almis personal blog

Armand

Nach dem Ausflug ins Topkino, zurück im vertrauten Votiv, wo die WCs nicht so angeschmiert mit Parolen sind und generell alles ein bisschen gemütlicher, wo ich meinen Holundersaft trinke, ach herrlich. Wie so eine Rentnerin, wie die Jugendlichen sagen harhar. Ich habe mir Armand angesehen, schon wieder einen norwegischen Film mit Renate Reinsve, der “Worst Person in the World” – aus dem gleichnamigen Film. Worum geht es hier?

Die Schauspielerin Elisabeth (Reinsve) wird von der Klassenlehrerin ihres sechsjährigen Sohns Armand überraschend in die Schule beordert. Anwesend sind auch Sarah und Anders, die Eltern von Jon. Jon hat gegenüber seiner Lehrerin schwerwiegende Anschuldigungen gegen Armand geäußert, die in diesem Gespräch aufgearbeitet werden sollen. Zu einem späteren Zeitpunkt stoßen auch noch der Direktor und die Administratorin der Schule dazu…

HIER GIBTS NICHT MAL ORDENTLICHE SPOILER HARHAR

Wer sich nun im ersten Moment denkt, das wäre so etwas wie Das Lehrerzimmer (steht absurderweise auch auf dem Plakat) oder gar wie Carnage, wo das Ehepaar Kate Winslet und Christoph Waltz ein streckenweise sehr amüsantes eineinhalbstündiges Eskalations-Streitgespräch mit Jodie Foster und John C. Reilly führen – nein, Armand hat damit, außer der Tatsache, dass es um Kinder geht und deren Eltern, gar nichts zu tun.

Alles an diesem Film ist höchst eigenartig. Dauernd geht der Feueralarm der Schule los, die Administratorin hat laufend Nasenbluten, was die Lehrerin ganz nonchalant zur Bemerkung veranlasst, das wäre oft ein Zeichen für Leukämie, ähhh? Alle beklagen sich, wie heiß es ist, niemand ist aber dementsprechend angezogen. Irgendwann hat Elisabeth einen fünfminütigen Lachanfall und ich spreche hier von Echtzeit. Ich meine, ich bewundere die schauspielerische Leistung, aber: What the f***? Denn: Alle diese Skurrilitäten (und ich mag Skurilles), all den Surrealismus (auch das mag ich), den der Film hier auffährt führt letztendlich nirgendwohin. Während Armand formal, wenn man so will, alle Stückerl zu spielen versucht, und auch ein bisschen elevated Horror Elemente hat, ohne ein Horrorfilm zu sein, ist inhaltlich so gut wie gar nichts dahinter.

Ja, irgendwie geht es darum, was Kinder so erzählen und wie viel davon man glauben kann. Es geht auch darum, was dahintersteckt, wenn Kinder auffällig werden, welchen Einfluss das familäre Umfeld auf die Verhaltensweisen von Kindern haben kann. Alles gut und schön, prinzipiell auch total interessant, aber kein Thema wird wirklich bearbeitet. Stattdessen haben wir Ausdruckstanz, flackerndes Licht, dunkle Schulgänge, Pseudo-Symbolismus, alles ist irrsinnig zäh und ermüdend, gibt aber vor quirky zu sein. Der Grat zwischen dem, was noch avantgardistisch ist und was schon prätentiös, ist immer recht schmal, hier kippt aber für mich alles in Richtung zweiterem. Das Ende ist dafür wie ein deutscher TV-Movie geraten.

Der Regisseur und Autor des Films, Halfdan Ullmann Tøndel ist übrigens der Enkel von Liv Ullmann und Ingmar Bergmann, auf deren Erbe er sich hier irgendwie beruft. Aber naja. Auf Letterboxd habe ich folgende Aussage gefunden: “One thing is not knowing where the story is going as an audience member, another ist not know as a writer.” Harhar ja das stimmt leider, es kommt einem zumindest so vor.

Jetzt ist erstmal Schluss mit den norwegischen Filmen, denn im Votivkino gibt es Nuovo Cinema Italia!

Oslo Stories: Liebe

Gestern habe ich nun den dritten Film der Oslo Stories gesehen, er heißt Liebe.

Im Mittelpunkt steht die pragmatische Ärztin Marianne (Andrea Bræin Hovig), in ihren 40ern, Single und kinderlos, die von ihrem Arbeitskollegen, dem sensiblen homosexuellen Krankenpfleger Tor (Tayo Cittadella Jacobsen), in die Welt des Datings – oder eher des “Cruisings” – was er am liebsten auf einer Fähre von Nessoden, einer vorgelagerten Insel, nach Oslo praktiziert, eingeweiht wird. Marianne ist hochinteressiert, denn auch sie hat ein Thema mit “konventionellen” Beziehungen…

ACHTUNG SPOILER MÖGLICH

Bei der Recherche zu diesem Post, habe ich gerade festgestellt, dass Liebe zwar als erster Film angelaufen ist, tatsächlich aber der dritte Teil der Trilogie – nach Sehnsucht und Träume – ist. Und ich würde die Filme auch in dieser, ihrer ursprünglichen, Reihenfolge empfehlen wollen. Für mich ist Liebe der Teil, den ich tatsächlich am wenigsten stimmig finde. Das ist natürlich Jammern auf höherem Niveau, denn auch Liebe ist sehenswert, allerdings mangelt es ihm, meines Erachtens an Humor, der in den beiden anderen Teilen sehr präsent war und den ich gerade auch in Beziehungsfilmen sehr entlastend finde, und er ist mir auch thematisch zu unfokussiert.

