollziehbar ist. Aber man darf sie streicheln, anschauen und auch fotografieren. Btw. lag der Frauenanteil in diesem Lokal, zumindest bei unserem Besuch, bei über 95 Prozent. Wir haben den Männer- und den Altersschnitt etwas angehoben.

Katze an Kuchenvitrine

Danach waren wir noch Essen, in einem anscheinend sehr neuen japanischen Lokal, Umai Ramen und Sushi.

Wunderschöner Blick nach draußen, auf die Schwarzenbergstraße

Bin ja nicht so der Spezialist der japanischen Küche, stehe dieser aber aufgeschlossen gegenüber, im Gegensatz zu vielen anderen Küchen (harhar), bin eher Purist.

Ich habe mich für Rindfleisch Bento und diverse Beilagen (Obst, Maki, Gurkensalat mit Alge) entschieden, was eine gute Entscheidung war und außerdem habe ich erstmals nur mit Stäbchen gegessen. Es war kein Besteck da und fragen wollte ich nicht. War gar nicht so schwierig wie ich mir das dachte.

Besonders hübsch und appetittlich serviert

Fazit: Es war wirklich sehr schön, dass wir uns gesehen haben. Hatten ein paar sehr lustige Stunden. Natürlich auch mit viel Kino-Content. Wir sehen uns teilweise wieder, bei der Viennale!

Sex and Death at Camp Miasma

So. Wie fang ich da an. Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist der dritte Film der nonbinären Person Jane Schoenbrun und der erste, den ich bisher gesehen habe.

Es geht um Kris (Hannah Einbinder), eine Filmregisseurin, die damit beauftragt wird, die legendäre (fiktive) Camp Miasma Horroflm-Franchise wiederzubeleben. In dieser Filmreihe geht es darum, dass Jugendliche, die ein Sommercamp besuchen, vom sogenannten “kleinen Tod”, der selbst als (trans) Kind ertränkt wurde und seitdem im See lebt und Rache nehmen will, abgeschlachtet werden. Kris soll die Franchise für die woke Gegenwart adaptieren, das heißt vor allem queerfreundlich neu denken. Für einen kreativen Gedankenaustausch trifft sie sich mit dem sogenannten final girl1 des ersten Camp Miasma Films, Billy (Gillian Anderson), die sich von der Schauspielerei zurückgezogen hat und alleine im Wald am Drehort der Filme (!) lebt….

ACHTUNG ORDENTLICHE SPOILER

Ich würde diesen Film als sehr intellektuellen Meta-Horrorfilm mit atemberaubenden Bildern bezeichnen.

Der Wald, in dem Billy wohnt, ist nämlich tatsächlich gemalt. Und zwar auf Glas, wie früher bei den Stummfilmen und verschmilzt dann vor der Kameralinse mit Aufnahmen echter Bäume. Und es sieht einfach wunderschön aus, vor allem, weil Kris diesen Wald erstmals betritt, als dieser tiefverschneit ist, was den traumhaften Eindruck noch betont. Auch darüber hinaus gelingt Schoenbrun eine Ästhetik zwischen 1980er Jahren Grobkörnigkeit und im wahrsten Sinn des Wortes leuchtendem Surrealismus. In einer Szene essen Kris und Billy Hühnchen und tunken diese in die typischen Fast Food Saucen ein, und alles wirkt hyperreal und übersexualisiert, ich mein, es ist immer noch Hühnchen harhar. In einer anderen Szene liegen die beiden vor dem Kamin, eingebettet in knallbunte Chips und Saure Drops Sackerl. Diese Bildwelt ist für mich ganz neu und kaum mit etwas anderem vergleichbar, ich fand das sehr faszinierend.

