almis personal blog

In der Stadt

Vorgestern war Sonnenfinsternis, Facebook und Co. voll von Anfragen, wo man diese Brillen herbekommen könnte.

Mir war es irgendwie so wurscht wie schon die letzte Sonnenfinsternis 1999, aber die Fotos, die ich dann gesehen habe, waren schon schön. Ich glaube, ich bin eher der Sternschnuppentyp, die auch jetzt Saison haben und die meinem Papa – sonst jeglicher Irrationalität abhold – komischerweis sehr wichtig waren. Die Kids waren jedenfalls auf einem Berg und sind spät heimgekommen und gestern haben sie mich gefragt, ob ich mit ihnen in die Stadt (1. Bezirk) gehen will. Das fand ich sehr lieb und so waren wir dann gestern in der Stadt.

Schönster Wiener Augusthimmel

Geparkt haben wir in der fancy Parkgarage am Hof, ein abzuarbeitender Punkt auf mancher Bucketliste. Nicht auf meiner, weil ich fahre ja nicht mal mehr Auto harhar. Zuerst waren wir essen, weil wir schon sehr hungrig waren und zwar im Dom Schnitzel (unbezahlte Werbung) Klingt wie eine Touristenfalle, ist es aber nicht, das (Kalbs)schnitzel ist wirklich ausgesprochen gut dort.

Foto mitten unterm Essen gemacht, da sieht man wie ausgehungert ich schon war, harhar

Was macht eine Stadt aus, wirklich aus? Was symbolisiert Wien? Gar nicht so einfach, Wien gibt es vermutlich als Ganzes gar nicht, es ist ein Kongolmerat, wie jede Stadt. Ich plage mich ja beim Schreiben auch immer, die Essenz einer Stadt einzufangen, das habe ich damals bei Bozen schon versucht.

Die hübsche Naglergasse

Arik Brauer sagte: “Das hör ich oft von den Israelis, eine tolle Stadt, aber all diese Wiener. Es sind die Wiener, die Wien kreiert haben, jeden Tag machen sie Wien. Die Wiener haben wie alle Menschen ihre Schattenseiten.” Dieses Zitat kann man übrigens im jüdischen Museum lesen, ich habe es fotografiert, weil ich es toll beschrieben finde.

Die Mölker Bastei

Und hier meine wunderschöne Uni. Ist es noch meine Uni? Ich denke mir manchmal, ob die Gedanken und die Wissenschaft noch so frei ist, wie ich mir das früher erträumt oder auch damals schon eher eingebildet habe? Was aber richtig ist und bleibt: das Gebäude ist wirklich eine Pracht.

Das war unser Spaziergang.

Danke liebe Kids fürs Mitnehmen der alten Mama. Aber wie es so schön im Roman Meine Männer von Viktorija Tokarjewa heißt, den ich gerade lese: Fünfzig ist ein gutes Alter, aber das versteht man erst mit 60. Harhar.

Fancy Friday

Heute ging es gleich weiter mit dem dolce vita.

Nachdem das Kind und ich uns nicht mehr dauernd sehen, hatten wir heute mal ein richtiges Treffen ausgemacht. Ja so ist das mit erwachsenen Kindern. Ich will ja nicht dauernd Werbung für meinen noch nicht ganz fertigen Roman machen (harhar), aber da gibt es eine Passage, in dem die Protagonistin mit ihrem kleinen Kind Eistee trinken geht und sich vorstellt, wie das dann in 15 Jahren ist. Naja, und jetzt bin ich also in die Mutter nach 15 Jahren. Und es ist toll.

Das Kind holte mich mit dem Auto ab und wir fuhren ins Donauzentrum und gingen ins Olive (unbezahlte Werbung). Sieht eigentlich aus wie eine normale Pizzeria, aber:

Er hatte ein Schnitzel paniert, vom Rind (!) und es war soo gut und exquisit, wirklich. Ich hatte Spaghetti Milanese – mit Champions, Karotten, Schinken, Kräuter, Parmesan – und das war auch hervorragend, also qualitativ wirklich etwas besonderes und auch reichlich. Wirklich empfehlenswert.

