almis personal blog

Rabbit Hole

Letztens bin ich mal wieder das Rabbit Hole tragische Liebeslieder hinabgestiegen.

Direkter Anlass war, ich schreibe in meinem Langtext über den Song Smile like you mean it von den Killers. Dieser Song ist aus dem Jahr 2004 und Brandon Flowers hat ihn im Alter von 22 Jahren verfasst. Er verbreitet diese typische Killers Melancholie, die ich komischerweise liebe, dieses satte Las Vegas Gefühl, die kuriose Depression, kaum dass man erwachsen geworden ist, wenn man erkennt, dass man selbst auch einmal würde sterben müssen. Aber vor allem singt Flowers hier vom Abschied von der ersten Liebe: “And someone will drive her around, down the same streets that I did.” Und dann die Wiederholung des vermeintlich immer gleichen mit anderen, neuen Menschen, die vielleicht besser zu einem passen, vielleicht aber auch nicht.

Von dort kam ich zu Sinead O Connor mit Nothing Compares 2 U: “It’s been seven hours and fifteen days. Since you took your love away”, stellt sie fest. Und, dass der Arzt, den sie aus Kummer aufsuchte ihr rät: “Girl you better try to have fun no matter what you do.” Eh kein so schlechter Tipp. Doch Sinead oder genaugenommen Prince schlussfolgerte über diesen Arzt: “He’s a fool.”

Danach sah ich ein Video von Roxette, wo Marie Fredriksson im weniger bekannten, aber sehr schönen Song Anyone singt: “Everything more or less appears so meaningless. Blue and cold. Walking alone through the afternoon traffic. I miss you so.” Und in dem Video geht Frederiksson ins Meer, aber nicht aus den guten Gründen und heutzutage würden solche Videos wahrscheinlich gar nicht mehr produziert, und wenn, dann nicht mehr veröffentlicht werden, nicht mal mit Triggerwarnung, weil: kritischer Content.

Ich ging weiter zu Always von Bon Jovi, auch eine sehr arge Liebesgeschichte, nur ist das Video so dermaßen gaga, dass man ganz davon abgelenkt ist. Ich mein, wirklich alles, was die Protagonisten hier tun, ergibt keinen Sinn, ich habe darüber schon mal echt gut geschrieben, finde ich (hahar). Aber die Zeilen “This Romeo ist bleeding, but you can’t see his blood” sind super und auch “I ll be there till the stars don’t shine, till the heavens burst, an the words won’t rhyme” – ja hat Bon Jovi da einen leicht ironischen Unterton, bei allem Liebeskummer?

Und schlussendlich Dido, mit White Flag, die die, finde ich, sehr weisen Worte spricht: “I know you think that I shouldn’t still love you or tell you that. But if I didn’t say it, well I’d still have felt it. Where’s the sense in that?” So ist es, Dido. Dafür habe ich ja meinen Blog, harhar.