Denn der eigentliche Sachverhalt, welche Beziehungsformen gibt es zwischen unverbindlichen sexuellen Begegnungen mit einer mehr oder weniger fremden Person und einer konventionellen, dauerhaften Paarverbindung, die Menschen “gewöhnlich” eingehen, wird mit dem irrsinnig schweren und komplexen Thema der Prostatakrebserkrankung (und ihren Folgen) verbunden; was ich in diesem Zusammenhang fast schon ein wenig moralisierend finde. Denn der unkonventionelle Tor verliebt sich in einen Patienten, und erstmals (?) tritt der körperliche Aspekt des Zusammenseins in den Hintergrund, weil er das zwangsläufig muss. Marianne wiederum trifft einen geschiedenen Mann, der Kinder hat und steht vor der Frage, wie viel Verantwortung sie, die prinzipiell gar lieber keine tragen möchte, zu übernehmen bereit wäre. Dazu kommt noch, anlässlich einer Feier der Stadt Oslo, etwas willkürlich das Thema Stadtverwaltung ins Spiel – Mariannes Freundin ist dort beschäftigt. Also…naja. Da hätte ich persönlich plottechnisch gerne etwas entrümpelt.

Was ich bei Liebe wieder sehr schön fand ist das Vermitteln von Stimmungen. Die Atmosphäre auf der Fähre bei der Überfahrt. Das abendliche Schwimmen vor der Insel Nessoden, obwohl es immer kalt wirkt in Oslo, es ist Sommer und es werden aber durchaus auch Pullover getragen. Eine Szene ist besonders interessant: Ein Datum wird eingeblendet, eine Augustsonntag-Nacht, es ist dunkel, wir sehen das Rathaus Oslo für ungefähr eine halbe Minute. Wir denken, ah es passiert sicher gleich irgendwas, aber: es passiert gar nichts. Schnitt. Neues Datum, neuer Tag. Einen Reim darauf kann man sich selbst machen.

Was alle Oslo Stories abseits der großen Themen, die sie besprechen, eint, ist die Figur des Bjorn, der in jedem Teil vorkommt – was mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen wäre. In Sehnsucht ist er aber auch nur sehr kurz von hinten zu sehen. Alles in allem tolles norwegisches Kino, schön, diese Hauptstadt nach The Worst Person in the World wiederzusehen und noch näher kennenzulernen.

Pfingstwochenende

Das Pfingstwochenende begann gefühlt Donnerstagabend, als bei Germany’s Next Topmodell das Driving Bed Shooting (oder so ähnlich) am Programm stand. Hierfür müssten sich die je fünf verbleibenden Frauen und Männer zu einem Paar zusammentun, das sich dort am Bett etwas näher kommt und dabei durch L.A. fährt. Davor sahen sie ein Musikvideo, wo Heidi K. etwas ähnliches mit Pedro Pascal tut. Alle waren so schockiert, es war schon wieder sehr lustig. Und wenn man dann Fotos mit jemand machen muss, den man nicht leiden kann – klappt das nicht wirklich. Manche konnten sich aber leiden, harhar.

Am Freitag war ich mit L. bei Joseph auf der Landstraße frühstücken. Sie haben dort eine neue Karte, wir haben uns aber wie meistens für einen Ei-Muffin entschieden, uns dann aber noch ein Müsli mit Emmer, Einkorn, Joghurt und frischen Früchten geteilt, mhmm, sehr gut.

Freitagsfrühstück bei Josephbrot – halb drinnen, halb draußen sitzend

Danach sind wir noch in die Innenstadt zu NewOne gefahren (unbezahlte Werbung), L. wollte Armbänder kaufen und so kam es, dass ich am Ende – out of the blue – auch ein Freundschaftsarmband bekommen habe, danke <3 Habe eine große Freude damit und werde es wohl nie wieder abnehmen, schon alleine deshalb, weil es mir die Verkäuferin ganz genau angepasst und dann verschlossen hat und ich keine Ahnung habe, wie es wieder aufgeht harhar.

