almis personal blog

Brooklyn

Apropos Kitsch. Kürzlich habe ich Brooklyn gestreamt, einen Film unter der Regie von John Crowley, von dem ich dieses Jahr We Live in Time gesehen habe, der mir sehr gut gefallen hat.

In Brooklyn geht es um die junge Frau Eilis (Saoirse Ronan), die im Jahr 1951 aus ihrem irischen Kaff und der Perspektivlosigkeit nach New York geht. Ihre Schwester Rose, die die Intelligenz und Weltoffenheit von Eillis erkennt und merkt, dass sie in dem kleinen Dorf nicht glücklich werden wird, hat ihr einen Job in einem Kaufhaus verschafft, es ist auch geplant, dass sie dort eine Ausbildung macht. Voller Heimweh kommt Eilis in New York an und tut sich schwer, nicht überall Irland zu sehen und zu vermissen, obgleich ihr schon bewusst ist, dass das Leben hier mehr für sie zu bieten hat. Da trifft sie eines Tages den italienischstämmigen Tony (Emory Cohen)…

SPOILER, ALLERDINGS VERRATE ICH DAS ENDE NICHT

Bei diesem Plot könnte man sich denken (und das habe ich auch getan harhar), was geht mich das eigentlich an, warum eine Frau in den 1950er Jahren nach Amerika geht, es riecht außerdem nach richtig kitschiger Liebesgeschichte. Da kann ich entwarnen. Nichts an diesem FIlm ist kitschig und meiner Meinung nach ist es nicht einmal eine Liebesgeschichte, zumindest nicht eine zwischen Frau und Mann. Vielleicht eher zwischen Frau und einer Stadt oder noch besser: Einer Frau und dem Leben und seinen Möglichkeiten.

Im Grunde wird Eilis – den Namen spricht man, wie die meisten irischen Namen anders aus, als man ihn schreibt, eher so “Elisch” – laufend unter Druck gesetzt. Einerseits von Tony, der sie zwar wirklich liebt, der aber gleichzeitig nicht derjenige ist, für dessen höhere Ausbildung seine Familie Opfer bringt. Das ist sein kleiner Bruder. Tony ist Klemptner. Insofern passen Eilis und er intellektuell nicht wirklich zusammen. Außerdem ist Tony auch ziemlich unsicher und dementsprechend besitzergreifend. Und dann gibt es noch Eilis Mutter und ich denke mir da immer, nie will ich so werden als Mutter! Die Mutter will nämlich, nachdem Eilis Schwester überraschend verstirbt, dass Eilis um jeden Preis zurück nach Irland kommt und bleibt, nämlich darum, um sich um sie, die Mutter zu kümmern. Natürlich kann man verstehen, dass sie Eilis lieber in der Nähe hätte. Aber ich kann deshalb das eigene Kind nicht daran hindern, sein Leben zu leben und ihm ein schlechtes Gewissen machen, wenn es andere Pläne hat. Das ist nicht fair.

Eilis schwankt bei einem Besuch in Irland. Plötzlich wird ihr hier ein guter Job angeboten. Plötzlich gibt es einen jungen Mann, Jim (Domhnall Gleeson) der sich für sie interessiert, mit dem sie anregende Gespräche führen kann und der noch dazu ausnehmend begütert ist. Plötzlich wirkt Irland gar nicht mehr so trost- und hoffnungslos. Aber ist das nur die Wiedersehensfreude, die Verklärung, weil man längst woanders lebt? Oder ist eine Zukunft für Eilis in Irland möglich, was aber auch den Abschied von Tony bedeuten würde?

Saoirse Ronan, die ich immer sehr gerne sehe, liefert hier eine so komplett ruhige und kleine Performance ab, die gerade deswegen so eindringlich ist und den Film trägt. Denn auch wenn das ganze Ensemble gut ist und wenn der Film sehr viele interessante Szenen hat, so ist sie es, die uns die Ambivalenz von Eilis vermitteln muss, die sehr viel alleine mit Blicken, mit Mimik, transportieren muss, was in ihr vorgeht, was sie sich denkt, wünscht und erhofft. Sie erzählt uns von einer Frau, die selbstbestimmt sein möchte und einem Beruf nachgehen, in einer Zeit, in der das für Frauen nicht besonders einfach war. Ronan macht das so gut, dass sie für diese Leistung auch für den Oscar nominiert worden ist.

Jedenfalls ein Film, bei dem meine Vorurteile definitiv nicht angebracht waren und der so viel mehr bietet, als ich mir von ihm erwartet habe. Ich denke immer noch über ihn nach.

The Life of Chuck

Diese Woche hab The Life of Chuck im bis auf den letzten Platz besetzten Studio-Saal im Votiv gesehen und rückblickend bin ich echt froh, dass ich mich nicht für die Pressevorstellung für Uncut gemeldet habe, weil über den Film zu schreiben ist wirklich schwer. Während ich das schreibe, weiß ich selber noch nicht, wie ich das machen werde, also seid gespannt. Harhar.

