Jetzt mal was zu den Filmfestspiele in Venedig – es gibt übrigens schon Rezensionen zu den ersten Filmen dort auf Uncut zu lesen. Unter anderem stellen zwei Regisseure ihre neuen Werke vor, zu denen ich ein eher kompliziertes Verhältnis habe.
Erstens Danny Boyle. Der neue Film heißt Ink. Prinzipiell ein interessantes Thema, der Auftstieg der Zeitung The Sun in den 1960er Jahren. Aber, ich spreche offen: Ich mag das Gesamtwerk von Danny Boyle überhaupt nicht. Harhar. Sorry, aber es ist so, wird ihm auch zurecht wurscht sein. Ich kann mit seiner Art Filme zu machen einfach absolut nichts anfangen. Ob Slumdog Millionaire – einer der schlimmsten Oscar Sweeps überhaupt, meines Erachtens, und dabei mag ich Wer wird Millionär wie man weiß sogar sehr gerne. Ob 128 Hours, Trainspotting (ja auch der), Yesterday, oder auch Steve Jobs. Ich mag sie alle nicht, und lustigerweise aus ganz verschiedenen Gründen. Ich weiß noch, als Steve Jobs damals noch im TV lief und ich es parallel mit meiner Mutter schaute, whatsappte sie mir in der Werbepause: Das ist schon sehr anstrengend. Harhar. Trotz Michael Fassbender und Kate Winslet.
Zweitens: Martin McDonagh – auch nicht gerade mein Favorit. Obwohl ich seine Filme an sich besser finde, erzeugen sie bei mir immer ein länger anhaltendes Gefühl von Sodbrennen. 2022 zum Beispiel kamen fast nur echt schreckliche Filme heraus und einer davon war The Banshees of Inisherin. Der Trailer tat so: Haha lustig, zwei Männer, beste Freunde und einer von beiden will dem anderen jetzt die Freundschaft aufkündigen. Und es wurde so dargestellt, als wäre das eine leichtfüßige Bromance-gone-bad-Komödie. Nur war an diesem Film überhaupt gar nichts lustig, er war düster, bitter, dunkel selbst in den Nebenhandlungssträngen und auch dann, wenn sich die Menschen ausnahmsweise nichts Böses wollten (was eher selten vorkam) spielte ihnen dann noch das Schicksal übel mit. Oida.
Der neue Film von McDonagh heißt Wild Horse Nine und handelt von zwei Agenten auf den Osterinseln in den 1970er Jahren (Jössas) Und ich gönne John Malkovich, dass er bereits jetzt im Oscar-Geraune ist und ich werde mir den Film auch anschauen, aber mir schwant schon wieder Übles.