Am Wochenende war das Wetter “quasi quasi”, wie meine italienische Schüleraustauschpartnerin es immer treffend bezeichnet hat. Ich war trotzdem im Garten und habe bei strömendem Regen und nassem Eichhörnchen am Baum daneben geschrieben, Malina gelesen und Podcasts gehört. Am Sonntag lief außerdem eine Doku von Ostfilm, an der ich wieder mitgearbeitet habe und zwar ist das Thema diesmal, recht aktuell auch, Hachschara – Israels Pioniere aus Österreich. Hierfür habe ich viele englische Interviews von Jüdinnen und Juden gehört und transkribiert.

Besonders berührt hat mich ein älterer Mann, der erzählt hat, dass sein Vater damals im zweiten Weltkrieg mit der Jugendbewegung nach Israel gekommen ist, dessen Vater wiederum, also sein Großvater, es aber nicht geschafft hat, er wurde mutmaßlich auf der Reise in einem Lager ermordet. Und dieser Mann hat bis zu seinem Tod darauf gewartet, trotzdem er selbst schon Kinder und Enkelkinder hatte, dass sein eigener Vater doch auch noch irgendwann in Israel ankommt und er ihn wiedersehen kann. Ich finde, das erzählt auch etwas darüber, wie sehr ehrliche Hoffnung jeder Logik und Vernunft trotzen kann. Manchmal braucht man diese Art der Hoffnung auch einfach, um weiterleben zu können.

Blick von der Rahlstiege in Richtung Top Kino und Bar

Zum Abschluss des Wochenendes ging es ins Top Kino, wo ich ewig nicht war und wo ich mich, wie im Schikander, recht deplatziert gefühlt habe. Jedenfalls habe ich endlich Oslo Stories: Liebe gesehen. Und das war tatsächlich für mich der sperrigste Teil der Trilogie. In Kürze dann mehr dazu.

Oslo Stories: Sehnsucht

Apropos Träume. Nachdem ich schon den 2. Teil der Oslo Trilogie, eben Träume gesehen habe, habe ich mir gestern Sehnsucht im Votivkino angesehen.

Zwei Rauchfangkehrer sitzen im Pausenraum ihres Unternehmens. Der namenlose Teamleiter (Thorbjorn Harr) erzählt dem namenlosen Arbeiter (Jan Gonnar Roise) von einem Traum, den er in der Nacht zuvor hatte. Daraufhin erzählt ihm der Arbeiter etwas sehr intimes und daraus entwickelt sich dann die Handlung harhar sorry, man kann kaum etwas zu diesem Film sagen, ohne zu spoilern. Wobei es bei diesem Film irgendwie egal ist, weil es nicht darum geht, was großartig verraten wird, sondern um die Gespräche, die sich daraus ergeben.

TROTZDEM AB HIER SPOILER

Im Traum des Teamleiters geht es darum, dass ihm David Bowie begegnet und ihn so ansieht, als wäre er, der Teamleiter, eine Frau. Im Erlebnis des Arbeiters geht es darum, dass ihn ein Kunde (männlich) gefragt hatte, ob er Sex mit ihm haben will und der Arbeiter hat dann eingewilligt. Beide Protagonisten sind heterosexuelle Männer in ihren 40-ern, schon lange verheiratet, mit Kindern im Teenageralter.

Das Schöne an diesem Film ist, obwohl er natürlich, wenn man so will, sehr queere Themen hat, von möglicher Bisexualität bis zu Geschlechtsdysphorie: er hat überhaupt keine Agenda. Das hat mich an Jaques Audiards Emilia Perez erinnert, auch wenn die Filme sonst gar nichts gemeinsam haben. Aber in beiden wird eine Geschichte erzählt, ohne irgendeine gesamtgesellschaftliche Diskussion anstoßen oder irgendjemand von irgendwas überzeugen zu wollen. Im Gegenteil, hier geht es ganz viel darum, selbst auzuloten, was eigentlich genau passiert ist, welche Gefühle man deswegen empfindet, ob sich diese Gefühle mit der bisherigen Lebensweise vereinbaren lassen und was eigentlich die eigenen Frauen so dazu sagen.

Obwohl der Falter geschrieben hat, das wäre der sperrigste Film der Trilogie, fand ich ihn, trotz der nicht ganz unproblematischen Thematik – die Frau des Arbeiters stürzt in eine schwere Krise – sowohl sehr poetisch, wie phasenweise auch extrem witzig. Speziell im Mittelteil gibt es einige Szenen, wo das ganze Publikum laut gelacht hat. Zum Beispiel die, als über Tattoos geredet wird und das Kind vom Abteilungsleiter seiner Ärztin erzählt, dass sich sein Lehrer “I love my familiy” auf den Arm tätowiert hätte. Diese daraufhin: “Oh, grausamer Phantomschmerz getarnt als Empathie” harhar. Schön fand ich, wie der Arbeiter dem Abteilungsleiter erzählt, dass seine Frau sich mit einer Freundin trifft, um mit ihr “die Situation” zu besprechen und, dass er Angst davor hat. Der Abteilungsleiter daraufhin: Was ist diese Freundin für ein Typ? Ist sie jemand, bei der die Welt größer wird, wenn man mit ihr redet oder bei der die Welt kleiner wird?” Finde ich einen total interessanten Gedanken. Der Arbeiter darauf: Bei ihr wird die Welt weder größer noch kleiner harhar.