Vom Donauzentrum fuhren wir dann auf den Kahlenberg, genossen die Aussicht, diskutierten über die Bedeutung von verschiedenen Emojis, turns out: ich verwende emojis teilweise völlig falsch, und bestellten dann eine Eisschokolade – dort übrigens ohne Vanilleeis, wie betont wird; eben wie heiße Schokolade nur kalt. Ich war ja skeptisch, aber auch das hat super geschmeckt.

Im Hintergrund die nette Kirche vom Kahlenberg

Kunstfoto von meinem Sohn:

Damit könnte man Werbung machen

Da hab ich mir dann gedacht, ich komme ja weitgehend ohne Luxus aus (Autos, Urlaube, Schmuck, elektronische Geräte you name it) – aber was ich wirklich gerne habe ist gut essen und trinken und dabei schöne Unterhaltungen zu führen.

War wirklich ein toller Nachmittag!

Frühstück im Garten

Es ist August und somit ist es endlich wieder einmal soweit, M. war zu Besuch und ein Garten-Frühstück stand auf dem Programm. Und dieses wird natürlich so streng analysiert, wie die sonstigen Auswärts-Frühstücke harhar.

Es gab Kornspitz, Croissant, Semmel, Käsewurst, Gouda, Schinken, Tomaten, Erdbeeren, Marmalade, weiches Ei und natürlich Kaffee, Wasser und Orangensaft. Gute Auswahl.

Geschirr: Das meiste aus der H&M Home Kollektion. Unbezahlte Werbung harhar, aber ich liebe die Sachen dort.

Dazu: Fünf Stunden Gespräche über den Sommer, Urlaube, die Kinder, das Leben an sich

Dazwischen: Eine Stunde im Pool.

Herrlich wars!

Direkt danach kamen “meine Kids” und wir waren nochmal eine Stunde im Pool, es gab eisgekühltes Red Bull in diversen Geschmacksrichtungen (die Bereitstellung derer ist meine love language harhar)

Und am Ende vom Tag hab ich mir gedacht, M. kenne ich über 30 Jahre, dafür bin ich sehr dankbar. Jahre, in denen viele Menschen gekommen und wieder gegangen sind. Über manche Abschiede kommt man kaum hinweg. Aber es kommen auch neue Menschen, wie “meine Kids” und es ist so schön mit ihnen.

Raumplanung mit Musik

So es hat abgekühlt, ich kann wieder ranten, harhar.

Ich bin heute in der Früh mit der S-Bahn gefahren und es war schrecklich. Ich kam vom Süden und schaffte es gerade noch in den Zug. In Meidling, am Matzleinsdorferplatz, aber auch später am Rennweg haben die Leute zu Dutzenden (!) nicht mehr zusteigen können, weil es so brechend voll war.

Und dann lese ich ein Interview mit einem Raumplaner, bzw. nur ein paar Halbsätze, weil Bezahlschranke, wo er sagt, es werde ja ab Herbst gar nicht die Stammstrecke gesperrt, nur drei Stationen (mittendrinnen, Anmerkung von mir). Ah so na das ändert natürlich alles. Und er sagte weiter, wir haben ja ein super Ubahn-Netz, dass es abfängt Ich habe da immer den Verdacht, dass die Menschen, die solche Dinge äußern, selber eher nicht sooft mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Anregung an die PR-Abteilung der Wiener Linien: Spart euch das Geschwurbel und sagt einfach ja wir wissen es, die Sperre ist gschissen. Ist mir persönlich lieber als wenn man mich für deppert hält.

Deshalb bin ich dann heute komfortabel (naja, abgesehn vom kilometerlangen Stau) mit Oma und Kind über die Tangente gefahren, auf ein Maturaessen. Natürlich bin nicht ich gefahren, sondern das Kind, das mittlerweile schon mehr Kilometer Fahrpraxis hat als ich in meinem ganzen Leben. Und ja, es war ausgesprochen angenehm. Über die Playliste waren wir allerdings unterschiedlicher Ansicht. Das Kind dann so zum Soundsystem: “Spiel Toy von Netta” ESC Bestechung sozusagen, klappt bei mir natürlich immer. Außerdem was passt besser zu flirrender Luft auf der A23 als Mizrahi Klänge, unterlegt vom Gekeife einer zornigen Frau? Harhar. Außerdem habe ich mich sehr amüsiert, als plötzlich Haddaway mit What is Love aus dem Lautsprecher kam. Sind wir schon in der 1990er Jahre Nostalgie? Anscheinend. Ich habe dem Kind gesagt, darüber schreibe ich heute und ich darf, harhar. Also hiermit geschehen.