Der Film hat auch viel Mut: Die Figur der Kris – Schoenbrun sagt, sie selbst sei quasi Kris – lebt in einer polyamorösen Beziehung, erzählt Billy aber, dass dieses Partnerschaftsform sie nicht glücklich macht, dass der andere Partner ihrer Frau ihr extrem auf den Senkel geht und, dass sie an Sex selbst auch wenig Gefallen findet bzw. an dem, was sie als für sich “erlaubte” Fantasien definiert. Und hier ist schon sehr amüsant, wie Schoenbrun die woken Standards des politisch korrekten als extrem lustfeindlich dekonstruiert, wenn die primäre sexuelle Wunschvorstellung von Kris ausgerechnet die ist, dass der “kleine Tod” wie im Film auf sie lauert und sie “slashen” will, also eine absolut unkorrekte Gewaltfantasie. Und Billy bestärkt sie darin, diese Fantasie zuzulassen.

Die beiden Darstellerinnen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Wobei ich sagen muss, dass mir Hannah Einbinder bisher vor allem durch alle möglichen politischen Aussagen negativ aufgefallen ist – dieser Drang von Hollywood-Schauspielern, permanent wenig komplexe Statements zu sehr komplexen Themen zu tätigen, das geht mir auf den Senkel. Ich versuche aber, die tatsächliche schauspielerische Leistung davon zu trennen (und das ist weiß Gott nicht leicht) und in diesem Film hat mich Einbinder als verkopfte, zurückhaltend-kreative Frau tatsächlich voll überzeugt.

Das Manko, das dieser Film mit seinen dutzenden Eastereggs, Referenzen (von denen ich als kaum Horror-affine Person sicher wenig erkannt habe) und Metaebenen hat: Er befindet sich, ähnlich wie Kris, ein bisschen zu viel in seinem Kopf. Als Zuseher fühlt man sich ästhetisch eingelullt und intellektuell gefordert und das ist super spannend, aber man fühlt dabei relativ wenig. Es ist eher ein sehr schön bebildertes Thesenpapier als ein tatsächlich Film-Film. Und was den Horrofaktor betrifft: Natürlich ist dieser Film blutig, aber so überzeichnet und artifiziell, dass er weniger Grauen verbreitet, als herkömmliche Horrorfilme. Ich finde Camp Miasma ingesamt auf jedenfall sehenswert, weil es gäbe dazu noch ganz viel zu sagen. Und ich denke immer noch darüber nach.

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  1. “Final Girl” nennt man in einem Horrofilm, vor allem in einem Slasher, die Frau, die am Ende überbleibt und überlebt ↩︎

Bye August

Gestern waren die Kids zu Besuch im Garten. Das war fein. Ich habe Pizza vom Italiener und Red Bull vom Billa geholt (unbezahlte Werbung), ich liebe die Nahversorger in meiner Pampa. Es gibt sogar eine E-Lade Station, auch so etwas, was in der letzten Zeit enorm wichtig geworden ist und gestern ebenfalls genutzt wurde.

Außerdem habe ich wie geplant das Burden Buch Fremde angefangen und ich lese es tatsächlich bisher gar nicht als Abrechnung, sondern eine Chronologie des (entsetzten) Staunens, was aus einer Beziehung, einer Ehe werden kann. Von einer Minute auf die andere ist alles vorbei und man kann nur hilflos zusehen, wie das eigene Leben ein anderes wird, ein anderes werden muss.

Am Abend dann noch kontemplatives Blumengießen. Als Jugendliche habe ich immer mit einem Buch in der Hand gegossen, weil ich es so langweilig fand, mittlerweile kann ich dabei super entspannen.

Der Garten in seiner spätsommerlichen Verwilderung

Heute bin ich mit einer WhatsApp Nachricht aufgewacht, ob ich “auf die Schnelle” einen Auftrag annehmen kann. Gibt es eine bessere Nachricht am Sonntag um 7.30? Wohl kaum. Aber ich war natürlich Willens und habe dafür dann gelesen: “Du rettest mich mal wieder”. Und dafür bin ich sehr empfänglich.

War aber dann dazwischen zweimal im Wasser, weil wer weiß wie lange noch. Das Wasser hat wieder 28 Grad und fühlt sich doch schon anders an, weil jedes Mal baden jetzt das letzte Mal sein kann und ich liebe diese Spätsommertage in ihrer Vergänglichkeit, weil sie nicht mehr diese Selbstverständlichkeit haben, sie lassen sich jetzt schon bitten.