Ich hätte es nicht erwartet, aber dieser Film ist ein kleines Highlight in diesem bisherigen Kinojahr, das für mich aus durchwegs eher so okayen Filmen bestanden hat. Mich haben sowohl die Gespräche, die so persönlich und voller tiefer Reflexionen sind, komplett abgeholt, wie auch die unspektakulären Alltagsbilder mit kleinen Details. Einmal schwenkt die Kamera etwa über den Herd der einen Familie, daneben steht ein Pfefferstreuer und ich denke mir so, wenn bei mir ein Pfefferstreuer neben dem Herd steht, dann ist meistens auch Pfeffer auf dem Herd verstreut (harhar), auch wenn das Kochen schon lange beendet worden ist. Und genau das sehen wir hier. Das gibt uns das Gefühl, dass wir wirklich einen Alltagsschauplatz beobachten und nicht nur ein Filmset.

Große Empfehlung jedenfalls. Zumindest wenn man “Laberfilme” mag. Jetzt muss ich mir Teil 3 (bzw. eigentlich Teil 1, Liebe) wohl auch noch ansehen.

In Cannes

Diese Woche ist nicht nur ESC – es startet auch das Filmfestival in Cannes. Und es gibt dort einige, finde ich, sehr interessante Filmpremieren.

Zunächst einmal – Out of Competition – Mission Impossible Final Reckoning. Ich habe den Vorgängerteil mit dem Kind im Kino gesehen, natürlich nicht im nonstop Abo, aber er hat uns wirklich sehr gut unterhalten. Tom Cruise schafft es irgendwie, jedesmal arge Stunts, die er großteils selbst durchführt, mit extremer Selbstironie zu verbinden. Ich meine speziell die Szene mit dem Fiat 500 in Rom. Wir kennen das ja, Actionstars steigen in präperierte Autos, die sie aber noch nie zuvor gesehen haben und fahren einfach los. Nicht so hier, zuerst geht die Tür nicht zu, dann drückt Cruise auf einen Knopf und die Scheibenwischer schalten sich ein, er drückt auf einen anderen, die Scheibenwischer werden schneller, ihm ist das vor der Frau, die ihn begleitet, peinlich, er entschuldigt sich und fährt los und touchiert gleich die Mauer, herrlich. Das könnte ich sein harhar.

In Competition finden wir natürlich den neuen Wes Anderson Film mit dem fast unaussprechlichen Titel The Phoenician Scheme, den ich nächste Woche für Uncut sehen werde. Ich bin ja Anderson-affin, was seine Weirdness betrifft, würde mir aber mal wieder einen etwas “wärmeren” Film von ihm wünschen, wo man sich auch mal mit irgendjemand identifizieren kann. Interessiert bin ich auch an dem neuen Film von Richard Linklater namens Nouvelle Vague, der sich der Entstehung des Jean Luc Godard Films Außer Atem widmet. Auch Joachim Trier hat nach seinem Überraschungserfolg The Worst Person in The World einen neuen Film, der sich Sentimental Value nennt und ein Familiendrama ist; Renate Reinsve, aus vorher genanntem Werk, spielt hier wieder mit und die fand ich damals ja sehr toll.

Die Coen Brüder haben sich quasi entzweit und machen derzeit getrennt Filme, was bis jetzt nicht unbedingt als Erfolgsrezept gelten kann harhar. Jedenfalls hat auch der neue Ethan Coen Film Honey Don’t in Cannes Premiere, mit “Nepo Baby” Margaret Qualley (auch sie finde ich richtig super). Skeptisch bin ich hingegen bei Eddington von Ari Aster, dessen Filme mich irgendwie gleichermaßen faszinieren, wie auch abschrecken. Und Eddington ist auch noch ein Western, was jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsgenre ist.

Am allermeisten freue ich mich auf The History of Sound über zwei Musikwissenschafter. Diese werden nämlich von Paul Mescal und Josh O’Connor gespielt und beide, aus UK bzw Irland stammend, sind vielleicht die interessantesten männlichen Nachwuchsschauspielstars mit Indie-Schlagseite aktuell. Mescal hat uns in Aftersun und auch All of us Strangers das Herz gebrochen, O Connor hat ähnliches in La Chimera gemacht – er war aber auch der Superstrizzi in Challengers, ich war in dieser Dreiecksgeschichte voll in seinem Team. Ein Film von beiden kann meinerseits nur zu höchsten, quasi unerreichbaren Erwartungen führen, harhar.

