Heute hab ich nichts anderes getan, als im Wasser zu sein oder mit komplett nassem Badeanzug am Laptop zu arbeiten. So lange bis der Badeanzug wieder trocken war und ich erneut den Pool ansteuerte. So ließ es sich aushalten
Allerdings bin ich dadurch bisher nicht dazu gekommen, die Tage der deutschsprachigen Literatur wirklich zu verfolgen. Ich werde einiges nachschauen müssen.
Ich habe nur einen Text ganz (plus Jurysiskussion) gehört. Der war aber tatsächlich gut. Und zwar Kirschen, Herz mit Verband von Magdalena Schrefel. Sie beschreibt darin eine Krebsdiagnose bzw. den sprachlichen Umgang damit. Wie übersetzt man die eigene Fassungslosigkeit in Worte? Für sich selbst, vor allem aber auch für andere. Als ich dem Vortrag zugehört habe, habe ich mir gedacht, Schrefel hat in gewisser Weise eine ähnliche Herangehensweise an vernichtende Themen wie ich selbst – wobei ich so eine Krankheit nicht mit meinen Problemen vergleichen will.
Ganz am Ende gibt es einen interessanten Satz, dem ich spontan zugestimmt habe, dann aber festgestellt, dass es so einfach doch nicht ist;
Es gibt bis heute kein bildgebendes Verfahren, bei dem der Mensch als Ganzes sichtbar werden kann, außer das Geschichtenerzählen
Je älter ich werde, desto weniger glaube ich daran, Menschen wirklich kennen zu können. Vielleicht zu einem gewissen Zeitpunkt, in gewissen Zusammenhängen, aber im Grunde bestehen wir alle aus Ambivalenzen und Widersprüchen. Verschiedene Menschen lernen uns womöglich unterschiedlich kennen und würden verschiedene Dinge über uns erzählen.
Der Satz ist trotzdem gut, weil er anregt, genau darüber nachzudenken.