almis personal blog

runaways

nach drei wochen akkordarbeit habe ich nun wieder urlaub, ohne, dass ich mit dem italien-urlaubsbericht und den buchrezensionen fertig bin. das wird dann bald nachgeholt.

einstweilen viel spaß mit meinem sommerhit 2012 – runaways von den killers.

so schön. auch das video (vegas bei nacht)

toskana ausflüge, drei

in unserer zweiten urlaubswoche ging es zu den steinbrüchen in die gegend von carrara. genauer gesagt nach colonnata.

zuerst mal mussten wir eine – erraten – kurvige straße entlang fahren, bis wir zu einer gesperrten straße kamen, auf dem schild davor stand auch der grund der sperre. allerdings verstanden wir ihn nicht. also schnell mal googlen… tja ups, kein internet. also fragten wir einen barbesitzer und der meinte, wir könnten die straße ruhig befahren. nach einiger zeit kamen wir dann an kaputten straßenteilen und felsbrocken vorbei, was die frage klärte, was das wort auf dem schild hieß.

colonnata selbst war ein hightlight für adrian. nach dem mittagessen suchten wir uns einen platz gegenüber eines großen steinbruches, von dem aus man die lkws beim hinauf- und hinterunterfahren beobachten konnte. wie gesagt, es handelt sich um ziemlich steile straßen und die lastwagen haben ein hohes tempo. adrian fand das äußerst anziehend und er äußerte den wunsch, später auch mal lastwagenfahrer zu werden und diese straßen auf und ab zu bretten. öhm. nach einem kurzen abstecher nach carrara wollten wir uns dann noch einen schönen abend am strand machen.

zu diesem zweck fuhren wir nach marina di massa – einem gepflegten touristenhotspot, an dem er als kind häufig urlaub gemacht hatte. als wir twens waren, waren wir auch einmal da, 1996, wenn ich mich richtig erinnere. damals mussten wir uns als verlobte ausgeben, weil es hieß, das ältere ehepaar aus dem hotel gibt uns sonst kein doppelzimmer. und was war? als wir sagten, wir wären verlobt, meinten sie, wie man sich so jung verloben kann. ja wer macht denn hier die regeln?

anyway wir fuhren jedenfalls nach massa und was kann es schöneres geben als nach einem ausflugstag am abend noch ein bisschen am strand zu liegen und die seele baumeln zu lassen. bzw. in die (sehr) warmen fluten zu springen. traumhaft war das! wir blieben fast bis zum sonnenuntergang.

p.s.danke cgs für die bereitstellung der fotos!
ja wie ihr merkt, ich lasse fotografieren (harhar!)

epubli

die verlagssuche gestaltet sich – wie erwartet zäh. ein verlag hat sich bis dato gemeldet und zwar mit einer absage. gutes buchprojekt, passt aber leider nicht ins programm. ja eh. ich meine, netter als frühere absagen, aber doch.

deshalb spiele ich mit dem gedanken, mein manuskript ausschließlich als ebook zu veröffentlichen. ich bin durch die inspiration einer freundin auf epubli gestoßen: dort kann man für 19.90 euro pro jahr ein ebook herausbringen, das dann auch eine ISBN nummer bekommt und weltweit heruntergeladen werden kann. man bestimmt einen verkauspreis und bekommt dann einen teil davon, einen teil bekommt epubli. das klingt für mich fair, ich suche aber noch nach einem haken, den es eventuell gibt. der spiegel hat kürzlich auch von epubli und seinen erfolgsautoren berichtet.

ich hätte vor, es im fall des falles zu einem günstigen preis zu veröffentlichen. das marketing mache ich dann selbst. wozu hab ich einen blog und poste auf facebook und twitter? harhar. aber ein lektorat würde ich mir leisten (wird dort auch angeboten), selbstständigkeit läuft ja derzeit gut.

mir scheint das eine gute alternative zu “herkömmlichen” verlagen zu sein, eigentlich etwas, was auf lange sicht die branche revolutionieren wird. muss mich da aber noch genauer einlesen.

jedenfalls to do im august: das manuskript nochmal überarbeiten und aufpolieren. dann sehen wir weiter.

fruehe nostalgie

die Frage, ab welchem alter man nostalgisch wird, wurde gestern im naturpark sparbach beantwortet. ich habe dort gestern zwei ungefähr achtjährigen zugehört, die beim schaukeln eine mutter beobachteten, die gerade ihr baby auf einer picknickdecke wickelte.