Wegen der Arbeit habe ich einen Kinobesuch verschieben müssen. In der nächsten Zeit will ich The Dog Stars und Teenage Sex and Death at Camp Miasma sehen – manche Menschen, als ich ihnen das Plakat gezeigt habe: Ach du Scheiße! Harhar. Und ja, sehe ich eh auch so, es soll aber ein Meta-Meta Film sein, und darauf bin ich dann doch neugierig.

Morgen dann nochmal ein arbeitsmäßiger Vollgas-Tag und ich freue mich sogar darauf. Und dann ist der August schon wieder vorbei.

Juror #2

Endlich habe ich Juror #2 gesehen, den möglicherweise letzten Film von Clint Eastwood, der ja immerhin schon 96 Jahre alt ist. Juror #2 – Sonderzeichen in Titel immer schwierig – hat aus unerfindlichen Gründen bei uns gar keinen und auch in den USA nur einen sehr kleinen Kinostart bekommen. Dabei hat er das Potential zum sehr soliden Crowdpleaser.

Worum geht es? Justin (Nicholas Hoult), ein Feuilletonjournalist, lebt mit seiner hochschwangeren Frau Ally (Zoey Deutch) ein beschauliches Leben in Georgia, als er als Geschworener für einen aufsehenerregenden Mordprozess einberufen wird. Weil es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, ist Justin nicht besonders glücklich über die Aufgabe zu gerade diesem Zeitpunkt, doch bereits am ersten Tag ist er mehr in den Fall um einen jungen Mann, der angeblich seine Freundin getötet hat, involviert, als er sich das gewünscht hätte…

ACHTUNG SPOILER

Es wird schon in den ersten Minuten klar, dass Justin am Tatabend dasselbe Lokal wie das Paar besucht hat. Er kann sich deshalb so gut daran erinnern, weil es der Geburtstermin seiner Zwillinge gewesen war und er damals als trockener Alkoliker kurz davor war, wieder zu trinken; weil es die Zwillinge nicht geschafft haben, weil er sich deshalb in einer Lebenskrise befand. Mehr erfahren wir darüber nicht und das ist eine der sehr guten Entscheidungen die Regisseur Eastwood trifft. Es gibt uns die Informationen zu unserer Hauptfigur nach und nach, die Figur ist um einiges vielschichtiger als sie uns am Anfang vielleicht erscheint und manches überlässt er vollkommen unserer Fantasie.

Aber Justin ist noch wesentlich tiefer in den Fall involviert. Er hat nach Verlassen des Lokals – er lässt seinen Drink unberührt stehen – bei Gewitter und schlechter Sicht ein Reh angefahren, so dachte er zumindest, er konnte das Tier anschließend nirgends entdecken. Bald wird aber klar, dass es stattdessen das “Mordopfer” war, das ihm vors Auto gelaufen und dann in die Schlucht daneben gestürzt ist. Es war ein Unfall, aber würde er sich nun stellen, wären die Fakten folgende: Er hat als langjähriger Suchtkranker in dem Lokal Alkohol bestellt und danach Fahrerflucht begangen. Sein Betreuer bei den AA Larry (ein charismatischer Kiefer Sutherland) macht ihm klar, dass er für diese Tat 30 Jahre ins Gefängnis gehen könnte. Er würde seine Frau, die ihm aus der Sucht geholfen hat, im Stich lassen, und seine Tochter nicht aufwachsen sehen. Aber Justin ist ein guter Mensch. Er möchte auch nicht, dass jemand anderer hart für etwas bestraft wird, was dieser gar nicht getan hat. Und so will er die übrigen Geschworenen davon überzeugen, auf “nicht schuldig” zu plädieren, ohne den wahren Schuldigen finden zu müssen.