Bei den Dokus finde ich Orwell: 2+2=5 spannend. Der Titel spielt auf den Roman 1984 an, in der Orwell eine Welt schildert, in der die Menschen politisch und medial manipuliert werden. Immer aktuell. Eher nicht anschauen werde ich mir Bono: Stories of Surrender. Bono ist, so gesamt gesehen, eine einzige Red Flag für mich, ich halte ihn einfach nicht aus. Vor einigen Jahren ist ein Interview mit ihm auf (damals noch) Twitter diskutiert worden, das jemand als “Goldstandard für absurde Äußerungen egomanischer Altherren ohne Self-Awareness” bezeichnet hat. Obwohl ich so Aussagen a la alte weiße Männer nicht so gern mag, hier finde ich es genial formuliert.

Oslo Stories: Träume

Am Samstag habe ich mir, nach einem langen Spaziergang durch die Innenstadt und in der Sonne sitzen, den zweiten Teil der Oslo Stories von Dag Johan Haugerud angesehen und zwar im Votivkino. Dieser Teil heißt Träume und erhielt im Februar den goldenen Bären bei der Berlinale.

Träume handelt von Johanne (Ella Øverbye), einer 16 jährigen Schülerin, die sich in ihre Französischlehrerin Johanna (Selome Emnetu) verliebt. Nach einiger Zeit besucht sie die Lehrerin unvermutet zuhause, eine Art von Beziehung beginnt, über die Johanne einen – auch sexuell – expliziten Roman schreibt, um die Ereignisse festzuhalten. Sie gibt den Text ihrer Großmutter (Anne Marit Jacobsen), die eine erfolgreiche Autorin ist, um deren Meinung zu erfahren…

SPOILER WIE IMMER MÖGLICH

Ich sage bei Filmen ja manches Mal: Das wäre besser fürs Fernsehen geeignet. Oder: Das wäre eher Stoff für eine Serie. Bei Träume sage ich: Das hier ist im Prinzip ein Hörbuch. Denn fast ganze erste Hälfte des Filmes wird mit einem Voice Over von Johanne begleitet. Voice Over in Filmen: Immer etwas schwierig.

Ich zitiere den bekannten amerikanischen Filmkritiker Roger Ebert. Ebert hat einmal einem anderen Filmkritiker widersprochen, der kritisierte, dass Fellini im Film 8 1/2 die Bilder wichtiger wären als die Ideen dahinter. Ebert schrieb daraufhin: “I celebrate it. A filmmaker who prefers ideas to images will never advance above the second rank because he is fighting the nature of his art. The printed word is ideal for ideas, film is made for images”

Bei Träume hören wir Johanne endlos sprechen. Die Bilder, die wir dazu sehen, sind nicht schlecht, oft sogar beeindruckend, aber sie lenken eher davon ab, was Johanne uns erzählt, es entsteht keine Einheit der beiden Komponenten. Trotzdem muss ich sagen: Die Sätze, die Johanne sagt, sind wunderschön und voller Poesie, sie erzählen so viel von Gefühlen und Liebe (kaum über Sex by the way, auch wenn das quasi der Aufhänger des Filmes ist, wer deshalb ins Kino geht, kann es sich sparen harhar).

Träume ist stellenweise auch recht witzig, vor allem die Gespräche von Johannes Oma und Mutter. Einmal diskutieren sie über den Film Flashdance und die Oma findet diesen enttäuschend, weil die Hauptfigur am Ende dann doch Tänzerin wird. Drauf die Mutter: Ist es feministischer, eine Schweißerin zu sein als eine Tänzerin? Eine gute Frage! Schön ist auch wie Oslo gezeigt und beschrieben wird. Ein ewiges persönliches Thema für mich: Wie beschreibt man Städte? Das finde ich sehr schwer.

Was ich auch interessant fand: Einmal trifft sich Johannes Mutter mit der Lehrerin, nicht um sie zu verurteilen, sondern einfach zum Reden und diese erscheint hier komplett anders als davor, schroff, nicht wirklich zugänglich, nicht mal ein bisschen empathisch. Da fragt man sich als Zuschauerin: War die Darstellung der Lehrerin davor einfach nur die (verliebte) Projektion von Johanne? Ist die Lehrerin gar nicht so toll, wie wir sie im ersten Teil – durch die Augen von Johanne – erlebt haben?

Träume wäre vielleicht ein noch besseres Hörbuch, es ist aber auch ein sehenswerter Film, gerade wenn man vielleicht selbst gerne schreibt oder eine Trennung verarbeiten muss. Oder beides.

Hard Truths

Diese Woche habe ich Hard Truths in OV gesehen, der ausschließlich und auch nur wenige Tage im Gartenbau lief.

