almis personal blog

Four great albums

Folgende Frage habe ich auf Facebook reingespült bekommen. Und ich beschäftige mich ja gerne mit solchen Sachen, wo es um nichts geht, es aber trotzdem spannend ist, darüber nachzudenken.

Also ich habe von allen vier Bands Songs in meiner Indie Playliste. Aber keinen vom Album Parklife. Blur ist damit gleichmal raus. Abgesehen davon hatte ich bei Damon Albarn irgendwie das Gefühl, er macht sich über sich selbst, uns und vielleicht sogar das Leben an sich lustig. Ist okay, holt mich aber nicht hundertprozentig ab.

Definitely Maybe fand ich im Jahr 1994 einfach einen extrem super Albumtitel. Und ich habe Live Forever rauf und runter gehört, weil in diesem Jahr habe ich meine Nachprüfung nicht geschafft und bin quasi das erste Mal im großen Stil gescheitert. Es sollte nicht das letzte Mal sein. Jedenfalls kamen mir die Zeilen: “Maybe I will never be/ All the things that I wanna be/ Now is not the time to cry/ Now’s the time to find out why” sehr gelegen. Auch wenn ich damals natürlich wusste warum, wegen Mathe nämlich harhar. Generell waren mir die Gallaghers und zwar beide aber ein bisschen zu nonchalant-arrogant und ein bisschen zu gelangweilt, bei fast allem was sie taten.

Bleiben Pulp und Suede. Mein Freund hat damals Suede entdeckt und ich etwas später Pulp. Was soll ich sagen, Jarvis Cocker war einfach der beste Frontman für mich. Diese Attitüde der Kauzigkeit, der zelebrierten Peinlichkeit, aber auch der Intellektualität, die irgendwie nicht genau wusste, wo sie hinsoll im England der Working Class, das er ja auch gerne besang, das war genau meines. Und Do You Remember The First Time ist immer noch einer meiner Lieblingssongs.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, und ich weiß nicht, ob ich das damals war, weil ich wollte ja “meine” Band verteidigen harhar, dann muss ich zugeben, dass Suede insgesamt die bessere Band war und vor allem ist Dog Man Star das beste Album.

Diesen epischen Songs, die Zivilisationskritik übten – “Let the nuclear wind blow away my sins”, die Einsamkeit in Satellitenstädten adressierten und (auch illegale) Formen des Eskapismus thematisierten, denen kann man sich kaum entziehen. Ich meine alleine die Dualität eines Songs wie Heroine – spricht Sänger Brett Anderson hier über seine Heldin oder vielleicht doch die Droge – hat mich komplett in den Bann gezogen und dabei habe ich nicht mal geraucht. Aber ich bin der Meinung, darüber müssen Bands erzählen, über die großen Themen, über alles Düstere, das, was uns Angst macht und alles, was wehtut. Solche Zeilen wie: “I belong to a world that is gone, it’s the english disease” Großes Kino.

Heute ist mir vieles zwar zu schwer, Musik kann mich sehr runterziehen, aber trotzdem habe ich es sowohl Pulp als auch Suede ziemlich übelgenommen, dass sie später Alben mit Titeln wie We Love Life und A New Morning herausgebracht haben, weil in den Park gehen kann ich selber auch, harhar.

Ja, erstaunlicherweise war das jetzt ein Musik-Posting ohne ESC Content. Und das obwohl morgen offiziell die neue ESC Saison startet.