Regie führte Mike Flanagan, vom dem ich nichts kenne und der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, es ist aber kein Horror. Worum gehts? Irgendwie um das Leben von “Chuck”, Charles Krantz (Tom Hiddelston), das in drei Akten und rückwärts erzählt wird. Am Beginn steht Chuck vor seinem Ende und auch die Welt tut das – Naturkatastrophen scheinen der Menschheit den Garaus zu machen. Dennoch bedanken sich alle bei Chuck für 39 fabelhafte Jahre. Aber warum tun sie das und was hat Chuck mit dem drohenden Weltuntergang zu tun?

SPOILER!!!! ES GEHT NICHT ANDERS!

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich Tanz in Filmen liebe. In meinem Haus hängt ein La La Land Poster am Stiegenaufgang. In The LIfe of Chuck tanzt Tom Hiddleston (übigens hervorragend) fast den ganzen zweiten Akt über, auch mit der mir bisher unbekannten Annalise Basso. Sonst hat Hiddleston im Film übrigens fast nichts zu tun, auch wenn er die titelgebende Figur ist, aber teilweise wird ja von Chuck als Kind und Jugendlicher erzählt, also insgesamt spielen drei oder vier andere Kinder bzw. Jugendliche ihn ebenfalls.

Ich liebe es auch, wenn in Filmen Gedichte zitiert werden und das kommt bei The Life of Chuck im ersten und im dritten Akt vor. Beide Male ist es etwas aus Walt Whitmans Gedicht Song to Myself: “Do I contradict myself? / Very well then I contradict myself, / I am large, I contain multitudes.” Ich enthalte Vielheiten. Während wir alle vielleicht ein bisschen Angst haben, vor den Widersprüchen in uns selbst, umarmt Walt Whitman sie, weil wir sind eben groß, wir verkörpern unterschiedliches. Wir dürfen auch widersprüchlich sein.

The Life of Chuck hat zwar diese durchgehende Handlung (wenn auch rückwärts erzählt) Chuck vor seinem Tod bis Chuck als Kind, aber viel mehr handelt der Film von vielen kleinen Momenten, die uns sagen, wie schön das Leben ist, wenn man auf seine Details achtet. Klingt jetzt komisch, weil ja vor allem im ersten Akt dauernd vom Weltuntergang die Rede ist, aber vielleicht auch gerade deshalb. Die Figur eines Lehres, die von Chiwitel Ejiofor dargestellt wurde, mochte ich gleich. Weil das Internet fällt aus (für immer!!!) und ein Vater kommt zu ihm, eigentlich wegen eines Elterngespräches und er sagt verzweifelt zu ihm: “Pornhub funktioniert auch nicht mehr”. Und der Lehrer könnte dann so tun als wisse er von nichts, als hätte er überhaupt noch nie von Pornhub gehört etcetera, doch er sagt so auf die Art, ja das ist mir auch schon aufgefallen, harhar. Und das fand ich irrsinnig sympathisch.

Der Film hat diese kleine Stephen King Mystik – eine Dachkammer, die man nicht besuchen soll. Das spoilere ich nicht, es ist tatsächlich ziemlich furcherregend, wenn auch nicht im Sinne von Horror. Tatsächlich aber ist meine Interpretation, dass der Film das verkörpern soll, was Chuck im Zuge seines “das Leben zieht nochmal an mir vorbei” Moments vor seinem inneren Auge sieht. Da passt nicht alles zusammen, da gibt es traumartige Sequenzen, alles ist auch ein bisschen mysteriös. Dass sich die Welt bei Chuck bedankt, interpretiere ich so, dass jeder Mensch das Zentrum seines eigenen Universums ist und, dass er sich wünscht, einen Eindruck bei anderen zu hinterlassen. Und dass die Welt untergeht? Naja, sie geht für jeden von uns in dem Moment unter, in dem wir sterben.

Soweit meine Gedanken, man kann alles aber auch anders sehen. Das ist das Schöne an diesem poetischen Film. Ach ja und am Ende hat man einen My Sharona Ohrwurm.

Funny Games

Ich habe bisher noch keinen Michael Haneke Film gesehen. Ich weiß, es ist arg, sich als Cineastin zu bezeichnen und Haneke zu boykottieren, weil man auf gewisse Weise Angst vor seinem Werk hat. Gestern habe ich es aber doch, mit viel Unwohlsein, endlich gewagt, weil im Arthouse Kanal gerade Funny Games läuft.