Regisseur Mike Leigh porträtiert darin Pansy (Marianne Jean-Baptiste), eine Frau in mittleren Jahren die vom Leben frustriert ist und ihrer Wut Luft macht. Wenn sie den Mund aufmacht, dann spricht sie nicht, sie schreit. Sie streitet mit allen Menschen, denen sie begegnet – ob es die Kassiererin im Supermarkt ist, ihre Zahnärztin und die Verkäuferin im Möbelgeschäft. Ihr Mann Curtley (David Webber) und ihr erwachsener Sohn Moses (Tuwaine Barrett) haben aufgehört, zuhause zu sprechen, sie sitzen beim Abendessen nur schweigend daneben, wenn Pansy ihre endlosen Tiraden loslässt. Einzig ihre Schwester Chantelle (Michele Austin) scheint auf die Hintergründe von Pansys Unausstehlichkeit blicken zu wollen…

SPOILER MÖGLICH

Mike Leigh, mittlerweile 81, gilt als ein Regisseur, der sich mit Vorliebe dem sogenannten Kitchen Sink Realism widmet, also den Erzählungen über die “normalen” Menschen, oft aus der Arbeiterschicht, und deren Kämpfe im Leben. Deshalb habe ich auch noch nichts von ihm gesehen harhar. Ich gehe persönlich nicht so gerne ins Kino, um dort dann reine Sozialdramen zu verfolgen. Aber Hard Truths wurde als witzigster Film von Leigh angepriesen und das hat mich neugierig gemacht. Jetzt kann ich sagen: Ich hab schon mehr gelacht.

Das ist natürlich ein Film über Depression. Denn Pansys furchtbar nervige, oft auch gemeine Art anderen gegenüber ist klarerweise ein Zeichen dafür, dass bei ihr rein gar nichts in Ordnung ist. Ihre Wut ist eigentlich Trauer, die sie nicht anders zeigen kann. Worüber sie traurig, das erfahren wir so stückchenweise, vor allem in ihrer Interaktion mit Chantelle. Der Vater der beiden hat sich früh aus dem Staub gemacht, die Mutter musste die Familie über Wasser halten; Pansy hatte als ältere Tochter viel Verantwortung zu tragen, fühlte sich gleichzeitig aber von der Mutter ungeliebt. Curtley hat sie vor allem geheiratet, um nicht allein zu bleiben. Sie mag weder ihn noch den eigenen Sohn besonders gern. Vielleicht mag sie niemanden.

Irre witzig, was? Harhar. Ich habe kein Problem mit traurigen und auch schweren Themen. Aber wenn es, wie hier, nicht den Funken irgendeines Silberstreifs am Horizont gibt (ok einen winzigen gibt es, wenn auch nicht für Pansy) und sei er noch so schwach, wenn hier nur Elend abgebildet wird, dann, denk ich, muss ich das nicht unbedingt sehen. Dazu kommt auch noch, dass Leighs Film – ich möchte nicht sagen handwerkliche Schwächen, denn er wird wissen was er tut – aber sagen wir handwerkliche Besonderheiten hat, deren Sinn ich persönlich nicht verstehe. Es kommen nämlich Figuren nur für eine einzige Szene vor, die sonst absolut nichts mit der Handlung zu tun haben, und es gibt auch einige Szenen mit Nebendarstellern, die ins Nichts führen. Ich kann nicht nachvollziehen, was Leigh uns damit sagen will.

Letztendlich muss ich auch leider sagen: Ich kann den Schmerz von Pansy zwar nachvollziehen, aber ich finde es schwer, Sympathie für sie zu haben, wenn ich sehe, wie ihr 22 jähriger Sohn aufwachsen musste, was für einen Schaden er sichtlich davongetragen hat. Ich denke mir: Egal wie viel Schmerz ich empfinde, wenn ich mich für jemanden “zusammenreiße”, dann für mein Kind. Andererseits: Hurt people hurt people. Trotzdem tut mir Moses so leid, wenn er im Bett liegt und ein Buch namens “Everything about planes” oder so liest – anscheinend ein Buch aus seiner Kindheit. Das ist so, so traurig und man würde ihn am liebsten umarmen und trösten.

Damit dieser Eintrag nicht ebenso deprimierend endet, drei Kommentare, die ich auf letterboxd gelesen habe: “This was my first Mike Leigh movie. And also my last Mike Leigh movie.” Harhar. Und: “Would rather have watched a 9 hour version of The Brutalist instead”. Sowie “Someone get Moses out of that house and onto a plane.” Genau!

Volvereis

Endlich kommt der spanische Beziehungsfilm Volvereis von Regisseur Jonas Trueba in die Kinos, den ich schon bei der Viennale gesehen und zu dem ich auch eine Rezension geschrieben habe. Hier noch ein paar Zeilen extra für den Blog.

Zunächst mal bin ich enttäuscht, dass bisher noch kein Medium meine ur super Beschreibung “Wohlfühl-Trennungsfilm” übernommen hat. Ich fand das sehr gut. Harhar.

Denn tatsächlich geht es um Alex (Vito Sanz) und Ale (Itsaso Arana) die beschlossen haben, sich nach 15 Jahren zu trennen und – das ist das spannende – aus diesem Anlass eine Party zu feiern. Halt wie eine Hochzeit nur umgekehrt. Der Film macht nichts anderes, als die beiden dabei zu zeigen, wie sie das ihrer Familie, ihren Freunden erzählen und anschließend mit deren Reaktionen umgehen (müssen). Einen kleinen doppelten Boden gibt es auch: Beide sind Schauspieler und filmen sich quasi selbst dabei – oft kann man schwer unterscheiden, was nun “Realität” und Fiktion ist…

Am öftesten hören sie von ihrem Umfeld jedenfalls: “Volvereis” – zu deutsch: Ihr werdet ohnehin wieder zusammenkommen. Als Zuseherin bezweifelt man das aber.

