zwei österreicher mischen cannes auf.
preise gibts nämlich sowohl für michael haneke, die goldene palme, als auch für christoph waltz als bester darsteller.
my little place on the web…
zwei österreicher mischen cannes auf.
preise gibts nämlich sowohl für michael haneke, die goldene palme, als auch für christoph waltz als bester darsteller.
alice schwarzer ist zur zeit in österreich – sie hält vorlesungen am publizistikinstitut und an der angewandten. und sie tingelt durch die medien: von frühlingszeit zu club zwei, vom fm4 doppelzimmer zu willkommen österreich.
vor ein paar wochen habe ich sie, während einem meiner spärlichen besuche auf der uni, ebendort getroffen. laut lachend, sehr präsent, sympathisch. natürlich ist ihre person und ihre arbeit kontroversiell. gewisse dinge dinge an ihr mag ich, andere irritieren und befremden natürlich auch ein wenig. ein medienstar wie schwarzer hat botschaften griffig auf den punkt zu bringen. für zwischentöne bleibt da oft kein raum.
an ihrem besuch bei willkommen österreich mochte ich ihr auftreten und ihre selbstironie. auch ihren witz, sie spricht grissemann und stermanns bäuche an und attestiert ihnen dennoch (oder vielmehr gerade deshalb) einen gewissen erotikfaktor. es ist wohltuend, eine frau im fernsehen zu sehen, die sich an keine ungeschriebenen gesetze hält, wie eine frau im fernsehen oder auch sonstwo auszusehen hat. außerdem klärt sie dankenswerter weise ein missverständnis auf: nie habe sie, schwarzer, leuten vorschreiben wollen, was sie in ihren schlafzimmern machen sollen und was nicht. wenn sie die sexuelle unterwerfung der frau kritisiert, so gilt das ausschließlich für pornografische filme (von denen sie generell ja nicht allzuviel hält). böser cop grissemann: "aber wenn man es geil findet…"
eine andere aussage von schwarzer – in frühlingszeit – erschien mir allerdings verstörend. schwarzer kritisiert heidi klum, ihre show germanys next topmodell und rät klum, die ja nun wieder schwanger ist, sich "vielleicht doch mehr um ihre bald vier kinder zu kümmern." dieses statement, von einem mann geäußert, wäre wohl (von ihr?) als relativ offen sexistisch bezeichnet worden. oder war da ein hauch von selbstironie zu spüren? falls ja, war das medium, in dem die aussage getätigt wurde, eindeutig das verkehrte.
außerdem habe ich persönlich nichts gegen GNTM – ich frage mich offen gesagt, bei welcher sendung ich zukünftig die bügelwäsche erledigen soll.
im falter gelesen:
"brutzeln, rühren, sautieren, wohin zu schaust. (…) vor allem der deutsche privatsender vox definiert sich mittlerweile nur mehr übers essen. da bekochen sich durchschnittstypen gegenseitig und stierln in der wohnung des jeweiligen gastgebers herum – das perfekte dinner, mo-fr 19 uhr (…)"
ich hab das zwar noch nie gesehen, da ich mit kochen jetzt nicht sonderlich viel am hut habe (hier kocht nicht die chefin), finde es aber sehr pointiert formuliert. stermann hat in willkommen österreich ja mal gemeint, er würde gerne eine literatursendung moderieren und er hat auch schon einen titel dafür: das plusquamperfekte dinner. harhar.
die flip flop saison ist hiermit offiziell eröffnet.
und es fühlt sich fabelhaft an!
im gymnasium hat eine schulkollegin einmal ein referat zum thema: "war epikur ein epikureer?" gehalten. ich habe keine ahnung mehr, was ihr fazit war – wahrscheinlich "nein", denn warum sonst die frage – aber da epikureer manchmal als genussmenschen bezeichnet werden, bin ich wohl einer. und ich liebe wochenende wie das vergangene.
freitag abend hatten wir wieder sturmfrei und waren aus. pokern mit freunden. ich wurde erstaunlicherweise zweite. im heads up verliere ich allerdings immer noch die nerven und gehe wohl zuwenig risiko ein. oder habe kein pokerface. ich weiß es nicht genau. jedenfalls war es ein langer, lauer und lustiger abend.
samstag dann bis neun uhr ausgeschlafen und mit einem ohrwurm auf den lippen zum frühstück: i am not a saint, but i am not a sinner. now everything is cool as long as i am getting thinner. lily allen ironisch. dann kommt adrian nachhause und wir blödeln herum. am nachmittag machen wir eine runde mit dem neuen auto (es muss schließlich eingefahren werden) – zu toys ‘r us. adrian soll auch einen fahrbaren untersatz bekommen. wir lassen ihn einige bobbycars probefahren aber nichts begeistert ihn so wirklich. er hat allerdings interesse an einem sponge bob poster (hängt nun in seinem zimmer). anschließend ins helenental. wenn man nach hinterbrühl wieder auf die autobahn auffährt, hat man einen beeindruckenden blick über wien, das zum greifen nahe aussieht.