Funny Games erzählt die Geschichte einer gutsituierten österreichischen Familie, bestehend aus Mutter Anna (Susanne Lothar), Vater Georg (Ulrich Mühe) und dem Sohn Georg junior, genannt Schorschi (Stefan Clapczynski). Sie fahren mit dem Hund in ihr Landhaus, um ein paar unbeschwerte Sommertage zu verbringen, Golf zu spielen, und Ausfahrten mit dem Boot auf dem nahegelegenen See zu unternehmen. Die befreundeten Nachbarn, die sie beim Ankommen treffen, haben offensichtlich Besuch von zwei jungen Männern Peter und Paul. Peter (Frank Giering) kommt schon kurze Zeit später bei der Familie vorbei, um sich im Auftrag der Nachbarn Eier zu borgen, doch dabei handelt es sich nur um einen Vorwand, tatsächlich hat er ein ganz anderes Ansinnen…

ACHTUNG MASSIVE SPOILER

Nachdem ich jetzt also endlich diesen Film gesehen habe, habe ich eigentlich nur eine dringende, aber, wie ich finde, sehr sachliche und wohlreflektierte Verständnisfrage: Was soll dieser kranke Scheiß? Harhar.

Gut, der Fairness halber möchte ich sagen, dass man diese Frage auch Clockwork Orange von Stanley Kubrick stellen könnte. Einem Film, den ich extrem schätze (lieben kann man bei dem Thema kaum sagen), und, der meine unmittelbare Assoziation zu Funny Games war, weil es da wie dort um extrem gewalttätige Home-Invasions geht. Aber als ich Clockwork Orange zum ersten Mal gesehen habe, war ich erheblich jünger, habe, glaub ich, noch mehr ausgehalten und war von Beethoven abgelenkt (bei Haneke ist es Händel). Kubrick hat zwar einen ähnlichen Ansatz, macht aber aus der Problematik skrupellose, wahnsinnige, weiß gekleidete (!) junge Männer, die Gewaltorgien veranstalten, dann doch etwas völlig anderes. Clockwork Orange ist artifiziell überhöht und für mich auch irrsinnig ästhetisch. Der Film wirbelt die Frage nach Schuld und Sühne so komplett durcheinander, dass man am Ende erstmal nicht weiß, wo oben und unten ist.

Das ist bei Haneke anders. Funny Games ist sehr naturalistisch, extrem langsam erzählt, und Fragen werden innerhalb dieses Settings im Prinzip nicht gestellt. Die Fragen gehen nach außen. Man kann Funny Games als Versuchsanordnung sehen, im Sinne von: Ist es nicht das, was wir als Zuseher im Kino sehen wollen, ungeschminkte Brutalität und Gewalt? Sollten wir, wären wir bei Verstand nicht aufspringen, unseren Unmut äußern und diesen Film schon im Ansatz boykottieren? Macht es uns nicht zu Komplizen der Täter, wenn wir einfach gar nichts tun, außer weiter zuzusehen? Auf dieser Ebene funktioniert Funny Games tatsächlich zumindest als Experiment ganz gut. Andererseits könnte man aber auch sagen, Haneke spielt sich als moralische Instanz auf, sein Film macht aber dann formal auch nichts anderes als das von ihm kritisierte.

Tatsächlich haben mir bei Funny Games die, eher seltenen, subtilen Elemente am besten gefallen. Gleich ganz zu Beginn etwa, als die Familie in ihrem Domizil ankommt und über den Zaun hinweg mit den Nachbarn redet. Die Nachbarn verhalten sich körpersprachlich und in ihrer Art zu sprechen so eigenartig, dass das auch für den Zuseher ganz merkwürdig erscheint. Anna und Georg artikulieren diese Beobachtung und suchen die Schuld gleich mal bei sich. Sind die Nachbarn sauer, haben sie selbst vielleicht etwas falsch gemacht? Tatsächlich, und das merkt man dann im weiteren Verlauf des Filmes, haben Peter und Paul einfach zu diesem Zeitpunkt die Nachbarn schon in ihrer Gewalt, tun das, was sie bald darauf mit Anna, Georg und Georg Junior machen werden, nämlich kranke “Spiele” spielen. Die Vorstellung finde ich jedenfalls extrem unangenehm, dass niemanden geholfen werden kann, obwohl die anderen ja noch “frei” waren. Und: Während Peter irgendwie ein Komplexler ist, der gefühlsmäßig in diese “Sache” irgendwie hineinstolpert, ist Paul (Arno Frisch) das personifizierte Böse und das macht er sehr gut.

Haneke hat zehn Jahre später eine US Version dieses Filmes gedreht, die offenbar Szene für Szene komplett gleich aufgebaut ist, nur eben mit amerikanischen Schauspielern, warum weiß ich nicht.

Zum Abschluss eine Überlegung, die ein letterboxd User angestellt hat, und sie ist nicht ganz unberechtigt: “Has Michael Haneke ever experienced a positive emotion in his life?” Harhar.

