almis personal blog

Donnerstag

Es ist jetzt folgendes, wie immer nach dem 15. August: Die einen freuen sich schon auf den Herbst und die anderen wollen den Sommer nicht loslassen.

Die Zeit arbeitet für erstere: Nachts ist es schon kühler. Die WhatsApp Stories mit Stränden, Bergwiesen, extrem eigenartigen Reptil-ähnlichen Tieren (aus Thailand, ähm, was?), die dort einfach über die Straße gehen, auch jene mit Aperol Spritz und Eisbechern werden deutlich weniger. Dafür flattern die Back to School Prospekte herein – aber die sind mir egal. Bei “uns” geht es erstmals nicht mehr back to schook, sondern es gibt stattdessen “Welcome Days”.

Ob Sommer oder Herbst, I ‘ll go with the flow, zumal ich diese bestimmte Zeit im Jahr gerade sehr liebe, immer schon geliebt habe.

Ich war in der Mittagspause beim Vapiano, diesmal beim Westbahnhof. Ich mag diese retro Sessel und Aschenbecher in rot, und das Risotto und das Minzgetränk mit Aussicht (auf den Ikea). Ich bessere nach wie vor an meinen Langtext herum, es ist doch noch viel zu tun. Ich schaue auf den Ikea und denke über Formulierungen nach. Manchmal finde ich meinen Text wunderbar und manchmal auch gar nicht, denke mir, wen soll das interessieren harhar. Es ist jetzt diese Phase.

Danach war ich in der Bibliothek am Urban Loritz Platz, ich mein wie schön ist dieser Ausblick:

Es ist allerdings ein bisschen eskaliert, harhar:

Yasmina Reza schreibt übrigens in “Serge” über den Sommer an sich: “Der Sommer enthält alle Sommer, die früheren und diejenigen, die wir nie erleben werden.”1

Das ist so gut beschrieben, so ist es tatsächlich, finde ich. Der Sommer als Jahreszeit ist so aufgeladen mit Erwartungen und Projektionen. Das ist schön und auch ein bisschen anstrengend, das empfinde ich bei keiner anderen Jahreszeit so.


Kurze Mitteilung in eigener Sache: Manche Menschen fahren jetzt erst auf Urlaub zum Beispiel mein IT Admin, harhar. Falls ich in den nächsten zwei Wochen hier verschwinden sollte, dann ist technisch etwas passiert, dem ich nichts entgegenzusetzen hatte, weil im Urlaub mag ich ihn nicht belästigen.

  1. Yasmina Reza: Serge, S. 197 ↩︎