Nadine hat unlängst über das Sommer-Mitte Phänomen geschrieben und wie es ihr irgendwie schon reicht vom Sommer und seinen “Begleiterscheinungen”.
Ich habe tatsächlich in meinem Roman darüber geschrieben, wie froh die Protagonistin ist, als sie im August das erste mal den Herbst riecht, weil dieser Geruch sie erleicht. “Der Sommer, mit seinen unendlichen Möglichkeiten, von denen man immer die falsche wählte, liegt nun bald hinter mir.” Ich selber liebe an sich den Spätsommer/ Frühherbst auch am meisten.
Heuer ist es bei mir aber trotzdem noch nicht soweit, komischweise. Vielleicht bin ich auch nur noch einen Hitzetag von 39 Grad davon entfernt, harhar.

Vielleicht…
…weil es der erste Sommer seit 16 Jahren ist, wo im September nicht ein neues Kindergarten/Schuljahr beginnt, sondern etwas anderes, mit dem ich nur mehr am Rand zu tun habe.
…weil ich erstmals seit sieben Jahren wieder auf Urlaub war, und jetzt einen fast komplett unverplanten August vor mir habe, einfach gar keine Termine und keine dringenden Arbeitsdeadlines.
…weil ich mich besser fühle, als in den letzten Sommern, in meinem Haus, in meinem Garten, mit mir.
…weil es schön ist, ein erwachsenes Kind zu haben, mit dem Zeit verbringen kann, ohne, dass ich mehr Verantwortung habe. Ich bin jetzt mehr so ein Michael Caine in Batman Begins, gescheit reden aus dem Hintergrund harhar.
…weil ich im Moment viel Zeit zum Schreiben habe und das Gefühl, dass es irgendwie doch dem Ende zugeht, wovor ich auch immer etwas Angst hatte. Weil mein Roman sehr lange mein Rettungsanker war. Aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, ich bin bald soweit, alles gesagt zu haben, was ich sagen wollte
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