Punch-Drunk Love

Vor einigen Tagen habe Punch-Drunk Love von Regiesseur Paul Thomas Anderson angesehen, den ich zufällig auf Netflix entdeckt habe. Weil mich dieser Film an wunderbare Gespräche mit diesem einen Menschen erinnert und er den Film mochte. Ich habe viele Filme von Anderson gesehen, den aber bisher nicht.

In Punch-Drunk Love geht es um Barry (Adam Sandler), einen Jungunternehmer mit sieben Schwestern, und einer nicht näher definierten oder gar diagnostizierten psychischen Beeinträchtung, die sich unter anderem in einem Wechsel an betont höflichen Umgangsformen und unkontrollieren Wutausbrüchen äußern. Eines Tages lernt er Lena (Emiliy Watson) kennen, eine Arbeitskollegin einer seiner Schwestern und er verliebt sich in sie…

SPOILER, ABER DER FILM IST SCHON ETWAS ÄLTER

Wer glaubt, dass es sich hierbei um eine herkömmliche romantische Komödie handelt oder, dass PTA eine solche überhaupt drehen würde, der irrt natürlich ganz massiv. Punch-Drunk Love ist von der ersten bis zur letzten Szene extrem seltsam, wie es sich für eine PTA Film gehört und zeigt uns, was man sonst halt eher nicht sieht, in Liebesfilmen. Vor allem das, was quasi zwischen den Treffen von Barry und Lena passiert, in Barrys Leben. Und da passieren eine Menge Dinge, die im Grunde gar nichts miteinander zu tun haben.

Wir beobachten Barry vor seinem funktional-hässlichen Firmengebäude im San Fernando Valley, wo die Sonne so hell scheint, wie sie das nur ganz früh am Morgen tut, und plötzlich steht ein Harmonium vor ihm, das er ohne weitere Erklärung mit sich nimmt. Wir nehmen verblüfft zur Kenntnis, dass Barry alle paar Minuten von einer Schwester angerufen wird, eine Mischung aus Fürsorge und Kontrolle. Wir sehen Barry, wie er widerwillig eine Familienfeier besucht und als er die Tür öffnet und hört, was gesprochen wird, die Tür gleich wieder (von außen) zumacht.Wer kann es ihm verdenken? Er geht aber dann doch hinein und vertraut sich einem seiner Schwager, einem Arzt, an, er sagt: “I don’t like myself sometimes. Can you help me?” Und der Schwager: “Barry, I am a dentist.” Wie sehen Barry im Supermarkt, wo er dutzendweise billigen Pudding kauft, mit dem er Vielfliegermeilen sammeln will. Mit diesen Vielfliegermeilen beschäftigt er sich ausführlicher als mit seinen Gefühlen zu Lena.

Interessant ist, dass Barry die ganze Zeit einen auffälligen, blitzblauen Anzug trägt, jeden Tag, den er aber davor, so sagen seine Schwestern, noch nie getragen hat. Das finde ich insofern bemerkenswert, als dass wir als Zuschauer Barry somit visuell ganz anders erleben, als ihn die Menschen in seinem Leben bisher wahrgenommen haben. Lena sieht etwas in ihm, das sie fasziniert und bezaubert, auch wenn er mit blutenden Händen, weil er gerade das Gäste WC eines Restaurants kurz und klein geschlagen hat, an den Tisch zurückkommt. Und wir als Zuseher bemühen uns, genau das auch zu sehen, was sie sieht. Mit ihren Augen. Oder fragen wir uns vielleicht auch manchmal ein bisschen, was ist eigentlich mit ihr los, dass sie sich von ihm angezogen fühlt?

Um es kurz zu machen: So richtige Antworten bekommt man nicht. Man kann sich nur mitreißen lassen, entführen in die durch und durch merkwürdige PTA Welt, und kann genießen, dass Adam Sandler, den man nicht unbedingt aus den alleranspruchsvollsten Filmen kennt, hier wirklich gut, nuanciert und höchst glaubwürdig einen (nennen wir es mal) Soziophobiker spielt. Der Kritiker Roger Ebert hat sich damals, vor über 20 Jahren, einen neuen Karriereweg für Sandler gewünscht, so ein bisschen Bill Murray mäßig, wenn man so will. Ganz ist das nicht aufgegangen. Aber so alle zehn Jahre, heißt es, macht Sandler einen wirklich guten Film harhar. Mit Uncut Gems war er vor fünf Jahren sogar in der Nähe einer Oscar-Nominierung. Die kommt auch noch. So in fünf Jahren.

Bond?

Hier kommt er, der Blogeintrag quasi ohne Expertise, harhar.

Einige Menschen haben mich auf den neuen Bond Regisseur Denis Villeneuve angesprochen und was ich dazu sage. Die Nerds feiern das ja ziemlich.

