almis personal blog

flamingo, zwei

crossfire ist also die erste single vom album flamingo und zuerst denkt man: hm, naja. aber dann… crossfire ist definitiv ein song, der mit jedem mal hören wächst. ich kenne übrigens praktisch keinen sänger, der die aufforderung "lay your body down next to mine" so rüberbringen kann, dass es nicht lasziv, anlassig, arrogant oder dominant klingt, sondern absolut unschuldig. unschuldig ist flowers auch im dazugehörigen video. da lässt er sich von oscar preisträgerin und killers-fan charlize theron aus allen möglichen gefahrensituationen retten. was man theron auch abnimmt: ihren oscar bekam sie für die darstellung einer mörderin in monster. action-affin gibt sie sich auch in der comicverfilmung aeon flux.

zurück zu flamingo. only the young ist ein hoffnungsvolles und romantisches plädoyer, in dem flowers betont: "only the young can break away – are you looking for a sign, or are you confident?". die dramaturgische klammer zu diesem song stellt the clock was tickin’ dar – ein bittersüßes resümee eines lebens voller träume, die sich nicht erfüllten, vom harten broterwerb für einen großfamilie, wo kein platz für genuß und illusionen ist. daneben die uhr, die unablässig tickt, unbeeindruckt von dem, was passiert. und dennoch: hier und da weicht die resignative stimmung der erkenntnis, dass es auch schöne erinnerungen gibt.

hard enough ist ein duett mit jenny lewis, ein ehrliches lied über die schwierigkeiten einer liebe, einer beziehung. ich mag an diesem song besonders, dass flowers in manche strophen zuviel text packt – mir gefällt die rhythmik dabei. was it something that i said hat etwas von billy joel. vielleicht ein pendant zu scences from an italian restaurant – nur, dass das restaurant bei flowers natürlich in vegas steht und nicht wie bei joel in new york. on the floor kann als religiöses bekenntnis verstanden werden (ist aber dennoch/gerade deshalb hörenswert), playing with fire – ein zwiegespräch zwischen vater und sohn – besticht mit zeilen wie: "that road outside that you’ve been taking home forever, that’ll be same road that i’ll take when i depart." 

die reviews mögen zweispältig sein, zuviel killers oder auch zuwenig, zuviel religion und las vegas, zuwenig mut und innovation? mich erreicht brandon flowers, ich mag seine stimme und seine lyrics und die stimmung, die seine songs verbreiten. ich höre ihm gerne stundenlang zu. was ich nicht von allzuvielen musikern behaupten kann.

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