Matura, fünf (the end)

So, das wars jetzt endgültig.

Ein Teil der Feiergemeinde beim “Stehcafe” im Zuge der Maturafeier

Wer, wie ich, vor 30 Jahren maturiert hat, kennt das ja alles nicht. Wir hatte ja nichts! Harhar. Heutzutage werden Eltern, Freundinnen und Freude, sonstiger Anhang eingeladen, es gibt Reden von Klassenvorstand und Klassensprecher, Direktorin und gefühlt wer sonst noch Bock hat. Dazu natürlich das feierliche Überreichen des Maturazeugnisses. Untermalt wird das Ganze mit Musik und vielleicht ein paar Trän(chen). Im Gegensatz zu anderen Maturafeiern, von denen ich gehört habe, kam weder Putin noch Trump in den Äußerungen vor (danke dafür!), und die Reden haben es geschafft, da und dort den Horizont zu erweitern und ein bisschen den Trampelpfad des offensichtlichen zu verlassen, das fand ich sehr schön.

Sehr subversiv war der letzte Song, dargebracht von “unserer” Klasse und zwar Another Brick in the Wall von Pink Floyd. Wir erinnern uns an die Lyrics “We don’t need no education. We don’t need to thought control. Teachers leave us kids alone”. Derart bestärkt geht man doch gern in die Welt hinaus.

Und ja, damit ist ein weiterer Lebensabschnitt, auch für mich, zuende und ein anderer beginnt. Freue mich über jeden und jede, die oder der mich hier lesend weiterbegleitet.*

*Etwas gerührt gesendet.

Matura, vier

Heute Nacht habe ich geträumt, dass mir gleich fünf Zähne ausgefallen sind, die ich lässig, wenn schon auch latent besorgt, in meine Hosentasche gesteckt habe. Beim Aufwachen habe ich dann gegoogelt und da heißt es, solche Träume zeigen Probleme beim Loslassen auf. Ja Potzblitz, damit hatte ich ja in meinem Leben noch gar nie zu tun. Probleme mit dem Loslassen, pah, was ist das überhaupt. Harhar.

Wo ich aber sicher keine Schwierigkeiten habe, ist die Schule loszulassen, und zwar ja quasi zum zweiten Mal. Beim ersten Mal, also als ich 19 war, gabs Mädchen, die geweint haben, weil die Schulzeit jetzt vorbei ist und ich habe es wirklich gar nicht verstanden. Vielleicht, weil ich eh schon ein Jahr länger als geplant dort verbracht habe. Nun heute war das Kind dran, letzte Prüfung und ich finde es wieder nicht traurig.

Die Matura ist geschafft und zwar mit gutem Erfolg. Bis gestern hatten wir das gar nicht am Schirm, dass sich das notentechnisch ausgeht. Und obwohl mir Noten prinzipiell wurscht sind, war ich happy. Vor allem aber bin ich dankbar, dass es in den ganzen zwölf Jahren kein wie immer geartetes Drama gab. Ich weiß, nicht zuletzt aus eigener Erfahrung, wie anstrengend und belastend Schule nämlich auch sein kann.

Am Wochenende gehen wir dann essen und möglicherweise auch in den Pool und am Montag gibt es noch eine offizielle Feier mit Brimborium in der Schule. Und auch darauf freue ich mich.

Danach kann man übrigens gleich für die Aufnahmeprüfung an der Wunschuni im Wunschfach lernen, die dann mitunter bereits Ende Juni (!) stattfindet. Weil so wie bei uns früher, dass du erstmal bis Ende September nichts weiter zu tun hast, das geht heute nur noch in wenigen, sagen wir mal nicht extrem überlaufenen Fächern wie Germanistik. Harhar.

Aber jetzt erstmal kurz einfach genießen.

Motivation?

Manchmal lese ich etwas und frage mich, wieso fühlt es sich nicht richtig an, obwohl es sich vielleicht richtig anfühlen sollte.