Also ich fühle mich jetzt ehrlich gesagt nicht als James Bond Kenner. Ich habe schon recht viele Bonds gesehen, einige aber auch komplett auf Autopilot, weil ich der Handlung nicht folgen konnte und/oder sie mir wurscht war. Von Denis Villeneuve kenne ich nicht allzuviel, das was ich kenne, ist aber ziemlich gut. Ich würde sagen, er ist ein Suspense Regisseur mit Arthouse Schlagseite. Das heißt, er inszeniert schon gewaltvolle Filme, aber mit echt schönen, fast romantischen Bildern und oft auch nachdenklich, differenziert gezeichneten Protagonisten, also er bricht ein bisschen das Genre, wenn man so will.

Im FM4 Filmpodcast meinte Pia Reiser, das werden keine lustigen Bonds werden. Ich hoffe aber, es wird auch nicht so dröge (ein Wort, das ich eigentlich nicht in meinem aktiven Wortschatz habe) wie Skyfall, den ja viele für besten Bond aller Zeiten halten. Ich fand aber wirklich jeden anderen Daniel Craig Bond besser, sogar den schon im Titel sperrigen Quantum of Solace, weil Skyfall war (für mich) soo bemüht ernsthaft und auch so hoffnungslos-depressiv, absolut ohne (Selbst)ironie; das ist Bond als Charakter für mich jetzt auch nicht.

Anyway, noch gibt es ja weder ein Buch, noch einen Hauptdarsteller, harhar. Und da haben Pia Reiser und Christian Fuchs überlegt, wer es denn werden könnte und Pia Reiser so: “Ich wäre für Josh O’Connor, weil der halt auch irgendwie so eine, ich nenne es mal deppert, Softness hat und so ein anderer Männertyp irgendwie ist.” Ja, ja, ja, sage ich dazu nur. Einerseits. Anderseits würde ich lieber noch mehr Josh O’Connor Indiefilme, unter anderem von Alice Rohrwacher sehen, als ihn jahrelang von der Bond Franchise verschluckt wissen. Ich glaube aber eh, dass er nicht mehr im Rennen ist, vielleicht auch, weil er nicht will.

Wir werden sehen.

Le Meraviglie

Wie angekündigt, habe ich beim italienischen Filmfestival im Votivkino auch noch den dritten Film aus der Land-Trilogie von Alice Rohrwacher gesehen, chronologisch ist das der erste Teil, Le Meraviglie (Die Wunder), aus dem Jahr 2014.

In diesem Film geht es um eine Familie von Bienenzüchtern in der Toskana. Vater Wolfgang (Sam Louwyck), ursprünglich aus Deutschland, schafft es mit seinem Gewerbe eher schlecht als recht, seine Familie, bestehend aus seiner Frau Angelica (Alba Rohrwacher) und seinen vier Töchtern über Wasser zu halten. Sie sind immer von der Delongierung bedroht. Am Strand sehen sie einmal zufällig Dreharbeiten zu einer Realityshow, die nach Familien sucht, die regionale Produkte erzeugen. Die älteste Tochter Gelsomina (Maria Alexander Lungu) ist von der Moderatorin Milly (Monica Belluci) angetan und möchte ins Fernsehen. Wolfgang ist strikt dagegen, obwohl sie das Geld, das auf einen Gewinn der Show steht, sehr dringend brauchen würden…

Le Meraviglie ist sicher der am wenigsten ausgereifte und unzugänglichste Film dieser Trilogie, obwohl er schon alle Ingredenzien hat, die auch die späteren Werke von Rohrwacher auszeichnen.

Zum einen die naturalistische Schilderung des Landlebens und hier besonders der Armut, die sich vor allem in sehr einfacher Kleidung, dem desolaten Wohnhaus, einer gewissen Verwahlosung zeigt. Zum anderen gewisse surreale Elemente: Die Betten stehen immer wieder mal mitten auf dem Hof und die Familie wacht dann dort auf. In der Umgebung wird geschossen, es wird aber nie klar, warum. Einmal kauft der Vater ein Kamel, das dann am (auch kaputten) Karussell der Kinder angebunden wird. Und auch wieder das Märchenhafte: Belluci als “bezaubernde” Moderatorin, verkleidet als eine Art Nixe, seltsam faszinierend.

Aber Rohrwachers Stil schafft es hier noch nicht so wirklich, auf den Punkt zu kommen, was in manchen Reviews etwas euphemistisch als “Befreiung von narrativen Zwängen” bezeichnet wird, harhar so kann man es auch sagen. In anderen heißt es, es wäre “too understated” und dem muss ich mich anschließen. Mir ist das auch etwas zu dahintreibend gewesen, die Elemente der Erzählung stehen recht ungewichtet nebeneinander. Mich hat es daher nicht so in den Bann gezogen werden, wie Lazzaro Felice, wo ich weinen musste. Obwohl auch hier vieles sehr tragisch ist. Vor allem habe ich eine extreme Abneigung gegenüber dem Vater empfunden, der so richtig unsympathisch und derb der ganzen Familie das Leben zur Qual macht. “Non rompere” quasi sein Kommentar zu allem, “Geh mir nicht am Arsch auf die Nerven.”