Denn Alex und Ale verstehen sich zwar nach wie vor wirklich gut, aber als Freunde. Die Liebe ist ihnen irgendwie abhanden gekommen. Und ich sag mal so: Nur dann kann man über so ein Fest überhaupt nachdenken, wenn beide irgendwie zur halbwegs gleichen Zeit zum halbwegs gleichen Schluss kommen, wenn man sozusagen in Frieden damit ist, die Beziehung als solche zu beenden. Warum sich die beiden trennen wollen, kommt erstaunlich wenig zur Sprache. Vermutlich die üblichen Gründe einer einvernehmlichen Trennung: Die Luft ist irgendwie raus, alle Gespräche sind (gefühlt) schon geführt worden, es fehlt die Vision einer gemeinsamen Zukunft. Alles ist irgendwie unaufgeregt “over”.

Sehr interessant ist, wie das Umfeld darauf reagiert und wie das oft so ist bei Reaktionen: Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul. Manche spielen es herunter, andere weinen; es gibt auch Menschen, die haben plötzlich Angst um ihre eigene Beziehung, die meistens sind irritiert. Die allerwenigsten finden die Idee eines Trennungsfestes gut, harhar. Die Reaktionen der Personen jedenfalls bewirken wieder eine Reaktion bei den beiden selbst, sie reflektieren sich nonstop.

Schön ist, wie Regisseur Trueba diesen Grenzbereich zwischen gerade-noch und nicht-mehr Paar sein visuell umsetzt. Einmal träumt Ale schlecht, da legt Alex ihr beruhigend die Hand auf ihren Arm. Einmal gehen sie gemeinsam zum Flohmarkt und kaufen jeder einen Sessel für sich selbst. In einer Szene wechselt Alex die Bettwäsche und sieht einen kleinen Blutfleck. Wie ertappt zögert er kurz. Wieviel Intimität ist noch in Ordnung, wenn man kein Paar mehr ist? Was will man den anderen noch von sich sehen lassen? Was geht den anderen noch etwas an?

Volvereis ist auf subtile Art und Weise witzig und nachdenklich gleichzeitig. Und trotz des schweren Themas wird man nicht in die Tiefe gezogen sondern ja, fühlt sich wohl, beim Zusehen. Sagte ich es schon? “Wohlfühl-Trennungsfilm”, gerne mich zitieren, harhar.

Sing Sing

Sing Sing, ein Film unter der Regie des mir bisher unbekannten Greg Kwedar, behandelt das Theater-Rehablitationsprogramm im gleichnamigen Hochsicherheitsgefägnis nahe New York. Ich habe das ja sehr gerne, wenn es im Film um Kunst geht, wenn Charaktere sich wie auch immer künstlerisch betätigen.

In Sing Sing ist der Quasi-Vorstand und auch Autor der Theater AG der vermutlich zu Unrecht einsitzende John Divine G (Colman Domingo), mit einigen Mitinsassen arbeitet er an einem neuen Stück, einer vom Regisseur selbstgeschriebenen Komödie. Im Laufe der Proben und mittels der dazu erforderlichen Improvisationen lernen wir die einzelnen Teilnehmer des Programmes besser kennen und damit auch ihre problematische Vergangenheit. Vor allem der Neuzugang Clarence “Divine Eye” Maclin (als er selbst) tut sich schwer, sich in dieser für ihn komplett neuen Welt zurechtzufinden…

MÖGLICHE SPOILER

Puh, wo soll ich anfangen. Vielleicht bei meiner Befürchtung, dass der Film nicht den richtigen Ton trifft, der bei dieser Thematik zugegebenermaßen auch nicht allzu leicht zu treffen ist.

Denn natürlich kennen wir das schon, die Betrachtung einer marginalisierten – hier auch gesellschaftlich geächteten – Gruppe, die mithilfe der Kunst eine gewisse Karthasis erlebt. Erschwerend kommt bei Sing Sing noch dazu, dass die Gruppe aus (vornehmlich schwarzen) Gefägnisinsassen besteht, und somit den gängigen Gefängnisklischees Tür und Tor geöffnet sind. Und, das ist jetzt das ganz komische, diese Klischees sehen wir hier kaum und das noch merkwürdigere: Auch das finde ich irgendwie problematisch harhar. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, natürlich bin ich irgendwie froh, dass die übliche Gefängnisgewalt, die Brutalität, die Schreierei, der Schmutz und Grind des Gefängnislebens hier kaum abgebildet wird, aber auch das wirkt eben nicht ganz glaubwürdig.