Und um das alles noch etwas komplexer zu machen, trifft Eastwood noch andere interessante Entscheidungen. Der Angeklagte ist, anders als Justin, kein “guter” Mensch. Er war Mitglied in einer skrupellosen Jugendbande, er wirkt roh und die Beziehung zu seiner Freundin war zumindest gewaltaffin. Sein Pflichtverteidiger Eric (total unterschätzt: Chris Messina) ist cleverer als andere in dieser Position und seine Menschenkenntnis sagt ihm, sein Mandant spricht die Wahrheit. Die Staatsanwältin Faith (Nestroy schau oba) (Toni Colette), mit Eric befreundet, muss diesen Fall wiederum gewinnen, weil sie sich um ein politisches Amt beworben hat. Sie ist eine hartgesottene, karriereorientierte No-Bullshit Person, die schon alles gesehen hat, und deren Mitleid mit wem auch immer sich in Grenzen hält, aber im Laufe des Prozesses beginnt auch sie an der Schuld des Verdächtigen zu zweifeln.

Eastwood zeigt uns immer wieder die blinde Justitia und die Waage als Symbol für Verhältnismäßigkeit. Er bringt Referenzen zu True Crime Podcasts, zum “gesunden” Volksempfinden. Er führt uns vor Augen, dass es “die Wahrheit” kaum gibt, vielleicht am wenigstens vor Gericht, wo es eher um eine gute Geschichte und Rheotrik geht, und reflektiert, wer eine zweite Chance verdient hat und wessen Bestrafung mehr Kolleteralschäden verursachen würde. Und das ist wirklich ordentlich spannend und sehr gut gespielt, weil es noch mehr als ein Gerichtsdrama ist, nämlich eine bis in kleinste Details ausgestaltete Charakterstudie.

Auf letterboxd schrieb jemand: “Sorry this is the type of movie that needs to commit to an ending”.

Ich verstehe die Argumentation würde aber behaupten, dass dieses (semi)-offene Ende eher dem entspricht, was uns der Film insgesamt sagen will. Dass es dieses Ende geben kann – oder ein anderes. Dass es nur ein schlechtes Ende gibt. Und ein noch schlechteres.

Drei Freundinnen

Als Studentin habe ich mal einige Zeit lang im Schloss Schönbrunn gearbeitet, und dort eine Theaterwissenschaftstudentin kennengelernt, mit der ich in den Mittagspausen immer vor allem über Kinofilme gesprochen habe. Einmal kam eine WU-Studentin dazu (es klingt wie ein Klischee, aber es war halt so) und meinte zu uns: Ach ich hasse französische Filme, da wird immer nur geredet. Harhar.

Mein Filmgeschmack hat sich später auch, wie soll ich sagen, diversifiziert, aber heute habe ich mal wieder einen dieser französischen Filme gesehen, in denen viel geredet wird. Weil in den österreichischen Kinos und – da muss ich jetzt Pia Reiser vom fm4 Filmpodcast zitieren – wird praktisch jede französische Gesellschaftskomödie, die gedreht wird auch gezeigt. Mein Zusatz: Und in jeder spielt gefühlt Vincent Macaigne mit, den ich super sympathisch und brummbärig finde. Die Komödien selber: Manchmal “so lala”.

Der heutige Film heißt Drei Freundinnen und ist von Emmanuel Mouret. Und Nomen est Omen. Es geht um Joan (India Hair), die mit Victor (eben Macaigne) zusammen ist und feststellt, sie ist nicht mehr verliebt in ihn. Es geht um Alice (Camille Cottin), die ihr daraufhin sagt, sie war in ihren Partner Eric eh nie verliebt, das ist besser so, dann verliebt-sein stürzt einen nur ins Unglück, man ist da gleich in einer unterlegenen Position. Und dann gibt es noch Rebecca (Sara Forestier), die mit besagtem Eric eine Affäre hat – was Alice natürlich nicht weiß (hey, es ist eben ein französischer Film)…