Ich mache es jetzt nicht so wie Lena Dunham und nenne Namen. Ich sage mal, es geht um das Posting eines österreichischen “Motivational Speakers”, das vor ein paar Tagen viral ging. In diesem Posting erzählt dieser, wie er seine Kinder in Schule und Kindergarten bringt und mit der Kleineren dann ein Ritual vollführt, wo sie sich jeden Tag vorm Kindergarteneingang hinstellen und sich zurufen: Ich bin stark! Ich bin gescheit! Ich bin toll! Ich stell mir gerade vor, wie ich da als Mutter mit meinem eigenen Kind vorbeigehe und ich glaub, ich rolle dabei mit den Augen harhar.

Es ist nicht so, dass ich es schlecht finde, Kinder zu bestärken, gar nicht. Aber irgendwie ist mir das eine Spur zu gewollt und zu performativ. Dann habe ich mich an die Kindergarten-Morgen mit meinem eigenen Kind erinnert. Oft war ich ur müde, ab und zu tatsächlich auch grantig, da wurde im Lift alle Knöpfe gedrückt, da ist die Straßenbahn davon gefahren, und hat uns im Regen stehen gelassen, da habe ich irgendwie versucht, dass er sich mit dem Roller auf dem Endspurt zu der Einrichtung – eine Art Begegnungszone von Autos und Füßgängern neben einer ziemlich stark befahrenen Straße – nicht umbringt. Das Letzte, was mir eingefallen wäre ist, in so einer Situation dann vor der Eingangstür zu stehen und fröhlich zu rufen: “Ich bin toll”. Das kommt mir ur absurd vor, harhar.

Ich habe im Kindergarten einer meiner engsten Freundinnen kennengelernt, sie hatte damals bereits drei Kinder (unter drei) und ich fand es so cool, wie sie in einem unserer ersten Gespräche meinte, ihr ist das suspekt, wenn bei manchen Familien immer alles toll ist. Das war so angenehm und befreiend, obwohl ich eh “nur” ein Kind hatte, aber trotzdem oft genug überfordert war. Natürlich gab es auch bei uns wahnsinnig schöne und auch bestärkende Momente in dieser Zeit. Aber sie passierten, wann sie eben passierten und nicht als Happening. Aber jeder wie er mag, wie sagt Brad Pitt zu Edward Norton, als der ihm eine Lebensweisheit in Fight Club mitgibt: “Funktioniert das gut für dich? Dann bleib dabei.”

Der Motivational Speaker geht dann übrigens nach dem Abliefern seiner Töchter heim und trinkt mit seiner Frau gemütlich Kaffee. Und ich glaube, spätestens da verlässt er die Lebenrealität der meisten seiner Leserinnen und Leser, harhar.

Matura, zwei

Heute war Englisch Matura.

Als ich das Kind um sieben weckte, meinte er, er schläft noch bis 7.15 Uhr. Treffpunkt in der Klasse 7.45 Uhr. Ich: Du willst ja auch noch zum Billa? Und er: Das geht sich leicht aus. Diese Nerven möchte ich mal haben, echt.

Um 16 Uhr werden die Aufgaben dann immer veröffentlicht und wir haben uns die Matura gemeinsam angesehen. Er hat mich gefragt, ob ich die Lückentexte probieren mag, mit laut vorlesen. Das klingt bei mir immer so wie wenn Toto Wolff Englisch redet, harhar, sorry, aber wir haben halt denselben Wiener Akzent. Das Vorlesen meinerseits war also sehr lustig. Prinzipiell muss ich aber vermerken, diese Lückentexte fand ich schon anspruchsvoll. Und bei den Listenings war mitunter die Musik lauter als die Sprecher, auch skurill.

Am Ende sagte ich so zum Kind: Also das war bisher eher anstrengend, wahrscheinlich wird Mathe auch ur schwer. Ich sollte Motivational Speaker werden, harhar. Er ist dann gleich verschwunden, um eine alte Mathematik Matura zu rechnen. Da kann ich leider nicht behilflich sein.

Und damit ist es für diese Woche dann auch geschafft.

Matura, eins

Der erste Maturatag ist geschafft.

