almis personal blog

ESC Semi 2

Heute steht als das – für Österreich spannendere, insgesam aber deutlich schwächere Semi 2 des ESC auf dem Programm. Aber who cares: Poe Poe Poe Poe Poe!

Ok, Österreich steht bei den Wettquoten dieses Semifinales seit Anbeginn auf Platz 1. Sollte nichts unvorhergesehenes passieren, werden wir wohl endlich wieder an einem Finale teilnehmen können. Mein zweitliebster Song des heutigen Abends stammt aus Slowenien. Die Boyband Joker Out hab ich hier am Blog schon näher vorgestellt. Ansonsten wird es eher recht unspektakulär werden. Australien – mein Lieblingsland in Europa – wird auch weiterkommen; der Vertrag mit der EBU läuft allerdings heuer aus, und ich hoffe, er wird erneuert. Australien ist ja nicht nur eine Nation von glühenden ESC-Fans, sondern auch Garant für (meist) sehr gute Beiträge. 2016 haben sie mit Dami Im und Sound of Silence beinahe gewonnen, 2019 für eines der ikonischten Stagings des ESC gesorgt und zwar als Kate Miller-Heidke und Konsorten an irgendwelchen Stecken herumgebounct sind, bei Zero Gravity– ich mein, so geht WTF-Staging, da bleibt einem doch der Mund offen. Heuer treten Voyager mit Promise an. Eine okaye Daddy-Rock Hymne, extrem ungefährlich harhar, der Sänger ist Anwalt und kommt ursprünglich aus Buchholz an der Nordheide. Damit werden sie weiterkommen.

Ansonsten wird da sehr viel plätschern, im zweiten Semi. Manches wird vielleicht auch ein bisschen wehtun. Polen tritt zum Beispiel mit Blanka und Solo an, bei der Vorentscheidung gab es Korruptionsvorwürfe und die Nation steht nicht so wirklich hinter ihr. Unter ihrem Video hat jemand geschrieben: “We understand your pain, Polish people” und das haben 30.000 Menschen gelikt. Aber wenn man Interpretinnen gerne mit Stringtanga anschaut, ist man mit dem Video zumindest ganz gut bedient. San Marino tritt mit Piqued Jacks und Like an animal an, und man fragt sich, wieso San Marino einen fünftägigen Vorentscheid mit ich-weiß-nicht-wieviel-Teilnehmern veranstaltet und dann so ein Kinderverzahrer-Beitrag (ich kann dich wie ein Tier riechen, Baby) herauskommt. Und die Zeilen: “You have, you have a snake eyes. And I get, I get butterflies”. Okaaay.

Beim albanischen big-drama Video frag ich mich jedesmal, wieso die Protagonistin so fertig ist, wenn sie nachhause kommt, und alle Möbel mit weißen Tüchern abgedeckt sind – ok, hier wird also offenbar ausgemalt, was ist die Tragödie dahinter? Albanien mit Duje ist aber dieses Jahr einer der wenigen sehr folkloristischen Beiträge, wird es damit aber wohl auch nicht ins Finale schaffen.

Wie auch immer: Happy second semi! Es wird spannend.

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