darauf der eine: “ich finde es so schade, dass wir nicht mehr gewickelt werden”

der andere (seufzt!): “ja… das war super”

toskana ausflüge, zwei

ein weiterer ausflug in der toskana führte uns zuerst nach lucca. meine eltern hatten mir vor jahren von ihrem spaziergang auf der stadtmauer von lucca erzählt. in meiner naivität hatte ich mir ein gänsemarsch-artiges szenario vorgestellt. tatsächlich ist die stadtmauer von lucca extrem breit. es finden sich obenauf sogar spielplätze, man kann in der sonne liegen, im schatten mächtiger bäume flanieren oder radfahren, sehr beeindruckend.

da gerade mittagszeit war, gönnten wir uns dann leckere pasta in einem schanigarten und bummelt später weiter bis zum zentrum. lucca ist ein liebliches, kleines städtchen, sehr unaufgeregt. wir haben auch gesehen, dass im sommer fast jeden abend openair konzerte in der stadt stattfinden, und zwar von durchaus namhaften künstlern. das ambiente ist sicherlich etwas besonderes an lauen abenden.

am späteren nachmittag ging es weiter nach pisa, wo unsere gruppe den schiefen turm besteigen wollte. ich blieb mit adrian am boden, da kinder erst ab acht jahren der zugang gestattet ist. aber ich bin persönlich eh auch nicht so der höhenmensch. von unten konnten wir dann hinaufwinken und -fotografieren. außerdem natürlich ballspielen und herumhängen.

abgesehen vom platz vor dem schiefen turm haben wir pisa nicht besichtigt, alles konzentriert sich darauf. es war auch sehr viel los, auf dem platz dutzende stände, die erfrischungen (u.a. kokosnüssen), imbisse und krims krams feilboten. die wiese vor turm und kathedrale darf übrigens nicht betreten werden, worauf manche touristen von den carabinieri recht bestimmt hingewiesen wurden.

p.s. danke für foto an cgs

ice age tücken

beim billa (achtung schleichwerbung) gibt es jetzt kindergläser mit ice age motiven drauf. man sammelt als vorteilskunde punkte und wenn man quasi 100 euro einkaufssumme erreicht hat, bekommt man ein gratisglas.

wir haben unsere ersten 10 punkte geschafft und adrian hat sich als erstes sid ausgesucht.

adrian: “was ist das für ein tier?”

ich: “äh… ich glaube ein erdmännchen.”

(es ist schon ewig her, seit ich den film gesehen habe, ehrlich)

pause.

adrian: “hm, es sieht eigentlich nicht wie ein erdmännchen aus.”

ich: “äh… ich google das zuhause mal, ja?.”

aufklösung: es ist ein faultier. wie ihr sicher ohnehin alle wisst. aber das ist mal eine ganz nette aktion.

the help – der film

jetzt habe ich die verfilmung des stocketts romans the help gesehen. der mann nach vier minuten: “das ist ein frauenfilm, oder?”

 

sagen wir mal: ja eher schon. die männer sind im film auch absolute randfiguren, sie kommen praktisch nur als stichwortgeber vor. der film weicht auch nicht extrem von der buchvorlage ab, abgesehen davon, dass das buch natürlich viel detailreicher und ausführlicher ist, die geschichten der schwarzen dienstmädchen und ihrer arbeitgeber in der vorlage viel plastischer werden.

der film schafft es ziemlich gut, den humor des buches wiederzugeben. besonders die figur der minny (octavia spencer, die dafür auch einen oscar bekommen hat) im zusammenspiel mit celia (jessica chastain) und hilly (bryce dallas horward) wirkt sehr lebensnah. etwas unbefriedigend ist der film dort, wo es darum geht, die tatsächliche bedrohung der schwarzen zu dieser zeit darzustellen. im buch musste ich teilweise den atem anhalten, weil die gefahr für die “beichtenden” so groß war. es handelte sich dabei um eine latente lebensbedrohung. dieser aspekt des buchs wurde im film fast völlig außer acht gelassen. es wirkt eher so als würden sich ein paar schrullige frauen selbstverwirklichen. das ist ein bisschen schade.

trotzdem ist der film im ganzen trotz der überlänge recht kurzweilige und abwechslungsreiche unterhaltung. auch für männer.