Eine richtige Zuneigung scheint er nur zu Gelsomina zu empfinden, aber auch diese Beziehung wirkt ungesund, weil er Gelsomina -den Namen kenne ich persönlich nur als den der enorm tragischen Hauptfigur in Fellinis La Strada– in die Rolle des eigentlichen Familienoberhauptes drängt, die überall mitanpacken, alles (mit)entscheiden soll, die auch alle ganz offensichtlich als die intelligenteste und patenteste Person der ganzen Familie empfinden. Manchmal nimmt sie die Bienen in den Mund und lässt sie von dort wieder hinauskrabbeln. Das hat mich ein bisschen an meinen Opa erinnert, der das mit einer brennenden Zigarette machen konnte, sie komplett im Mund verschwinden und dann wieder auftauchen zu lassen, ohne sich wehzutun oder sie damit auszulöschen (bevor er das Rauchen aufgegeben hat).

Maria Alexandra Lungu als Gelsomina ist wunderbar, auch die etwas kleinere Schwester Marinella (Agnese Graziani), die, wie man in Wien sagen würde, eine richtige “Düsn” ist. Sie braucht nur auf gewisse Art und Weise dreinschauen und das Publikum lacht. Ansonsten noch eher ein, wenn auch interessantes, Experimentierfeld.

Sommerpläne 1

Mit dem Schulschluss naht auch der Sommer und wie immer fahre ich nicht weg. Ich habe vor, das kulturelle Programm in Wien zu nutzen, vor allem das Sommerkino in seinen verschiedenen Ausprägungen (unbezahlte Werbung), ich weiß, das kommt jetzt sehr überraschend.

A. hat ich gefragt, ob wir uns vielleicht etwas bei Kino wie noch nie ansehen. Das ist das Sommerprogramm vom Metro – und im Nonstop Kinoabo inbegriffen. Die Filme fangen bei Einbruch der Dunkelheit im Augarten an und sind am Tag darauf nochmal im Metrokino zu sehen. Das Flair im Augarten ist sicher super, allerdings hab ich immer das Problem der späten Beginnzeit, da ist die Heimfahrt manchmal schwierig. Die Filmauswahl scheint keinem bestimmten Konzept zu folgen. Es gibt aktuelle Filme, schon älteres und auch österreichisches.

Das Votivkino bringt heuer wieder sein, zumindest bei mir, sehr beliebtes Was Wir Lieben. Da wählen die Kinomitarbeiter selber ihre Lieblingsfilme aus, die dann gezeigt werden. Jedes Jahr hoffe ich auf La La Land. Im Juli ist es heuer zumindest noch nicht dabei, obwohl ich es hier schon mehrfach vorgeschlagen habe, tsts. Und außerdem, wenn wir schon dabei sind, was lieben wir eigentlich an Everything Everywhere All At Once oder Tree Of Life? Also ich persönlich ja nichts harhar, aber gut, man kann natürlich nicht alles super finden. Ich interessiere mich dafür besonders für Rear Window von Hitchcock, den ich tatsächlich noch nie (!) gesehen habe und Portrait Of a Lady On Fire.

Dann gäbe es noch Kino am Dach, da gibt es auch (Liebesfilm)Klassiker, die man auf Instagram mitwählen konnte, vornehmlich aber recht aktuelle Filme, weshalb ich sehr viel schon kenne, anderes sowieso auch bisher nicht sehen wollte (harhar) es gilt hier aber auch kein Nonstop-Abo. Das Gartenbaukino haut vor seiner Sommerpause einfach noch schnell random Barry Lyndon von Stanley Kubrick raus, und das ist schon ziemlich super. Ich habe den Film vor langer Zeit einmal gesehen, und es geht mir wie dem Protagonisten aus Hanekes Amour: “I don’t remember the film. But I remember the feeling”. Und das war gut, das Gefühl.

Ein paar neue Filme laufen im Sommer auch an, unter anderem The Materialists von Celine Song, für deren Erstling Past Lives ich mich weniger erwärmen konnte, als ich das erwartet hatte und das hier ist auch wieder eine Dreiecksgeschichte. Außerdem der “Corona Western” Eddington von Ari Aster. Und Aster in Kombination mit diesem ähm Genre, das macht mir schon etwas Angst.

Jedenfalls gibt es reichlich Filmauswahl, auch im Sommer.

