almis personal blog

Sonntag

Die Nächte sind übrigens nicht soo ruhig, weil Katzen sind, erraten, nachaktiv. Mitten in der Nacht pickt dann plötzlich eine Katzennase auf meiner Wange, harhar.

Ich verstehe nichts von Katzen. Ich weiß nicht, was sie wollen und brauchen, wenn sie maunzen und mich anschauen. Aber sie schnurrt die meiste Zeit, also hoffe ich, dass sie sich wohlfühlt.

Schaut eh ganz happy aus, oder?

Wir oder vielmehr ich war deshalb heute etwas müde. Ich habe einfach den Start des Formel 1 Rennens verschlafen.

Danach haben “wir” uns La Grande Bellezza angeschaut. Und was soll ich zu Paolo Sorrentinos Oscar-prämierten Werk über die italienische dekadente Gesellschaft sagen? In Abwandlung dessen, was meine Mutter mal über The Great Gatsby Leonardo di Capiro gesagt hat: “Redford is a kana” harhar. Sorrentino ist auch kein Fellini. Der Film hatte schon irgendwie was, auch wenn ich bis zum Schluss nicht ganz sicher war, ist das surrealistisch oder prätentiös. Für mich aber klar: Ohne das Charisma des Hauptdarstellers Toni Servillo hätte der Film für mich nicht funktioniert, wäre er wohl auseinandergefallen.

Schön resignativ und damit den Ton des Films treffend, gerade zur der Jahreszeit passend fand ich, was einer der Protagonisten in einer Szene sagt: “Ich habe all meine Sommer damit verbracht, Pläne für September zu schmieden. Jetzt nicht mehr. Jetzt verbringe ich den Sommer damit, mich an die guten Vorsätze zu erinnern, die sich verflüchtigt haben. Teils aus Faulheit, teils aus Unachtsamkeit. Was ist so schlimm an der Nostalgie? Sie ist die einzige Ablenkung für diejenigen, die keinen Glauben an die Zukunft haben”

Zum Ende eines ruhigen Tages noch geschrieben und an jemand gedacht.

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