Das Wachpersonal ist ebenfalls die meiste Zeit abwesend. Die Menschen hier, die in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzen, also mindestens einen Mord begangen haben, streifen so locker lässig durchs Gebäude als wären sie in einer Kuranstalt. Niemand scheint besonders auf sie zu achten. Einmal wird immerhin das Zimmer von Divine durchsucht und als er zurückkommt, soll wohl eine arge Unordnung suggeriert werden, tatsächlich schaut es auf seinem Schreibtisch aber nicht viel anders aus als auf meinem eh immer, harhar. Man könnte sagen, hier geht es nicht um diese Dinge, um das Leben im Gefägnis und die Schwierigkeiten, die dieses Leben begleiten, sondern hier geht es um den quasi Ausbruch in die Welt der Kunst. Aber dann hätte ich persönlich dem ganzen Film einen anderen Look gegeben, irgendwie viel artifizieller, um ihn von “normalen” Gefängnisfilmen abzuheben.

Auch bei den Darstellern gibt es ein gewisses Problem. Colman Domingo, ein bereits vor diesem Film Oscar-nominierter Schauspieler, spielt hier fast ausschließlich mit Laien. Das ist nämlich der Clou des Films, der kein Geheimnis ist, aber erst am Ende des Films richtig offenbart wird: Die meisten Männer hier spielen sich selbst oder ein fiktionalisiertes Selbst. Es sind Straftäter, die über die Kunst wieder in ein normales Leben integriert werden konnten. Sie sind alle keine ausgebildeten Schauspieler. Ich will damit nicht sagen, dass sie schlecht spielen, gar nicht. Nur die Vibes zwischen dem zum Overacting neigenden Domingo und diesen “real Dudes” stimmen halt irgendwie nicht wirklich. Dazu gesellt sich dann gedanklich der Subtext, ein Hollywood-Schauspieler “lernt” jetzt den Knackis wie man “richtig” schauspielt.

Tatsächlich hat mir aber der Aspekt, dass Ex-Gefangene im Theaterspielen einen neuen Lebensinhalt und auch einen Weg gefunden haben, mit ihrer Schuld fertig zu werden, am besten an diesem Film gefallen. Auf eben diesen Aspekt verlässt sich dieser Film aber auch (zu) sehr und bleibt so ziemlich “middle of the road”, ohne großartige Wagnisse oder Erkenntnisse. Gelernt habe ich aber trotzdem etwas, nämlich, dass sich die Insassen nicht mit N**** ansprechen dürfen und sich stattdessen “Beloved” nennen.

Karwoche

Die Osterferien sind ein bisschen ein “Struggle” zwischen: Halbwegs ausschlafen wollen, arbeiten, Unternehmungen mit Kind und me time.

Gestern sah das so aus, dass ich am Vormittag an neuen Interviews gearbeitet habe; es wird wieder einen Film geben, ein historisches, aber gleichzeitig auch sehr aktuelles Thema (mehr darf ich noch nicht verraten) und es sind englische Interviews, das ist eine schöne Herausforderung für mich, inhaltlich und auch sprachlich. Dann gab es ein spätes Mittagessen, das Kind hat gekocht und anschließend bin ich ins Kino gefahren. Am Weg dorthin, habe ich am Ostermarkt vorbeigeschaut.

Ostermarkt auf der Freyung am 14. April

Ich bin für euch zum Ostermarkt auf der Freyung (und am Hof) gefahren, damit ihr das nicht müsst. Nein, er ist eh schön, vor allem die wirklich kunstvollen so unterschiedlich gestalteten Ostereier, aber es ist auch ein irres Geschiebe und Gedränge und wenn ich Saufstandeln will, dann ist mir Punsch lieber als die Champagnerbar am Hof. harhar.

Beschriebene Eier gefallen mir sehr gut – hier handelt es sich natürlich um Gebete
Kreative verzierte Eier in allen Variationen
Noch mehr sehr farbenfrohe Eier in der Frühlingssonne

Leider hab ich keine fancy Autos für das Kind fotografieren können, wie den derzeit in Wien befindlichen Bugatti, nur normale Angeberautos, harhar. Falls wer den Bugatti findet, bitte sagt Bescheid!

Danach war ich im Votivkino und habe mir Sing Sing angesehen. Eine eher ambivalente Erfahrung – zwar schon “okay-ish”, wie auch schon vorige Woche Altweibersommer, aber irgendwie hat mir bei beiden Filmen was gefehlt. Auf letterboxd hat jemand als Review zu Sing Sing nur geschrieben “Black Poets Society”und das passt sehr gut, es gab einen Moment, wo ich dachte, dass die handelnden Personen – Gefägnisinsassen und POC – gleich auf ihre Sesseln steigen. Ich werde dazu noch mehr schreiben.

Jedenfalls wars ein angenehmer Tag, der mich etwas beruhigt hat. Seit der Sendung von Mittwoch fühle ich mich ein bisschen aufgewühlt. Hätte ich mir denken können, ist aber auch ok.