ACHTUNG SPOILER

Es gibt einige Dinge, die ich an diesem Film sehr mochte. Einerseits die Erzählperspektive. Victor erzählt nämlich aus dem Off und das sehr pointiert: “Hier haben wir eine Figur, aber das ist nicht die Hauptperson. Er ist gerade drauf und dran, meinen Job zu übernehmen.” “Hier haben wir einen Ort der Handlung. Und hier und hier” Ich mag ja so etwas. Dennoch bin ich schon wieder drauf reingefallen, dass es so eine Konvention wäre, dass die erzählende Figur selbst am Ende des Filmes noch am Leben sein wird. Obwohl ich eh bereits Filme gesehen habe, in denen das nicht der Fall war. Hier eventuell auch. *hüstel*

Ich mochte, dass Menschen hier so aussehen wie Menschen aussehen. Normale Figuren und Frisuren, kein Botox weit und breit (!), kaum Schminke, da passt das Shirt nicht zum Rock, und die Farben sind unvorteilhaft, die Wohnungen sind generell unordentlich, wie im richtigen Leben. Ich mochte die Diskussionen über (romantische) Liebe: Was ist das eigentlich, braucht man das für eine Beziehung oder ist es eher hinderlich, was ist wirklich wichtig in einer Partnerschaft, warum hat man überhaupt eine Partnerschaft. Und ich mochte, das hier keine “Hollywood Endings” passieren, auch wenn sie so schön passen würden. Ich mochte, wie Rebecca bei einem Date dem Mann, den sie trifft, erzählt, sie würde gar nicht gerne reisen und hätte das auf der Dating Plattform nur geschrieben, weil man ja nicht schreiben kann “Ich bin gerne zuhause”, harhar, I feel you!

An diesem Film ist so gesehen nichts falsch – außer vielleicht die Szenen in denen Joan den, ja sprechen wir es aus, toten Victor imaginiert – aber der Film hat halt auch keine besondere Dringlichkeit oder besonders viel, was er einem unbedingt mitgeben will, für das eigene Leben. Oder anders gesagt: Es ist nicht so, dass es irgendwas großartig verändert, wenn man diesen Film sieht. Und laut Charlie aus dem Roman Perks of a Being a Wallflower verändert ein richtig guter Film das Leben immer ein stückweit und ich stimme ihm da auch durchaus zu.

Anderseits ist es auch mal ganz schön, einen Film zu sehen, der irgendwie so angenehm dahinplätschert, amüsant ist, ein bisschen zum Nachdenken anregt, einen aber auch nicht sonderlich aufwühlt oder einem gar das Herz rausreißt. Aber, und das ist auch wichtig, trotzdem nichts von einem TV-Movie hat. Ob das jetzt eine Empfehlung ist, mag jeder selbst entscheiden, harhar.

Serge

Im Jahr 2024 erschien der Film A Real Pain von und mit Jesse Eisenberg, von dem ich leider nicht so begeistert war wie der Rest der Welt. Eisenbergs Co-Star Kieran Culkin bekam sogar den Nebenrollen-Oscar, weil er einen sehr unsympathischen Menschen sehr unsympathisch verkörperte, harhar. Ich weiß, es ging auch darum, dass hinter dessen nervtötenden Persönlichkeit ein verletzlicher Mensch steckt und der Zuseher für diesen Empathie aufbringen sollte, es hat bei mir nur nicht funktioniert, ich fand ihn einfach nur furchtbar anstrengend. Die Prämisse des Filmes aber, zwei amerikanische Cousins mit polnischer Herkunftsfamilie machen nach dem Tod der Großmutter eine “Holocaust-Tour”, um ihren Wurzeln und damit sich selbst auf die Spur zu kommen, fand ich wirklich interessant.

Nun habe ich Serge von Yasmina Reza gelesen und sehen wir uns die Prämisse hier an: Drei Geschwister, Franzosen mit ungarischer Herkunftsfamilie, machen nach dem Tod der Mutter einen “Holocaust-Tour”, um ihren Wurzeln und damit sich selbst auf die Spur zu kommen. Hm. Der Roman ist übrigens von 2022. Serge hat jedenfalls alles, was dem Film meines Erachtens fehlt.