toskana ausflüge, eins

während der zwei urlaubswochen in der toskana haben wir natürlich auch eine menge ausflüge gemacht. unsere freunde gleich mal am zweiten tag einen nach siena zum legendären palio. da waren wir aber nicht dabei, da siena doch 2,5 stunden entfernt war und adrian einfach noch zu klein für die veranstaltung ist. der palio gilt als eines der härtesten pferderedennen der welt und dauert 100 sekunden. ja richtig, sekunden. ich musste auch nochmal nachfragen. es soll aber beeindruckend gewesen sein.

gemeinsam waren wir dann florenz. als wir das unserem vermieter erzählten (mit dem wir regen kontakt hatten und der sich freute, dass mal ein paar leute vorbeikommen, die halbwegs italienisch sprechen, er selbst sprach kein deutsch oder englisch), meinte der nur, dort wäre es sehr heiß. und damit hatte er auch recht. als wir ankamen, zählte das thermometer 39 grad und das aussteigen aus dem auto war schon eine ziemlich qual. geparkt haben wir übrigens in einem etwas dubios aussehenden parkhaus, wo man seinen schlüssel einem fahrer übergibt, der dann offensichtlich den auftrag hat, die autos möglichst kreuz und quer zu parken und so, dass man es gerade noch schafft, die lokalität durch einen schmalen gang wieder zu verlassen. adrian fand das sehr beeindruckend.

einige von uns haben dann heroisch den dom bestiegen, während wir anderen eis essen waren und anschließend im disney store, was ein kleiner ansporn für den weiteren stadtbummel sein sollte (hat auch geklappt). florenz ist ein liebliches und gesichtsträchtiges städtchen, reich an kunstschätzen diverser art. man kann hier sicher einige tage verbringen und sich richtig vertiefen, wir wollten erstmal nur einen eindruck bekommen und bummelten durch die innenstadt und am fluß arno entlang. dann gab es noch ein leckeres abendessen – spagetthi vongole, jamm.

gegen neun uhr abends brachen wir dann wieder in unser romantisches tal auf.

p.s. adrian hat jetzt das florenzer parkhaus nachgestellt:

the help

wie angekündigt habe ich im urlaub the help von kathryn stockett gelesen und das buch, in dem schwarze hausangestellte in den 1960ziger jahren über ihr leben und ihre arbeit erzählen, war wesentlich amüsanter als zeruya shalevs familienroman für den rest des lebens (der aber auch hervorragend war, nur auf ganz andere weise).

jedenfalls hat mich the help richtig gefesselt. zunächst mal, weil mir überhaupt nicht bewusst war, sie stark die unterdrückung von schwarzen vor gerade mal 50 jahren noch war. teilweise auf subtile art und weise. wenn man bedenkt, dass es seit einigen jahren einen schwarzen präsidenten gibt, kommt es einem völlig absurd vor, dass im jackson der sechziger jahre noch eigene toiletten für hausbedienste gebaut wurden, damit sie nicht die gleichen räumlichkeiten wie ihre arbeitgeber benutzen. zu groß war die angst vor angeblich “anderen” viren, die schwarze in sich tragen. es wurde vor den schwarzen so dargestellt, als wäre es auch zu ihrem eigenen schutz und keine xenophobe handlung.

das eigentlich erstaunlich ist aber, wie sehr betuchte weiße familien damals zwar auf schwarze herabgeschaut haben, ihnen allerdings gleichzeitig das wertvollste anvertraut haben, was sie hatten: ihre kinder. die schwarzen hausmädchen waren – neben putzhilfen und köchinnen – vor allem nannys. und sehr oft waren sie ein vollwertiger mutterersatz für die kinder, die sie beaufsichigten, denn die mütter empfanden ihre kinder oft eher als status symbole – wie den reichen ehemann – und nicht als menschen, an deren leben sie wirklich teilhaben wollten, denen sie zeit und liebe schenken konnten. es ist bitter, wenn eines der dienstmädchen sagt, wie sehr sie “ihre” kinder liebte und wie traurig es ist, wenn diese kinder irgendwann so werden wie ihre mütter.

the help ist aber nicht nur die geschichte der hausmädchen, sondern auch der weißen außenseiterinnen, die sich weigern, so zu leben wie weiße frauen damals leben sollten, so zu denken, wie es schicklich war. die anfingen, dinge zu hinterfragen und sich aufzulehnen. es ist die geschichte von frauen, die sich emanzipieren wollten und sich damit in große gefahr begeben haben. wie skeeter phelan, die junge frau, die die dienstmädchen interviewte und alle geschichten, die ihr erzählt wurden, in einem, diesem buch verarbeitete.

ich bin gespannt auf den film!