almis personal blog

Flohmarkt

Heute wurde ich gefragt, ob ich etwas für einen am Wochenende stattfindenden Flohmarkt verkaufen möchte.

Und zuerst dachte ich, ich weiß nicht was, ich habe ja nichts. Aber dann ist es bei mir tatsächlich so, dass ich, wenn ich einmal überlege und anfange, Dinge auszumisten, praktisch gar nicht mehr aufhören kann. Viele Menschen haben ja anscheinend, wie ich immer wieder hören, große Probleme, Sachen zu sortieren und dann etwas wegzugeben und bei mir ist das Gegenteil der Fall. Ich liebe es, Dinge zu mustern und zu entsorgen oder zu verschenken, zu spenden. Unter anderem auch, weil ich schlecht bin, im Ordnung halten. Es funktioniert halt besser, wenn weniger da ist.

In meinem Langtext erlebt die Protagonistin eine Trennung und da heißt es, ich zitiere: “Ich war nun in der Phase, in der ich eigentlich alles aus dem Fenster werfen wollte. Pölster, Stofftiere, sogar manche Möbelstücke. Ebenso und vor allem meine Notizbücher, alle meine Fotos, Vasen mit getrockneten Blumen, Geschirr sowieso, das möglichst laut knallen sollen, wenn es dramatisch auf dem Asphalt zerbricht.”

Es könnte sein, dass da ein bisschen etwas autobiografisches eingeflochten wurde. Harhar. Weil ich habe so das Bild, ich will alle meine Sachen in meinem Haus unterbringen, und trotzdem noch viel Platz übrig haben und da bin ich auf einem guten Weg. Natürlich gibt es Dinge, die ich niemals weggeben würde. Ich bin so froh, dass ich damals beim Notar meine beiden Teddybären zurückbekommen habe, quasi als Erbe meines Papas. Und ich habe Bücher und Plakate, meine Pinnwand, tatsächlich auch diverses “Klimsbims”, das ich liebe. Ich habe eine Fotokette, unter anderem mit einem Menschen aus (m)einem früheren Leben. Sowas würden sich manche wahrscheinlich nicht aufhängen. Aber ich möchte das so, mir bedeutet das viel.

Aber sonst habe ich die wichtigen Dinge im Gedächtnis und das reicht dann auch.

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