Das Kind bekam gute Wünsche von meinen Freundinnen, sogar ein ur liebes Affirmationsvideo, eine andere Mama hier im Haus, deren Tochter heute ebenfalls gestartet ist, hat in aller Frühe geschrieben, ich dann natürlich auch, mir wurden Facebook Postings von Promi “Betroffenen” weitergeleitet, danke, das hat mich alles sehr gefreut.

Das Kind war null nervös, ich ja schon irgendwie. Wobei bei ihm eh in allen Fächern die 30 Prozent Regel greift, wo auf wundersame Weise die Halbjahresnote miteingerechnet wird und wenn die mindestens ein Befriedigend ist, dann muss man nur noch 30 Prozent positiv haben oder was weiß denn ich, das ist wie meine SVS Versicherungszahlungen, wie die auf diese Summen kommen, weiß ich auch nie, harhar.

Jedenfalls die Leute, denen ich schrieb, dass nur ich aufgeregt bin, antworten mir: Na das war ja klar. Ich mein, ich bin echt keine Glucke, mir ist vieles wirklich komplett wurscht, Noten sowieso, aber manchmal habe ich trotzdem so Anwandlungen, frei nach Walt Whitman: “I contradict myself, I contain multitudes.” Musste wieder einmal an jemand denken, der immer sagte, Gelassenheit ist am wichtigsten und das ist tatsächlich so, habe mich eh schon wieder erfangen.

Das Kind hat das Textpaket Erörterung und Leserbrief gewählt. Und ich, die so pro Interpretation ist und, die ich vollmundig behauptet habe, ich würde immer das nehmen, weil ich liebe das, tja, ich muss ehrlich sagen, die zwei Gedichte, die da zur Auswahl standen, puh. Hut ab, wer sich da drüber getraut hat.

Der Leserbrief war übrigens zum Thema “Sensitivity Reading”, und ich zum Kind: Nie gehört, was soll das sein? Turns out, es ist so eine Art Lektorat, das Bücher auf Stellen scannt, die irgendwen “aufregen” können. Ich: Das ist ja komplett dystopisch, das könnte direkt aus Fahrenheit 451 sein. Harhar. Die Brandrede dagegen hätte ich ja schon gerne geschrieben.

Jedenfalls dürfte es ganz gut gelaufen sein.

Letzter Schultag

So, heute ist tatsächlich der letzte Schultag gewesen, morgen nur noch Maturastreichtag. Etwas, das so Gen X-er wie ich nicht verstehen, aber das ist das Privileg der Jugend, das sie Dinge macht, die die Alten nicht kapieren müssen.

Was mich verwundert hat ist, dass die achte Klasse jetzt doch nicht soo easygoing war, wie ich nicht müde wurde das im Vorfeld zu prophezeihen. Betrifft jetzt nicht mein Kind, aber allgemein. Es haben nicht alle das Jahr geschafft, es gab doch einige Entscheidungs- und Nachprüfungen in allen möglichen Fächern, bis gestern noch.

Ich schreibe meiner Freundin: Bitte, das war doch bei uns nicht so, bei uns sind doch in der 8. alle durchgekommen.

Sie: Bei uns war aber keiner so schlecht, als dass es Thema gewesen wäre.

Ich: Doch, ich.

Harhar, na wirklich. Wie ich auch nicht müde werde zu erzählen. Mein Semesterzeugnis in der 8. Klasse war mein bestes Zeugnis des gesamten Gymnasiums. Und auf die Mathe Matura hatte ich einen Dreier, um einen Punkt den Zweier versäumt, was meine beste Mathenote seit der allerersten Schularbeit im Gymnasium war.

Ich weiß noch, als ich nach der Mathe-Matura die Schule verlassen habe und der Freund meiner Freundin, der beim Tor auf sie wartete, zu mir sagte: “Bitte das ist das erste Mal, dass du nach irgendeiner Art von Mathe-Prüfung glücklich aus der Schule kommst.” Klingt wie aus einem Christine Nöstlinger Roman, dieser Satz wurde aber tatsächlich gesagt.

Mein Kind hat bis dato (!) harhar keine Schulprobleme gehabt und dafür bin ich wirklich sehr dankbar.