almis personal blog

PR für Josh O’Connor

Nächste Woche werde ich die Pressevorführung des neuesten Steven Spielberg Films Disclosure Day besuchen – der auch bereits kommende Woche dann schon anläuft, das heißt, das Review muss schnell geschrieben werden. Ich freue mich schon sehr darauf.

Einerseits Spielberg: Jein. Ich mag einige seiner Film sehr gern, bei manchen bin ich ein bisschen indifferent und beim letzten, The Fabelmans, habe ich mich gefragt, ob ich an dem Film irgendwas nicht verstehe, oder ob er tatsächlich so krude und unentschlossen ist wie ich glaube, dass er ist, harhar. Kommt selten vor, aber es gibt Filme, die laufen wirklich so komplett an mir vorbei, dass ich noch nicht mal sagen kann, ich finde sie schlecht, sondern, ich fühle einfach überhaupt nix.

Andererseits: Josh O’Connor, der in Disclosure Day eine der Hauptrollen spielt. Und ich mache jetzt wieder unbezahlte PR Arbeit. Meiner Ansicht nach ist Josh O’Connor der derzeit beste männliche global bekannte Schauspieler unter 40. Ich kann nicht Hollywood-Schauspieler sagen, weil er ist Engländer – hört man, wenn er Sundance sagt, nämlich Sundaaance und nicht Sundeeence – und weil er bis dato, bis eben zu dieser Spielberg Produktion das große Blockbuster Kino vermieden hat. Einem breiteren Publikum ist er wahrscheinlich durch seine Verkörperung des jungen Prinz Charles in der Serie The Crown bekannt.

Tatsächlich ist er extrem wandlungsfähig und hat eine Vorliebe fürs Indie-Kino. Er hat mit der (tollen) italienischen Regisseurin Alice Rohrwacher La Chimera gedreht, für den er auch Italienisch gelernt hat, ich mein, wie super, ich denke, er hat einen besseren Akzent als ich harhar. Es geht in dem Film um einen englischen Kunsträuber, dargestellt eben von ihm, der bei einem neuen Coup seinen persönlichen Liebesschmerz aufarbeitet und es ist so sperrig-schön, ich sage nur magischer Realismus. Derzeit dreht er wieder mit ihr. Er hat in Luca Guadagninos Challengers einen der Beteiligten an der Dreiecksgeschichte gespielt, einen totalen Strizzi Tennisspieler und ich war sofort in seinem Team. Er hat den sonst ein bisschen faden The Mastermind komplett getragen, er hatte die Co-Hauptrolle im neuen Knives Out Wake Up Dead Man und zu History of Sound, wo er neben Paul Mescal in einer homosexuellen Liebensgeschichte spielt meinte Pia Reiser, nachdem O’Connor zur Mitte des Filmes verschwindet: “Wir sehen Paul Mescal dabei zu, wie er Josh O’Connor vermisst und wir verstehen ihn, wir vermissen ihn auch, weil er der soviel bessere Schauspieler ist.” Harhar. Nix gegen Paul Mescal, ich (und Pia) mag den auch sehr, aber O’Connor spielt halt in seiner eigenen Liga.

Ach ja und er war mal als neuer James Bond im Gespräch. Da geht es mir ein bisschen so wie mit Disclosure Day jetzt. Ich denke mir, es wäre toll, wenn er bekannter werden würde als er jetzt ist, weil er es verdient hat und weil ihn viel mehr Menschen kennen sollten; andererseits will ich ihn lieber in irgendwelchen crazy Arthouse Filmen sehen als in einer Prestige-Großproduktion. Ach ja. Wie auch immer, ich werde euch dann erzählen, wie ich seine Ausflug ins Blockbuster Fach fand.

…und ich hoffe, er unterschreibt nie bei Marvel…

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