So ein Buch kann natürlich nur jemand schreiben, der selbst jüdischer Herkunft ist, vor allem wenn die Betrachtungen teilweise so bitterböse und auch selbstkritisch sind. Die titelgebende Figur des Serge sagt einmal: “Die übrig gebliebenen Juden sind nichts wert. Guck dir doch die Nullen an, die wir jetzt haben.”1 Aber zum Teil ist es auch ziemlich komisch. Einmal meinte Serge über etwas: “Das erstatten sie uns zurück” und bekommt zur Antwort: “Juden erstatten nichts zurück.”2 Oder wenn der Erzähler Jean, Bruder von Serge, feststellt: “Meine Mutter hatte einen wenig in unsere Zeit passenden Reflex: Um nichts in der Welt wollte sie Opfer sein.”3

Reza schafft auch, was der Film ebenfalls versuchte, eine Kritik an der Erinnerungskultur-Industrie an sich anzubringen, an den Touristen, die ergriffen von ihrer eigenen Haltung sind, dabei aber Sackerl von H&M oder Zara tragen, weil sie nach dem Besuch von Ausschwitz eben shoppen oder gut essen gehen. Gleichzeitig stellt aber gerade die Figur Serge die Sinnhaftigkeit von Erinnerung quasi auf Kommando kritisch in Frage, wenn er über die “besonders trübsinnig inszenierte ungarische Ausstellung” in Ausschwitz reflektiert. Und wie wenig kathartisch es sei, neben der berühmten “Judenrampe” zu stehen, in der hellen Sonne, in Shorts, Kekse zu essen und zu schwitzen. Serge hat überhaupt wenig übrig, für die “unerbittliche Ernsthaftigkeit der Jugend” (was für eine wundervolle Formulierung!) Dennoch wird hier natürlich nichts kleingeredet oder verharmlost, im Gegenteil: Schmerz und Verletzlichkeit haben in diesem Roman mindestens ebensoviel Platz.

Jetzt denkt man sich vielleicht – warum heißt der Roman “Serge“, wenn es um drei Geschwister geht. Das werde ich nicht verraten, weil ich das Buch sicher einmal verschenken werde. Aber sagen wir so, auf den letzten 20 Seiten wird es klar. Die anderen beiden Jean (der Erzähler, das mittlere Kind) und Nana, die “kleine” Schwester bekommen in dieser Geschichte aber ebenfalls viel Raum, so wie noch andere Familienmitglieder, die oft mittels liebenswerter Schrullen charakterisiert werden. Hier wird aber auch bei Familienkonflikten und Traumata ganz genau hingeschaut und gar nichts beschönigt, und ich mag ja so eine radikale Ehrlichkeit, wo aber keine Bitterkeit, sondern immer noch eine Schicht Galgenhumor dahinter steht, sehr gerne.

Berührend ist, wie Nana im Streit Serge einmal hinterherschimpft, dass sein Leben gescheitert ist. Das bereut sie später. “Es tue ihr furchtbar leid, dass sie das gesagt habe, sein Leben sei restlos gescheitert. Welches Leben denn nicht? Nach welchen Kriterien könne man sagen, ob ein Leben gescheitert sei oder nicht?”4

Ich liebe die Art wie Reza schreibt und wie ich sehe, gibt es in den Büchereien eine Menge ihrer Bücher….

