almis personal blog

Arbeitsbeziehung

Langsam tauche ich aus der “Akkordarbeit” und der Beschäftigung mit Early Childhood Music Education wieder auf. “Wir” haben einen Zwischenbericht und es ist schön, wieder für diese Auftraggeberin zu arbeiten, weil sie immer auch meine Einschätzungen und Beobachtungen hören will, obwohl ich ja keine Musikwissenschafterin bin, aber um Fachwissen dazu geht es eh nicht, und die mir heute geschrieben hat: “Es macht Spaß, weil ich mich nicht so einsam gefühlt habe, wissend, dass Du thematisch da jetzt auch drin bist”

Ich habe zu fast allen meinen Auftraggebern eine langjährige, oft sehr persönliche Arbeitsbeziehung. Diese Professorin hat mich damals aus 120 Bewerbern ausgewählt – warum weiß ich nicht harhar, aber es hat sich herausgestellt, dass wir wunderbar zusammenpassen. Vielleicht hat sie das ja gespürt? Es gab zahlreiche Treffen auf der Uni, in Parks (hallo Corona), aber auch Mittagessen und Kaffee trinken waren wir schon öfters, und es ist immer sowohl lustig und wertschätzend, als auch sehr interessant. Ich glaube, uns würde es beiden taugen, wenn ich ihre permanente Assistentin wäre, aber dafür hat die Uni natürlich kein Geld, wie das ja bei aller im weitesten Sinn (geistes)wissenschaftlicher Forschung so ist. Es soll tolle, qualitativ hochwertige Arbeit geleistet werden, aber am liebsten komplett unbezahlt – hier Rant einfügen, mir ist es gerade zu heiß dafür.

Das letzte Mal gesehen haben wir uns vor circa drei Jahren und als wir jetzt privat geplaudert haben, habe ich zu ihr gesagt: “Bei mir ist alles beim alten” und sie dann: “Das glaube ich nicht.” Und damit hat sie natürlich recht. Vor drei Jahren war ich noch ziemlich ja…. zerstört würde ich sagen. Wir haben auch darüber geredet und sie hat supersensible und kluge Dinge gesagt. Ich mag das ja, wenn Menschen beim Reden so einen Raum aufmachen, wie es in Oslo Stories: Sehnsucht hieß, halte dich an Menschen, die die Welt größer machen. Und ich bin jetzt tatsächlich ein (bisschen) ein anderer Mensch, weil sich das Leben irgendwie an die Erinnerungen und die Gefühle, die ich einfach bei mir behalten möchte, rundherum baut. So weniger kryptisch wird es heute nicht mehr, harhar.

Jedenfalls ist es gerade eine schöne Arbeit und das Projekt geht auch noch (weniger stressig) weiter.

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