am sonntag ist es warm, der himmel ist blau. am nachmittag sind wir eingeladen. wir sitzen draußen, essen tichy eismarillenknödel und schokobusserl, dazu himbeeren und erdbeeren und trinken cappucino. adrian hat viel zu entdecken. man muss ein auge drauf haben, dass er nicht die ganze terasse auf den kopf stellt. kaum zu glauben, dass er vor einem jahr noch so winzig war, sich von milch ernährte und ausschließlich getragen wurde. es ist toll, wie selbstständig er schon ist. muss da immer an lost in translation denken, wo bil murray über das kinder-haben sagt: "your life as you know it, is gone. never to return again. but they learn how to walk and they learn how to talk – and you want to be with them." auch die gastgeber haben da was zu feiern. ich freue mich total.
bei der heimfahrt hören wie die virgins. love is colder than death. ein smoother ohrwurm. und die sonne geht gerade unter.
norwegen hat den diesjährigen songcontest mit der nummer fairytale gewonnen.
ich seh schon die schlagzeilen: "fairytale came true" und so weiter. aber besser als 1997 der bosnische beitrag goodbye – stermann damals: "ein guter, aber strategisch unkluger titel".
fairytale ist ein programmierter ohrwurm. dass jemand mit einer geige in der hand den bewerb gewinnt, ist erstaunlich. gilt die geige doch nicht unbedingt als das hippste musikinstrument unserer tage. nicht das erste mal übrigens: die schweiz hat das 1990 auch mal, mit eher mäßigem erfolg, versucht. aber dort war die kombination: älterer herr, weißer anzug, geige wohl too much. junger bursche und geige funktioniert 2009 allemal besser.
was sich der orf dabei gedacht hat, den wettbewerb der songs nicht zu übertragen (stattdessen den lifeball, ok, diese entscheidung ist gut), aber dann das voting in voller länge auszustrahlen, ist mir nicht ganz klar. ok, das voting war immer das highlight. wenn man aber keinen einzigen song des wettbewerbs vorher gehört hat – so unerfreulich das manchmal auch gewesen sein mag – geht einem das voting alleine eher sonstwo vorbei.
ein paar schnelle notizen zu the pursuit of happyness, lief am sonntag im orf.
wien bekommt elf jahre nach falcos tod im juni eine nach ihm benannte gasse.
ich bin ja schon seit längerem auf der suche nach der hektiker-parodie auf falcos skandalhit jeanny aus dem jahr 1985. ich hatte ihn irgendwann mal auf musikkassette. aber die zeit der kassetten ist lange vorbei. bei den hektiker hieß die parodie ja spinn i. also auf hochdeutsch: bin ich wahnsinnig.
der text von spinn i bezieht sich direkt auf falco und den hype um den song jeanny, sowie die geplanten weiteren teile des hits – coming home und part 3. der refrain ging ungefähr so: "there must be something wrong, people still like the song – there’s no one who needs it." der newsflash wird bei den hektikern zum phonetisch ähnlich klingenden "reisfleisch" gemacht und der nachrichtensprecher berichtet – anstatt über ein vermisstes mädchen – über eine beunruhigende anzahl an "hansis" in der heimischen hitparade. abgesehen von falco, hans hölzl, waren damals auch ein ex-boxer, hans orsolic mit mei potschertes leben und ein ex-fußballer, hans krankl, mit lonely boy (btw das war auch auf meiner besagten kassette) im radio präsent. hans hölzl sei aber ein "besonders tragischer fall", da er seinen nummer eins hit auf drei teile ausdehnen möchte. "experten schließen die möglichkeit nicht aus, dass es sich hierbei um ein selbstplagiat handelt." am ende der parodie liest einer der hektiker im falco slang einige niederösterreichische stationen der südbahn vor.
das war irgendwie schräg und hatte was. der restliche text wurde aber wahrscheinlich selbst von den hektikern schon lange vergessen. falls nicht: bitte schickt ihn mir zu!
es ist mal wieder soweit – ein designer hat sich in den dienst von h&m gestellt. die stücke gibts in kürze in den filialen bzw. teilweise auch online zu kaufen.
normalerweise tangiert mich das ja eher weniger. diesmal finde ich es aber beachtenswert, dass williamson in seiner sommerkollektion gleich mehrere badeanzüge im programm hat. badeanzüge sind generell schwer zu finden – die meisten modehäuser setzen fast ausschließlich auf bikini – und wenn, dann sehen sie entweder grauenhaft oder unfassbar öde aus.
deshalb hoffe ich, dass ich bei williamson ein schnäppchen machen kann. schließlich gehts in etwas mehr als einem monat schon ans meer.