—

  1. Yasmina Reza: Serge, Seite 104 ↩︎
  2. Reza, Seite 57 ↩︎
  3. Reza, Seite 33 ↩︎
  4. Reza, Seite 203 ↩︎

The Invite

The Invite, der neue Film von Regisseurin Olivia Wilde, nach einem Theaterstück, das schon öfters adaptiert wurde, erinnert von seiner Prämisse erstmal sehr an Carnage (Gott des Gemetzels)

Hier wie da handelt es sich um ein Kammerspiel von zwei Paaren, die sich treffen, um miteinander zu reden und irgendwann bei der Abrechnung über ihr Leben und ihre Beziehung landen. Hier ist allerdings nicht ein Streit unter Kindern der Auslöser, sondern Angela (Olivia Wilde selbst) hat über den Kopf ihres Mannes Joe (Seth Rogen) hinweg beschlossen, die Nachbarn von oben Hawk (Edward Norton) und Pina (Penelope Cruz) einzuladen, die ihm extrem auf die Nerven gehen, weil sie nachts sehr äh laut sind. Joe, der selten mit seiner Meinung hinterm Berg hält, will die Chance nutzen und die beiden auf ihre “Lautstärke” ansprechen, während das Angela sehr peinlich ist und sie die beiden insgeheim bewundert, weshalb sie sich auch eingeladen hat. Doch dann kommt alles anders…

SPOILER MÖGLICH!

Bei diesem Film wäre es gut, wenn man sich möglichst wenig vorab informiert (zum Beispiel hier, harhar) und sich nicht den Trailer ansieht – was fast unvermeidlich ist, wenn man öfters ins Kino geht. Dieser gibt nämlich schon gewisse Hinweise, was in diesem Film passieren wird. Aber dann auch nur über einen Teil des Films, weil es gibt den einen oder anderen Twist.

Mir hat an diesem Film gefallen, dass er sich so eine Klischeesituation vornimmt – zwei Paare, die sich kaum kennen, treffen sich, was ja immer in gewisser Weise einen performativen Charakter hat – und dann zuerst auch mit Paarklischees bzw. Stereotypen von urbanen Menschen im mittleren Alter spielt. Es geht unter anderem um Veganismus, Kosenamen, schicke Teppiche und Klappräder. Das Publikum in meiner Vorstellung war sehr erheitert, ich habe Leute schon lange im Kino nicht mehr so lachen gehört, was verständlich ist, die Besetzung ist exzellent, das Gespür für timing stimmt und die Dialoge nehmen sich auch kein Blatt vor den Mund, Andeutungen: Fehlanzeige, hier geht es ganz schön explizit zur Sache. Aber dann entwickelt sich der Film doch in eine andere Richtung.

Wir verfolgen die verschiedenen Dynamiken eines solchen Abends. Wer wann im Mittelpunkt der Gespräche steht, wer was von sich zeigen will (und was nicht), wer wann ermüdet, wer zu Hochform aufläuft und wie sich das auch immer wieder ändert. Das eher “coole” Paar hat genauso seine unsicheren Momente. Hawk neckt Pina spielerisch, weil sie ein falsches englisches Wort verwendet hat, darauf sie toternst: “Your spanish is also not as good as you think”. Das etwas “spießigere” Paar ist ehrlich zueinander, Angela: “I just didn’t want them to feel like they were visiting people who have given up.” Hier ist keine Person eindimensional, man versteht jeden und jede in manchen Momenten – und dann auch wieder nicht.

Im Laufe des Abends kommt es bei Angela und Joe zu einer großen Erkenntnis und als Pina und Hawk gehen wollen und die beiden in der Küche noch schnell Pinas Casserole auswaschen, und dann wieder zurückkommen, ist das Besucherpaar weg. Und in diesem Moment empfand ich das als etwas märchenhaftes, als wären sie weggezaubert worden, so als hätte man den ganzen Besuch nur geträumt oder erdacht, als hätten Angela und Joe einen Katalysator gebraucht, um über Probleme zu sprechen, wirklich zu sprechen, aber dieser Katalysator könnte auch nicht-materiell gewesen sein. Klingt etwas gaga? Ist es auch hahar. Aber ich habe das eben so empfunden.

Das Ende ist, wie ich es am liebsten mag – offen. Jeder Zuschauer kann und wird seine eigenen Schlüsse ziehen und diese werden maßgeblich davon beeinflusst werden, welche Erfahrungen er oder sie selbst in Beziehungen bisher gemacht hat. Von hoffnungsfroh-optimistisch bis bitter-resignativ kann da alles dabei sein.