Kleines Interview

In meiner persönlichen Recherche zu Lazzaro Felice hab ich ein ur tolles Interview mit Regisseurin Alice Rohrwacher und Josh O’Connor gefunden. O’Connor, den ich erstmals in Challengers gesehen und sofort einen Faible für ihn entwickelt habe, hat im Nachfolgefilm La Chimera die Hauptrolle gespielt und dafür Italienisch gelernt. Und wie es dazu kam, erzählen sie in diesem Interview.

O’Connor ist ja Engländer und schon relativ bekannt, würde ich sagen. Er hat (den jungen) Charles in The Crown gespielt und wurde auch schon als möglicher James Bond gehandelt. In diesem Interview erzählt er, dass er Happy as Lazzaro gesehen hat und wusste, er muss mit Rohrwacher arbeiten. “She makes my favorite movies”. Er hat seinen Agenten gesagt, er müsse mit ihr in Kontakt treten und dieser darauf nur “Good luck” harhar. Es waren keine Kontaktinformationen zu finden. So hat O’Connor ihr immer wieder Briefe geschrieben, adressiert an: Alice Rohrwacher, Umbria, Italy, “I hoped, the postman would find it.”

Irgendwann kam es zu einem Zoom Call, Rohrwacher war gerade dabei, die Hauptrolle in La Chimera zu besetzen, aber ihr Portagonist war älter konzipert als O’Connor eben ist. Nach dem Gespräch war sie sich aber sicher, er ist es. Und seitdem lieben sich beide wechselseitig sehr, wie man beim Interview sehen kann, harhar. Bei den Filmen gehe es so familär zu, es werde quasi gemeinsam gelebt, es gäbe “the best food” und Rohrwacher will am liebsten alle Darsteller, mit denen sie gearbeitet hat, wieder besetzen, daher gäbe es bei La Chimera schon an die 50 Charaktere.

O’Connor sagt: “She encourages you to not look at what a straight forward character might think in any moment. Instead what are the secrets? What aren’t we showing? What is he feeling what maybe we don’t have to show?”

Genauso habe ich seinen Charakter in La Chimera empfunden. Von mir aus können sie noch viele Filme zusammen drehen.

Lazzaro Felice

Lazzaro Felice (Glücklich wie Lazzaro) ist, wie gesagt, der zweite Teil von Alice Rohrwachers Landleben Trilogie.

Es geht um ein Arbeiterkollektiv in einer italienischen Provinz, der genaue Ort und die Zeit wird nicht ganz klar, das für die unerbittliche Marchese de Luna (Nicolette Braschi, btw. die Ehefrau von Roberto Benigni) die Tabakernte erledigt und auch sonst das Land bewirtschaftet. Sie werden für ihre Dienste nicht bezahlt, nachdem dieser Teil durch eine lange zurückliegende Flut vom Rest des Landes getrennt wurde, weiß niemand, dass die Leibeigenschaft längst verboten worden ist. Lazzaro (Adriano Tardiolo) ist einer von ihnen, der so gutmütig, dumm, naiv oder einfach menschlich ist, dass er von denen, die versklavt sind, wiederum “versklavt” und herumgestoßen wird. Doch eines Tages freundet er sich mit dem Sohn der Marchesa, Tancredi, an und sein Leben nimmt eine Wendung…

ACHTUNG HIER FOLGEN WIRKLICH MASSIVE SPOILER, WEIL MAN SONST ÜBER DEN FILM NICHTS SCHREIBEN KANN. ICH HABE EUCH GEWARNT!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, es gibt so viel zu diesem wunder-wunderschönen Film zu sagen. Zunächst Lazzaro. Er ist eine Figur irgendwo zwischen Forrest Gump und Till Eulenspiegel. Er versteht keine Zweideutigkeiten und keinen Zynismus, er nimmt alles, was ihm gesagt wird, wortwörtlich. Und das würde ihn in laufend ins Unglück stürzen, wenn er nicht so ein grundehrlicher, aufrechter Mensch wäre, der sich einfach an allem erfreuen kann. Auch daran, von den anderen permanent gebraucht zu werden, er sieht es nicht als Ausnützen an. Nur die junge Antonia scheint sich ehrlich für ihn zu interessieren. Manchmal steht er einfach so eine halbe Stunde im Regen und schaut in die Welt. Er ist innerhalb von sonderbaren Menschen ein “Sonderling”.

Lazzaro weiß nicht, wer seine Eltern sind, es spielt in dieser Gemeinschaft auch keine Rolle. Der, sagen wir mal, limitierte Genpool könnte eine Erklärung für Lazzaros Verhalten sein, aber das greift viel zu kurz. Mit Tancredi verbindet ihn (von seiner Seite aus) eine tiefe Freundschaft. Für uns Zuseher wirkt es natürlich so, als würde auch Tancredi ihn nur als Mittel zum Zweck sehen. Und das ist einer der Zauber dieses Filmes, dass unser Wahrnehmung, unsere Haltung “Jetzt wehr dich doch endlich! Jetzt lass doch nicht alles mit dir machen!” durch die Gleichmut von Lazzaro herausgefordert wird. Wieso ist dieser Mensch nur immer so glücklich?

Irgendwann wird die Dorfgemeinschaft durch die Polizei befreit und in eine nahe Stadt umgesiedelt. Lazzaro stürzt genau zu diesem Zeitpunkt in eine Schlucht. Ist er tot? Ab diesem Moment wird der Film zu einem Märchen, denn Lazzaro (siehe sein heiliger Namensvetter) steht nach langer Zeit wieder auf, gelangt auf Umwegen in die Stadt (hier muss man ein bisschen an The Village denken) und trifft sein “Rudel”, Antonia (Alba Rohrbacher, die ihren Augen nicht traut und Lazzaro voll Freude umarmt, so wie auch Trancredi wieder. Alle anderen sind, im Gegensatz zu Lazzaro, gealtert, aber auch unterschiedlich schnell. Die Reichen sind arm geworden, die Armen sind arm geblieben. Alle betteln, stehlen und betrügen für den Lebensunterhalt. Die “Befreiung” hat nichts verbessert. Eine beißende Kritik an der Gesellschaft. Und im Übrigen auch an der Kirche, denn dort werden arme Menschen, die ihrem harten Alltag kurz entfliehen und der Orgelmusik lauschen wollen, sofort als “nicht zugehörig” aus dem Gotteshaus verwiesen.

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man nun meinen, der Film erzählt darüber, wie schlecht die Welt und ihre Bewohner sind und, dass man als guter Mensch hier einfach nur verlieren, ausgebeutet und wahnsinnig verletzt werden kann. Tatsächlich merkt man aber, wenn man genau hinsieht, dass alle durch die Umstände geprägt sind, dass niemand per se ein “schlechter” Mensch ist. Dass alle Figuren auch ihre guten, warmherzigen Seiten haben, die aber durch gewisse Umstände verschüttet wurden, dennoch immer wieder einmal sichtbar werden. Rohrwacher hat ganz viel Empathie für ihre Figuren und sie schafft es, dass alles romantisch verklärt wirkt, auch das Leben neben dreckigen Bahngleisen.

Das Ende werde ich nicht spoilern, es ist noch rätselhafter und traurig-schöner als der Rest des Filmes. Ich musste nachher noch sehr lange mit den Tränen kämpfen.

Trilogie des Landlebens

Gestern habe ich den ersten Film im Rahmen des Nuovo Cinema Italia Festivals im Votivkino gesehen

Und zwar Lazzaro Felice (Glücklich wie Lazzaro) aus dem Jahr 2018 von Alice Rohrwacher. Es ist der zweite Teil ihrer Trilogie über das rurale Italien. Der erste Teil, Le Meraviglie, aus 2014 sehe ich nächste Woche, den dritten Teil La Chimera (2023), habe ich vor einigen Monaten angeschaut und ihn wirklich hervorragend gefunden.

Alle ihre Filme besetzt Rohrwacher teils mit Laiendarstellern, teils auch mit immer wieder denselben Schauspielern und Schauspielerinnen – bestes Beispiel Rohrwachers Schwester Alba, die auch überregional bekannt ist.

Die sehr schönen Stiegen ins Votivkino hinunter

Man denkt sich ja ok, das ländliche Italien der 1980er Jahre, Landarbeiter in verfallenen Häusern, Schmutz, Armut, auch Ungerechtigkeit und Brutaliät, klingt jetzt nicht extrem sexy. Italien sieht hier auch fast nie wie das Italien aus, das wir alle kennen und lieben, keine Spur von Strand, Dolce Vita und Urlaub, ganz im Gegenteil. Die Menschen sprechen eine grobe Sprache, die überhaupt nicht so lieblich ist, wie wir es gewöhnt sind. Will ich mir sowas wirklich im Kino ansehen, ist das nicht eher ein Stoff für eine kritische Dokumentation?

Aber Rohrwacher macht etwas anderes aus der jeweils tristen Ausgangssituation. Sie setzt der harten Realität einen merkwürdigen Zauber entgegen, sie verwendet mehr oder weniger märchenhafte Elemente und erfüllt alles mit zarter Poesie. Sie spielt mit verschiedenen Zeitebenen, lässt sich von Mythen inspirieren und erschafft beeindruckende, zugleich tröstliche Bilder. Und sie regt unsere Phantasie an. Es ist alles traurig und wunderschön gleichzeitig. Das ist eine besondere Gabe, sie ist eine herausragende Regisseurin. Ich habe einmal gelesen, sie sei “the future of cinema”. Und ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Soviel einmal vorab, bevor ich mehr über Lazzaro Felice erzähle.